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Veröffentlicht am 27.03.2023

Zwei Schwestern und deutsches Lakritz

Das schwarze Gold des Südens
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Ich habe das Hörbuch gehört.
Dies ist ein gut recherchierter Roman über zwei Bamberger Schwestern, die einem deutschen Lakritz-Familienunternehmen entstammen. Amalie, die vernünftigere von beiden, heiratet ...

Ich habe das Hörbuch gehört.
Dies ist ein gut recherchierter Roman über zwei Bamberger Schwestern, die einem deutschen Lakritz-Familienunternehmen entstammen. Amalie, die vernünftigere von beiden, heiratet einen Mitarbeiter des Unternehmens, mit sie schon langjährige Freundschaft verband. Elise dagegen brennt mit ihrer großen (natürlich nicht standesgemäßen) Liebe nach Paris durch, um dort Lakritzpralinen und -gebäck herzustellen und zu verkaufen.

Wunderbar werden hier die Lebens- und Liebesgeschichten der Schwestern erzählt, immer verbunden mit wahren Gegebenheiten, wie z. B. der Bau des Eiffelturms. Vielleicht schon bald ein wenig vorhersehbar, habe ich das Hören des Buches dennoch genossen und kann es Liebhabern historischer Bücher empfehlen. Kleines Manko: Ich hätte hier lieber eine Frau gehabt, die mir das Buch vorliest. Das hätte meiner Meinung nach besser gepasst.

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Veröffentlicht am 21.03.2023

Kein richtiger Krimi aber interessant

Tod in Siebenbürgen
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Mit viel Liebe zum Detail werden hier Land und Leute in Siebenbürgen beschrieben, so dass ich Lust bekam, einmal selbst dorthin zu reisen und mir die Gegend anzuschauen (aber nicht wegen Dracula!).

Der ...

Mit viel Liebe zum Detail werden hier Land und Leute in Siebenbürgen beschrieben, so dass ich Lust bekam, einmal selbst dorthin zu reisen und mir die Gegend anzuschauen (aber nicht wegen Dracula!).

Der in Deutschland so erfolgreiche Investigativjournalist Paul reist in seine frühere Heimat Siebenbürgen, um das Erbe seiner schon lange verstorben geglaubten Tante anzutreten. Dort angekommen mutiert er allerdings eher zu einem tolpatschigen Bären, der sein Hirn zu Hause vergessen hat. Er soll seinen Freund aus Kindertagen aus dem Gefängnis holen, der dort wegen Mordes sitzt. Dies gelingt ihm aber nicht wirklich, im Gegenteil, er stolpert von einem Unglück ins nächste. Trotzdem liest sich das Buch ganz gut mit teilweisen Schwächen zwischendurch. Einige der Nebenpersonen hätten gut und gerne etwas Tiefgang vertragen. Das spannende Ende versöhnt aber wieder.

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Veröffentlicht am 16.03.2023

Es ist nicht alles Gold, was glänzt...

Schloss Liebenberg. Hinter dem falschen Glanz
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Dieser zweite Band geht nahtlos weiter. Auch hier wieder jede Menge Intrigen zwischen den Dienstboten aber auch in höheren Kreisen. Die Eulenburg-Harden-Affäre rund um den Paragraphen 175 läuft langsam ...

Dieser zweite Band geht nahtlos weiter. Auch hier wieder jede Menge Intrigen zwischen den Dienstboten aber auch in höheren Kreisen. Die Eulenburg-Harden-Affäre rund um den Paragraphen 175 läuft langsam zu Hochtouren auf.

Hanna Caspian hat hier wieder eine sehr gut recherchierten historischen Roman geschaffen, in dem man sich sehr gut in die liebevoll beschriebenen Charaktere hineinversetzen kann. Habe ich zwischendurch mal gedacht, dass es mir zu politisch wird, kann ich im Nachhinein nur sagen, genau das war wichtig, um die Geschichte richtig zu verstehen. Auch die Wichtigkeit der einzelnen Persönlichkeiten wurde hier gut beschrieben. Soll ein Fürst und vor allem enger Freund des Kaisers ebenso unter Anklage gestellt werden wie ein einfacher Mensch? Wie gehen die Dienstboten mit der Geschichte um? All dies kann man in diesem Buch lesen und am Ende bleibt die Vorfreude auf den nächsten (letzten?) Band, der hoffentlich alle Bösen bestraft und die Guten belohnt.

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Veröffentlicht am 12.03.2023

Familie ist einfach das Größte!

Goldene Zeiten im Inselsalon
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Ich kann nur empfehlen, vor dieser Lektüre die beiden ersten Bände zu lesen. Man ist dann einfach besser in der Geschichte drin!

Die goldenen Zwanziger waren nicht immer golden, es gab eine hohe Inflation ...

Ich kann nur empfehlen, vor dieser Lektüre die beiden ersten Bände zu lesen. Man ist dann einfach besser in der Geschichte drin!

Die goldenen Zwanziger waren nicht immer golden, es gab eine hohe Inflation und damit verbunden große Armut. Aber das Inselvölkchen von Norderney hält auch in schweren Zeiten zusammen.

Silvia Lott erzählt hier die Geschichte des Friseursalons Fisser weiter, der nun in der zweiten Generation weiterläuft. Frieda hat einen Friseurmeister geheiratet, damit der Salon weiter existieren kann. Also zum zweiten Mal eine Vernunftehe für sie und diesmal sogar mit Ehevertrag. Ihre Tochter Lissy entwickelt immer mehr ihren eigenen Kopf und geht mit 18 Jahren nach Berlin, wo sie arbeiten und abends dem Vergnügen nachgehen kann. Grete ist nach wie vor Freundin und Vertraute von Frieda aber auch von Lissy, die mit ihrer Mutter einfach nicht über alles reden kann.

Sylvia Lott beschreibt in dieser Reihe ihre Charaktere sehr gut, so dass ich wieder komplett in die Geschichte eintauchen konnte. Ich habe mich über die positiven Dinge mitgefreut, bei den negativen mitgelitten. Und immer wieder habe ich den Zusammenhalt der Familien Fisser und Dirks bewundert, die ohne zu zögern in der Not sofort für alle da waren. Da zählte auch Freundin Grete wie selbstverständlich zur Familie. Ohne jetzt schon alles vorwegzunehmen, kann ich das Buch bzw. die ganze Reihe nur empfehlen. Es ist so wunderbar geschrieben, keinen Augenblick langweilig, dafür aber im Hintergrund immer an die echte Geschichte angelehnt. Die Politiker, die hier auf der Insel waren, haben damals auch in Wirklichkeit die Insel besucht. Und die Inflation, Währungsreform sowie die ersten Krawalle zwischen Nazis und Kommunisten gab es ja auch wirklich. Und die vielen persönlichen Erlebnisse rund ums Leben, Liebe und den Tod sind mir wirklich ans Herz gegangen. Eine tolle Geschichte!

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Veröffentlicht am 08.03.2023

Eine sehr bewegende Geschichte

Das Mädchen aus Ostpreußen
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Dieses Buch ist in zwei Zeitebenen geschrieben: 1945 über Netti und 1993 über ihre Enkelin Johanna. Die Geschichte rund um Netti, die nach ihrer Flucht aus Ostpreußen einen Neuanfang in Lüneburg machen ...

Dieses Buch ist in zwei Zeitebenen geschrieben: 1945 über Netti und 1993 über ihre Enkelin Johanna. Die Geschichte rund um Netti, die nach ihrer Flucht aus Ostpreußen einen Neuanfang in Lüneburg machen musste, hat mich sehr berührt. Vielleicht, weil ich immer an meine Oma denken musste, die damals ebenfalls (allein mit vier Kindern) aus Ostpreußen flüchten musste. Aber Karin Lindberg versteht es hier wirklich sehr gut, die Personen zu beschreiben und die Handlungen vor dem wirklichen Hintergrund stattfinden zu lassen. Das Elend der Geflüchteten und teilweise der Hass der Einheimischen, die die "Polacken" nicht wollten, obwohl sie ja genauso Deutsche waren wie sie. Und auf der anderen Seite die Engländer, für die alle Deutschen Nazis waren. Aus diesen ganzen Hintergründen ist ein wunderbar zu lesender Roman entstanden, bei dem auch viel Gefühl mit dabei war. Schön waren auch die beiden Zeitebenen, da Johanna immer mehr über ihre Großmutter erfahren hat, aber auch ihre eigene Geschichte von Liebe, Betrug und Zukunftsfindung erzählt wurde. Auch wenn mir die Geschichte von 1945 über Netti doch ein klein wenig mehr gefallen hat...

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