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Veröffentlicht am 12.02.2026

Verlorene Seelen auf magischem Raubzug

Until We Shatter
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In Cemmys Welt gibt es neben der normalen Welt noch das Grau - ein Abbild der Realität und die Welt der Schatten. Sie haben magische Kräfte, deren Ausprägung durch Farben definiert wird. Sprösslinge nur ...

In Cemmys Welt gibt es neben der normalen Welt noch das Grau - ein Abbild der Realität und die Welt der Schatten. Sie haben magische Kräfte, deren Ausprägung durch Farben definiert wird. Sprösslinge nur eines magischen Elternteils gelten als Farbnuance - Halbschatten, die nur eine Ausprägung der Farbmagie innehaben und im Grau zersplittern können. So jemand ist Cemmy. Gejagt von den Geistlichen und gehasst von den Schatten, da Halbschatten ihrem Grau angeblich die Energie rauben, lebt sie vorzugsweise im Verborgenen. Bis jemand sie und ihre Freunde aus dem Dunkel zerrt und erpresst, damit sie mit ihren magischen Kräften einen eigentlich unmöglichen Raubzug vollziehen.

„Until we shatter“ ist ein Heist-Roman, der sich im Fantasy- sowie Jugendbuchgenre verortet. Er bedient die Tropes Found Family und Enemies to Lovers. Das hier entwickelte Magiesystem ist hervorstechend und tatsächlich so komplex, dass ich es nur schwerlich rekapitulieren kann. Es basiert auf Farben und Farbnuancen, was für mich neuartig war. Die Autorin hat mit diesem Roman auf jeden Fall ihre Kreativität bewiesen, in der Umsetzung könnte man aber noch nachbessern. So gelingen beispielsweise den Figuren doch manche Dinge etwas zu leicht; hier dürften die Lösungen gern raffinierter ausgearbeitet werden. Und auch die Spannung verliert sich nach einem starken Einstieg des Öfteren. Die Liebesgeschichte wirkt zudem obligatorisch und nur wenig fesselnd. Hier fehlte es an Tiefe, um aufkeimende Gefühle nachvollziehen zu können.

Für ein Jugendbuch bringt „Until we shatter“ aber auch viel Positives mit. Jede Figur trägt ihr eigenes Päckchen und/oder hat Dinge zu verarbeiten, wobei die Gemeinschaft hilft. Auch zwischenmenschliche Konflikte - und es gibt reichlich - sind stets nachvollziehbar.

Insgesamt hätte ich mir mehr Spannung, mehr Tempo, ausgefeiltere Plottwists und mehr Nahbarkeit zur Protagonistin gewünscht.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Schäfchen zählen mal anders

Gute Nacht, Zoo
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Wie Schäfchen zählen im Zoo - so liest sich dieses Buch, in dem wir Ignaz Igel in das Schlummerland begleiten. Nur, dass wir neben Schäfchen auch beobachten, wie Faultier, Elefant und Co. über den Zaun ...

Wie Schäfchen zählen im Zoo - so liest sich dieses Buch, in dem wir Ignaz Igel in das Schlummerland begleiten. Nur, dass wir neben Schäfchen auch beobachten, wie Faultier, Elefant und Co. über den Zaun ins Schlummerland klettern. Jede Seite zeigt die gleiche Szene und doch ist man jedes Mal wieder gespannt, welche Tiere auf welche Weise den Zaun überwinden. Und die Tiere im Zoo sind wirklich kreativ. 

Das Gute-Nacht-Buch begleitet liebevoll in den Schlaf und zeigt dabei harmonische Szenen erfüllt von Liebe und Vertrauen zwischen Elternteil und Kind. So nimmt der Löwenpapa seinem Kind die Angst vor dem Sprung über den Zaun und noch so manch anderes Tierkind beweist viel Mut beim Überwinden des Zauns. 

Die Illustrationen sind verspielt und zugleich so liebevoll. Obwohl wir auf fast jeder Seite den Zaun, die Wiese und den Nachthimmel entdecken, so hält dennoch jede Seite andere Details bereit. Die stets ähnlichen Szenen sorgen dafür, dass die Aufregung niedrig bleibt und sich das Kind auf das Wesentliche fokussieren kann. 

Ich lese dieses Gute-Nacht-Buch wahnsinnig gerne vor, da es die Gefühle vermittelt, die ich meinem Kind gerne mit in den Schlaf geben möchte: Geborgenheit, Liebe und das Vertrauen, dass Mama und Papa stets für einen da sind. Eine durch und durch liebevolle und harmonische Geschichte zum Einschlafen.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Ein besonderes Buch mit einer wichtigen Botschaft

Obacht!
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Vor der Stadt liegt ein riesiges, schlafendes Tier und versperrt die Straße hinein. Die Bewohner versuchen alles Mögliche: Decke über das Tier werfen, eine Brücke drüber und eine neue Straße drumherum ...

Vor der Stadt liegt ein riesiges, schlafendes Tier und versperrt die Straße hinein. Die Bewohner versuchen alles Mögliche: Decke über das Tier werfen, eine Brücke drüber und eine neue Straße drumherum bauen. Doch nichts davon funktioniert. Nur das Mienchen versteht nicht, warum denn keiner einfach mal mit dem großen Tier spricht ...

Dieses Buch ist wirklich herzallerliebst, angefangen bei den besonderen Stadtbewohnern, die von sehr speziell bis super niedlich reichen. Allein die Namensgebung macht das Buch schon zu etwas Besonderem: Wimpf und Wompf, Timpe-Ma und Timpe-Pa. Obwohl die Farbpalette so schmal gehalten ist, schaffen die Illustrationen hier wundervolle Figuren, die deutlich im Mittelpunkt der Geschichte stehen. 

Dieses Buch verpackt eine unheimlich wichtige Botschaft in einem so liebevollen Format. Denn statt übereinander zu urteilen oder hinweg zu entscheiden, kann eine ganz einfache Geste die Welt ausmachen: aufeinander zugehen und miteinander sprechen. Das Mienchen macht es in dieser Geschichte vor und stößt dabei nicht nur auf ein freundliches Tier, sondern auch auf glückliche Stadtbewohner. Dieses Buch macht deutlich: Die besten Lösungen finden wir, wenn wir miteinander reden. Das funktioniert im kleinen Alltag wie in der großen Politik. Damit setzt dieses Buch einen großen Meilenstein im aufgeklärten Kinderbuchregal. 

Bei kleineren Zuhörern kommt diese Geschichte sicherlich nicht ganz ohne Erklärung aus, um die Botschaft gänzlich zu erfassen, dafür reicht ihre Bedeutung aber weit über das Kindergartenalter hinaus. Ein einfaches Farbkonzept und kurze Texte, mal in Dialogen, mal lautmalerisch, reichen aus, um etwas so Wundervolles zu schaffen, das in keinem Kinderbuchregal fehlen sollte. 

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Einschlafbegleiter für Eltern und Kinder gleichermaßen

Familienreihe 1: Ich bin noch gar nicht müde!
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„Ich bin noch gar nicht müde" ist ein Einschlafbegleiter für Eltern und Kinder gleichermaßen. Das Buch erzählt die Geschichte von Mika, der abends ausnahmsweise von Papa statt von Mama ins Bett gebracht ...

„Ich bin noch gar nicht müde" ist ein Einschlafbegleiter für Eltern und Kinder gleichermaßen. Das Buch erzählt die Geschichte von Mika, der abends ausnahmsweise von Papa statt von Mama ins Bett gebracht wird. Damit ist Mika allerdings nicht zufrieden. Dennoch finden Vater und Sohn gemeinsam einen Weg in den Schlaf voller Liebe und Geborgenheit. Nebenbei liefert die Autorin Hinweise und Erläuterungen für Eltern, um kindliche Schwierigkeiten beim Einschlafen besser zu verstehen und diesen entsprechend besser begegnen zu können. 

Jede Doppelseite greift eine andere typische Situation beim Zubettbringen auf und erzählt diese in Dialogen zwischen Mika und seinen Eltern. Begleitet wird die Geschichte dabei von Fragen, die Eltern ihren Kindern beim Vorlesen stellen können, um ins Gespräch zur Situation zu kommen und gemeinsam Lösungen zu finden. Zusätzlich gibt es jedes Mal auch einen Tipp für die Eltern, wie sie mit der jeweiligen Situation umgehen können. Anhand dessen ließe sich Mikas Geschichte nach den eigenen Bedürfnissen zusammensetzen. Fällt es dem Kind zum Beispiel schwer, abends das Gedankenkarussell abzuschalten, lohnt es sich diese Seite in den Fokus zu nehmen; andere Seiten, die für das eigene Kind aktuell wenig Relevanz haben, können dabei ausgelassen werden. Das macht die Vorlesegeschichte insgesamt kürzer und fokussiert mehr auf die eigenen Bedürfnisse. 

Dieses Buch richtet sich an Familien, für die das abendliche Zubettbringen nur allzu oft zur Hürde wird. Es möchte dabei vor allem den Eltern helfen, gemeinsam mit ihren Kindern einen liebevollen Weg in den Schlaf zu finden. Das Buch lässt sich wunderbar als Baukasten für die eigenen Bedürfnisse nutzen. Die Geschichte ohne entsprechenden Kontext nur "herunterzulesen" würde den Zweck dieses Buches verfehlen. Klare Empfehlung, wenn das Kind abends nicht zur Ruhe kommt, Papa der falsche "Zubettbringer" ist oder kleine Ängste in der Nacht zu großen werden.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Komm, hilf den Tierkindern

Hilf den Tierkindern
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Dieses Mitmachbuch im Mini-Format rund um süße kleine Tierkinder folgt ganz dem Stil der „Schüttel den Apfelbaum“-Titel, nur eben dieses Mal bereits für die Allerkleinsten. So werden in diesem Buch fünf ...

Dieses Mitmachbuch im Mini-Format rund um süße kleine Tierkinder folgt ganz dem Stil der „Schüttel den Apfelbaum“-Titel, nur eben dieses Mal bereits für die Allerkleinsten. So werden in diesem Buch fünf Aktionen von den Kindern gefordert und nebenbei sogar Farben gelernt.

Das Buch regt zum aktiven Mitmachen an und bezieht so auch die größten Lesemuffel mit ein. Die geforderten Handlungen sind der Altersgruppe angepasst. Darüber hinaus werden hier die ersten Farben gelehrt, indem für die Hundebabys die passenden Bälle ausgewählt und im Weiteren benannt werden müssen.

Die Illustrationen sind sehr reduziert gehalten und damit ideal für kleine Leser/-innen ab 18 Monaten. So wurde hier etwa auf ausschmückende, detailreiche Hintergründe verzichtet. Die Kinder können ihren Fokus ohne Ablenkung auf die abgebildeten Tierkinder und ihre deutlich sichtbaren Gefühle legen.

Dieser niedliche Mitmachspaß kommt sowohl bei meiner 1-Jährigen als auch bei meinem 4-Jährigen noch gut an und passt dank kleinem Pappformat in jede Tasche. Die Aktionen sind toll ausgewählt und der Altersgruppe angemessen. Große Empfehlung!

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