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Veröffentlicht am 28.05.2025

Eine Liebesgeschichte mit Neufundländer Samson

Pfotenglück und Sommerwellen
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Die bekannte Autorin Petra Schier hat mit ihren neuen Roman “Pfotenglück und Sommerwellen” Band acht ihrer Lichterhaven-Reihe vorgelegt. Schon das fröhliche Cover, das sofort Urlaubsfeeling vermittelt, ...

Die bekannte Autorin Petra Schier hat mit ihren neuen Roman “Pfotenglück und Sommerwellen” Band acht ihrer Lichterhaven-Reihe vorgelegt. Schon das fröhliche Cover, das sofort Urlaubsfeeling vermittelt, zeigt neben wunderschönem blauen Himmel Samson, einen liebenswerten und gutmütigen Neufundländer, der in dieser Geschichte noch eine wesentliche Rolle spielen wird.

Eigentlich dreht sich dieser gefühlvolle Roman um Max, einen Bauer aus dem Dorf Lichterhaven, dessen Hof kurz vor dem Ruin steht. Nach einer unglücklichen und vor allem teuren Scheidung musste Max den Großteil seiner Tiere verkaufen und sieht keine Perspektive. Doch seine Mutter hat bereits Isalie engagiert, eine Hamburger Stadtpflanze, bekannte Influencerin und Unternehmensberaterin. Auch wenn Max Vorbehalte gegen sie hat, fühlt sich Isalie auf dem Hof gleich wohl. Besonders mag sie die Kinder Lilly und Jonathan, an denen die Mutter kein Interesse mehr hat. Doch nicht nur Hof, Kinder und Familie gefallen Isalie, eines Tages sitzt Samson vor dem Hühnerstall, ein trauriger, schwarzer Neufundländer. Er hat das Vertrauen zu den Menschen verloren, denn er wurde ausgesetzt. Wird Samson seine Lebensfreude wiederfinden und auf dem Hof bleiben dürfen?

Isalie bemüht sich weiterhin, Max von ihren Vorschlägen, den Hof wirtschaftlich zu führen, zu überzeugen. Vorerst bleibt Max skeptisch, doch zwischen Max und Isalie knistert es sehr bald, der Roman enthält auch einige spicy Szenen. Dennoch, zwei verschiedene Lebenswelten, zwei völlig unterschiedliche Charaktere- ist ein gemeinsames Leben denkbar?

Mit “Pfotenglück und Sommerwellen” hat Petra Schier ein fröhliches, aber auch berührendes Buch geschrieben, das immer wieder die Frage stellt: “Was ist Glück und ist es so einfach zu erkennen? Die Hauptcharaktere des Buches sind sehr eindrücklich beschrieben. Isalie ist eine kluge und erfolgreiche Geschäftsfrau, die aber das Gefühl hat, dass ihr dieses Lebensmodell gar nicht liegt und dass Geld nicht alles ist. Max ist der skeptische Bauer, der im Monet keinen Ausweg sieht, aber seinen Hof unbedingt erhalten möchte. Auch die Kinder Jonathan und Lilly haben Isalie bereits in ihr Herz aufgenommen. Dieser lebhaft und bildhaft erzählte Roman macht es den Lesenden leicht, in die Atmosphäre von Lichterhaven einzutauchen, mit den Protagonisten mitzufühlen und ihre Handlungen nachzuempfinden.

Doch der eigentliche Star der Geschichte ist Samson. Aus Trauer und Resignation von Isalie herausgeholt, entwickelt er sich zu einem klugen und treuen Familienhund. der mit Hundestimme alles kommentiert und dessen Gedankenwelt eindrücklich dargestellt wird. Die Geschichte des Buches aus der Hundeperspektive zu verfolgen ist ein sehr gelungenes und oft auch berührendes Stilmittel.

Dieses Buch ist eine wunderbare Wohlfühllektüre, die Lust auf den nächsten Urlaub macht, aber auch darauf, wie es in Lichterhaven weiter gehen wird. Denn die Geschichte von Max, Isalie und Samson ist noch lange nicht zu Ende und diesem gelungenen Buch wird hoffentlich bald eine Fortsetzung folgen. Anzufügen ist, dass alle Bände der Lichterhaven- Reihe unabhängig von einander gelesen werden können und immer Romantik und ein Happy End bieten. “Pfotenglück und Sommerwellen” ist ein Buch, das ideal zum Entspannen ist und das ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Vom Grauen des Krieges und der Kraft der Liebe

Eine Welt nur für uns
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Das Romandebüt von Claire Deya “Eine Welt nur für uns” lässt, auch durch das idyllische Hardcover, einen Liebesroman vermuten. Natürlich kommt Liebe vor, unendlich, tief und besitzergreifend. Doch der ...

Das Romandebüt von Claire Deya “Eine Welt nur für uns” lässt, auch durch das idyllische Hardcover, einen Liebesroman vermuten. Natürlich kommt Liebe vor, unendlich, tief und besitzergreifend. Doch der Schauplatz der Geschichte und die Protagonisten sind ganz anders.

Die Strände der Cote d´ Azur sind vermint, es ist kurz vor Kriegsende. Vincent, ein Franzose, der aus deutscher Kriegsgefangenschaft geflohen ist, kehrt zurück, besessen nur von einem Gedanken: Er muss seine Geliebte Ariane wiederfinden, die seit zwei Jahren verschwunden ist und zuletzt auf einem Fest der deutschen Feinde gearbeitet hat. Daher braucht er Kontakt zum Kriegsgefangenenlager, in dem Deutsche interniert sind. Vincent schließt sich dem Trupp von Minenräumern an, neben Franzosen müssen Deutsche hier Zwangsarbeit leisten. Vincent ist sicher, von ihnen etwas über Arianes Schicksal erfahren zu können und besessen von dem Gedanken, Rache zu nehmen, wenn ihr etwas zugestoßen ist. Doch die Deutschen sind verhasst und jeder Kontakt mit ihnen kann gefährlich sein, genau wie das sorgsame Aufspüren und Entschärfen der Minen. Nichts jedoch wird Vincent von seinem Vorhaben abbringen.

Claire Deya beschreibt in ihrem Roman, der ein Aufschrei gegen die Unmenschlichkeit des Krieges ist, alle Menschentypen, die dieses Wüten hervorgebracht hat. Da sind die Gaffer, wenn die Minenräumer ihrer lebensgefährlichen Arbeit nachgehen, die Menschen, die nur verharmlosen und vergessen wollen, die sich nach einem normalen Leben sehnen und die Denunzianten, die jüdische Familien um ihr Hab und Gut und oftmals auch um ihr Leben gebracht haben.

Einer der Hauptcharaktere des Buches ist Saskia, die aus einem deutschen Konzentrationslager entkommen ist und feststellen muss, dass ihr Haus von einer fremden Familie bewohnt wird. Freundlich empfangen wird sie nicht, bei den Behörden wird sie vertröstet. Doch sie begegnet Vincent, der sie einlädt, in seinem Haus zu wohnen. Saskia, traumatisiert und in ständiger Panik, nimmt das Angebot an. Doch sie sucht jeden kleinen Hinweis auf ihre Familie, die im Konzentrationslager umgekommen ist. Wer hat sie damals denunziert?

Claire Deya beschreibt in dieser aufrüttelnden und berührenden Geschichte, dass der Krieg mit der Kapitulation der Deutschen noch längst nicht vorbei war, die Franzosen hassten die deutschen Zwangsarbeiter weiterhin. Erst langsam gelingt es, den Menschen im Feind zu erkennen.

In der bildhaften Sprache der Autorin entsteht im Kopf der Lesenden eine Szenerie aus Mut und Verzweiflung. Mut, das Lager überleben zu wollen, was nur gelingen kann, wenn man dem Leben trotzdem einen Sinn abgewinnt. Verzweiflung, wenn man über das Schicksal der Angehörigen nicht Bescheid weiß, monatelang keine Post bekommt und unter Hunger, Gewalt und Demütigungen leidet. Der Gedanke an Flucht ist bei den Kriegsgefangenen allgegenwärtig, besonders bei Lukas, einem feinsinnigen Deutschen, der eigentlich in Paris eine Buchhandlung eröffnen wollte. Und Vincent ist überzeugt, dass Lukas etwas über den Aufenthaltsort von Ariane weiß.

Dieser Roman von Claire Deya ist mit erzählerischer Konzentration geschrieben und bietet keine einfachen Wendungen. Die subtile Schilderung der einzelnen Charaktere lässt die Lesenden mitfühlen und mitleben, froh, dieses Grauen nicht selbst erleben zu müssen. Entsetzen und Unverständnis entsteht, wenn man beobachtet, dass Menschen ungeheuer niederträchtig und grausam sein können, andererseits aber auch liebende Familienväter, die abends nichts dabei finden, ihre Fröhlichkeit im Umkreis der Zerstörung und Verzweiflung auszuleben.
Ich kann der Autorin nur zustimmen, wenn sie schreibt, dass man den Frieden planen müsse, um den Krieg zu vermeiden. Man merkt, dass die Autorin akribisch recherchiert hat, im Anhang des Buches findet sich ein Quellenverzeichnis. Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt, ich empfehle es gerne weiter und bewerte es mit verdienten fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Hurra, endlich Schule!

Tschüss, Kindergarten! Ich bin bald ein Schulkind
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Die bunten Vorlesebücher der Baumhausbande haben ein neues Mitglied bekommen. “Tschüss Kindergarten- Ich bin bald ein Schulkind” ist ein farbenfrohes Vorlesebuch, das den Kindern viele Fragen dazu beantworten ...

Die bunten Vorlesebücher der Baumhausbande haben ein neues Mitglied bekommen. “Tschüss Kindergarten- Ich bin bald ein Schulkind” ist ein farbenfrohes Vorlesebuch, das den Kindern viele Fragen dazu beantworten kann, was sie in der Schule erwartet und wie der Abschied vom Kindergarten gut gelingt. Schon auf dem fröhlichen Hardcover dieses hochwertig mit Lesebändchen ausgestatteten Buches tummeln sich die Kinder mit großen Schultüten und ihren neuen Schulranzen.

In vierzehn Kapiteln, deren Länge genau auf die Altersgruppe der Schulanfänger zugeschnitten ist, erleben die Kinder des Kindergartens Holterdiepolter, was es bedeutet, bald ein Schulkind zu sein. Sie dürfen in eine Gruppe nur für die Großen, besuchen die Polizei und dürfen sich endlich ihre Schultasche aussuchen. Das ist gar nicht so einfach, denn es gibt so viele verschiedene Modelle. Zum Abschluss des Kindergartens feiern alle ein buntes Fest und die Kinder übernachten im Kindergarten. Was für ein Abenteuer!

Natürlich lernen die Kinder auch ihre neue Schule bei einer Schnitzeljagd kennen, erleben den aufregenden ersten Schultag und finden sich doch noch nicht so ganz im neuen Gebäude zurecht. So ist nicht alles eitel Wonne, denn in der Tagesbetreuung ist es oft zu laut oder Schulkameraden geben den Kindern Spitznamen, was nicht jedem gefällt. Auch schreiben lernen ist gar nicht so einfach, da muss man schon viel üben, bis die Buchstaben gelingen.

Sehr gut sind die einzelnen Charaktere der Kinder dargestellt sowie die verschiedenen Kulturen, aus denen die Kinder kommen. Hier erkennen die kleinen (Mit)Lesenden sicher einige ihrer Freunde wieder und können über ihre eigenen Erlebnisse in Kindergarten und Schule berichten. In heiteren Erzählungen lernen die Kinder wie wichtig Freundschaft und gegenseitige Hilfe sind und dass manchmal ein Neuanfang auch ein bisschen holprig verlaufen darf.

Autorin Katrin Pokahr hat dazu sehr nette und kindgerechte Geschichten erfunden, die durch die gelungenen und phantasievollen Illustrationen von Jutta Berend wunderbar ergänzt werden und so die Freude am Lesen oder vorgelesen bekommen erhalten. Durch die bildhafte und lebendige Erzählweise und die große Schrift werden die Kinder- Vorschulkinder und Schulanfänger- noch lange Freude an diesem Buch haben. Das dicke Papier trägt dazu bei, dass auch mehrere Kinder aus unterschiedlichen Altersgruppen diese bunten Geschichten immer wieder gerne lesen. Am Ende des Buches gibt es einen tollen Aktivteil. Hier finden sich neben Bastelideen auch Rezepte, Rätsel und Übungen für Vorschulkinder. Ein Bilderbogen vervollständigt die gelungene Ausstattung.

“Tschüss Kindergarten- Ich bin bald ein Schulkind” ist ein leicht lesbares, liebevoll gemachtes Buch und damit bestens als Geschenk zum Eintritt in die neue Welt der Schule geeignet. Meinem kleinen Mitleser und mir hat das Buch sehr gut gefallen, wir empfehlen es gerne weiter und vergeben dafür verdiente fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Bücher, die die Seele heilen

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Mit “Die geheime Sehnsucht der Bücher” hat die Spiegel Bestseller-Autorin Nina George einen wunderbaren Roman vorgelegt, der beschreibt, wie Bücher geeignet sind, ihre Leser zu finden und je nach deren ...

Mit “Die geheime Sehnsucht der Bücher” hat die Spiegel Bestseller-Autorin Nina George einen wunderbaren Roman vorgelegt, der beschreibt, wie Bücher geeignet sind, ihre Leser zu finden und je nach deren Gemütszustand auch zu heilen. Schon des gut gezeichnete Hardcover vermittelt einen Eindruck von Paris, in dem Pauline, eine junge Auszubildende, die Bücher- oder besser die Heilmittel für Herz und Seele- ausliefert.

Monsieur Perdu hat sein Bücherschiff am Quai der Seine angelegt. Er ist literarischer Apotheker und verschreibt seinen Kunden und Kundinnen als Medizin Bücher, die sie brauchen, um das innere Gleichgewicht wiederzufinden. Eines Tages erhält er Besuch von Francoise, von ihrer Mutter genannt Frankie, ein Namen, den sie nicht leiden kann. Frankie ist fast 12 Jahre alt, ein erwachsenes Kind, das heimlich liest und sonst hofft, die Situation ihrer Familie verbergen zu können. Denn Frankies Mutter ist einmal himmelhoch jauchzend, einmal zu Tode betrübt und trägt sich mit Selbstmordgedanken. Daher lügt Frankie ständig und versucht den Schein der Normalität aufrecht zu erhalten, denn sie hat Angst, dass sie in ein Heim und ihre Mutter in eine Anstalt gebracht wird. Um mit ihrer Situation fertig zu werden, hat sich Frankie angewöhnt, Synonyme zu verwenden. So wird “lügen zu “tagträumen”.

Als Frankie Monsieur Perdu aufsucht, von dem sie Hilfe erhofft, kann sie ihn einfach nicht belügen, sie läuft davon. Monsieur Perdu fragt Pauline, ob er etwas falsch gemacht habe. Erst als auch Frankies Mutter- nach langem Zweifeln- zu Monsieur Perdu kommt, erkennt dieser die Situation, denn Frankies Mutter versucht sich in die Seine zu stürzen. Und doch, diese Frau hat etwas an sich und er beginnt, ihr von seinem eigenen Leben zu erzählen, das bis vor kurzer Zeit nicht glücklich war, denn Monsieur Perdu war überzeugt, nicht lieben zu können und nicht geliebt zu werden, er war wie eine Axt aus Eis. Wird es ihm gelingen, Frankie und ihrer Mutter zu helfen?

Nina George hat mit “Die Sehnsucht der Bücher” einen berührenden und tiefgründigen Roman geschrieben, der das Schicksal von Kindern beleuchtet, die eigentlich die Elternrolle übernehmen. So muss Frankie ihrer Mutter, die die Außenwelt fürchtet und nicht mit ihr umgehen kann, die alltäglichsten Sachen erst beibringen, wie kochen und bügeln. Doch langsam kommt die Mutter in ihrer Rolle an, besonders als Frankies Vater auftaucht, der schöne Mann, wie ihn Frankie nennt. Darf Frankie nun endlich Kind sein und Bücher auch zu ihrem Vergnügen lesen und nicht nur, um sich Rat zu holen.?

Die Autorin hat jedem Kapitel den Namen einer der handelnden Personen vorangestellt und die Charaktere feinsinnig und sensibel gezeichnet. Ein besonderes Stilmittel ist, dass Frankie bei ihren Synonymen immer auch mitdenkt, welche Wörter vor dem eigentlich gesuchten im Lexikon stehen. So relativieren sich Frankies Lügen und es gelingt ihr besser, die absurde Familiensituation zu ertragen. Doch unerwartet ergibt sich für Frankie eine Chance, zusammen mit Marie, einem elternlosen und genau so einsamen Mädchen, Bücher in der Öffentlichkeit vorzustellen. Bücher, die, wie viele meinen, dem Alter der Mädchen nicht angepasst sind. Die Eltern protestieren. Wird es Pauline und Jean Perdu gelingen, den Unmut zu ersticken und die Wahrhaftigkeit und Einzigartigkeit der Bücher zu verteidigen?

In ihrem Roman greift Nina George viele Probleme auf: Pauline, die wegen ihrer Abstammung angefeindet wird, hat Probleme, sich zwischen zwei Männern zu entscheiden. Eltern, die Jugendlichen Verantwortung, auferlegen, die sie eigentlich nicht tragen können und nicht tragen sollten. Engstirnigkeit von Eltern, die glauben, dass ihre Kinder von Büchern verdorben werden können. In fast poetischer Schreibweise schildert die Autorin sehr real, was Menschen bedrückt oder an einem erfüllten Leben hindert. Der eingängige, aber auch sensible und tiefschürfende Schreibstil zieht die Lesenden sehr schnell in seinen Bann, in den Bann dieses besonderen Buches.

“Die Sehnsucht der Bücher” ist ein Buch für Menschen, die Bücher lieben, die in einer Buchhandlung, die nicht nur aus Regalen bestehet, zwischen den Tischen mit den einzelnen Genres flanieren, mit suchendem Blick, und wenn sie ihre Lieblinge gefunden haben, diese verstohlen streicheln. Ein bisschen nur, das genügt. Sollten wir einander einmal in dieser Buchhandlung begegnen, beachten Sie mich bitte einfach nicht, ich bin auf der Suche nach “Die Sehnsucht der Bücher“, um es heimlich zu streicheln. Ganz kurz nur, denn das genügt.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

So macht Wissen Spaß!

Bakabu - Abenteuer in MINTmausen
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“Abenteuer in MINTmausen” ist ein weiteres interessantes Buch der Bakabu-Reihe. Diesmal geht es anhand von kindgerechten Geschichten- das Buch wird ab fünf Jahren empfohlen-, in vielen Abenteuern darum, ...

“Abenteuer in MINTmausen” ist ein weiteres interessantes Buch der Bakabu-Reihe. Diesmal geht es anhand von kindgerechten Geschichten- das Buch wird ab fünf Jahren empfohlen-, in vielen Abenteuern darum, ein Musikinstrument zu finden, das man nicht mit den Händen berühren muss, um Töne zu erzeugen. Schon das strapazfähige und hochwertige Hardcover zeigt die liebenswerten Figuren, die das Singeland bevölkern, doch diesmal ist auch Minty Maus dabei, die gerne forscht und Entdeckungen macht. Und die überzeugt ist, dass man so ein Instrument auch finden kann.

Viele aus den anderen Bänden der Reihe bekannte Figuren sind dabei: Der Ohrwurm Bakabu, der in Hornhausen lebt, sein Freund Charli Gru, eine ängstliche Tontaube, die Wechstaben verbuchselt- Pardon -Buchstaben verwechselt. Ukuleila, die chillige Grille, die Geburtstag feiert und Mimi Lou, eine Fröschin mit ganz spezieller Sprache. Natürlich gibt es auch einige andere phantasievoll und kindgerecht gezeichnete Figuren. Die gelungenen Illustrationen, die sich über die Doppelseiten aus dickem Papier erstrecken, sind von Manuela Wildauer, Autor der Reihe ist Ferdinand Auhser, die Musik ist von Manfred Schweng. Da das ganze Buch immer mit Musik zu tun hat, gibt es einen QR-Code, mit dem man einerseits die Lieder zum Buch, aber auch Videos zu den Experimenten herunterladen kann, die nach jeder Geschichte genau beschrieben werden. So kann man mit Hilfe eines Luftballons eine Rakete basteln oder selbst herausfinden, wie die schiefe Ebene funktioniert. Für die Experimente braucht man keine besonderen Gegenstände, alles ist im Haushalt vorhanden. So lernen die Kinder durch alltägliche Situationen, wie Forschung schon im Kleinen funktionieren kann.

Dieses Buch ist einerseits lehrreich und spannend, die fröhlichen Geschichten und gelungenen Figuren laden dazu ein “Bakabu- Abenteuer in MINTmausen” oft zur Hand zu nehmen und immer wieder zu lesen oder die passenden Lieder anzuhören, die gereimte Texte haben und dadurch besonders eingängig sind. Langweilig wird es sicher nicht, wenn man so über Strom oder den Flaschenzug interessante und zu den Geschichten passende Fakten erfährt.
Daher findet sich hier eine Mischung aus Bilderbuch, Geschichtenbuch und Sachbuch und wird die Kinder zu weiteren Fragen herausfordern.


Aber keine Angst, für dieses Buch brauchen die Vorlesenden weder besondere Kenntnisse in Mathematik noch müssen sie besonderes technisches Wissen haben. Die kindgerechten Texte helfen nämlich mit, die Sprachkompetenz und den Wortschatz der Kinder zu fördern und so auch weitere Kompetenzen zu erwerben. Besonders freut mich als begeisterte Museumsbesucherin, dass das Buch in Zusammenarbeit mit dem Technischen Museum Wien entstanden ist, ein wunderbares Haus für kleine Forscher und Entdecker. Daher kann ich dieses gelungene Kinderbuch nur bestens empfehlen und gebe verdiente fünf Sterne.

Mein Fazit:
So macht das Lernen Spaß! Wenn die Kinder den Erfolg ihrer Experimente selbst erleben können wird ihre Freude an Forschung und Entdeckung gefördert. Die Themen Musik und Freundschaft ziehen sich durch das gesamte Buch, die fröhlichen Lieder können mittels QR-Code herunter geladen werden und laden zum Mitsingen ein. Falls man zu den Experimenten etwas wissen möchte, gibt es Videos. Daher bietet dieses hochwertige und liebevoll gemachte Buch mit tollen Illustrationen moderne Wissensvermittlung und Spaß in Einem. Sei Du in MINT schnell fit und mach doch einfach mit!

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