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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2025

Hat mich sehr berührt.

Lebensbande
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Mit „Lebensbande“ hat Mechthild Borrmann einen tief berührenden Roman geschaffen, der leise erzählt wird und gerade dadurch eine enorme emotionale Wirkung entfaltet. Das Buch geht unter die Haut, ohne ...

Mit „Lebensbande“ hat Mechthild Borrmann einen tief berührenden Roman geschaffen, der leise erzählt wird und gerade dadurch eine enorme emotionale Wirkung entfaltet. Das Buch geht unter die Haut, ohne laut zu sein, und bleibt lange im Herzen der Leserinnen und Leser.

Im Mittelpunkt stehen menschliche Beziehungen, Schuld, Vergebung und die unsichtbaren Fäden, die Menschen ein Leben lang miteinander verbinden. Borrmann erzählt diese Themen mit großer Sensibilität und einem feinen Gespür für Zwischentöne. Ihre Sprache ist klar, ruhig und zugleich voller Gefühl – jedes Wort scheint bewusst gewählt, jede Szene trägt Gewicht.

Besonders beeindruckend ist die psychologische Tiefe der Figuren. Sie sind verletzlich, widersprüchlich und zutiefst menschlich. Ihre inneren Kämpfe und unausgesprochenen Gefühle werden so glaubwürdig dargestellt, dass man ihnen sehr nahekommt und ihr Schicksal mitfühlt. Die Autorin urteilt nicht, sondern lässt Raum für Verständnis und Nachdenken.

„Lebensbande“ ist kein Buch für den schnellen Moment, sondern eines, das man in Ruhe liest und nachklingen lässt. Es erzählt von den Spuren, die Entscheidungen hinterlassen, und von der Hoffnung, dass selbst zerbrechliche Bande Halt geben können. Ein stilles, intensives und wunderschönes Buch – bewegend, klug und absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Keine dummen Dorfpolizisten...

Eifelbande
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Mit „Eifelbande“ legt Rudolf Jagusch ein warmherziges, unterhaltsames und zugleich spannendes Buch vor, das vor allem durch seine liebenswerten Figuren und das authentische regionale Flair überzeugt. Die ...

Mit „Eifelbande“ legt Rudolf Jagusch ein warmherziges, unterhaltsames und zugleich spannendes Buch vor, das vor allem durch seine liebenswerten Figuren und das authentische regionale Flair überzeugt. Die Eifel dient dabei nicht nur als Kulisse, sondern wird lebendig und prägend für die Geschichte – ruhig, bodenständig und voller Charakter.

Jagusch erzählt mit viel Feingefühl, Humor und einem guten Gespür für zwischenmenschliche Dynamiken. Die Figuren wirken nahbar und glaubwürdig, ihre Dialoge sind lebendig und tragen maßgeblich zum Charme des Buches bei.

Die Handlung ist abwechslungsreich und kurzweilig, ohne überladen zu wirken. Spannung und Leichtigkeit halten sich angenehm die Waage, sodass das Buch sowohl zum Mitfiebern als auch zum Schmunzeln einlädt. Dabei bleibt der Erzählstil stets klar und flüssig, was das Lesen besonders angenehm macht.

„Eifelbande“ ist ein Buch, das Freude macht: herzlich, authentisch und mit viel Liebe zum Detail geschrieben. Eine klare Empfehlung für alle, die Geschichten mit regionalem Bezug, sympathischen Charakteren und einer guten Portion Menschlichkeit schätzen. Ich würde aber auf jeden Fall empfehlen, die Bände der Reihe nach zu lesen, da sich die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander immer weiter entwickeln.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Mitreißendes Zeitporträt vom Niederrhein

Die wilden Jahre
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„Die wilden Jahre“ entführt uns in das Jahr 1919. Der Krieg ist vorbei, und am Niederrhein beginnt eine Zeit des massiven Wandels. Deutschland ist aber auch durch den Rhein getrennt und wird auf der Westseite ...

„Die wilden Jahre“ entführt uns in das Jahr 1919. Der Krieg ist vorbei, und am Niederrhein beginnt eine Zeit des massiven Wandels. Deutschland ist aber auch durch den Rhein getrennt und wird auf der Westseite von den Belgiern besetzt. Thora studiert am Theater in Düsseldorf, was es ihr ermöglicht, ihre Eltern auf der anderen Rheinseite in Mönchengladbach zu besuchen. Anders herum ist es nahezu unmöglich. Ihr Bruder Hannes wird unter Mordverdacht ins Düsseldorfer Gefängnis gebracht, wo er sich in Schweigen hüllt. Nun dachte ich, es handelt sich hier einfach um einen historischen Roman in einer interessanten Zeit mit Leid und Aufständen so kurz nach dem 1. Weltkrieg. Doch weit gefehlt! Dadurch, dass Thora unbedingt die Unschuld ihres Bruder beweisen will, wird das Buch regelrecht zum Krimi sowie einer Mischung aus familiären Konflikten und gesellschaftlichem Aufbruch. Ruhig und unaufgeregt erzählt, ist das Buch aber von der ersten bis zur letzten Seite durchaus interessant und es gibt einige Geschehnisse, mit denen ich vorher nicht gerechnet hätte. Eine tolle Frau, die einiges wagt und auf sich nimmt, um ihre Ziele zu erreichen.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Schwere Zeiten für Frauen

Wer ins Licht treten will
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Dieser zweite Band der Reihe um die junge Psychiaterin Renate schließt nahtlos an den ersten an, den ich nur empfehlen kann. Man kommt zwar auch so in die Geschichte hinein, aber die Zusammenhänge und ...

Dieser zweite Band der Reihe um die junge Psychiaterin Renate schließt nahtlos an den ersten an, den ich nur empfehlen kann. Man kommt zwar auch so in die Geschichte hinein, aber die Zusammenhänge und der Werdegang werden natürlich erst mit der kompletten Lektüre richtig nachvollziehbar.

1959 ist kein leichtes Jahr für Frauen. In Männer dominierten Berufen werden sie eher belächelt, zu Hause in der Ehe müssen sie sich nahezu alles gefallen lassen und für vieles um Erlaubnis fragen. Renate arbeitet inzwischen in der Frauenabteilung von Ochsenzoll, mit deren Chefarzt sie weitaus besser klarkommt als im letzten Band in der Männerabteilung. Man bekommt beim Lesen einen kleinen Einblick in die psychiatrische Arbeit, die sich zum Glück stark von der zur Nazizeit unterscheidet.

Privat ist bei Renate einiges los, als ihr Verlobter Matthias plötzlich vor dem Karriereaus als Profifußballer steht und seinen Platz im Leben neu finden muss. Aber sie hat ihre Familie im Hintergrund, die bei allen Widrigkeiten zusammenhält und Unterstützung bietet. Sowohl ihr Onkel als auch die Familie ihres Verlobten.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist flüssig geschrieben, die Protagonisten gut ausgearbeitet. Auch wenn jetzt keine großartige Spannung vorhanden ist, so hat das Buch bzw. die Serie doch einen großen Unterhaltungswert für mich. Ich habe einiges über die damalige Zeit erfahren und warte jetzt mit Vorfreude auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Nicht so ganz mein Ding

Immer muss man selber feiern
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Ich habe schon einige Bücher von Ellen Berg gelesen und war von den meisten begeistert, vor allem auch von den liebevoll gestalteten Covern. Das war leider hier nur beim Cover der Fall. Schon den Vorgängerband ...

Ich habe schon einige Bücher von Ellen Berg gelesen und war von den meisten begeistert, vor allem auch von den liebevoll gestalteten Covern. Das war leider hier nur beim Cover der Fall. Schon den Vorgängerband hatte ich abgebrochen, weil ich mit der Protagonistin, die in Ich-Form berichtet, überhaupt nicht warm werden konnte. Trotzdem habe ich es noch einmal versucht und mich an dieses Buch gewagt. Auch wenn es gerade in die Vorweihnachtszeit passt, konnte ich auch bei diesem Buch wenige Handlungen und Gedankengänge nachvollziehen, weil ich auch hier mit Nele nicht warm wurde (was bei mir vor allem an der mir eigentlich verhassten Ich-Form liegt). Ja, hin und wieder gab es Passagen, bei denen ich schmunzeln musste, wie ich das von Ellen Berg gewöhnt bin, aber alles in allem war das leider kein Lesegenuss für mich. Vielleicht beim nächsten Buch wieder...

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