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Veröffentlicht am 10.05.2025

Histo-Highlight!

Little Germany - Der Duft der Neuen Welt
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Bereits seit ihrer grandiosen "Schokoladenvilla"-Trilogie bin ich ein erklärter Fan dieser gleichermaßen talentierten wie sympathischen Autorin und freue mich riesig, nun auch ihren neuesten Buch-Schatz ...

Bereits seit ihrer grandiosen "Schokoladenvilla"-Trilogie bin ich ein erklärter Fan dieser gleichermaßen talentierten wie sympathischen Autorin und freue mich riesig, nun auch ihren neuesten Buch-Schatz mein Eigen nennen zu dürfen.

Mit ihrem fulminanten, rundum mitreißenden Auftaktband "Little Germany - Der Duft der neuen Welt" entführt uns Maria Nikolai nach New York City zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ins an der Lower East Side liegende "Deutschländle"-Viertel ... wohin es die beiden weiblichen Hauptfiguren Lissi (vom Hausherrn geschwängertes Dienstmädchen) und Julia (Tochter aus gutem Hause, die aus einer arrangierten Ehe geflohen ist) verschlagen hat. Bereits ihre beiden Vorgeschichten, ihr Kennenlernen sowie die gemeinsame Schiffspassage in die USA lasen sich filmreif - und so unfassbar realistisch, dass man meinen könnte, die Autorin hätte all dies als stille Beobachterin miterlebt und nun exklusiv für uns niedergeschrieben. Ich hatte dank der herrlich atmosphärischen, auf exzellenter Recherche basierenden Beschreibungen quasi von Beginn an einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen und wähnte mich selbst mitten im Geschehen, fieberte mit den beiden jungen Frauen mit und hatte den immerhin über 600 Seiten starken Schmöker binnen kürzester Zeit verschlungen.

Als Amerikanistik-Studentin war es für mich ein ganz besonderes Schmankerl, New York City auf diese Weise nochmal intensiver kennenzulernen und am liebsten würde ich direkt auf eine eigene Recherche-Reise gehen, denn speziell die für dieses Werk essenzielle Auswandererthematik interessiert mich immens. Nicht nur Little Germany steht hier im Fokus, auch in andere New Yorker Viertel schnuppern wir hinein. Ich kann gar nicht genug betonen, wie authentisch, bildgewaltig und einnehmend die Settingbeschreibungen gestaltet worden sind. Wirklich ganz großes Kino - so und nicht anders muss ein historischer Roman aufgebaut sein.

Geschickt bindet die Autorin sämtliche realen geschichtlichen Hintergründe in die fiktive Handlung mit ein - im Anhang erwarten euch diesbezüglich ein umfangreiches Glossar, Personenregister und sogar ein paar ausgewählte Rezepte! (Schönes Extra: Die Karte im Innencover.)

"Sie hätte ein bequemes Leben haben können, aber mit ihrer Seele dafür bezahlt".

Sowohl Julia als auch Lissi sind dermaßen wundervolle Hauptfiguren, wie ich es selten erlebt habe - so liebenswert und eine wahre Inspiration. Was habe ich ihren Mut, aber vor allem ihre Determination, ihrer damaligen, unglücklichen Lebenssituation zu trotzen, bewundert! Sie sind das beste Beispiel dafür, dass man immer den Mut haben sollte - haben muss -, seinem Herzen zu folgen. ... selbst beziehungsweise GERADE DANN, wenn alles ausweglos erscheint, darf man die Hoffnung niemals aufgeben.

Fazit: Brillant geschrieben! Fans von historischen Romanen und Familien-Sagas kommen an diesem vor fundierter Recherche, Detailliebe und Flair des alten New York strotzenden Werkes unmöglich vorbei. Ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf Band 2 ("Der Geschmack von Freiheit"), der im Oktober 2025 erscheint. Klare Leseempfehlung!!

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Strickwohlfühlroman mit Tiefgang

Die Liebe wartet im Watt
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Susanne Oswalds Strickromane sind bekannt für ein cozy Setting, in das man am liebsten selbst hineinschlüpfen würde, sympathische Figuren und natürlich a bisserl was fürs (Strick-)Herz - entspannte Lesestunden ...

Susanne Oswalds Strickromane sind bekannt für ein cozy Setting, in das man am liebsten selbst hineinschlüpfen würde, sympathische Figuren und natürlich a bisserl was fürs (Strick-)Herz - entspannte Lesestunden garantiert. Ihr aktuelles Werk, der Folgeroman von "Die Liebe wartet im Watt" (der durchaus als Standalone gelesen werden kann), bildet da keine Ausnahme. Bereits die Widmung stimmte mich froh und signalisierte mir, dass ich mich auf eine wie immer angenehm erzählte Feel-Good-Story freuen durfte:

"Für dich! Möge die Geschichte dich wie ein lockerleicht gestricktes Tuch umhüllen und der Wind der Nordsee die Sorgen von deiner Seele pusten."

Ganz soooo lockerleicht verlief die Lektüre allerdings nicht, im Sinne von: Es wurde tiefgründiger als erwartet. Da ich ein Faible für historische Romane habe (- speziell jene mit Handlungszeitraum/Thematik Zweiter Weltkrieg interessieren mich sehr -), rannte die Autorin mit diesem unerwarteten Story-Element offene Türen bei mir ein. Ich kann gar nicht genug betonen, wie sehr mich diese Passagen berührt haben. So viel Feingefühl, solch rohe Emotionen. Ob Annelieses Abschied von ihrer Mutter (im Prolog) oder Bentjes Gedanken, als sie über einen bedeutungsschweren Brief aus dem Jahr 1939 stolpert, der direkt mit Annelieses Schicksal verknüpft ist.

"Sie hatte von den Kindertransporten gelesen, und schon damals hatte ihr die Vorstellung des Leides die Luft abgeschnürt. [...] Sie wusste nur, dass die Angst größer gewesen sein musste, als sie ermessen konnte. Es musste die Eltern innerlich zerrissen haben, sich zu diesem Schritt zu entscheiden. [...] Was für einen Mut es gebraucht haben musste, das eigene Kind in die Fremde zu schicken, um dessen Leben zu retten, überforderte ihre Vorstellungskraft. Gleichzeitig [...] war sie dankbar, dass offensichtlich ausgerechnet Lüttje Glück eine Anlaufstelle für Verfolgte gewesen war."

Welche Geschichte hinter dem alten Schriftstück steckt, müsst ihr selbst herausfinden!

Allgemein kann man Bentje um ihren Alltag schon beneiden - diese Frau hat vielleicht Dusel! ... nicht nur mit Jasper (toller Typ!), sondern auch mit der Tatsache, dass ihre beste Freundin Imke ihr mal eben spontan nach Kiekersum gefolgt ist, "in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ihren Job und die Wohnung gekündigt" hat. Wow. Wie realistisch diese Aktion ist, lasse ich dahingestellt - wenigstens in Romanen darf man schließlich von solchen Ereignissen träumen. (Was würde ich drum geben, wenn ein kompletter Ortswechsel auch für meine beste Freundin so einfach möglich wäre, schnüff. Ich gönne es Bentje und Imke jedenfalls von Herzen.)

Im Anhang dürft ihr euch nicht nur über die mittlerweile beinahe schon obligatorischen Strickanleitungen freuen (- mein Favorit: die "Pummelchen-Socken" -), sondern auch über ein Rezept für Friesischen Apfelkuchen. Wie viel Detailliebe in jedem Oswald'schen Roman steckt, lässt das umfassenden Personenregister erahnen (inklusive tierischer Bewohner) - auch die eigene Strickleidenschaft der Autorin ist überdeutlich spürbar. Was mir besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass sie reale Personen in die fiktive Handlung eingebunden hat - die (tierfreundlichen) Ferienwohnungen "Haus am Meer" sowie das mega idyllische Gourmet Café "Engelmühle" habe ich direkt gegoogelt.

Fazit: Ein rundum gemütliches Leseerlebnis, das mir insbesondere aufgrund der historischen Elemente prima gefallen hat.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Nicht mein Quinn-Favorit, aber dennoch eine solide Romance

Bevelstoke – Das geheime Tagebuch der Miss Miranda
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Seitdem alle Welt im Bridgerton-Fieber ist, darf ich mehr denn je die Präsenz meiner geliebten Regency-Epoche in Literatur und Film genießen - I love it.

Bestsellerautorin Julia Quinn legt stetig nach ...

Seitdem alle Welt im Bridgerton-Fieber ist, darf ich mehr denn je die Präsenz meiner geliebten Regency-Epoche in Literatur und Film genießen - I love it.

Bestsellerautorin Julia Quinn legt stetig nach und sorgt dafür, dass uns Fans von Penelope & Co. der Lesestoff nicht ausgeht: Mit dem gelungenen Auftakt ihrer Bevelstoke-Trilogie bleibt sie ihrem von Humor, einem Hauch angenehmer Vorhersehbarkeit und einnehmend erschaffenen Hauptfiguren geprägten Schreibstil treu.

ABER:

Mirandas Schwärmerei für den wesentlich älteren Bruder der besten Freundin (à la "das herrlichste Wesen, das sie je gesehen hatte") hat mich mit der Zeit zunehmend ermüdet. Abgesehen davon, dass ich seinen ersten Eindruck – als er sie lediglich als "komisches" bzw. "frühreifes kleines Mädchen" wahrgenommen hat – nie ganz abschütteln konnte … er behandelt sie später wirklich teilweise echt herablassend und mit abstoßender Arroganz = war mir schlichtweg wenig sympathisch. Folglich blieb mir ihre anhaltende Verzückung ein Rätsel.

Nichtsdestotrotz: Quinns Talent, in ihren Dialogen Witz und Gefühl harmonisch zu kombinieren, ist auch hier spürbar. Wer leichte, charmante Regency-Romane mit Tagebuch-Elementen und einer Prise Gesellschaftsklatsch liebt, wird sich bei diesem Auftakt herrlich unterhalten fühlen.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

Eine solide Quinn'sche Romance - ideal für alle, die sich genauso gerne in glitzernde Ballsäle träumen wie ich.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Irland-Liebe

Wege, die zur Liebe führen
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Ein Irland-Roadtrip mit entzückender Fellnase als Reisebegleitung? Sounds perfect to me!!

Seit jeher träume ich von einer Reise auf die grüne Insel und dank Julie Larsens traumhaft malerischen Beschreibungen ...

Ein Irland-Roadtrip mit entzückender Fellnase als Reisebegleitung? Sounds perfect to me!!

Seit jeher träume ich von einer Reise auf die grüne Insel und dank Julie Larsens traumhaft malerischen Beschreibungen fühle ich mich Irland nun mehr verbunden denn je. Es war so, so schön!! Am liebsten würde ich sofort mein Köfferchen schnappen und in den nächsten Flieger steigen.

Macht euch bereit, dem einzigartigen Zauber der unvergleichlichen, rauen irischen Landschaft zu erliegen und haltet euer Herz gut fest … speziell dann, wenn sich ein Kanu nähert, hihi.

Glaubt aber bitte nicht, es handele sich hier lediglich um eine süße Love Story à la liebenswerte, dynamische weibliche Hauptfigur wagt einen Neuanfang und stolpert direkt ins Glück … Weit gefehlt! Ich war hingerissen von der Authentizität, die in jeder Zeile mitschwang. Realistische Dialoge, die wie aus dem wahren Leben gegriffen wirken, nachvollziehbare Verhaltensweisen der ohnehin herrlich vielschichtig angelegten Charaktere … und eine ganz gewisse Storyline rund um eine toxische Beziehungsdynamik, die mich bis zuletzt an die Seiten gefesselt hat - ich hoffte so sehr mit Callum mit, wollte ihn in Bezug auf Elisabeth am liebsten schütteln und litt still mit ihm mit.

Kürzlich hatte ich irgendwo folgenden Spruch gelesen, der mir während der Lektüre von Callums Passagen immer wieder in den Sinn kam:

Manchmal muss man als Erwachsener die Entscheidung treffen: "Das ist das letzte Mal, dass diese Menschen mich so fühlen lassen" - und dabei bleiben.
Egal ob es sich um Familie, eine Beziehung oder eine Freundschaft handelt.

Ja, ja und nochmals ja!! Und wo wir schon bei bedeutungsschweren Sprüchen sind - mein Lieblingszitat stammt von Callums bester Freundin Aisling:

"»Du redest die ganze Zeit, als wären Freiheit und Liebe Gegenteile. Dabei ist das doch Bullshit! Klar, bis zu einem gewissen Grad kann Liebe abhängig machen, weil man den anderen nicht verletzen will und so. Aber Freiheit bedeutet doch nicht, alles tun zu können, was man will. Freiheit bedeutet, die Wahl zu haben. Freiheit bedeutet Selbstverwirklichung und Selbsterkenntnis […]«"

Dieser lebensbejahende Roman hat mich einmal mehr daran erinnert, wie essenziell es ist, die eigenen Träume niemals aufzugeben - und sich nicht aus lauter Empathie, Pflichtgefühl und Gutmütigkeit selbst zu verlieren. Klar ist es eine feine Sache, zum Glück anderer beizutragen - aber nicht auf Kosten des eigenen Seelenfriedens. Bedingungslose Liebe bedeutet nicht bedingungslose Toleranz von verletzendem Verhalten.

Keine Sorge, die Romantik bleibt nicht auf der Strecke, versprochen! (Für mich war allerdings Mary Puppins das heimliche Highlight, wuff!)

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: New Beginnings, Grumpy meets Sunshine, Forced Proximity … und gaaaanz viel Irland-Liebe. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Tolle Idee, Umsetzung eher nicht gelungen

Die wilden Robbins (Band 1)
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Sommerrode ist ein schickes Fleckes, in dem auf Sauberkeit und Ordnung geachtet wird … Hübsche Häuschen, kein Vorgarten ohne gestutzte Grashalme, Nachbarn die darauf bedacht sind, dass Hundehinterlassenschaften ...

Sommerrode ist ein schickes Fleckes, in dem auf Sauberkeit und Ordnung geachtet wird … Hübsche Häuschen, kein Vorgarten ohne gestutzte Grashalme, Nachbarn die darauf bedacht sind, dass Hundehinterlassenschaften korrekt entsorgt werden. Für mich als Mama klingt das zugegebenermaßen recht einladend - à la "Ach, das ist aber ein schöner Ort zum Aufwachsen - so idyllisch, so gepflegt … toll!" Aus Kindersicht bedeutet Sommerrode nur eins: Langeweile!

Kein Wunder, dass die Freundesgruppe, die sich 'die wilden Robbins' nennt (orientiert an Robin Hood, das doppelte 'b' blieb aufgrund eines Schreibfehlers) selbst für Action sorgt und sich ein eigenes Spielreich erschaffen will: ein cooles Baumhaus. Wer das weniger cool findet, ist die rivalisierende Kiddie-Gang ('die Ritter auf Rädern'). Und überhaupt scheint die eigentliche Rolle des Feindes in diesem wirklich niedlich illustrierten Werk nur einem zuzukommen: den Erwachsenen, gegen die es sich zu verbünden gilt.

Was mir gefallen hat:

♡ die peppig-süßen Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Iris Hardt, die der Geschichte zumindest optisch jene Leichtigkeit verleihen, welche mir inhaltlich abging,

♡ die Grundidee: zwei verfeindete/zerstrittene Kindergruppen schließen sich zusammen, um ein gemeinsames Ziel voranzutreiben,

♡ die Einbindung des Themas Naturschutz,

♡ die fürs Vorlesen sehr angenehme Schriftgröße.

Doch leider gab es auch mehrere Elemente, die mir in diesem frech-kreativen Kinderabenteuer sauer aufgestoßen sind und dafür gesorgt haben, dass das Buch mich letztlich nicht überzeugen konnte:

❏ der Erzählton wirkte zu verkrampft "cool" und war dadurch weder realistisch noch lustig

❏ zwischen vermeintlich clever-ulkigen Plänen und Kinderstreichen, die oft nicht harmlos blieben, ging der liebevolle Kern der Geschichte für mich unter - das Herunterspielen von gefährlichem Verhalten ist aus Mama-Sicht ein absolutes No-Go für mich,

❏ die Wiederholung von körperbezogenen Kommentaren irritierte mich sehr - ich empfand es als grenzwertig, permanent zu betonen, wie "dünn" alles an Bretti war - "sogar seine Haare" (- in Zeiten von Mobbing Kindern solche Vorlagen zu vermitteln, selbst wenn es hier vielleicht harmlos gemeint gewesen ist, geht einfach gar nicht),

❏ das Ende hatte einen schalen Beigeschmack, da es zu keiner wirklichen Versöhnung zwischen den Kindern kommt.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Jede Menge unkontrolliertes kindliches Chaos und eine zwar gut gemeinte Rebellion, aber viel zu wenig Feingefühl. Für uns war es leider nix - schade.

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