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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2026

Unangenehm und unsympathisch

Strandopfer
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Strandopfer soll ein Reihenauftakt sein, für mich wird es definitiv keiner.

Die Geschichte ist wirr, konstruiert, es dreht sich permanent im Kreis, die Wendungen und Auflösungen, geschweige ...

Strandopfer soll ein Reihenauftakt sein, für mich wird es definitiv keiner.

Die Geschichte ist wirr, konstruiert, es dreht sich permanent im Kreis, die Wendungen und Auflösungen, geschweige denn die Motive sind nicht nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist mir wahnsinnig unsympathisch, es soll wohl schnodderig und lässig rüberkommen, aber es ist reine Fäkalsprache. Nicht schön zu hören!

Am schlimmsten aber sind die Charaktere, ganz besonders die deutsche Ermittlerin. Ich denke, egal wie gut die Hintergrundgeschichte auch gewesen sein könnte, mit dieser Person wird alles unerträglich.
Sie ist wohl traumatisiert, wird retraumatisiert, aber vor allem ist sie misstrauisch, paranoid und vorurteilsbelastet bis fremdenfeindlich.
Ich frage mich, ob das der Sinn dieses Buches sein soll: Vorurteile bezüglich Polen zu schüren, wenn ja, dann hat es sein Ziel erreicht. Und ich fremdschäme mich für diese unreflektierte und unsympathische Romanfigur.




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Veröffentlicht am 19.05.2026

Lübenswert

Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen
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Ich liebe Kling und freue mich sehr über eine Fortsetzung des Kinderbuches vom Klugscheißerchen.
Und es bekommt Verstärkung: ein Vehlerteufelchen taucht auf.

Das gibt der Geschichte eine ganz ...

Ich liebe Kling und freue mich sehr über eine Fortsetzung des Kinderbuches vom Klugscheißerchen.
Und es bekommt Verstärkung: ein Vehlerteufelchen taucht auf.

Das gibt der Geschichte eine ganz andere Dimension und es bleibt die Frage, bekommen die beiden vielleicht Klugteufelchen oder Fehlerscheißerchen?

Diese Geschichte macht richtig viel Spaß, ist allerdings eher zum Selberlesen geeignet als zum Vorlesen, weil der Spaß der Buchstabenverdrehungen auch gewürdigt werden will.
Allerdings haben damit so einige Kinder Probleme. Meine Zweitklässlerin ist noch nicht besonders rechtschreibungsfest, viele Wörter verunsichern sie eher.
Und die Legasthenikerin ist selber so ein kleines Vehlerteufelchen, dass ihr die meisten Verunstaltungen gar nicht auffallen.

Aber da nehmen wir dieses Buch doch mal gerne zur Fehlersuche und zum bewussten und achtsamen Lesen her.


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Veröffentlicht am 04.05.2026

Verantwortung übernehmen

Pina fällt aus
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Pina fällt aus, was passiert mit einem erwachsenen gehandicapten Menschen, wenn seine Bezugsperson ausfällt?

Das ist wirklich ein schwieriges und wichtiges Thema, verpackt in einem ansprechend ...

Pina fällt aus, was passiert mit einem erwachsenen gehandicapten Menschen, wenn seine Bezugsperson ausfällt?

Das ist wirklich ein schwieriges und wichtiges Thema, verpackt in einem ansprechend leichten und nachdenklichen Roman.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut gezeichnet, sympathisch und authentisch mit ihren Ecken und Kanten.

Der Schreibstil ist total angenehm und das Buch hat mich durchgehend gefesselt.

Die Mischung aus alleinerziehender Mutter und pflegender Person, minderjähriger Schulabbrecherin, alter, einsamer Witwe und zurückgezogenem jungen Mann ist großartig.
Die Entwicklung der Charaktere ist glaubhaft, die Grundstimmung durchaus hoffnungsvoll.

Ich hoffe, dass jeder so ein Dorf um sich herum hat, der es braucht. Es hätte auch ganz anders kommen können, wenn niemand Verantwortung übernommen hätte. Aber als Gemeinschaft ist es gut möglich und in dieser Geschichte wird sehr deutlich, dass auch jeder einzelne daran wächst, wenn er nicht nur an sich denkt, über seinen Schatten springt und Herausforderungen annimmt.

Das Ende kam mir fast ein bisschen zu schnell, ich hätte den Figuren auch noch länger folgen können.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Enttäuschend

Einatmen. Ausatmen.
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Achtssamkeitstraining.
In diesem Buch wird die Geschichte von Marlene, der Karrierefrau, erzählt, die wider Willen an einem Achtsamkeits- und Selbstfindungskurs teilnehmen muss um im Beruf weiterzukommen. ...

Achtssamkeitstraining.
In diesem Buch wird die Geschichte von Marlene, der Karrierefrau, erzählt, die wider Willen an einem Achtsamkeits- und Selbstfindungskurs teilnehmen muss um im Beruf weiterzukommen. Dort trifft sie auf einen ausgebrannten Coach mit eigenen Problemen und auf Mitklienten, die Entspannung als Wettstreit begreifen.

Die humorvolle Überspitzung dieser gehypten Branche hat mir ebenso gut gefallen wie der empathische und tiefgründige Hausmeister.

Der Rest des Buches konnte mich nicht überzeugen, das eigentliche Thema verliert sich in Nebenschauplätzen, die teilweise völlig konstruiert wirken.

Ich habe irgendwann das Interesse an der Geschichte verloren, weil mir alles zu belanglos erschien. Ich habe etwas anderes erwartet. Hier habe ich weder emotionale Tiefe noch zum Nachdenken anregende Ereignisse gefunden.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Katastrophentourismus

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Mit diesem Buch konnte ich überhaupt nicht warm werden. Utopien finde ich immer etwas anstrengend, aber diese hier war für mich besonders unangenehm.

Frauen in einem Keller, träumen von Freiheit, ...

Mit diesem Buch konnte ich überhaupt nicht warm werden. Utopien finde ich immer etwas anstrengend, aber diese hier war für mich besonders unangenehm.

Frauen in einem Keller, träumen von Freiheit, flüchten, und dann?

Das ist so ziemlich der gesamte Inhalt. Diese Frauen schaffen nichts, existieren ohne größere Konflikte einfach weiter.
Ihnen dabei quasi zuzuschauen, war für mich wirklich wie Katastrophentourismus.
Ich konnte auch nicht aufhören zu lesen, da ich immer hoffte, dass es irgendwann besser, nachvollziehbarer, anders wird. Aber das Buch ist einfach wie seine Geschichte.

Es gibt keine gesellschaftlichen Einblicke, Veränderungen, es hat für mich keinen Mehrwert.
Und ich finde es auch absolut nicht stimmig. Wie kann ein hospitalisiertes Kleinkind sich nur annähernd normal entwickeln?

Eine deprimiernde Utopie.

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