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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2021

Toller Auftakt

Die Stadt ohne Wind 1 – Arkas Reise
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Das Cover ist nur in schwarz-weiß mit gold abgesetzten Akzenten gehalten und wirkt auf mich wie eine Einladung in diese phantastische Welt einzutauchen und mich auf die Suche nach dieser "Stadt ohne Wind" ...

Das Cover ist nur in schwarz-weiß mit gold abgesetzten Akzenten gehalten und wirkt auf mich wie eine Einladung in diese phantastische Welt einzutauchen und mich auf die Suche nach dieser "Stadt ohne Wind" zu machen. Die Berge wirken eher wie Wellen und in dem Wellental eröffnet sich die Stadt. Ein solches Cover wirkt sofort interessant und weckt die Neugierde. Am Ende des Buches gibt es ein kurze Glossar. Leider gibt es keine Karte; die finde ich gerade bei Fantasybüchern immer wichtig. Arka ist erst 13 Jahre alt und hat schon viel durchgemacht in ihrem Leben. Ihre Mutter verstarb bereits bei ihrer Geburt und nach weiteren Schicksalsschlägen macht sie sich auf den Weg nach Hyperborea, wo ihr Vater leben soll. Dort trifft sie auf den sechs Jahre älteren Lastyanax und geht mit ihm eher ein Zweckbündnis ein. Sie repräsentiert die Kriegerin, er ist Magier - und der jüngste Minister der Stadt. Die Stadt Hyperborea zeigt schon in ihrer Architektur die Trennung der sozialen Schichten. Erfrischend anders, ein toller Schreibstil und eine gute Geschichte abseits der Klischees. Ich bin schon gespannt, wie es weitergehen wird.

Veröffentlicht am 08.08.2021

Soko SPO Teil 2

Nordwestzorn (ungekürzt)
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Florian, ein herzkranker Junge, war vor sechzehn Jahren auf Klassenfahrt in Sankt Peter Ording. Seine Mutter war immer schon sehr ängstlich und nun sollte er die Fahrt früher beenden wegen eines Vorfalls ...

Florian, ein herzkranker Junge, war vor sechzehn Jahren auf Klassenfahrt in Sankt Peter Ording. Seine Mutter war immer schon sehr ängstlich und nun sollte er die Fahrt früher beenden wegen eines Vorfalls beim Sport. Dann verschwindet der Zehnjährige und taucht nicht wieder auf. Die Ermittlungen verlaufen im Sande, der Junge bleibt unauffindbar. Doch jetzt holt Anna Wagner diesen Cold Case wieder hervor, denn ihr Antrag wurde genehmigt. Sie leitet nun die Vermisstenstelle und ist dauerhaft nach Sankt Peter Ording gezogen, wieder in das Haus von Hendrik Norbergs Schwiegereltern, wo sie bereits im vergangenen Jahr gewohnt hat. Eine tolle Fortsetzung und Weiterentwicklung der Charaktere, auf die ich mich schon sehr gefreut habe. Doch das Buch lässt sich auch ohne Vorkenntnisse lesen, denn dieser Fall ist in sich abgeschlossen. Die Auflösung am Ende war für mich auch überzeugend und ich freue mich schon auf weitere Fälle dieses Teams. Die Sprecherin Julia Nachtmann hat mir auch wieder richtig gut gefallen.

Veröffentlicht am 05.08.2021

Eiskalt

Frostbrand
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Noah traut sich seit fast zwei Wochen nicht mehr aus seinem Zimmer. Vor zwei Wochen ist auf seinem Heimweg etwas passiert und er kann sich nicht daran erinnern, nur dass er seitdem alles, was er anfasst, ...

Noah traut sich seit fast zwei Wochen nicht mehr aus seinem Zimmer. Vor zwei Wochen ist auf seinem Heimweg etwas passiert und er kann sich nicht daran erinnern, nur dass er seitdem alles, was er anfasst, einfriert. Seine Hände, aber wenn er aufgeregt ist, auch sein gesamter Körper, sind eiskalt und so "klebte" er schon einige Male an der Türklinke fest oder das Besteck an seinen Händen, während sein Essen einfror. Was ist nur mit ihm los? Und dann eines Tages kommt Luca und sagt, sie käme im offiziellen Auftrag und würde seine Lehrerin werden. Denn auch sie hat diese Kälte in sich, jedoch ist sie bei ihr ererbt. Was sie ihm nicht verrät: er ist so viel stärker als sie. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der beiden und es geht hier viel um innere Werte und Gefühle, um Probleme und auch um Freundschaft etc. Manchmal passiert zu wenig, dafür überschlagen sich gegen Ende die Ereignisse wieder. Insgesamt eine interessante Idee und eine "eiskalte" Geschichte.

Veröffentlicht am 04.08.2021

Interessante Zusammenarbeit

Die Tochter des Präsidenten
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Ich habe das erste gemeinsame Buch von James Patterson und Bill Clinton nicht gelesen, aber ich mag die Bücher von Patterson sehr und war neugierig auf dieses gemeinsame Projekt. Wer hier Insiderwissen ...

Ich habe das erste gemeinsame Buch von James Patterson und Bill Clinton nicht gelesen, aber ich mag die Bücher von Patterson sehr und war neugierig auf dieses gemeinsame Projekt. Wer hier Insiderwissen aus dem Weißen Haus erwartet, sei es nun alles authentisch oder nicht - wer weiß das schon?, der bekommt einiges geboten. Worum geht es. Matt Keating, Präsident der USA, macht eine politische Fehlentscheidung, bei einem Angriff in Libyen auf einen Terroristen stirbt nicht er, sondern seine Frau und seine drei Töchter. Keating entschuldigt sich öffentlich dafür und das ist einer der Gründe, weshalb er nicht wiedergewählt wird. Allerdings stört das den ehemaligen Navy SEAL nicht so sehr. Er zieht sich zurück, seine Frau freut sich, sich wieder ihrer Karriere als Archäologin widmen zu können. Doch dann geschieht das Unfassbare: ihre Tochter Mel wird entführt von genau diesem Terroristen. Matt Keating macht sich auf die Jagd. Was mich dann ein wenig gestört hat, war die allzu minutiöse Beschreibung der Waffen und Munition; das hätte man durchaus kürzen können. Doch insgesamt war es für mich ein spannender Politthriller mit interessanten Einblicken, mit ein paar kleineren Längen.

Veröffentlicht am 02.08.2021

Zu übertrieben

Instagrammatik
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Ich hatte schon von "World of Lehrkraft" gehört, kannte es aber noch nicht und war deshalb neugierig auf dieses Buch. Meine Gefühle sind hier sehr gemischt. Anfangs gefiel es mir noch ganz gut, die - wenn ...

Ich hatte schon von "World of Lehrkraft" gehört, kannte es aber noch nicht und war deshalb neugierig auf dieses Buch. Meine Gefühle sind hier sehr gemischt. Anfangs gefiel es mir noch ganz gut, die - wenn auch übertrieben dargestellten - Schulsituationen haben durchaus einen wahren Kern und man merkt, dass der Autor hier Erfahrung als Lehrperson hat. Doch dann hat mich das Buch leider zunehmend genervt, denn "Schrödi" findet sich total witzig, biedert sich bei den SchülerInnen an - und das ist dann wiederum Fremdschämen pur - und findet sich überhaupt sehr innovativ und cool. Ja, Digitalisierung ist ein wichtiges Thema für die Schulen und ja, es ist dennoch nicht das non plus ultra und sollte kritisch hinterfragt werden, aber hier geriet es leider nur noch peinlich. Nicht nur Herr Schröder, auch seine Kollegen und Zeynep von der Schulmensa waren mir einfach zu übertrieben gezeichnet.