Cover-Bild Lebensbande
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18,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer eBook
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Besondere Themen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 03.11.2025
  • ISBN: 9783426455586
Mechtild Borrmann

Lebensbande

Roman | Zeitgeschichtlicher Roman über drei Frauen in Ost- und Westdeutschland vom 2. Weltkrieg bis zum Mauerfall | von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann
Zeitgeschichte trifft auf die verwobenen Schicksalsfäden dreier Frauen:
Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann in ihrem großen zeitgeschichtlichen Roman »Lebensbande« die Lebensgeschichten dreier Frauen, deren Schicksale sich zwischen dem 2. Weltkrieg und dem Fall der Berliner Mauer kreuzen.
Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall verbinden die Fäden des Schicksals Lene, Nora und Lieselotte: Obwohl sie sich in einer Zeit der Angst und des Terrors als Fremde begegnen, werden sie zu Freundinnen, die einander Halt geben und große Risiken auf sich nehmen. Krankenschwester Nora tut alles, um Lene zu helfen, das Leben ihres kleinen Sohnes Leo zu retten. Denn wegen eines leichten Handicaps gilt Leo als »Reichsausschusskind«. 1942 lernt Nora Lieselotte in Danzig kennen. Drei Jahre später werden die Frauen in einen Gulag der Sowjetunion verschleppt – als Teil der 900.000 Arbeitskräfte, die Stalin unter anderem im Rahmen der Reparationszahlungen zugesichert worden waren. Als Adenauer 1949 beginnt, diese Deutschen zurückzukaufen, gibt Lieselotte alles auf, was sie noch hat, um Nora die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen. Viele Jahre später, kurz nach dem Mauerfall, erhält diese einen verstörenden Brief, der sie schlagartig in die Vergangenheit zurückkatapultiert ...
Zeitgeschichte, inspiriert von wahren Ereignissen und Schicksalen und so spannend erzählt wie ein Kriminalroman
Mechtild Borrmann versteht es meisterlich, zutiefst menschliche Geschichten ohne Pathos zu erzählen. Auch in »Lebensbande« lässt die Bestseller-Autorin auf zwei Zeitebenen große Spannung entstehen. Erschütternd und trotzdem voller Hoffnung zeigt sie, wie eng große Tragik und zartes Glück beieinander liegen können.
Entdecken Sie auch Mechtild Borrmanns andere zeitgeschichtliche Spannungsromane:

- Der Geiger (Russland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und Deutschland 2008)
- Die andere Hälfte der Hoffnung (Tschernobyl 1986 bis 2010 und Deutschland 2010)
- Trümmerkind (Hamburg nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1992)
- Grenzgänger (Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1970)
- Feldpost (Kassel, ab 1935, während des 2. Weltkriegs und 2000) 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2026

Erschreckend, emotional, berührend

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"Lebensbande" ist ein Buch das von drei Frauen erzählt, die durch eines der schrecklichsten Ereignisse der Zeitgeschichte miteinander verbunden sind. Den zweiten Weltkrieg. Da ist Nora, die Krankenschwester ...

"Lebensbande" ist ein Buch das von drei Frauen erzählt, die durch eines der schrecklichsten Ereignisse der Zeitgeschichte miteinander verbunden sind. Den zweiten Weltkrieg. Da ist Nora, die Krankenschwester ist und mit der Zeit beginnt zu merken, dass etwas nicht stimmt und Menschen, die nicht ins System passen aussortiert werden. Sie schaut nicht tatenlos zu und folgt ihrer inneren Überzeugung. Sie rettet dem Leo, dem Sohn ihrer Cousine Lene, das Leben. Leo, der nicht ins System passt. Leo, der als schwachsinnig bezeichnet wird, weil er stottert und aussortiert werden soll. Und dann ist da noch Lieselotte mit der Nora lange Zeit in einem russischen Arbeitslager als Gefangene lebt und dort unvorstellbaren Zuständen ausgesetzt ist. Allein ihre Freundschaft und ihr Mut halten die beiden Frauen am Leben. Und doch müssen sie am Ende eine Entscheidung treffen, die die schwerste ihres Lebens sein wird.

"Lebensbande" ist nicht mein erstes Buch, welches zur Zeit des Nationalsozialismus spielt. Aber "Lebensbande" ist ein Buch, welches mich nochmal anders berührt hat. Der Fokus liegt hier ganz klar auf Leo, der stellvertretend für alle Menschen steht, die damals nicht ins System der Nazis gepasst haben. Alte, Kranke, Menschen mit Behinderung, Sprachfehler und und und. Die Erzählungen rund um Leo haben mich tief berührt. Der Umgang mit ihm an Grausamkeit kaum zu überbieten und außerhalb meines Vorstellungsvermögens, hätte diesem Jungen doch eine einfache Logopädie gereicht (in der heutigen Zeit). Ein kluger, stiller Junge, dessen Stottern zur tödlichen Gefahr für ihn wird.

Besonders beeindruckt haben mich die starken Frauenfiguren in dieser Geschichte, allen voran Nora. Gerade in der heutigen Zeit wird wieder deutlich, wie wichtig Zivilcourage ist. Und Nora zeigt nicht nur einmal, wie weit sie bereit ist zu gehen, um für das einzustehen, was sie für richtig hält. Dabei ist es nicht so, dass sie keine Angst hat oder unsicher ist. Und trotzdem folgt sie ihrem Herzen und steht dabei stellvertretend für so viele Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus nicht ruhig geblieben sind. Die Widerstand geleistet haben und gemerkt haben, dass etwas so ganz und gar nicht richtig läuft.

Die Sprache der Autorin, der Schreibstil, ist kurz, prägnant und präzise. Es bringt viele Dinge mit nur einem Satz auf den Punkt. Das Beeindruckende hier ist, dass die Autorin gar nicht mehr Worte benötigt. Sie schafft es so viel Klarheit und Eindeutigkeit in ihre Worte zu legen, dass sie die Schrecken nur andeuten muss und jedem klar ist, was sie meint. Für mich hat sie die Macht der Sprache definitiv verstanden, denn sie weiß ihre Worte ganz bewusst einzusetzen und das hat mich von Seite zu Seite mehr beeindruckt.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt - 1940 und die Folgejahre & 1993. Diese beiden Zeitebenen werden ganz wunderbar miteinander verbunden und ergänzen sich perfekt. Da sind 1993 die Erzählungen aus dem Gedächtnis und 1940 die Geschehnissen, an denen wir als Leser hautnah teilnehmen. Ich kann nicht sagen, welche ich grausamer fand, aber beide gemeinsam geben ein klares und schreckliches Bild der damaligen Zustände ab.

Durch die Thematik ist das Buch natürlich kein einfaches. Es gibt viele schwere, traurige und entsetzliche Momente. Und trotzdem schafft die Autorin es immer wieder auch einen Funken Hoffnung einzubauen. Ob es die Menschen sind, die Zivilcourage zeigen, die Menschen, die sich aktiv gegen den Krieg stellen, tiefe Freundschaften, Familie die zusammenhalten oder Häuser die immer wieder neu aufgebaut werden, weil die Menschen nicht aufgeben. Die Geschichte zeigt so viele starke Persönlichkeiten und auch Licht in einer so dunklen Zeit.

"Lebensbande" ist ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Ich mochte es sehr, wie es mich auf so vielen Ebenen berührt und mitgenommen hat in eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte, das niemals vergessen werden darf. Und dafür sorgt auch dieses Buch. Basierend auf wahren Begebenheiten hat dies noch einmal eine ganz andere Tiefe. Bitte lest es, schaut nicht weg und gebt den Menschen, die damals Widerstand geleistet haben, den Raum, den sie verdient haben.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Bewegend

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Mechthild Bormann hat mit Lebensbande einen herausragenden historischen Roman geschrieben.

Die Geschichte umreißt das Leben zweier Frauen, wobei beide mit ihren unterschiedlichen Lebenswelten ...

Mechthild Bormann hat mit Lebensbande einen herausragenden historischen Roman geschrieben.

Die Geschichte umreißt das Leben zweier Frauen, wobei beide mit ihren unterschiedlichen Lebenswelten zu Wort kommen.

Die eine ist eine Bauerstochter aus der Nähe von Bonn. Hier wird sehr gut deutlich, wie eng die damalige Erziehung war, besonders in religiösen, bildungsfernen Elternhäusern. Stock konservativ und „was wohl die Leute reden“. Die andere Frau ist eine Krankenschwester, durchaus emanzipierter.

Dieses Buch umfasst die Zeit von kurz vor dem zweiten Weltkrieg bis in die 90er Jahre nach der Wiedervereinigung.

Die Themen sind schwer, wie bei einem Buch dieser Zeit nicht anders zu erwarten. Und sie sind sehr gefühlvoll und sehr eindringlich umgesetzt.
Ganz besonders spannend fand ich die Rolle der Frauen im Gulag, das ist eine Sache, die mir bisher noch gar nicht so richtig bewusst gewesen ist. Das Thema der Euthanasie so hautnah zu erleben ist schon schwere Kost, damit hatte ich gar nicht gerechnet.

Dieses Buch ist wirklich großartig, die Charaktere sind perfekt gewählt, die Lebenswege authentisch dargestellt und die Umsetzung trifft mich, bringt mich zum Nachdenken. Dieses Buch bleibt im Gedächtnis.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Zeit tilgt keine Schuld

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Mit Lebensbande ist Mechtild Borrmann wieder ein großartiger Roman gelungen, der mir ein weiteres Stück Vergangenheit näher bringt und mich von Anfang an tief berührt hat.

Sie schildert den Lebensweg ...

Mit Lebensbande ist Mechtild Borrmann wieder ein großartiger Roman gelungen, der mir ein weiteres Stück Vergangenheit näher bringt und mich von Anfang an tief berührt hat.

Sie schildert den Lebensweg von 3 Frauen, die zu Freundinnen werden und die für immer verbunden sind. Eindringlich und ohne jegliche Effekthascherei erzählt Mechtild Borrmann eine Geschichte über Schuld, Verantwortung und Verdrängung. Ich musste oft schlucken, denn das Schicksal geht manchmal grausame Wege, aber ich musste auch manchmal lächeln, denn immer mal wieder blitzt auch Hoffnung durch.
Die Autorin hat wie immer gründlich recherchiert. Historische und gesellschaftliche Hintergründe sind präzise eingearbeitet und bilden ein glaubwürdiges Fundament für die Handlung.

Die Sprache ist wie immer ruhig, klar und von großer emotionaler Kraft. Da ist kein Wort zu viel und alles ist treffend formuliert. Es ist aber auch immer wieder Platz für wunderschöne Sätze, die man nie wieder vergessen möchte: „Schuldbeladenes Schweigen füllte die Küche mit zweisamer Einsamkeit“ Ich liebe diesen Schreibstil einfach und er nimmt ein bisschen die Schwere aus der Handlung. Auch wenn es eine Geschichte über Freundschaft ist, sind die Lebenswege mitunter sehr schmerzlich … so wie es eben oft zu dieser Zeit gewesen ist.

Mit Lene, Nora und Lieselotte hat Mechtild Borrmann sehr unterschiedliche Charaktere geschaffen und ich habe jede auf ihre Art gemocht. Ich habe tiefes Verständnis für die Handlungen der Freundinnen gehabt, auch wenn nicht immer alles „richtig“ war.

Lebensbande ist eines der Bücher, die lange nachhallen und die man nie ganz vergisst.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Was für ein Schicksal

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Lotte lebt im Ostseebad Kühlungsborn. Sie ist verwitwet und bekommt plötzlich nach der Wende einen Anruf von ihrem Neffen. Er kommt aus dem Westen und will sie besuchen. Das stellt sie vor ein Problem: ...

Lotte lebt im Ostseebad Kühlungsborn. Sie ist verwitwet und bekommt plötzlich nach der Wende einen Anruf von ihrem Neffen. Er kommt aus dem Westen und will sie besuchen. Das stellt sie vor ein Problem: sie hat über ihre Vergangenheit nicht die Wahrheit gesagt. Und so beginnt sie, ihre Geschichte aufzuschreiben

Das Buch hat mich sehr beeindruckt und berührt. Anhand von drei völlig unterschiedlichen Frauen erfährt man die Schicksale der Frauen und ihrer Familien vor allem in der Nazizeit, aber auch danach. Das alles ist hochemotional und trotzdem sehr direkt und überhaupt nicht kitschig beschrieben. Man kann die Entscheidung der Frauen nachvollziehen, auch ihre Fehler und ihren Zusammenhalt. Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung

Noch eine Anmerkung, falls es eine weitere Auflage des Buches geben sollte: es heißt der Molli und nicht die Molli. Vielleicht kann man das dann korrigieren.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Freundschaft und Schicksal

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Der historische Roman „Lebensbande" wurde von Mechthild Borrmann verfasst und erschien am 3. November 2025 im Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 288 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. ...

Der historische Roman „Lebensbande" wurde von Mechthild Borrmann verfasst und erschien am 3. November 2025 im Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 288 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um Lene, Nora und Lieselotte, die im Zweiten Weltkrieg zu Freundinnen werden und gemeinsam schwere Zeiten durchstehen. Nach der Verschleppung in einen sowjetischen Gulag setzt Lieselotte alles daran, Nora die Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen. Jahrzehnte später, nach dem Mauerfall, holt ein Brief die Vergangenheit zurück. Der Schreibstil ist flüssig, fesselnd und emotional. Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der die Spannung kontinuierlich aufrechterhält. Die Hauptfiguren sind klar und übersichtlich gestaltet. Ihre Motive, Ängste und Hoffnungen wirken durchweg authentisch und nachvollziehbar. Insgesamt ist das Buch ein guter historischer Roman, der nicht nur berührt, sondern auch zum Nachdenken anregt.

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