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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2025

Der Titel passt...

Tatort Ostsee: Falsche Fährten
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Wir werden hier in die idyllische, aber trügerische Welt der Ostseeküste entführt und schon im Prolog ahnt man schon ansatzweise, was auf einen zukommt. Der Frankfurter Bestsellerautor Hartmut Krüger, ...

Wir werden hier in die idyllische, aber trügerische Welt der Ostseeküste entführt und schon im Prolog ahnt man schon ansatzweise, was auf einen zukommt. Der Frankfurter Bestsellerautor Hartmut Krüger, der mit seiner Verlobten Nicole einen erholsamen Urlaub plant, wird unerwartet in einen Kriminalfall verwickelt, der ihn an seine Grenzen bringt.

Frank Esser versteht es meisterhaft, von der ersten Seite an Spannung aufzubauen. Die malerische Kulisse der Ostsee bildet einen reizvollen Kontrast zu den düsteren Ereignissen, die sich entfalten. Der Autor zeichnet ein komplexes Bild von Verdächtigen und Motiven, das den Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappen lässt. Die falsche Fährten, die Esser geschickt legt, halten die Spannung konstant hoch und sorgen für unerwartete Wendungen, so dass es beim Lesen niemals langweilig wird.

Die Charaktere sind authentisch und vielschichtig, egal ob gut oder böse. Besonders gut haben mir die Wortwechsel zwischen Enno und Karo gefallen, da hier zwei Generationen aufeinandertreffen, die sich nach und nach annähern müssen.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Teile...

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Knurriger Chef

Morden auf Friesisch
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Ich kenne die Protagonisten schon aus dem ersten Teil, wo mir ihr Zusammenspiel sehr gut gefallen hat. Auch hier mochte ich sowohl den etwas schwierigen und bärbeißigen Chef Kruse, auf den aber immer Verlass ...

Ich kenne die Protagonisten schon aus dem ersten Teil, wo mir ihr Zusammenspiel sehr gut gefallen hat. Auch hier mochte ich sowohl den etwas schwierigen und bärbeißigen Chef Kruse, auf den aber immer Verlass ist, als auch Ulf mit seinem kaum vorhandenen Privatleben und natürlich die tierliebende Michi. Für mich gab es beim Lesen genau die richtige Mischung aus Privatleben und Mordermittlung. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und ich habe erst im letzten Drittel meine Schlüsse zur Lösung gezogen. Genau wie beim ersten Teil fühlte ich mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Lustige Politsatire

Endlich Kanzler!
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Man sollte sich vor dem Lesen auf jeden Fall vor Augen halten, dass dies nicht die offizielle Biografie von Friedrich März ist! Aber bei dem Cover kommt man ja auch erst gar nicht darauf...

Mir hat das ...

Man sollte sich vor dem Lesen auf jeden Fall vor Augen halten, dass dies nicht die offizielle Biografie von Friedrich März ist! Aber bei dem Cover kommt man ja auch erst gar nicht darauf...

Mir hat das Buch gut gefallen. Ich hatte mir vorher schon so meine Gedanken zu unserem Bundeskanzler gemacht und was soll ich sagen - vieles entsprach doch irgendwie meinen Vorstellungen. Die Schilderungen aus Märzens Kindheit und Jugend hätten sich tatsächlich so abspielen können. Und die vielen Seitenhiebe in Richtung seiner Unionskollegen aber auch parteifremden - einfach herrlich. Ich finde, die drei Autoren haben hier eine gute Arbeit geleistet. Wer nicht ganz politikfremd ist, kann sich beim Lesen über viele Sprüche freuen, die so aus des Kanzlers Munde geflossen sein könnten. Auch Angela Merkel bekommt ordentlich ihr Fett weg.

Alles in allem ist dies ein amüsantes aber nicht ganz ernst zu nehmendes Buch, welches zudem noch mit lustigen Illustrationen gekrönt wird. Satire halt...

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein ungleiches Team

Sterben auf Friesisch
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Beim mittlerweile dritten Teil der Reihe um Michi, Ulf und ihren Chef Kruse dreht sich alles um einen Zirkus im Winterquartier und Kruses Vergangenheit. Das Buch liest sich sehr flüssig und ich mag die ...

Beim mittlerweile dritten Teil der Reihe um Michi, Ulf und ihren Chef Kruse dreht sich alles um einen Zirkus im Winterquartier und Kruses Vergangenheit. Das Buch liest sich sehr flüssig und ich mag die Charaktere irgendwie. Allerdings ist Michi mir manchmal etwas zu tierlieb und vergisst darüber alles andere.

Lange habe ich beim Lesen im Dunkeln getappt, wer der Täter ist und warum er gemordet hat. Zu viele Personen rundherum. Das erschließt sich erst ziemlich am Schluss, wo dann mehrere Fäden aus Vergangenheit und Gegenwart zusammen liefen. Aber so soll es ja auch sein, das erhöht die Spannung. Sehr gut gefallen mit auch die Unterhaltungen der drei Ermittler, da ist doch oft für ein Grinsen beim Lesen gesorgt.

Alles in allem ein amüsanter Krimi, der ohne überflüssige Brutalität auskommt.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Eigentlich unvorstellbar

Der Sommer am Ende der Welt
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Eva Völler hat hier einen tollen Roman geschrieben, in dem sie eine böse Vergangenheit mit fiktiven Charakteren erzählt. Ich dachte früher immer, die Kinderverschickungen waren eine tolle Sache für ärmere ...

Eva Völler hat hier einen tollen Roman geschrieben, in dem sie eine böse Vergangenheit mit fiktiven Charakteren erzählt. Ich dachte früher immer, die Kinderverschickungen waren eine tolle Sache für ärmere Kinder, deren Eltern sich keinen Urlaub leisten konnten. Sechs Wochen am Meer - das ist doch super! Doch mit den Schilderungen in diesem Buch hörte meine Naivität dann schlagartig auf. 1963 ist ja nun noch nicht so lange her, vier Jahre vor meiner Geburt. Aber die Zustände, die in diesem fiktiven Kinderheim herrschten, waren echt grauenvoll. Und das war leider nicht von der Autorin ausgedacht, im Gegenteil. Recherche in der eigenen Familie und bei vielen anderen Betroffenen verhalfen ihr zu diesem Buch. Eigentlich unvorstellbar, dass es erst jetzt, nach über 60 Jahren auch von anderen Autoren aufgedeckt wird. Oder ich habe vorher nur nie etwas darüber gehört. Zum Glück lief parallel eine Liebesgeschichte, so dass man von den grausamen Schilderungen einer Betroffenen immer mal wieder abschalten und sich zurücklehnen konnte. Mir tun die Kinder von damals wirklich leid, was sie alles erdulden mussten und vor allem, dass ihnen damals niemand geglaubt hat.

Das Buch war mal wieder ein Highlight. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ließ sich flüssig lesen. Auch die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, so dass man gut mitfühlen konnte.

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