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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2021

Zu klischeehaft

Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity
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Bereits seit einigen Jahren ist es bei Jugendbüchern in Mode gekommen, sich mit den Göttern der griechischen und/oder römischen Antike zu befassen und diese in ein modernes Setting zu "packen" oder zu ...

Bereits seit einigen Jahren ist es bei Jugendbüchern in Mode gekommen, sich mit den Göttern der griechischen und/oder römischen Antike zu befassen und diese in ein modernes Setting zu "packen" oder zu verlegen. So auch bei diesem Buch. Es beginnt im kurzen Prolog in Karthago im Jahr 759 vor Christi. Dieser Einstieg gefiel mir gut in der Leseprobe und darum war ich auch gespannt, wie das Götterthema hier weiter verfolgt wird. Doch leider gerät der mythologische Aspekt viel zu sehr zur Nebensache und spielt im weiteren Verlauf eher eine untergeordnete Rolle. Protagonistin Nayla überlebt wundersamer Weise einen Autounfall fast ohne Verletzungen. Was ist mit ihr? Eigentlich ist sie doch ein ganz normales, ähm überaus klischeehaftes Mädchen. Naja, und nach dem Unfall - angeblich konnte sie ausweichen, doch sie weiß, dass sie das andere Auto mit voller Wucht gerammt hat - kommen zwei neue Typen an ihre Schule. Und ja, sie entsprechen dem typischen Klischee. Warum nicht mal etwas Neues? Und warum keinen größeren Fokus auf die angekündigte römische Mythologie? Das Buch war mir leider zu klischeehaft, schade. 2,5 Sterne

Veröffentlicht am 12.09.2021

Sophies Geheimnis

Keeper of the Lost Cities – Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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Diese neue, magische und phantastische Buchreihe, wurde groß angekündigt und hat im englischsprachigen Raum wohl schon viel positive Beachtung gefunden. Der Haupthandlungsort dieses Buch ist eine Elfenschule. ...

Diese neue, magische und phantastische Buchreihe, wurde groß angekündigt und hat im englischsprachigen Raum wohl schon viel positive Beachtung gefunden. Der Haupthandlungsort dieses Buch ist eine Elfenschule. Sophie wusste lange nichts von ihrer Zugehörigkeit zu diesem Volk und hat ihre Fähigkeit Gedanken zu lesen für sich behalten. Bis sie auf Fitz trifft und dann geht es los zur Elfenschule. Allerdings muss sie dafür ihre menschliche Familie verlassen. Und auch auf der neuen Schule ist sie anders und es stellt sich die große Frage, warum sie überhaupt in der menschlichen Umgebung geradezu versteckt wurde. Hier an der Schule gibt es tolle Fächer, es geht manchmal hoch her und recht actionreich, dann gibt es wieder ruhigere Momente; eine gute Mischung, um alles kennen zu lernen. Aber natürlich gibt es auch Geheimnisse aufzudecken. Ich fand es gut, dass der Band nicht mit einem allzu gigantischen Cliffhanger endet, sondern dass hier schon viel geklärt wurde. Aber ich bin schon gespannt auf weitere Abenteuer aus dieser Reihe.

Veröffentlicht am 12.09.2021

Ninas Bemühen

Das Versprechen
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Nina wird überraschend vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, doch das geht ihr gehörig gegen den Strich, denn sie fühlt sich verantwortlich für die junge Gabriela, die gemeinsam mit ihr verhaftet wurde. ...

Nina wird überraschend vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, doch das geht ihr gehörig gegen den Strich, denn sie fühlt sich verantwortlich für die junge Gabriela, die gemeinsam mit ihr verhaftet wurde. Selbst eine spontane Aktion am Vorabend der Entlassung reicht nicht aus. Und so kommt sie bei der Familie ihrer Schwester unter, die sie seit Jahren nicht gesehen hat. Ihr Neffe und ihre Nichte wussten noch nicht einmal von ihrer Existenz. Die Vergangenheit von Nina wird erst nach und nach gelüftet und so hat man das Gefühl, ein Puzzle wird nach und nach zusammen gesetzt. Zwischendurch geht es recht brutal zur Sache. Insgesamt gesehen fehlte es mir jedoch manchmal ein wenig an Spannung; vielleicht lag es auch an der Kürze des Hörbuchs oder daran, dass einige Seitenstränge auch noch recht viel Platz einnahmen. Doch immer wieder geht es um die Befreiung von Gabriela. Der Sprecher Josef Vossenkuhl gefiel mir gut, auch wenn ich ihn bisher noch nicht kannte. Ich konnte seiner angenehmen Stimme gut folgen.

Veröffentlicht am 12.09.2021

Martins Geschichte

Junge mit schwarzem Hahn
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In einem nicht näher bestimmten Dorf, zu einer nicht näher bestimmten Zeit, vermutlich gegen Ende des Mittelalters oder in der Frühen Neuzeit, zur Zeit einer der vielen Kriege und kriegerischen Auseinandersetzungen. ...

In einem nicht näher bestimmten Dorf, zu einer nicht näher bestimmten Zeit, vermutlich gegen Ende des Mittelalters oder in der Frühen Neuzeit, zur Zeit einer der vielen Kriege und kriegerischen Auseinandersetzungen. Martin ist elf Jahre alt und Waise seitdem sein Vater seine gesamte Familie und sich selbst hingerichtet hat; nur der kleine Junge hat überlebt und einer schwarzer Hahn, der seit Jahren bei ihm lebt. Martin ist genügsam, er hilft allen, bekommt jedoch nur wenig Lohn und auch nur in Naturalien. Doch er bleibt freundlich und hilfsbereit. Intelligent und mit einem guten Blick für das, was vor sich geht, hält er sich jedoch manchmal mit seiner Meinung zurück. Der Hahn spricht auch manchmal - und so sind wir mittendrin im märchenhaften Geschehen. Eines Tages verlässt Martin sein Dorf und geht mit einem Maler auf Wanderschaft. Ein Mädchen wurde geraubt und er konnte es nicht wiederfinden, fühlt sich jedoch verantwortlich. Die Geschichte ist oft düster, jedoch gibt es auch Hoffnungsschimmer. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen; es ist ein Buch, das man genießen sollte und immer mal wieder innehalten. Ich würde mich sehr über weitere Bücher der Autorin freuen.

Veröffentlicht am 08.09.2021

Paula ermittelt

Die stumme Tänzerin
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Hamburg, 1928. Paula Haydorn, Tochter aus gutem Hause, möchte aber selbstständig sein und arbeiten. Eher zufällig kommt sie zu ihrer Arbeit als Sekretärin bei der Weiblichen Kriminalkommission. Und hier ...

Hamburg, 1928. Paula Haydorn, Tochter aus gutem Hause, möchte aber selbstständig sein und arbeiten. Eher zufällig kommt sie zu ihrer Arbeit als Sekretärin bei der Weiblichen Kriminalkommission. Und hier ist sie nicht nur Sekretärin, sondern ist bald mittendrin bei den Ermittlungen zu einem bestialischen Mord an einer Frau, deren Leiche auf einem Friedhof gefunden wurde. Martin Broder gefällt es gar nicht, dass er hier mit Frauen zusammen arbeiten muss. Paula geht unkonventionelle Wege und es kommt bald zu weiteren Mordfällen. Doch was ist das Motiv und vor allem wer steckt hinter den Morden? Kennt Paula etwa den Mörder? Neben den Mordermittlern lernt man viel über das Leben in Hamburg mitten in der Weimarer Republik; die politische Situation verschärft sich langsam, die Rechten lassen mehr von sich reden. Doch neben der Politik erhält man auch Einblicke in das Familienleben und die Stadt und vieles mehr. Helga Glaesener beweist wieder einmal Geschick, eine interessante Geschichte mit historisch fundierten Fakten zu verbinden und wartet mit einer überraschenden Aufklärung auf. Ich würde sehr gerne weitere Fälle mit Paula, Caro und Co lesen oder hören. Christiane Marx macht aus diesem Buch ein ganz besonderes Hörvergnügen und ich höre immer wieder gerne ihre Stimme.

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