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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2018

Sehr berührend

Jeder von uns ist ein Rätsel
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Alvie ist 17 Jahre alt, wohnt alleine, arbeitet im Zoo und versteht Tiere besser als Menschen.
Auch Stanley ist anders, ein Außenseiter. Und durch einen Zufall lernen sich die beiden kennen.
Als sie sich ...

Alvie ist 17 Jahre alt, wohnt alleine, arbeitet im Zoo und versteht Tiere besser als Menschen.
Auch Stanley ist anders, ein Außenseiter. Und durch einen Zufall lernen sich die beiden kennen.
Als sie sich persönlich treffen, schockiert sie Stanley mit ihrer direkten Art, mit ihm Sex haben zu wollen. Doch für Alvie ist das nur so eine Sache, die sie erfahren möchte, obwohl sie es gar nicht mag, wenn andere Menschen sie berühren. Denn sie ist Autistin, hat das Asperger Syndrom.
Erzählt wird diese anrührende Geschichte aus Alvies Sicht und wirbt so auf unaufdringliche Weise für die Einzigartigkeit der Menschen, für ein anderes Weltbild und für mehr Menschlichkeit. Es ist eine Geschichte, die nachdenklich stimmt, aber auch zum Lächeln bringt, die Geschichte einer Freundschaft und vorsichtigen Annäherung.
Eine Geschichte, die nicht mit dem erhobenen Zeigefinger erzählt wird, die den Leser immer wieder mit Alvies offener, direkter Art konfrontiert und die mich zu meinem Bücherregal zu "Watership Down" geführt hat.

Veröffentlicht am 27.12.2018

Wo ist Professor Hardaker?

Die Sternen-Saga 1. Taurus
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Nathalie Hardaker ist 13 Jahre alt und führt kein alltägliches Leben, denn ihr Großvater ist ein berühmter Astro-Archäologe, der nicht nur viele Ausgrabungen geleitet hat, sondern auch von den Menschen ...

Nathalie Hardaker ist 13 Jahre alt und führt kein alltägliches Leben, denn ihr Großvater ist ein berühmter Astro-Archäologe, der nicht nur viele Ausgrabungen geleitet hat, sondern auch von den Menschen erkannt wird, weil er oft in Talkshows auftritt. Nathalie ist mit ihm schon durch die ganze Welt gereist und für ihr Alter ist sie oft sehr altklug. Nach einem Vortrag in London wird der Professor von einigen Leuten entführt. Ob er etwas geahnt hat? Denn entgegen seinen Gewohnheiten war ihr Großvater vor diesem Vortrag sehr nervös und wollte ihr auch nicht verraten, worum es geht. Nämlich um das Orakulum, von dem Natalie vorher noch nie etwas gehört hat, aber ihr Großvater beschäftigt sich schon so lange damit. Sehr mysteriös. Und dann findet Natalie auch noch ein jahrhundertealtes Tagebuch, in dem der Name ihres Großvaters steht. Gemeinsam mit Giles, den sie eigentlich nicht mag, macht sie sich auf die Suche.
Gut gefallen haben mir die Kapitelanfänge mit den Sternbildern und Zitaten. Ich habe etwas gebraucht, um mit dem Schreibstil und der Geschichte warm zu werden. Die empfohlene Altersangabe ist meiner Meinung nach zu niedrig angesetzt.

Veröffentlicht am 27.12.2018

Spannender Fall

Kälter als die Angst
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Carla Delbrück wird am Totensonntag ermordet, umgeben von Grablichtern. Hat dieser Mord etwas mit einem lange zurück liegenden Mord zu tun? Und was ist mit den Drohbriefen, die die Bewohner des Hauses ...

Carla Delbrück wird am Totensonntag ermordet, umgeben von Grablichtern. Hat dieser Mord etwas mit einem lange zurück liegenden Mord zu tun? Und was ist mit den Drohbriefen, die die Bewohner des Hauses erhalten, in dem dieser Mord verübt wurde? Genau in dieses Haus ist Katrin gezogen, die die Leser der Reihe noch aus dem ersten Band, „Schattenfreundin“, kennen. Katrin wendet sich an Charlotte, die sich im Innendienst langweilt und endlich wieder ermitteln möchte.
Christine Drews ist wieder einmal ein spannender Münster-Thriller gelungen, der mit einer überraschenden Auflösung des Falles aufwartet, mit der ich so nicht gerechnet hätte, im Rückblick aber überzeugend ist. Auf die vorhergehenden Bänden wird immer mal wieder verwiesen, was den Kenner der Reihe erfreut, jedoch ist dieser Band auch gut unabhängig von den anderen Büchern zu lesen.
Der Leser erfährt natürlich auch etwas über das Privatleben, aber die Ermittlungen stehen immer im Vordergrund. Durch die wechselnden Perspektiven und die Auszüge aus einem "Sachbuch" (ohne Spoiler kann nicht weiter darauf eingegangen werden) sowie der Bezug zu dem lange zurück liegenden Mordfall wird die Spannung auf hohem Niveau gehalten. Auch der lokale Bezug zu Münster hat mir sehr gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 18.12.2018

Karen

A Stranger in the House
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Nachdem Karen überstürzt das Haus verlassen hat, hat sie einen Autounfall. Ihr Ehemann Tom weiß nicht, was passiert ist, warum hat seine Frau so plötzlich das Haus verlassen und hat die Tür nicht verschlossen ...

Nachdem Karen überstürzt das Haus verlassen hat, hat sie einen Autounfall. Ihr Ehemann Tom weiß nicht, was passiert ist, warum hat seine Frau so plötzlich das Haus verlassen und hat die Tür nicht verschlossen und das Essen steht auch noch halbfertig da. Und dann ermittelt die Polizei, weil sie Karen mit einem Mordfall in Verbindung bringt. Doch diese leidet an Amnesie. Oder doch nicht?
Wechselnde Perspektiven bieten dem Leser einen tiefergehenden Einblick in die Geschehnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Was ist wirklich geschehen? Was für ein Mensch ist Karen?
Kein neues Thema, aber recht spannend geschrieben, wenn jedoch auch mit einigen Schwächen, auf die ich ohne Spoiler nicht eingehen möchte.

Veröffentlicht am 18.12.2018

Harte Kost

Du wolltest es doch
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Emma ist hübsch, steht gerne im Mittelpunkt und - wie man so sagt - "kein Kind von Traurigkeit". Doch dann passiert etwas auf der Party von Sean. Emma weiß zwar noch, dass sie sich mit Paul ins Schlafzimmer ...

Emma ist hübsch, steht gerne im Mittelpunkt und - wie man so sagt - "kein Kind von Traurigkeit". Doch dann passiert etwas auf der Party von Sean. Emma weiß zwar noch, dass sie sich mit Paul ins Schlafzimmer verzogen hat und auch, dass sie ein paar Pillen genommen hat, doch mehr nicht. Umso schockierter ist sie, als bald in den sozialen Medien Fotos von ihr auftauchen und Emma vorgeworfen wird, dass sie es doch wollte und dass es ihre Schuld sei, dass sie vergewaltigt wurde.
Schockierend, bis ins Detail gehend, wie es danach Emma und ihrer Familie ergeht. Emma mag kein Sympathieträger sein, doch so etwas hat einfach niemand verdient. Ein hochaktuelles Thema, das hier schonungslos offen behandelt wird.
Was mir nicht so gefiel war der Schreibstil, zu chaotisch und sprunghaft. Aber definitiv ein Buch, das zum Nachdenken anregt und unter die Haut geht.