Profilbild von Gavroche

Gavroche

Lesejury Star
offline

Gavroche ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Gavroche über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2019

Mariko

Das Herz aus Eis und Liebe
0

Das Buch beginnt nur kurze Zeit später dort, wo der erste Band endete. Meiner Meinung nach waren die kleinen Erinnerungshilfen wohl dosiert und so war ich schnell wieder in der Geschichte, die dieses Mal ...

Das Buch beginnt nur kurze Zeit später dort, wo der erste Band endete. Meiner Meinung nach waren die kleinen Erinnerungshilfen wohl dosiert und so war ich schnell wieder in der Geschichte, die dieses Mal vorrangig am Kaiserhof spielt. Die beiden Söhne des verstorbenen Kaisers, Roku und Raiden, lernt man hier besser kennen. Roku ist ein grausamer Herrscher und quält den gefangen genommenen Okami, wo er kann. Raiden ist der Verlobte von Mariko, die alles unternimmt, um Okami zu retten.
Einblicke in die Intrigen des Kaiserhofs stehen im Vordergrund, aber auch der Schwarze Clan mit Tsuneoki und auch Yumi sind immer wieder im Mittelpunkt. Leider kam gerade Yumi leider viel zu kurz und auch andere Aspekte wurden angerissen und dann nicht weiter verfolgt. So ist das Ende des Buches zwar eines, das viel beantwortet, allerdings hätte ich bei einigen der Charaktere gerne gewusst, wie es ihnen weiter ergangen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Spannung
Veröffentlicht am 08.07.2019

Beeindruckend

Hannah und ihre Brüder
0

Ich habe schon so einige Romane gelesen, die in der Zeit des Nationalsozialismus spielten und kenne mich auch in dieser historischen Epoche der deutschen Geschichte einigermaßen aus. Aber dieses Buch konnte ...

Ich habe schon so einige Romane gelesen, die in der Zeit des Nationalsozialismus spielten und kenne mich auch in dieser historischen Epoche der deutschen Geschichte einigermaßen aus. Aber dieses Buch konnte mich dennoch fesseln und etwas ganz Neues bieten. Die Autorin verknüpft hier geschickt Vergangenheit und Gegenwart und mehr als eine Person durchläuft eine Wandlung ihrer Persönlichkeit und erschwert es dem Leser so, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen, weil man einfach wissen möchte, wie es weitergeht und wie sich alles auflösen wird. Gut ausgearbeitete Charaktere, eine spannende Geschichte, geschickt eingebunden in einen gut recherchierten historischen Kontext, der jedoch nicht zu sehr im Vordergrund steht, sondern immer in die Geschichte des Buches eingebunden ist und somit die Lektüre an keiner Stelle einem Sachbuch nahekommt, das nur trockene Fakten aufweist.

Veröffentlicht am 02.07.2019

Doppelband

Die schwarzen Wasser von Venedig
0

In diesem Doppelband sind zwei Fälle von Commissario Gorin enthalten, der in Venedig ermittelt. Zielgruppe sind Jungen und Mädchen ab 13 Jahren, aber auch erwachsene Leser können sich durchaus angesprochen ...

In diesem Doppelband sind zwei Fälle von Commissario Gorin enthalten, der in Venedig ermittelt. Zielgruppe sind Jungen und Mädchen ab 13 Jahren, aber auch erwachsene Leser können sich durchaus angesprochen fühlen von den Ermittlungen, die vielleicht für manche 13jährige zu komplex erscheinen können. Der Schreibstil der Autorin war anfangs etwas ungewohnt und ich musste mich erst einlesen. Die Auflösung der beiden Fälle war durchaus originell und nachvollziehbar. Der erste Fall führt den Commissario nach New Mexico, jedoch die meisten Beschreibungen handeln von Venedig und ließen vor meinem inneren Auge diese Stadt erstehen. Hier werden auch durchaus negative Seiten der Stadt erwähnt und nichts wird glorifiziert. Allerdings wäre - vor allem angesichts der Zielgruppe - eine Übersetzung der italienischen Ausdrücke eine sinnvolle Ergänzung gewesen. Auch der Commissario mit seinen Problemen und seiner Geschichte ist vielleicht nicht für jeden aus der Zielgruppe interessant.

Veröffentlicht am 02.07.2019

Beeindruckend

Der Wald
0

Ich war sehr gespannt auf das neue Werk von Nell Leyshon, da mit "Die Farbe von Milch" sehr gefallen hat. So hat mich auch dieses Mal wieder der virtuose Umgang mit dem Medium Sprache überzeugen können, ...

Ich war sehr gespannt auf das neue Werk von Nell Leyshon, da mit "Die Farbe von Milch" sehr gefallen hat. So hat mich auch dieses Mal wieder der virtuose Umgang mit dem Medium Sprache überzeugen können, allein schon deshalb ein wahrer Lesegenuss. Doch auch die Geschichte hat mich berührt und von sich überzeugen lassen.
Dieses Mal steht Pawel im Mittelpunkt der Geschichte, die - auf der ersten Zeitebene - zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Warschau spielt. Der Vater engagiert sich im Widerstand und es kommt zu einer folgenschweren Entwicklung, als dieser einen schwer verwundeten britischen Soldaten mitbringt. Die zweite Zeitebene spielt viele Jahre später, Pawel ist erwachsen und Künstler geworden. Die damaligen Ereignisse haben ihn und seine Mutter stark geprägt. Sie mussten damals in den Wald fliehen und haben dort einige Monate gelebt - daher der Titel.
Ein eindringliches Buch, geschrieben in einer wunderbaren Sprache.

Veröffentlicht am 28.06.2019

Huldar und Freyja

R.I.P.
0

Yrsa Sigurðardóttir gehört für mich zu den Autorinnen, die es immer wieder schaffen, Spannung auf höchstem Niveau zu erschaffen und ihr Stil hat einfach etwas typisch "isländisches". Auch in diesem bereits ...

Yrsa Sigurðardóttir gehört für mich zu den Autorinnen, die es immer wieder schaffen, Spannung auf höchstem Niveau zu erschaffen und ihr Stil hat einfach etwas typisch "isländisches". Auch in diesem bereits dritten Fall für Kommissar Huldar und Psychologin Freyja geht es wieder um ein topaktuelles Thema. Gleich zu Beginn wird der Leser "Zeuge" des äußerst brutalen Mordes an der jungen Stella, die von ihrer Arbeit in einem Kino entführt und dann ermordet wird. Auf den Überwachungsbändern ist nur eine maskierte Gestalt zu erkennen. Bereits kurze Zeit später kommt es zur Entführung eines weiteren Jugendlichen. Wie mögen diese beiden Fälle wohl zusammen hängen? Das ganze Ausmaß der Zusammenhänge erschließt sich erst ganz am Ende und konnte mich überzeugen.