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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2022

Spannend mit viel Lokalkolorit

Tod auf der Kokerei
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Im mittlerweile dritten Teil ermittelt die pensionierte Frederike Stier bei einem Todesfall, der von der Polizei als Selbstmord abgetan wird. Da es sich bei der Toten um die Tochter ihres guten Freundes ...

Im mittlerweile dritten Teil ermittelt die pensionierte Frederike Stier bei einem Todesfall, der von der Polizei als Selbstmord abgetan wird. Da es sich bei der Toten um die Tochter ihres guten Freundes Hartmut handelt, versucht sie den näheren Begleitumständen auf die Spur zu kommen. Dabei kommt sie mit vielen Personen aus dem näheren Umfeld der Toten zusammen, um durch geschicktes Fragen und kombinieren eventuell doch noch einen Mord nachzuweisen.

Frederike Stier ist eine recht eigenwillige Person, aber sehr sympathisch und engagiert. Mir gefällt ihre Art zu ermitteln sehr gut, wie mir auch das ganze Buch sehr gut gefallen hat. Es geht gleich ohne Vorgeplänkel mit dem Leichenfund los und bleibt eigentlich fast nahtlos spannend. Nebenschauplatz ist Frederikes Privatleben, was sehr schön mit in die Handlung eingeflochten wurde. Die Beschreibungen und Erklärungen des Autors rund um die Zeche Zollverein machen Lust, die Gegend einmal kennenzulernen. Mir jedenfalls...

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Veröffentlicht am 16.11.2022

Die Wunderfrauen

Die Wintergarten-Frauen. Der Traum beginnt
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Der jungen Nina von Veltheim wird es durch ihre Familie ermöglicht, von der brandenburgischen Uckermark ins turbulente Berlin der 20er Jahre zu ziehen. Hier möchte sie ihren Traum einer eigenen Revue verwirklichen, ...

Der jungen Nina von Veltheim wird es durch ihre Familie ermöglicht, von der brandenburgischen Uckermark ins turbulente Berlin der 20er Jahre zu ziehen. Hier möchte sie ihren Traum einer eigenen Revue verwirklichen, was als Frau zu damaligen Zeiten nicht ganz einfach ist. Dort begegnet sie Jenny und Sonia, die als Künstlerinnen versuchen, in Berlin zu überleben.

Charlotte Roth erzählt hier von den Höhen und Tiefen der jungen Frauen und wie ihnen oftmals durch die Männer Steine in den Weg gelegt werden. Die Figuren sind liebevoll geschildert, man kann sich eigentlich ganz gut ins Geschehen hineinversetzen. Für meinen Geschmack waren aber zu viele langatmige Passagen dabei, die Gedankengänge oder auch Handlungen allzu sehr in die Länge zogen. Nichts destotrotz habe ich das Buch gerne gelesen, war nur ein wenig enttäuscht, dass der Wintergarten selbst kaum Platz im Buch hatte. Das wird sich wohl in den beiden Folgenden Bänden ändern.

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Veröffentlicht am 16.11.2022

Berührende Geschichte

Die Sehnsucht nach Licht
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Kati Naumanns Geschichte über den Bergbau im Erzgebirge verflechtet auf wunderbare Weise tatsächliche Geschichte mit fiktiven Figuren. Habe ich am Anfang noch gedacht, ja, ganz interessant, so sind mir ...

Kati Naumanns Geschichte über den Bergbau im Erzgebirge verflechtet auf wunderbare Weise tatsächliche Geschichte mit fiktiven Figuren. Habe ich am Anfang noch gedacht, ja, ganz interessant, so sind mir nach und nach die wunderbar beschriebenen Personen immer mehr ans Herz gewachsen.

Das Buch ist ja in zwei Zeitebenen geschrieben und beginnt mit einem Prolog aus längst vergangener Zeit. Danach geht es in der Gegenwart (2019) weiter und im Laufe des Buches wird immer wieder hin und her gesprungen. Dadurch bekommt man beim Lesen gute Einblicke, wie die Situation der Bergleute in den 20er Jahren bis hin zum Ende der DDR war. Bei manchen Schilderungen von Bergunglücken aber auch Krankheiten der Leute damals lief es mir kalt den Rücken hinunter. Es wurde so sorglos sowohl mit unterirdischem Abbau als auch mit Radioaktivität umgegangen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, vom Schreibstil über die Protagonisten und natürlich auch die Handlung. Kati Naumann hat sorgfältig recherchiert und Interessierte können sich im Internet durch etliche Seiten klicken, die Bilder zu den hier erhaltenen Informationen liefern.

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Veröffentlicht am 29.10.2022

Lucie Girard zwischen Mystik und Wirklichkeit

Mord im Jenseits
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Ein junges Pärchen verschwindet auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier zwei Tage lang im Wald. Beim Auftauchen glauben sie, das vor zehn Jahren verschwundene Pärchen zu sein, dessen Leichen aber kurz darauf ...

Ein junges Pärchen verschwindet auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier zwei Tage lang im Wald. Beim Auftauchen glauben sie, das vor zehn Jahren verschwundene Pärchen zu sein, dessen Leichen aber kurz darauf von Gendarm Hugo gefunden werden. Nun will Lucie Girard den damaligen Fall klären und gerät dabei in die Fänge von Madam Roux und ihren mystischen Handlungen.

In diesem Buch, welches Ende der 70er angesiedelt ist, geht es spannend aber auch ein wenig seltsam zu. Es geschehen unerklärliche Dinge, denen sich auch die sonst so nüchtern denkende Lucie nicht ganz entziehen kann. Gendarm Hugo darf mal wieder zu Höchstformen auflaufen und wir lernen eine neue Kollegin kennen. Alles in allem recht spannend zu lesen, auch wenn es keinen direkten Mörder und seine Überführung gibt. Allerdings gibt es am Ende einen kleinen Cliffhanger, da es erst im nächsten Band mit der Geschichte weitergeht.

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Veröffentlicht am 26.10.2022

Gelungene Fortsetzung

Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts (Die Kinderärztin 3)
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Diesen dritten Teil der Weißensee-Serie empfehle ich eher denjenigen, die auch die ersten beiden Teile schon gelesen haben. Man versteht dann manche Zusammenhänge einfacher.

Der Prolog verweilt noch kurz ...

Diesen dritten Teil der Weißensee-Serie empfehle ich eher denjenigen, die auch die ersten beiden Teile schon gelesen haben. Man versteht dann manche Zusammenhänge einfacher.

Der Prolog verweilt noch kurz im Jahr 1919, aber dann kommt ein Sprung nach 1929, in die langsam untergehende Weimarer Republik. Die Kinderklinik hat sich gut entwickelt, aber natürlich werden auch die Menschen älter und so geht die langjährige Oberin in den verdienten Ruhestand. Neue Oberin wird Marie-Luise Fischer (nein, nicht die Schriftstellerin!), die den Schwestern Emma und Marlene schon in ihren Anfangszeiten Schwierigkeiten bereitet hat und dies auch weiterhin versucht.

In diesem Buch wird sehr liebevoll der Alltag in der Kinderklinik erzählt, mit allen Höhen und Tiefen sowie guten und schlechten Veränderungen. Aber auch das Privatleben von Marlene und Emma kommt hier nicht zu kurz - im Gegenteil. Die Schwierigkeiten, in die Emmas Sohn Theo gerät sowie andere familiäre Probleme werden hier behandelt. Ich möchte aber hier nicht näher auf alles eingehen, sonst macht das Lesen ja keinen Spaß mehr.

Mir hat die Geschichte wieder sehr gut gefallen und einige Dinge, die ich mir während des Lesens so überlegt hatte, sind dann tatsächlich so eingetreten. Von Anfang bis Ende fühlte ich mich sehr gut unterhalten und konnte mich auch gut in die Geschichte hineinfühlen mitsamt feuchten Augen im Epilog...

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