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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2025

Sehr bewegende. Familiengeschichte

Vor hundert Sommern
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Dies ist mein erstes Buch von Katharina Fuchs und ich war gleich hellauf begeistert. Der Erzählstil ist wunderbar flüssig, die Figuren alle sehr liebevoll herausgearbeitet. Egal ob Anja oder Lena aus der ...

Dies ist mein erstes Buch von Katharina Fuchs und ich war gleich hellauf begeistert. Der Erzählstil ist wunderbar flüssig, die Figuren alle sehr liebevoll herausgearbeitet. Egal ob Anja oder Lena aus der Gegenwart oder Clara aus der Vergangenheit, ich konnte beim Lesen gut mitfühlen und mich in die jeweiligen Situationen hineinversetzen.

Die Idee, Vergangenheit und Gegenwart durch die Erzählungen der Großmutter Elisabeth zu verknüpfen, hat mir sehr gut gefallen. Vor allem, da es von Anfang an ein Familiengeheimnis gab, welches erst ganz zum Schluss aufgelöst wurde. Irgendwie fand ich es schon immer schlimm, wenn die Vergangenheit verschwiegen und verdrängt wurde. Eigentlich sollte gerade innerhalb der (engsten) Familie über alles geredet werden können. Dieser Zwiespalt wurde hier beim Lesen für mich nochmal ganz deutlich.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Aktualität des Buches mit der ganzen schwierigen Situation nach dem 7. Oktober 2023. Das hat Katharina Fuchs sehr gut umgesetzt.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Traumhafte Gegend...

The Surf House
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Dieses Buch entführt den Leser auf eine atemberaubende Reise nach Marokko, wo die Wellen rauschen und Geheimnisse unter der Oberfläche brodeln. Von der ersten Seite an hat mich die lebendige Beschreibung ...

Dieses Buch entführt den Leser auf eine atemberaubende Reise nach Marokko, wo die Wellen rauschen und Geheimnisse unter der Oberfläche brodeln. Von der ersten Seite an hat mich die lebendige Beschreibung der Küstenlandschaft und der entspannten Surfer-Atmosphäre in ihren Bann gezogen. Lucy Clarke versteht es meisterhaft, ein Gefühl von Ort zu erschaffen, das so intensiv ist, dass man fast den salzigen Wind auf der Haut spüren kann.

Die Geschichte um die Protagonistin Bea, die nach einem traumatischen Erlebnis Zuflucht im Surfhaus am marokkanischen Strand findet , ist fesselnd und emotional. Die Charaktere werden mit viel Tiefe und Sensibilität beschrieben, sodass man ihre inneren Kämpfe und Hoffnungen hautnah miterlebt. Die Dynamik zwischen Bea und den anderen Bewohnern des Surfhauses ist authentisch und vielschichtig, geprägt von Freundschaft, Unterstützung und unterschwelligen Spannungen. Vor allem, als immer mehr Zusammenhänge des Verschwindens einer jungen Frau vor einem Jahr entstehen.

Neben der atmosphärischen Kulisse und den glaubwürdigen Charakteren überzeugt der Roman auch durch seine geschickt konstruierte Handlung. Nach und nach werden dunkle Geheimnisse und Verstrickungen aufgedeckt, die die idyllische Fassade des Surfhauses ins Wanken bringen. Clarke versteht es, die Spannung kontinuierlich aufzubauen und den Leser mit unerwarteten Wendungen zu überraschen. Für mich das erste Buch der Autorin, aber bestimmt nicht das letzte.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Gefährliches Sylt...

Höllische Küste
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Dies ist mittlerweile der neunte Band mit Kommissarin Liv Lammers. Ich habe leider noch nicht alle Vorgänger gelesen, was aber nur leichte Probleme bei Livs Familiengeschichte hervorrief. Die Geschichte ...

Dies ist mittlerweile der neunte Band mit Kommissarin Liv Lammers. Ich habe leider noch nicht alle Vorgänger gelesen, was aber nur leichte Probleme bei Livs Familiengeschichte hervorrief. Die Geschichte selbst war ohne Probleme nachvollziehbar.


Die Handlung ist komplex und raffiniert gestrickt, mit überraschenden Wendungen, die mich immer wieder aufs Neue gefesselt haben. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch gezeichnet, was die Geschichte noch packender macht. Besonders die Protagonistin, Kommissarin Liv Lammers, überzeugt durch ihre Intelligenz und ihr Durchsetzungsvermögen, aber auch durch ihre Unsicherheit im Privatleben.


Sabine Weiß versteht es, die malerische Kulisse der Nordseeküste eindrucksvoll in ihre Erzählung einzubinden. Die raue Schönheit der Landschaft bildet einen faszinierenden Kontrast zu den düsteren Ereignissen, die sich dort abspielen. Eine tolle Serie.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Gelungener Auftakt

Kalt wie die Nacht
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Bernhard Stäber gelingt es hervorragend, die düstere und kalte Atmosphäre der norwegischen Provinz Telemark einzufangen. Die Beschreibungen der Landschaft sind detailreich und erzeugen ein eindringliches ...

Bernhard Stäber gelingt es hervorragend, die düstere und kalte Atmosphäre der norwegischen Provinz Telemark einzufangen. Die Beschreibungen der Landschaft sind detailreich und erzeugen ein eindringliches Bild der Umgebung. Die Handlung ist von Anfang an spannend und hält den Leser bis zum Schluss in Atem. Unerwartete Wendungen und überraschende Enthüllungen sorgen dafür, dass die Spannung konstant hoch bleibt.

Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch gezeichnet. Wolf Larsen ist ein gebrochener Mann, der mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat, aber dennoch einen starken Gerechtigkeitssinn besitzt. Sanna Bjørnstad ist eine interessante Figur mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, die im Laufe der Handlung immer mehr ans Licht kommt. Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten ist überzeugend und trägt maßgeblich zur Spannung bei.

„Kalt wie die Nacht“ ist ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Krimireihe. Bernhard Stäber hat einen spannenden und atmosphärischen Roman geschaffen, der mich nahezu von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Eine fesselnde Saga voller Geheimnisse und Emotionen

Wintertöchter Trilogie
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Die Wintertöchter-Trilogie von Mignon Kleinbek entführt uns in die faszinierende Welt der Forstau, einem Bergdorf am Fuße der österreichischen Tauern. Im Zentrum der Geschichte stehen drei Frauen: die ...

Die Wintertöchter-Trilogie von Mignon Kleinbek entführt uns in die faszinierende Welt der Forstau, einem Bergdorf am Fuße der österreichischen Tauern. Im Zentrum der Geschichte stehen drei Frauen: die selbstbewusste Hebamme Barbara, ihre schwermütige Ziehschwester Marie und Anna, das Kind mit einer besonderen Gabe. Während es die Forstau mit ihrer Umgebung wirklich gibt, handelt es sich bei der Gabe um eine Erfindung der Autorin, was das Lesevergnügen aber trotzdem nicht schmälert. Begonnen wird gegen Ende des zweiten Weltkriegs, bis wir im dritten Teil in 2004 landen.

Die Charaktere sind wunderbar mit Tiefe und Komplexität gezeichnet. Jede Frau hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Ängste und Träume. Das hat mich tief berührt und beim Lesen nicht losgelassen. Ich habe regelrecht mit den Protagonistinnen mitgefiebert und gelitten, mich aber selbstverständlich auch mit ihnen gefreut. Die Trilogie ist voller Wendungen und Überraschungen. Geheimnisse werden gelüftet, Beziehungen werden auf die Probe gestellt, aber auch tiefes Leiden muss man hier ertragen. Ich finde es enorm, welche Wandlungen vor allem Barbara und Anna im Laufe der Zeit vollzogen haben.

Die Autorin schafft eine dichte Atmosphäre, in der sich Sagen, Geschichte und Gegenwart vermischen. Die Natur spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die Menschen, was die Trilogie manchmal etwas langatmig wirken lässt. Alles in allem aber doch so fesselnd geschrieben, dass ich immer weiterlesen musste.

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