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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2020

Was geschah damals?

Halligmord (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 1)
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Die Handlung spielt auf der fiktiven Hallig Nekpen beziehungsweise auf der Nachbarhallig und dem Küstenort. Minke van Hoorn, eigentlich studierte Meeresbiologin, hat nach dem Tod ihres Vaters vier Jahre ...

Die Handlung spielt auf der fiktiven Hallig Nekpen beziehungsweise auf der Nachbarhallig und dem Küstenort. Minke van Hoorn, eigentlich studierte Meeresbiologin, hat nach dem Tod ihres Vaters vier Jahre zuvor, die Meeresbiologie an den Haken gehängt und tritt nun seine Nachfolge als Kommissarin an. Und bereits an ihrem ersten Tag findet der Postbote einen Totenschädel auf der Hallig. Wer der Tote war, ist rasch geklärt, aber nun ist klar, dass es kein Unfall war, sondern Mord. Doch wer war der Täter? Und was war das Motiv? Ein Sturm ist im Anmarsch und mit dem Näherkommen des Sturms, ziehen die Ermittlungen auch das Tempo an und die Zeit wird eng. Unterteilt ist das Buch in die Tage vor dem Sturm und jedes Mal gibt es einen Rückblick aus Sicht einer anderen Person von dem Abend, bevor der Ermordete starb. Neben den spannenden Ermittlungen gibt es immer wieder Beschreibungen der Halligen und die Geschichte des letzten Deichgrafs. Sehr atmosphärisch und aufgrund der Länge des Buches habe ich es in einem Rutsch gelesen und würde mich über weitere Fälle freuen. Die Auflösung am Ende hatte etwas von Agatha Christie und hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 29.06.2020

Campen für Rentner

Ans Vorzelt kommen Geranien dran (Die Online-Omi 14)
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Von den Renate-Bergmann-Büchern habe ich schon viel gehört und nun, da es ums Campen geht, war spätestens mein Interesse geweckt. Der Schreibstil entspricht der gesprochenen Sprache und die Gedankensprünge ...

Von den Renate-Bergmann-Büchern habe ich schon viel gehört und nun, da es ums Campen geht, war spätestens mein Interesse geweckt. Der Schreibstil entspricht der gesprochenen Sprache und die Gedankensprünge sind manchmal schon recht gewagt und so kommt Renate Bergmann oft vom Thema ab, findet irgendwann aber doch wieder zu ihrem Ursprungsthema zurück, nur um erneut abzubiegen. Die Schreibweise der vorrangig englischen Begriffe ist schon recht abenteuerlich, aber wenn man sie unter lautsprachlichen Aspekten eines deutschen Muttersprachlers liest, dann versteht man, was gemeint ist. Mit 82 Jahren geht es zum ersten Mal auf den Campingplatz und da muss natürlich gut geplant werden, was alles mitkommt - 3 Koffer und 1 Reisetasche müssen es schon sein. Und auch so ein Wohnmobil muss natürlich täglich geputzt werden - was natürlich reine Frauensache Sache ist. Gemeinsam mit dem befreundeten Ehepaar Ilse und Kurt geht sie das Abenteuer an. Platzwart Habicht kennt Ilse von früher - sie war nämlich mal seine Lehrerin. Allerdings kann das nicht stimmen, denn dann wäre Ilse schon als Teenagerin in dem Beruf gewesen, da ist die Rechnung nicht ganz aufgegangen. Trotzdem amüsant. Einige Witze und Abschnitte waren schon ziemlich "platt", aber insgesamt konnte mich das Buch schon unterhalten. Torsten Rohde hat mit den Romanen definitiv den Zeitgeist getroffen.

Veröffentlicht am 27.06.2020

Schade

Truly
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Ich gebe es ja zu, an dieses Buch habe ich hohe Erwartungen gestellt, denn ich habe schon einige Bücher von Ava Reed gelesen und fand sie jedes Mal sehr berührend und schön. Doch hier fehlte mir definitiv ...

Ich gebe es ja zu, an dieses Buch habe ich hohe Erwartungen gestellt, denn ich habe schon einige Bücher von Ava Reed gelesen und fand sie jedes Mal sehr berührend und schön. Doch hier fehlte mir definitiv dieses Besondere. Die Geschichte war mir zu platt, zu emotionslos und vor allem zu vorhersehbar und gefiel mir überhaupt nicht gut. Wie schade. Denn ich weiß, die Autorin kann es einfach besser. Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen und gerade die Dialoge waren zu nichts sagend. Andie und Cooper hätten auch besser ausgearbeitet werden können. Wie schade, aber ich werde den weiteren beiden Teilen dennoch eine Chance geben, vielleicht gefallen mir dort die Protagonisten besser.

Veröffentlicht am 27.06.2020

Kampf um Orïsha

Children of Virtue and Vengeance
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Teil 2 der Reihe. Ich brauchte ehrlich gesagt erst ein wenig, um mich wieder an die Geschichte zu erinnern, aber zum Glück gab es immer wieder dezente "Anstöße" und so erinnerte ich mich doch wieder gut. ...

Teil 2 der Reihe. Ich brauchte ehrlich gesagt erst ein wenig, um mich wieder an die Geschichte zu erinnern, aber zum Glück gab es immer wieder dezente "Anstöße" und so erinnerte ich mich doch wieder gut. Dieser Band schließt an Band 1 an. Die Magie ist nach Orisha zurück gekommen, allerdings zu einem hohen Preis. Zélie - und auch Tzain - haben ihren Vater verloren; diesen Blutpreis musste sie zahlen. Sie ist am Boden zerstört. Doch dann schaut sie doch nach vorne und gemeinsam mit Amari und Unterstützern ziehen sie nach Lagos, damit Amari Königin wird. Doch das misslingt - und zwar nicht, weil Amari nicht zu überzeugen vermag, sondern weil ihre Mutter, die Königin, mitnichten tot ist - und auch ihr Bruder Inan lebt noch. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Zélie, Amari und Inan. Es geht viel um die Majier, es gibt viele erbitterte Kämpfe, im letzten Drittel muss man die Sicht auf die Vergangenheit revidieren aufgrund einer ungeheuerlichen Aussage. In diesem Band geht es aber auch mehr um die einzelnen Ausprägungen und Clans, um die Ältesten und ganz oft um Recht und Unrecht - und dass dies eben nicht immer so einfach in schwarz oder weiß zu unterteilen ist. Wenn man das Buch kritisch liest, stecken zwischen den Zeilen sehr viele wichtige Aussagen. Die Autorin hat meiner Meinung nach eine ganz besondere Reihe geschaffen und hat seit dem ersten Band dazu gelernt, da mir der Schreibstil hier besser gefiel. Und das Buch endet mit einer unerwarteten Wendung und lässt den Leser auf baldige Fortsetzung hoffen.

Veröffentlicht am 25.06.2020

Leander Lost

Schwarzer August
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Dies ist nun schon der vierte Band um den deutschen Kommissar Leander Lost, den es nach Fuseta, an die Algarve in Portugal verschlagen hat. Für mich war es der erste Band der Reihe, aber ich denke, ich ...

Dies ist nun schon der vierte Band um den deutschen Kommissar Leander Lost, den es nach Fuseta, an die Algarve in Portugal verschlagen hat. Für mich war es der erste Band der Reihe, aber ich denke, ich werde bald die Reihe "von vorne" beginnen, um das Beziehungsgeflecht besser zu verstehen. Denn das scheint in diesem Buch immens wichtig zu sein, manches Mal rückte es mir auch zu sehr in den Vordergrund, was aber vielleicht auch daran liegt, dass es sich für mich nicht um ein Wiedersehen von "Bekannten" handelte. Ein Kommissar mit Asperger Syndrom, das kannte ich bisher nur aus der Filmserie "Die Brücke", quasi am anderen Ende von Europa. Es geht explosiv zu, Bomben gehen hoch, doch erstaunlich unblutig. Wer steckt dahinter? Und vor allem welches Motiv? Ein Schuss Gesellschaftskritik wurde auch beigemischt.