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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2025

Einzigartiger Schreibstil

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Dieser in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Roman war so ganz anders als die kuschelig-warmherzige Feel-Good-Story rund ums Thema Bücherliebe, die ich ursprünglich erwartet hatte.



Bedeutungsschwere, ...

Dieser in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Roman war so ganz anders als die kuschelig-warmherzige Feel-Good-Story rund ums Thema Bücherliebe, die ich ursprünglich erwartet hatte.



Bedeutungsschwere, z. T. gesellschaftskritische Themen (wie mitunter Rassismus, Zensur, Umgang mit Depressionen), unfassbar tiefgründig angelegte, komplexe, facettenreich ausgearbeitete Figuren und ein angenehm ansteigender Spannungsbogen verleihen der aus verschiedenen Perspektiven erzählten Geschichte eine immens starke Intensität.



Das wahre Highlight des Buches ist jedoch ganz eindeutig der sensationell kreative, poetisch schöne, unfassbar künstlerische, kluge Schreibstil der Autorin. Elegante bis humorvolle Wortschöpfungen wechseln sich ab mit geistreich-pointierten, feinfühligen Formulierungen, die noch lange nach der Lektüre nachhallen. Ganz. Große. Schreibkunst!



Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn Jean Perdu mehr im Fokus gestanden hätte; er und sein Bücherschiff verblassten ein wenig im Vergleich zum mitreißenden Erzählstrang rund um die junge Françoise. Auch die amourösen Entwicklungen in Paulines Leben berührten mich vergleichsweise kaum - sie war mir keineswegs unsympathisch, doch mein einziges Interesse galt Françoises Familiendynamik.



Das hübsche, filigran gezeichnete Covermotiv suggeriert eine unterhaltsame Leichtigkeit, die dem wahren Inhalt des Romans, der problemlos ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden kann, kaum gerecht wird.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

Auch wenn die gleichermaßen melancholische wie hoffnungsvolle Geschichte inhaltlich nicht ganz dem von mir erhofften Charakter entsprach, hege ich eine tiefe Bewunderung für das Schreibtalent der Autorin und spreche eine klare Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Ganz okay

Great Big Beautiful Life
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Nachdem "Book Lovers" mich extrem begeistert hatte, war meine Vorfreude auf ein neues Henry-Werk immens - zumal bereits der Klappentext unheimlich vielversprechend klang.

Leider blieb die inhaltlich durchaus ...

Nachdem "Book Lovers" mich extrem begeistert hatte, war meine Vorfreude auf ein neues Henry-Werk immens - zumal bereits der Klappentext unheimlich vielversprechend klang.

Leider blieb die inhaltlich durchaus gut durchdachte, auf unterschiedlichen Zeitebenen angelegte (Love) Story letztlich jedoch aus mehreren Gründen hinter meinen Erwartungen zurück:

❏ Margarets Erzählung (= ihre sich über mehrere Generationen erstreckende Familiengeschichte) zog sich zu sehr in die Länge und konnte mich nicht wirklich fesseln (zumal alles von einem Hauch Traurigkeit bzw. Tragik umweht war und ich gewisse Figuren schlichtweg nicht sympathisch fand)

❏ Alice und Hayden wirkten (im Vergleich zu anderen Romanzen) einerseits relativ blass und zugleich in den für sie auserkorenen Wesenszügen überzeichnet (SIE sonnig-überdreht und stets "zwitschernd", ER bewusst mysteriös und teilweise recht zynisch-grummelig).

Nichtsdestotrotz gab es natürlich auch positive Aspekte des Romans:

❏ die Handlung wartet mit einigen berührenden Szenen auf

❏ die sommerlichen Settingbeschreibungen machen direkt Lust auf einen Urlaub

❏ clever gesetzte Twists.


𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein solider, unterhaltsamer Roman, wenn auch nicht mein Favorit der Autorin. Wenn ihr Stories um Familiengeheimnisse mögt, werdet ihr voll auf eure Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Goldige Illustrationen vs. kontraproduktiver Inhalt

Känguru Knickohr – Huhu, Känguru! Was hörst denn du?
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Bisher haben mich alle Bücher von Britta Sabbag begeistert - ob "Wonder & ich" oder "Biber & Bär" ... und die kleine Hummel Bommel dürfte den meisten von euch ebenfalls ein Begriff sein, zumindest vom ...

Bisher haben mich alle Bücher von Britta Sabbag begeistert - ob "Wonder & ich" oder "Biber & Bär" ... und die kleine Hummel Bommel dürfte den meisten von euch ebenfalls ein Begriff sein, zumindest vom Namen her. Kurzum: Für uns stand fest, dass wir auch den neuesten Charakter aus dem Sabbag-Universum kennenlernen möchten - zumal mein kleiner Sohn im Hinblick auf selektives Hören räusper gewisse Ähnlichkeiten zum niedlichen Känguru aufweist.

Die Idee zum Buch (= nachvollziehbare Situationen aus dem Kleinkindalltag als Rahmenhandlung zu nehmen, vom Aufstehen bis hin zum Aufräumen) gefiel mir großartig, schon allein aufgrund des Wiedererkennungsfaktors. Da konnte auch mein Kleiner sehen: Selbst Kängurus brauchen z.B. ein gesundes Frühstück oder müssen allgemein auf ihre Mama hören, ansonsten geht was schief.

Ich möchte ganz ehrlich sein: In vielen der auf den ersten Blick drollig wirkenden Situationen fiel mein Blick auf die eher traurig bis nachdenklich dreinblickende Mama ... und ich fühlte es - insbesondere, weil die abschließende Auflösung lautet, dass ihr kleiner Racker sie die ganze Zeit absichtlich falsch verstanden hat. Natürlich spreche ich solch ein Kinderverhalten frei von jeglicher böswilliger Absicht - schön bzw. förderlich für die Erziehung (die schließlich keine Strafe darstellen, sondern unsere Kleinen auf ein verantwortungsbewusstes, eigenständiges Leben vorbereiten soll) ist dies nicht. Und genau hier liegt mein Kritikpunkt an dem ansonsten wirklich zauberhaften Werk. Die Message an die Kids lautet: 'Ihr braucht nicht auf eure Eltern hören, und am Ende ist trotzdem alles lustig'.

Fazit: Meine drei Sterne vergebe ich für die kindgerechte Szenenauswahl, die unterhaltsamen (wenn auch etwas ausgefallenen) Reime und die ganz und gar hinreißenden Illustrationen von Igor Langen - wirklich ein ganz, ganz großes Lob für die farbenprächtigen, rundum putzigen Zeichnungen.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Viel Potential, das leider nicht ganz ausgeschöpft worden ist

The Serpent and the Wolf
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Man nehme einen gleichermaßen mystisch wie episch klingenden Buchtitel, einen traumhaft schönen Farbschnitt, einen verheißungsvollen Klappentext, der obendrein mit meinen Lieblingstropes aufwartet - Enemies-to-Lovers, ...

Man nehme einen gleichermaßen mystisch wie episch klingenden Buchtitel, einen traumhaft schönen Farbschnitt, einen verheißungsvollen Klappentext, der obendrein mit meinen Lieblingstropes aufwartet - Enemies-to-Lovers, Fake Dating und Arranged Marriage ... und schon bin ich hyped. Klar, dass ich Rebecca Robinsons Eyecatcher von einem Fantasy-Schmöker unbedingt lesen wollte!

Der Einstieg in die Handlung gestaltete sich trotz des unkomplizierten Schreibstils ein wenig holprig - ich wurde zunächst nicht so recht warm mit den Charakteren, fand mich dafür dann allerdings relativ bald in die Story hinein. Reid - so einfühlsam, interessant und charismatisch - bildete für mich DIE positive Überraschung. Zwar war mir auch Vaasa (deren Figur als willensstarke, intelligente, rebellische Frau angelegt ist) nicht per se unsympathisch und ich konnte ihren anfänglichen Unmut wahrlich nachvollziehen, dennoch blieb bis zuletzt eine gewisse Distanz zu ihr bestehen (und ich war kein Fan von ihrem wiederholt trotzigen Verhalten).

Der Magie-Aspekt kam mir ein wenig zu kurz; ich hätte mir mehr Details, mehr Intensität, überhaupt insgesamt mehr Tiefe erhofft. - Aber to be fair: Ich muss hinzufügen, dass ich den vorliegenden (immerhin Debüt-)roman diesbezüglich auch mit meinen großen Genre-Lieblingen (z.B. Julia Dippels "Cassardim") vergleiche.

Apropos Genre ... Was ich bei Fantasy-Werken generell immer ein wenig schade finde: oftmals sind sie zu überladen mit dem Thema Politik. Ich meine, ja - I get it ... beim klassischen Kampf von Gut gegen Böse, insbesondere in magischen Storywelten inklusive Königreichen & sonstigen Zusammenschlüssen spielen politische Verhandlungen und Strategien natürlich eine gewisse Rolle. Aber diesbezüglich gilt in meinen Augen schlichtweg: Weniger ist mehr. Dafür hätte ich lieber einen Fokus auf andere Details gehabt - oder gerne auch mehr Spice-Szenen, sofern eine Romanze Teil der Handlung ist. Selbiges gilt für "The Serpent and the Wolf", auch wenn hier der Romance-Aspekt immerhin gut zur Geltung kommt.

Trotz des für mich langsamen Starts (auf den gesamten Rahmen bezogen, meine ich, nicht die Annäherung von Vaasa & Reid) und kleiner Längen im Mittelteil nimmt die Handlung nach und nach an Fahrt auf und im letzten Drittel wird es deutlich spannender - inklusive Cliffhanger. Ob das Buch mich dermaßen catchen konnte, dass ich unbedingt den Folgeband lesen muss ... ? Ich bin zwiegespalten.

Mein Lieblingszitat erfolgt übrigens relativ früh in der Handlung: "Auch Kriegsherren waren Männer. Und Männer waren fast immer ihr eigener Untergang."

Fazit: Ich hatte mir irgendwie mehr erwartet - vielleicht bin ich in puncto Fantasy auch einfach schwer verwöhnt. Fakt ist: 100%ig überzeugt bin ich nicht. Mehr Magie, weniger Politik hätte mir besser gefallen, daher spreche ich lediglich eine bedingte Leseempfehlung für eingefleischte Fantasy-Reader aus.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Angenehmer Reihenauftakt

The One I Left Behind
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Der Second-Chance-Trope ist zwar nicht mein Favorit (- ich finde Enemies bzw. Rivals to Lovers hat einfach mehr Würze -), aber sofern die restlichen Parameter eines Werkes stimmen, lasse ich mich sehr ...

Der Second-Chance-Trope ist zwar nicht mein Favorit (- ich finde Enemies bzw. Rivals to Lovers hat einfach mehr Würze -), aber sofern die restlichen Parameter eines Werkes stimmen, lasse ich mich sehr gerne vom Gegenteil überzeugen. ... und "The One I Left Behind" war ein absoluter Glücksgriff!

Wer mich kennt, weiß: Ich bin southern at heart - folglich konnte ich mir den Auftakt dieser in Nebraska angesiedelten, rundum vielversprechend klingenden Western-Romance-Reihe (noch dazu aus der Feder des Bestsellerautorinnen-Duos Piper Rayne) nicht entgehen lassen. Allein schon die Stichworte Ranch Life und Small-Town-Vibes lassen mein Herz höherschlagen.

Gillian und Ben waren mir beide von Anfang an mega sympathisch, ihre vorsichtige Annäherung wirkte ungekünstelt und glaubwürdig. Speziell Gillians Abwehrhaltung und Vorsicht konnte ich gut nachvollziehen. - Seit Jahren erntet die hübsche junge Frau mitleidige Blicke à la: 'Seht euch das arme Ding an - von ihrer großen Liebe verlassen!' ... Dass Ben als American Football-Star jeden Sonntag über ihren Bildschirm flimmerte, ihr in Werbeanzeigen entgegenlächelte und von der kleinen ländlichen Gemeinde nach wie vor wie ein Gott verehrt wird (- in ihrer beider Highschool wurde ein Schrein für ihn erreichtet, Leute - ein Schrein! -), machte den Entliebungsprozess nicht gerade einfacher für sie. Wobei ... so richtig entlieben konnte sie sich nie, leider. Es war eher ein ernüchtertes Akzeptieren der Tatsache, dass ihre große Liebe sein Glück eben ohne sie gefunden hat - woanders. Er lebte seinen Traum - Traumjob, Reichtung, Model-Bekanntschaften. Und nun ist der groooße Star zurück daheim und schaut sie mit seinem reumütigen Welpenblick an, als hätte er sie nie verlassen, ihr nie das Herz gebrochen. NATÜRLICH möchte Gillian sich nicht die Blöße geben und den Eindruck erwecken, sie hätte all die Jahre über lediglich brav daheim auf ihn gewartet. - Leuchtete mir total ein. Zumal sie ja wirklich anderweitig beschäftigt war - sie zog sowohl ihre Geschwister als auch ihr eigenes Kind groß, bereitete sich nebenbei auf die Anwaltsprüfung vor ... und verlor trotz Herzschmerz nie ihr rundum positives Wesen. Hut ab.

Die Story lebt von ihren liebenswerten Haupt- und Nebenfiguren und der herrlichen Kleinstadt-Atmosphäre. Während der ersten paar Kapitel dachte ich mir immer wieder: Okay, es passiert gerade handlungstechnisch zwar noch nicht super viel, aber das Drumherum fühlt sich soooo schön an, einfach stimmig!

Insbesondere auf den noch im November 2025 erscheinenden Band 4 der Plain-Daisy-Ranch-Reihe freue ich mich gigantisch, da ich Emmett bereits hier so gefeiert habe und es nicht erwarten kann, SEINE Geschichte lesen zu dürfen. Übrigens, keine Sorge: Es handelt sich bei den Noughtons um eine Großfamilie. Soll heißen: Die Autorinnen haben bekanntgegeben Trommelwirbel , dass nicht nur alle Brüder, sondern auch jeder ihrer Cousins eine eigene Story erhalten wird! Whoop, whoop, wenn das mal kein Grund zu Feiern ist! I love it!!

Fazit: Klare Leseempfehlung für Fans von wohlig-vorhersehbaren Liebesgeschichten ohne allzu viel Drama.

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