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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2020

Überzeugender Schreibstil, aber weniger intensiv als der erste Teil.

Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch
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Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Da ich den ersten Band und den ersten Teil vom zweiten Band der Chances-Reihe bereits gelesen hatte, wollte ich natürlich auch den zweiten Teil des zweiten Bandes ...

Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Da ich den ersten Band und den ersten Teil vom zweiten Band der Chances-Reihe bereits gelesen hatte, wollte ich natürlich auch den zweiten Teil des zweiten Bandes lesen. Ein herzliches Dankeschön an die Netgalley für das Rezensionsexemplar!

Handlungsüberblick:

Achtung: Das Buch ist der zweite Teil vom zweiten Band der Chances-Reihe!
Shay hat die Trennung von Landon nie verwinden können und auch wenn es so aussieht, als wenn Landon sein Glück als erfolgreicher Schauspieler gefunden hat, konnte auch er Shay nie vergessen. Er schreibt ihr nach wie vor Briefe, die er nicht abschickt. Ob die beiden doch noch zueinander finden werden?

Mein E-Book-Eindruck:

Das Cover passt hervorragend zu dem ersten Band und dem ersten Teil des zweiten Bandes der Chances-Reihe. Man sieht sofort, dass die Bücher zusammengehören. Das gefällt mir sehr gut!

Mein Leseeindruck:

Die Handlung war an manchen Stellen ziemlich vorhersehbar. An andere Stellen wollte ich gar nicht weiter lesen, weil mir die Handlung zu nervig wurde.

Schon beim Beenden vom ersten Teil des zweiten Bandes fragte ich mich, ob die Geschichte von Landon und Shay denn unbedingt einen zweiten Teil erfordert. Ich versuchte offen für die Fortsetzung der Handlung zu bleiben, merkte aber beim Lesen, wie sich mein Eindruck immer mehr verstärkte. Das Ende des ersten Teils hätte mir vollauf ausgereicht. So hatte ich leider das Gefühl, dass die Geschichte nur unnötig in die Länge gezogen wurde. Dennoch blieben andere Fragen, die ich noch an die Geschichte hatte, offen, wie zum Beispiel das Schicksal von Shays Vater und andere Konflikte, wie zum Beispiel die Gefühlslage von Shays Mutter, wurde nur oberflächlich und kurz abgehandelt. Auch das Happy End zwischen Landon und Shay kam für mich dann sehr plötzlich und wenig nachvollziehbar.
Noch dazu fand ich dass das Buch die gesamte Reihe aus dem Gleichgewicht brachte, wenn man bedenkt, dass die Geschichte von Eleanor und Greyson in nur einem Buch und die Geschichte von Landon und Shay in zwei Büchern geschildert wurde.
Hätte Brittainy C. Cherry es bei dem ersten Teil belassen, wäre ich sehr begeistert von der Chances-Reihe gewesen. So ist die Begeisterung leider ein wenig verklungen. Schade. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal über zu viele Worte von Brittainy C. Cherry beschweren würde, denn sonst konnte sie mich mit ihren Büchern immer sehr berühren.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Brittainy C. Cherry bleibt ihrem Schreibstil treu, sodass sich der Band gut in die vorhergehenden Bücher einfügt. Es ist so bittersüß und von Poesie durchströmt, wie wir es von ihr kennen.

Mein Abschlussfazit:

» Wie die Stille vor dem Fall - Zweites Buch « überzeugt mit seinem Schreibstil, ist aber leider nicht so intensiv wie das erste Buch. Meiner Meinung nach hätte es kein zweites Buch gebraucht.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2020

Berührend, aber mit herausgezögertem Ende.

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
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Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Als großer Brittainy C. Cherry Fan habe ich natürlich ihre Neuerscheinungen immer im Blick. Als man ihr neustes E-Book bei der Netgalley als Rezensionsexemplar ...

Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Als großer Brittainy C. Cherry Fan habe ich natürlich ihre Neuerscheinungen immer im Blick. Als man ihr neustes E-Book bei der Netgalley als Rezensionsexemplar anfragen konnte, tat ich das natürlich sofort. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle nochmal für das Rezensionsexemplar.

Handlungsüberblick:

Achtung: Das Buch ist der zweite Band der Chances-Reihe!

Ist es möglich, dass aus einer Highschool-Feindschaft Liebe wird? Shay und Landon lassen sich auf eine Wetter ein. Wer sich als erster in den anderen verliebt, verliert. Beide sind fest davon überzeugt, die Wette zu gewinnen, aber schon bald bahnen sich Gefühle an, die keiner von Beiden vorhergesehen hat. Sie fühlen sich beieinander zu Hause und beginnen von einer gemeinsamen Zukunft zu träumen. Doch Shay und Landon sind wie Schatten und Licht. Und bevor sich sein Schatten, genährt durch seine Depressionen, so weit verdunkelt, dass er ihr Licht verschlingt, stößt Landon Shay lieber hinfort...

Mein E-Book-Eindruck:

Das Cover passt hervorragend zu dem ersten Band der Chances-Reihe. Man sieht sofort, dass die Bücher zusammengehören. Das gefällt mir sehr gut!

Mein Leseeindruck:

Ich habe mich unheimlich über Shay gefreut. Ihre Interessen sind meinen sehr ähnlich, daher konnte ich mich gut in ihr wiederfinden und war sehr gespannt, ihren beruflichen Weg weiterzuverfolgen. Sie schreibt unheimlich gerne und möchte später Drehbuchautorin werden. Aber auch Landon hat Pläne für seine berufliche Zukunft, die dem Buch einen zusätzlichen Spannungsbogen geben.

Das Buch ist sehr vielschichtig und verflechtet viele wichtige Themen miteinander, die in unserer Gesellschaft viel zu oft verschwiegen werden. So zum Beispiel die Themen Drogen, selbstverletzendes Verhalten und Depressionen.

Insgesamt besteht das Buch aus vielen losen Fäden, die nach und nach miteinander verknüpft werden. Nachdem ich schon einige Bücher von Brittainy C. Cherry gelesen habe, waren manche Handlungselemente und ihre Verknüpfungen allerdings etwas vorhersehbar. Das hat mich trotzdem nicht davon abgehalten, mich ausgesprochen wohl in der Geschichte zu fühlen. Zudem hat es mich gefreut, Eleanor und Greyson aus dem ersten Band wiederzusehen und noch ein Bisschen mehr über sie zu erfahren. Es fühlte sich ein Bisschen so an wie nach Hause kommen.

Tatsächlich hätte ich nicht erwartet, dass ich am Ende des Buches sagen würde, dass ich nicht unbedingt einen zweiten Teil brauche, da ich die Wörter von Brittainy C. Cherry unheimlich gern in mich aufsauge, aber das Ende des ersten Teils hätte für mich auch das wirkliche Ende sein können. In meinen Augen war es perfekt. Natürlich hatte ich schon ein paar Ideen, wie die Handlung vielleicht im zweiten Teil weitergehen könnte, aber das Verlangen weiterzulesen war nicht so groß wie erwartet. Das fand ich etwas schade.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Der Schreibstil von Brittainy C. Cherry begeistert mich nach wie vor. Er ist so bittersüß und von Poesie durchströmt, wie wir es von ihr kennen.

Auch dieses Buch ist wieder auch zwei Perspektiven geschrieben, die sich gegenseitig ergänzen, sodass man sowohl die Selbst- als auch die Fremdwahrnehmung von Landon und Shay kennt und sich von beiden Charakteren ein eigenes Bild machen kann. Außerdem sorgt der Wechsel der Erzählperspektiven für zusätzliche Spannung.

Mein Abschlussfazit:

» Wie die Stille vor dem Fall - Erstes Buch « hat mich sehr berührt und mit einem perfekten Ende aufgewartet, das meiner Meinung nach keine Fortsetzung erfordert hätte.

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Veröffentlicht am 12.12.2020

unterhaltsam, konnte mich aber leider nicht begeistern.

Der Basar des Schicksals
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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Als großer Paris-Fan halte ich immer nach Büchern aus, die in meiner Herzensstadt spielen. Beim Stöbern im Bloggerportal von Random House bin ich dann vor ein paar ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Als großer Paris-Fan halte ich immer nach Büchern aus, die in meiner Herzensstadt spielen. Beim Stöbern im Bloggerportal von Random House bin ich dann vor ein paar Wochen auf das Buch gestoßen. Ein herzliches Dankeschön nochmal an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

Handlungsüberblick:

Bei dem Buch "Der Basar des Schicksals" handelt sich um den Roman zur gleichnamigen Netflix-Serie. Beides basiert auf einer Brandkatastrophe im Jahr 1897 in Paris, als der Bazar de la Charité in Flammen stand. Seine Holzkonstruktion, die pompösen Kleider und ausladenden Hüte der Pariser Damen und die Dekoration der Stände fingen in kürzester Zeit Feuer, während sich die Türen nur nach innen öffnen ließen und von den panischen Menschenmassen blockiert wurden. Innerhalb weniger Minuten starben 120 Menschen. Doch für drei Frauen bot der Brand ungeahnte Möglichkeiten...

Mein Bucheindruck:

Das Cover ist auf der Vorderseite gut gelungen, auf der Rückseite und am Buchrücken ist leider irgendetwas bei der Bildretouche schief gelaufen, da man dort die Füße von dem eingefügten Eiffelturm sieht und es daher so wirkt, als wenn der Eiffelturm auf einem Hausdach stünde. Die kleine Perfektionistin in mir findet das etwas schade.

Mein Leseeindruck:

Das Buch hat sich ziemlich schnell weggelesen, da die Handlung rasch an Fahrt aufnimmt. Der historische Hintergrund wirkte auf mich sehr gut recherchiert. Doch leider holte mich das Buch nicht wirklich ab. Auch wenn die Geschichte gut endet, fällt man während der Lektüre eher von einem Unglück ins Nächste. Das fand ich ziemlich schade, vor allem, weil ich mir von dem Buch etwas mehr Pariszauber versprochen hatte, den ich ziemlich vermisste.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Den Schreibstil fand ich leider nicht ganz so geglückt. Es handelt sich um einen personalen Erzähler, der allerdings oft die Perspektive wechselt. Da es ziemlich viele Figuren in dem Buch gibt, fand ich es schwer, zuzuordnen, über welche Person gerade erzählt wurde. Es waren für mich etwas zu viele. Zudem waren die einzelnen Passagen oft auch nicht durch eine Leerzeile getrennt, was die Zuordnung für mich noch schwerer machte. Mehr Absätze hätten die Zuordnung meiner Meinung nach bereits wesentlich erleichtert. So fragte ich mich manchmal, ob ein Satz noch zu der Person davor oder zu der Person danach gehörte.

Mein Abschlussfazit:

Das Buch war unterhaltsam, konnte mich aber leider nicht vollständig begeistern.

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Veröffentlicht am 11.12.2020

Komplexität der Mutter-Tochter-Beziehung.

All das Ungesagte zwischen uns
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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Colleen Hoover ist die einzige Autorin, die mich mit einigen Büchern sehr begeistert und gleichzeitig mit anderen Büchern sehr enttäuscht hat. Auch wenn mir nicht ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Colleen Hoover ist die einzige Autorin, die mich mit einigen Büchern sehr begeistert und gleichzeitig mit anderen Büchern sehr enttäuscht hat. Auch wenn mir nicht jedes ihrer Bücher gefällt, bin ich immer gespannt auf ihre Neuerscheinungen und bereit jedem ihrer Bücher eine Chance zu geben. Als Vorablesen.de Exemplare ihres neues Buches zum Rezensieren anbot, habe ich mich direkt beworben und mich sehr gefreut, als es geklappt hat.

Handlungsüberblick:

Das Leben von Morgan und ihrer sechszehnjährigen Tochter Clara gerät von einer Sekunde zur Nächsten komplett aus den Fugen, als Morgans Mann und ihre Schwester Jenny bei einem tragischen Unfall sterben. Beide Frauen trauern auf ihre Weise. Clara flühtet sich in ihre erste Liebesbeziehung, während sich zu Morgans Trauer noch eine furchtbare Erkenntnis gesellt: Ihr glückliches Familienleben war seit Jahren eine Lüge. Nun möchte sie zumindest für ihre Tochter die glücklichen Erinnerungen bewahren, doch je mehr sie es versucht, desto stärker werden die Konflikte mit Clara. Trost findet sie ausgerechnet bei der Person, bei der sie am allerwenigsten Trost suchen sollte...

Mein Bucheindruck:

Die Farbgestaltung des Covers aus dramatischem Rot, düsterem Schwarz und der edlen goldenen Prägung gefällt mir sehr gut. Allerdings besteht kein besonderer Bezug zwischen dem Cover und dem Inhalt.

Mein Leseeindruck:

Während die Liebesgeschichte der Mutter erzählt wird, wird gleichzeitig die Liebesgeschichte der Tochter erzählt, die so zu einem interessanten Vergleich einladen. Aber das Buch ist nicht nur eine doppelte Liebesgeschichte. Denn diese doppelte Liebesgeschichte wird durch den Aspekt der Mutter-Tochter-Beziehung ergänzt. Diesen Aspekt fand ich sehr gelungen. Er machte das Buch tiefgründiger und erwachsener als andere Bücher von Coleen Hoover, die mir nicht so gut gefallen haben, wie zum Beispiel "Weil ich Layken liebe", "Weil ich Will liebe" und "Weil wir uns lieben". Die Komplexität und die Konflikte dieser besonderen Beziehung wurden von Colleen Hoover sehr gut eingefangen.

"All das Ungesagte zwischen uns" ist keine Wohlfühllektüre, ich hatte eher das Gefühl von einem Albtraum in den nächsten zu fallen. Morgan wurde mir leider bis zum Ende des Buches nicht wirklich sympathisch. An so vielen Stellen des Buches hätte ich mich anders verhalten als sie und konnte oft ihre Handlungsweise nicht nachvollziehen. Es war schier herzzerreißend, dass die Geschichte auch hätte anders verlaufen können, wenn Morgan in ihrer Vergangenheit ehrlicher mit sich selbst und ihren Gefühlen umgegangen wäre. Manchmal musste ich mich wirklich zwingen weiterzulesen und war am Ende sehr erleichtert, dass das Buch doch ein positives Ende fand.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Die Wahl Erzähperspektiven fand ich sehr gelungen. Sie hebt das Buch von anderen Büchern des Genres ab, da eben nicht aus der Perspektive des Mannes und der Frau, die Teil der Liebesgeschichte sind, berichtet wird, sondern aus der Perspektive von Mutter und Tochter. Die jeweiligen Partner haben dabei keine eigene Stimme. Da die Spiegelung durch den Partner fehlt, bleibt vieles im Dunkeln, was zum Nachdenken anregt. Mutter und Tochter spiegeln sich ausschließlich gegenseitig, ohne männliche Sicht. Dadurch wirken die Charaktere der Frauen in der Geschichte sehr komplex, während die Männer eher untergeordnete Rollen spielen.

Mein Abschlussfazit:

Das Buch ist eines der tiefgründigeren und erwachseneren Bücher von Colleen Hoover, das hervorragend die Komplexität der Mutter-Tochter-Beziehung einfängt.

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Veröffentlicht am 02.12.2020

Ein außergewöhnlicher, unheimlich poetischer Schreibstil!

du, alice
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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Beim Schmökern in der Buchhandlung Ocelot stieß ich in der Abteilung der feministischen Literatur auf "du, alice", das Empfehlungskärtchen einer Buchhändlerin machte ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Beim Schmökern in der Buchhandlung Ocelot stieß ich in der Abteilung der feministischen Literatur auf "du, alice", das Empfehlungskärtchen einer Buchhändlerin machte mich neugierig, sie schrieb, dass man unbedingt die erste Seite lesen müsste. Da ich das sowieso immer mache, wenn ich nach neuem Lesestoff aushalte, war ich sehr gespannt. Und die erste Seite hat mich schier überwältigt. Bei meinem nächsten Besuch in der Bücherei hielt ich Ausschau nach dem Buch und freute mich sehr, dass ich es ausleihen konnte.

Handlungsüberblick:
Das Buch handelt von Alice James, der Schwester von dem Schriftsteller Henry James und dem Philosophen und Psychologen William James. Durch den besonderen Schreibstil der Anrufung wird Alice James Adressatin dieses Buches. Alice James, die in einem intellektuellen Haushalt aufwächste, der aber der Zugang zu Bildung und Studium Zeit ihres Lebens verweht bleibt.

Mein Bucheindruck:

Das Buch ist ein dünnes Buch, mit einem schlichten Cover. Die Farbgebung ist eher ungewöhnlich und changiert irgendwo zwischen Lila und Braun. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich ohne das Empfehlungskärtchen der Buchhändlerin wahrscheinlich nicht nach dem Buch gegriffen hätte. Im Nachhinein betrachtet, bietet die Schlichtheit des Covers dem Inhalt des Buches allerdings mehr Raum. Das Buch ist nämlich so famos geschrieben, dass es kein auffälliges Cover braucht.

Mein Leseeindruck:

Am meisten beeindruckte mich an diesem Buch die Kunstfertigkeit des Schreibstils. Die Worte schnüren das Herz zu und zeichnen mit einem reißenden Strom aus Bildern das Leben einer starken Frau. An so vielen Stellen war ich entsetzt, vor allem bei der Vorstellung, was Alice James hätte leisten können, wenn man sie wie ihre Brüder gefördert hätte. Welche literarischen Schätze uns durch das damalige Frauenbild und die dazugehörige Erziehung entgangen sind. Das Buch hallte noch mehrere Tage in mir nach.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Das Buch wurde, ebenso wie bereits der Titel, in kontinuierlicher Kleinschreibung verfasst, welche es von anderen Büchern abhebt und nach einem kurzen Moment der Irritation zu etwas ganz Besonderem macht. Der Schreibstil ist außergewöhnlich und eroberte sofort mein poesiebegeistertes Herz. Man merkt beim Lesen sofort, dass die Autorin auch schon einen Lyrik-Band veröffentlicht hat, so melodisch ist der Text. Ein wahres Kunstwerk! Das Buch eignet sich hervorragend zum lautlesen und klopft dabei einen Rhythmus, der die Geschichte noch eindringlicher macht.

Mein Lieblingszitat:

"die sätze drücken sich durch die poren deiner haut, drängen an die oberfläche, deine sprache wächste aus dir, ein flor aus wörtern wuchert in alle richtungen, und du lässt es zu, wirst selbst sprache, murmelst die worte, die sätze mit, bringst sie aufs papier, hörst das schnellatmige kratzen deiner feder, beobachtest, wie die tine am zeilenende verblasst, tauchst die feder wieder ins glas, ins blaue, bist geschickt darin, musst nicht mal den blick vom blatt heben, du hast mittlerweile übung, auch im schnellschreiben, füllst seite um seite in deinem buch, jetzt bist du ganz im schreiben."
(du, alice Seite 91)

Mein Abschlussfazit:

Der Schreibstil dieses Buches hat mich 2020 von allen bisher gelesenen Büchern am meisten begeistert!

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