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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2021

Wo ist Mrs Moa?

Internat der bösen Tiere, Band 3 - Die Reise
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Ein neues Abenteuer für Noël und seine Freunde vom Internat der bösen Tiere. Schon vor der Lektüre ist das raffiniert gemachte Cover mit der Aussparung, hinter der man den Kopf der Schuldirektorin Mrs ...

Ein neues Abenteuer für Noël und seine Freunde vom Internat der bösen Tiere. Schon vor der Lektüre ist das raffiniert gemachte Cover mit der Aussparung, hinter der man den Kopf der Schuldirektorin Mrs Moa sieht, ein echter Hingucker. Und es geht auch gleich schon spannend los, denn Mrs Moa hat Noël eine Kiste mit Briefen seiner Mutter Sonya vorbei gebracht, doch diese wurde gestohlen bevor er die Briefe lesen konnte. Und was noch schlimmer ist: Mrs Moa hat die Inseln verlassen und ist einfach nicht zu erreichen, für niemanden. Aber Noël muss trotz der Gefahren, die außerhalb der Inseln drohen, vor allem von dem Bären Uko, Mrs Moa finden und wissen, worum es in den Briefen geht und mehr über seine Vergangenheit erfahren. Erst erhält er noch Unterstützung von seinen Freunden, doch dann muss er sich alleine auf eine gefahrvolle Reise begeben. Wieder einmal ein wunderbares Buch aus dieser Reihe und am Ende ist man schon sehr neugierig, wie es weitergehen. Toller Schreibstil, super Geschichte, schöne Illustrationen - ein Genuss, nicht nur für Kinder.

Veröffentlicht am 29.04.2021

Dokumentarischer Roman

Die Experten
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Die Bezeichnung "Dokumentarischer Roman", wie er im Nachwort genannt wird, gefällt mir viel besser als "Thriller", denn meines Erachtens ist dieses Buch kein Thriller. Ein Buch mit Anspruch, unglaublich ...

Die Bezeichnung "Dokumentarischer Roman", wie er im Nachwort genannt wird, gefällt mir viel besser als "Thriller", denn meines Erachtens ist dieses Buch kein Thriller. Ein Buch mit Anspruch, unglaublich gut recherchiert. Eine Geschichte für den interessierten Laien oder auch Kenner der Geschichte des Dritten Reiches, der deutschen Nachkriegsgeschichte und der des Nahostkonfliktes und der ägyptischen Geschichte. Es geht hier viel um ehemalige Nazis, die sich in Ägypten breit gemacht haben, aber auch unter Anderem über die Spiegel-Affäre und die Beziehung zu dem noch jungen Staat Israel und natürlich über das Ägypten unter Nasser. Eingebettet ist dies alles in die Familiengeschichte der Hellbergs. Rita ist noch jung, doch sie wird schnell erwachsen, kommt in diesem Land an, lernt die Unterschiede zu Deutschland, die Grenzen einer Diktatur, Bespitzelung und Gefahren kennen. Keine leichte Kost, aber mir gefiel es.

Veröffentlicht am 29.04.2021

Eine Heldin

Jeder Tag ist eine Schlacht, mein Herz
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Dieses Buch hat mich bis in mein Innerstes ganz tief berührt. Protagonistin Zelda ist ganz besonders. Sie lebt zusammen mit ihrem großen Bruder, der es mit dem Gesetz nicht immer so genau nimmt und so ...

Dieses Buch hat mich bis in mein Innerstes ganz tief berührt. Protagonistin Zelda ist ganz besonders. Sie lebt zusammen mit ihrem großen Bruder, der es mit dem Gesetz nicht immer so genau nimmt und so in doch recht große Schwierigkeiten gerät, aber für seine Schwester Zelda macht er alles. So hat er zum Beispiel für ihren Geburtstag einen "echten Wikinger" engagiert - auch wenn die Rüstung nicht echt ist, aber dafür macht er Luftballontiere. Zelda möchte gerne ihre eigenes Geld verdienen, selbständiger werden und sie möchte mit ihrem Freund Sex haben. Und darüber redet sich mit einer großen Offenheit. Zelda ist unglaublich mutig, sie wächst über sich hinaus und sie ist so empathisch und hat ein großes Herz. Doch auch bei ihr läuft nicht alles gut. Und zum Glück ist da noch die Ex-Freundin ihres Bruders, die ihr hilft. Die neuen "Freunde" ihres Bruders entwickeln sich bald zu einem Problem. Zelda muss man einfach lieb gewinnen und es ist wunderbar, dass dieser Roman aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Für mich auf jeden Fall ein Highlight.

Veröffentlicht am 28.04.2021

Faszinierend

Jaffa Road
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Ich mochte schon "Piccola Sicilia" sehr gerne und habe mich gefreut, dass Daniel Speck mit "Jaffa Road" eine Fortsetzung verfasst hat. Es handelt sich auch hier wieder um eine multiperspektivische Geschichte, ...

Ich mochte schon "Piccola Sicilia" sehr gerne und habe mich gefreut, dass Daniel Speck mit "Jaffa Road" eine Fortsetzung verfasst hat. Es handelt sich auch hier wieder um eine multiperspektivische Geschichte, die jedoch sicherlich auch problemlos ohne Kenntnis von "Piccola Sicilia" gelesen werden kann, allerdings ist der Lesegenuss vermutlich größer, wenn man den anderen Roman und die Vorgeschichte(n) kennt. Dieses Mal ist der Fokus auf den Nahostkonflikts gelegt; "Spielorte" sind Haifa, Tunis, Berlin und Palermo und wieder auf verschiedenen Zeitebenen. Eine gute Geschichtsstunde, doch auch allgemein gültige Informationen über Konflikte und menschliches Zusammenleben werden hier neben der Romanerzählung thematisiert. Ausgangspunkt ist die Einladung von Nina zur Testamentseröffnung von ihrem verstorbenen Opa Moritz. Die Geschichte von Moritz erfahren wir ebenso und lernen dann noch Joëlle, Ninas Tante, und Elias kennen, der angibt, Moritz' Sohn zu sein.

Veröffentlicht am 28.04.2021

Nicht mein Fall

The Second Princess. Vulkanherz
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Auf der real existierenden Vulkaninsel St. Lucien herrscht seit Langem die - fiktive - Monarchie der Bell-Frauen. Die Handlung des Buches spielt in der Gegenwart, jedoch verwoben mit fiktiven Elementen. ...

Auf der real existierenden Vulkaninsel St. Lucien herrscht seit Langem die - fiktive - Monarchie der Bell-Frauen. Die Handlung des Buches spielt in der Gegenwart, jedoch verwoben mit fiktiven Elementen. Diese Kombination fand ich in dem Buch nicht gut umgesetzt und außerdem merkt man fast nie, dass die Handlung in der Karibik spielt. Saphina, die jüngste, dritte Prinzessin, spielte bisher keine Rolle, doch plötzlich rutscht sie an die Stelle der zweiten Prinzessin. Weder Saphina noch der männliche Gegenpart Dante konnten mich überzeugen. Ich habe einfach mehr erwartet und hier wirkte viel zu viel unausgegoren. Schade, denn die Grundidee fand ich interessant.