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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2024

Sunshine Falls

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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Nora Stephens ist durch und durch eine New Yorkerin und Karrierefrau. Sie arbeitet erfolgreich als Literaturagentin und kann sich ein Leben abseits dieser Metropole nicht vorstellen. Selbst mit einem Urlaub ...

Nora Stephens ist durch und durch eine New Yorkerin und Karrierefrau. Sie arbeitet erfolgreich als Literaturagentin und kann sich ein Leben abseits dieser Metropole nicht vorstellen. Selbst mit einem Urlaub an einem anderen Ort hat sie Probleme. Aber da gibt es ihre Schwester Libby. Seit dem frühen Tod ihrer Mutter kümmert Nora sich um ihre jüngere Schwester, die verheiratet ist, zwei Kinder hat und erneut schwanger ist. Libby ist romantisch veranlagt, Nora eher die knallharte Realistin. Aber Libby zu Libby verbringt die beiden einen Urlaub in Sunshine Falls, dem Ort, an dem Libbys Lieblingsbuch spielt. Auch wenn es dort natürlich ganz anders aussieht.
Das Buch betont zu Anfang immer wieder, dass dies keine klischeehafte Geschichte wird, gerät aber dann doch in die Fänge der Klischees.
Natürlich begegnen sich Nora und Charlie Lastra in Sunshine Falls wieder und für mich war Charlie nun wirklich sehr klischeebehaftet.
Aber insgesamt war es doch eine nette Geschichte mit vielen Anspielungen auf Romane und das Setting in der Buchwelt hat mir auch gefallen. Allerdings fehlte mir das gewisse Etwas, so dass ich die Bewertung eher Mittelmaß ansetze.

Veröffentlicht am 06.02.2024

Enneleyns Geschichte

Die Bastardtochter
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Auch der letzte Teil der Kreuz-Trilogie hat mir gut gefallen. Brigitte Carlsen hat mit ihrer tollen Vorlesestimme das Hörbuch abwechslungsreich und variantenreich vorgelesen und ich habe ihr sehr gerne ...

Auch der letzte Teil der Kreuz-Trilogie hat mir gut gefallen. Brigitte Carlsen hat mit ihrer tollen Vorlesestimme das Hörbuch abwechslungsreich und variantenreich vorgelesen und ich habe ihr sehr gerne zugehört.
Nach der Geschichte von Elisabeth und Lucia geht es hier im letzten Band der Kreuz-Trilogie um die Geschichte von Enneleyn, der unehelichen Tochter von Johann von Manten, die zuvor nur am Rande aufgetaucht ist. Es sind einige Jahre vergangen und Elisabeth und Lucia haben mittlerweile ihre jeweiligen Familien vergrößert. Anton, Lucias Bruder, wird nach neun Jahren in Mailand nun auch nach Koblenz zurück kehren. Mit ihm reist der 9jährige Palmiro, ein gewitzter Mailänder Gassenjunge.
Enneleyn ist bisher noch nicht verheiratet, aber mit ihrem neuen Verehrer Guntram von Eggern ist nun auch Johann einverstanden und die Hochzeit wird bald gefeiert. Doch es gibt kein Happy End für Enneleyn, denn - einmal verheiratet - zeigt sich Guntram von einer ganz anderen Seite. Außerdem hat er so manch einen perfiden Plan in petto.
Dieses Buch lässt sich gewiss auch ohne Kenntnis der anderen beiden Bände lesen, aber gerade wenn es um Familienstammbäume und vor allem um die Geschichte des Kreuzes geht, empfiehlt es sich, die anderen beiden Bücher vorher zu lesen.
Mir hat die Geschichte wird gut gefallen. Petra Schier hat einen angenehmen Erzählstil und ihre Geschichten sind immer gut recherchiert und in den historischen Kontext eingebunden. Vor allem die Alltagsgeschichte bringt sie uns immer näher, ohne dass dies jedoch zu Lasten der Romanhandlung geht.

Veröffentlicht am 30.01.2024

Gelungener Start in eine neue Welt

Die Sonnenfeuer-Ballade 1: A Song to Raise a Storm
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Ich habe die Hörbuch-Version des Buches gehört und Dagmar Bittner gefällt mir mal wieder richtig gut als Sprecherin.
Eine komplexe Welt, die man erst so nach und nach versteht - und ich bin mir sicher, ...

Ich habe die Hörbuch-Version des Buches gehört und Dagmar Bittner gefällt mir mal wieder richtig gut als Sprecherin.
Eine komplexe Welt, die man erst so nach und nach versteht - und ich bin mir sicher, dass es in der Fortsetzung noch so einiges geben wird, was erklärt wird und sich dann doch anders darstellen wird.
Sintha ist eine tolle, rebellische Protagonistin, die sich immer wieder in Gefahr bringt, kein Blatt vor den Mund nimmt, auch wenn das Gefahr bedeutet. Sintha ist eine Halb-Qidhe und ihre Fähigkeiten sowie Besonderheiten zeigen sich erst nach und nach; zum Teil weiß sie nämlich selbst nicht, wozu sie alles fähig ist.
Arezander, der männliche Gegenpart, nun ja, ein wenig klischeehaft, aber dann hat er mich doch immer wieder überraschen können.
Mein Lieblingscharakter war allerdings das kleine Irrlicht. Hier hatte ich ständig ein Grinsen im Gesicht.
Ein Geschichte über eine harte Welt, ein Krimi, ein großer Schneesturm und alle sind eingeschlossen in einem Gasthaus, ein liebeskranker Barde,...
Eine Geschichte mit viel Witz, tollen Wortgefechten und definitiv keine 08/15 Charakter.
Das Ende macht mich sehr neugierig auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 30.01.2024

Im Hochsicherheitsgefängnis

The Institution
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Schon die ersten Seiten sind sehr verstörend. Die Protagonistin, Profilerin Connie Woolwine, spricht mit der ermordeten Tara. Ganz langsam wird dann das grausame Verbrechen enthüllt. Denn Tara war schwanger ...

Schon die ersten Seiten sind sehr verstörend. Die Protagonistin, Profilerin Connie Woolwine, spricht mit der ermordeten Tara. Ganz langsam wird dann das grausame Verbrechen enthüllt. Denn Tara war schwanger und ihr wurde das Baby aus dem Körper geschnitten. Aber wo ist Aurora und wer tut so etwas? Vor allem im Hochsicherheitsgefängnis in der sichersten Abteilung. Hier kommen nur ganz wenige Personen in Frage; entweder einer der fünf Insassen oder war es jemand vom Personal? Es beginnt ein Wettlauf um die Zeit der kleinen Aurora.
Sehr beklemmend wird das Gefängnis beschrieben, einsam gelegen an einem dunklen See, am Ende einer Passstraße. Ein düsteres Gemäuer mit drei Türmen.
Und hier hat jeder etwas zu verbergen. Connie kann nicht offen ermitteln, sie erhält eine Tarnidentität, genau wie ihr Kollege.
Der Spannungsaufbau und der -bogen haben mir gut gefallen. Alles ist unglaublich düster und meine Theorien wurden immer wieder neu aufgestellt. Lediglich bei einer Person war ich sofort misstrauisch.
Ein äußerst grausames Verbrechen, die Geschichten der Insassen eine schlimmer als die andere - wahrlich nichts für Zartbesaitete. Hoher Gruselfaktor und Spannung bis zum Schluss. Lediglich die letzten Seiten waren für mich nicht mehr so wichtig. Allerdings wird ganz am Ende ein neuer Fall angedeutet, der mein Interesse wecken konnte.

Veröffentlicht am 28.01.2024

Getrennte Ermittlungen

Inspektor Takeda und der schöne Schein
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Ich liebe diese Reihe mit Kenjiro/Ken Takeda und Claudia Harms. Auch in der Beziehung der beiden zueinander, ob nun Freundschaft oder doch mehr, kommt keine Langeweile auf.
Dieses Mal ermitteln beide erst ...

Ich liebe diese Reihe mit Kenjiro/Ken Takeda und Claudia Harms. Auch in der Beziehung der beiden zueinander, ob nun Freundschaft oder doch mehr, kommt keine Langeweile auf.
Dieses Mal ermitteln beide erst einmal getrennt voneinander.
Ken Takeda ist von Ernestine von Remsau zu einem Wochenende auf ihr Gut eingeladen. Die Gräfin ist eine Kunstkennerin und Mäzenin. Takeda soll im Laufe des Wochenendes eine traditionelle japanische Teezeremonie abhalten und auch die anderen Eingeladenen haben eine Aufgabe erhalten. Eine erlesene Gesellschaft, ein nobles Anwesen, allerdings ohne Bedienstete. Diese Perspektive erinnert an einen klassischen Whodunnit, denn durch einen Sturm und Stromausfall und weitere Hürden sind die Personen von der Außenwelt abgeschlossen und unter ihnen befindet sich ein Mörder. Ein Motiv hat eigentlich jede/r.
Claudia freut sich auf ein freies Wochenende, um sich endlich gemütlich einzurichten in Kens eher karger Wohnung, in die sie eingezogen ist, als WG-Mitbewohnerin, nicht als seine Partnerin. Aber daraus wird nichts, denn bei strömendem Regen wird sie zu einem Leichenfund in den Park gerufen. Die Identität des Opfers ist recht schnell geklärt, aber wer war er wirklich?

Mir hat dieser Fall wieder richtig gut gefallen und am Ende gibt es eine logische Zusammenführung und Auflösung, auf die ich so nicht gekommen wäre.
Auch die private Geschichte fand ich gut; sie hat auch nicht zu viel Raum eingenommen. Das Ende macht hier allerdings sehr neugierig auf die Fortsetzung.
Ich mag die unterschiedliche Sichtweise von Ken und Claudia sehr und über die Definition des Whiskeys musste ich herzhaft lachen, denn für Ken gibt es einen torfigen Geschmack, für Claudia hingegen nur eine Kompost-Note.