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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2023

Eien patente Frau

Die Radfahrerin
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Susanna Leonard konnte mich schon mit ihrer Romanbiografie über Jane Fossey begeistern. Da ich außerdem selbst eine begeisterte Radfahrerin bin, war ich natürlich besonders gespannt auf diesen Roman über ...

Susanna Leonard konnte mich schon mit ihrer Romanbiografie über Jane Fossey begeistern. Da ich außerdem selbst eine begeisterte Radfahrerin bin, war ich natürlich besonders gespannt auf diesen Roman über die erste Frau, die mit - und nicht auf - einem Fahrrad um die Welt gefahren ist.

Es gibt nicht viele Berichte und Quellen über Anna Kopchovsky, aber die Autorin hat die Lücken gut gefüllt und man erfährt einige Details in dem interessanten Nachwort.

Annie wird hier als fantasievolle junge Frau dargestellt, die schon früh Ehefrau und Mutter geworden ist. Ihr Mann ist ein Träumer, der zu viel Zeit in der Synagoge verbringt.

Der Roman lässt sich viel Zeit mit der Vorbereitung der Reise und man erfähr viel über Fahrräder und das Alltagsleben. Die abenteuerliche Reise hat mir sehr gut gefallen. Besonders das Treffen mit Nelly Bly mochte ich, da ich vor einiger Zeit eine Biografie über sie gelesen habe.

Ein gelungenes Plädoyer für das Radfahren, für starke Frauen und gewagte Unternehmungen.

Ich bin schon gespannt, womit Susanne Leonard uns als Nächstes überraschen wird.

Veröffentlicht am 17.04.2023

Faszinierend und geheimnisvoll

Das Haus an der Herengracht
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Wie schon bei "Die Magie der kleinen Dinge" ist auch hier das Cover wieder ein toller Hingucker. Dieser Roman spielt 18 Jahre nach dem Ende des ersten Romans, ist allerdings bestimmt auch ohne Vorkenntnisse ...

Wie schon bei "Die Magie der kleinen Dinge" ist auch hier das Cover wieder ein toller Hingucker. Dieser Roman spielt 18 Jahre nach dem Ende des ersten Romans, ist allerdings bestimmt auch ohne Vorkenntnisse zu verstehen, allerdings empfehle ich dennoch, den Vorgänger am besten zu hören, denn in beiden Fällen macht Jana Marie Backhaus-Tors wirklich einen tollen Job.
Thea, die Tochter von Otto von Maren, wird 18 Jahre alt und es ist an der Zeit, dass sie verheiratet wird, denn nach dem Tod von Maren und Johannes kurz nach der Geburt von Thea, sind die finanziellen Verhältnisse immer schlechter geworden. Das Haus gehört Otto, aber an einen Verkauf ist nicht zu denken, auch als dieser die Arbeit bei der ostindischen Kompanie verliert, wo er eh nur eine weit unter seinen Fähigkeiten liegende Tätigkeit ausüben durfte. Bald sind keine Gemälde mehr da, die noch veräußert werden können. Doch Thea ist jung und hat ganz andere Ideen im Kopf. Sie ist begeistert vom Theater und vor allem vom Kulissenmaler Walter. Der ist jedoch keine passende Partie.
Es kommen also wieder reichlich Probleme auf und dann tauchen auch noch wieder Miniaturen auf; dieses Mal für Thea. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Thea, aber auch von Nella, der Protagonistin des ersten Buches. Die Geschichte übt eine ganz besondere Faszination aus und hebt sich eindeutig von anderen Büchern ab. Gerne mehr davon.

Veröffentlicht am 17.04.2023

Zusatzband

Keeper of the Lost Cities – Entschlüsselt (Band 8,5) (Keeper of the Lost Cities)
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Auch hier ist das Cover wieder so wunderbar gestaltet, vor allem die Farbgebung gefällt mir dieses Mal besonders gut. Nun ja, Zusatzband trifft es vielleicht nicht so gut, denn die Geschichte geht auch ...

Auch hier ist das Cover wieder so wunderbar gestaltet, vor allem die Farbgebung gefällt mir dieses Mal besonders gut. Nun ja, Zusatzband trifft es vielleicht nicht so gut, denn die Geschichte geht auch weiter, allerdings gibt es dieses Mal jede Menge tolles Zusatzmaterial zu Sophies Geschichte. Besonders die Karte der Verlorenen Städte und die vielen zusätzlichen Informationen haben mir hier gut gefallen. Und so wird auch geschickt die Wartezeit bis zum nächsten "vollen" Band gut überbrückt. Ungefähr Zweidrittel des Buches beinhaltet Informationen aus der Elfenwelt, die für aufmerksame Leser*innen der Reihe leider nicht viel Neues bieten. Dafür sind die Illustrationen aber einfach schön. Und dann geht die Geschichte auf den letzten dreihundert Seiten weiter. Dieses Mal wird sie jedoch nicht nur aus der Sicht von Sophie, sondern aus der von Keefe erzählt - das gefiel mir richtig gut und schade, dass es in den "normalen" Bänden nicht auch schon so war. Und nun heißt es also wieder Warten.

Veröffentlicht am 17.04.2023

Mittelmaß

Stigma (Milosevic und Frey ermitteln 1)
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Das düstere und verstörende Cover weist sofort auf das Genre hin und der Klappentext hat mich hier sofort neugierig auf das Buch gemacht. Ich kenne das Autorinnenduo noch nicht und habe auch keines der ...

Das düstere und verstörende Cover weist sofort auf das Genre hin und der Klappentext hat mich hier sofort neugierig auf das Buch gemacht. Ich kenne das Autorinnenduo noch nicht und habe auch keines der Bücher gelesen, die sie alleine verfasst haben.
Ein Mann wird ermordet im Park gefunden, vermutlich war er auf einer Joggingrunde. Neben ihm findet sich seine abgeschnittene Zunge. Aber das ist noch nicht alles, denn der Mann wurde mit einem Kabelbinder erwürgt und ihm wurde zusätzlich noch eine Mülltüte über den Kopf gestülpt. Eine Woche später wird eine weitere Leiche aufgefunden, dieses Mal ist ein anderes Körperteil amputiert worden.
Die Ermittler Milo - Jagoda Milosevic - und ihr Partner Vincent Frey suchen nach den Verbindungen. Gleichzeitig fühlt Milo sich verfolgt und wird auf unterschiedliche Arten "belästigt".
Eine interessante Idee, aber irgendwie wollte bei mir nicht so recht der Funke überspringen, das kann ich noch nicht mal so genau erklären. Vielleicht habe ich auch einfach schon zu viele Thriller gelesen oder es war der falsche Moment. Nicht schlecht, aber auch nicht super spannend.

Veröffentlicht am 17.04.2023

Gutes Mittelmaß

Windstärke Tod (WaPo Cuxhaven 1)
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Ein liebevoll gestaltetes Cover mit so vielen kleinen Details und da kommt sofort Nordseelust auf. Also auf geht es nach Cuxhafen, wo die Protagonistin Agathe Christensen - ihr Vater ist ein großer Agatha ...

Ein liebevoll gestaltetes Cover mit so vielen kleinen Details und da kommt sofort Nordseelust auf. Also auf geht es nach Cuxhafen, wo die Protagonistin Agathe Christensen - ihr Vater ist ein großer Agatha Christie-Fan und daher hat sie auch ihren Namen - bei der Wasserschutzpolizie arbeitet. Vorher hat sie in Hamburg bei der Kriminalpolizei gearbeitet und die doch etwas langweilige Routine bei der Wasserschutzpolizei, die immer dann, wenn es etwas zu ermitteln gibt oder man "tiefer bohren" muss, an andere Zuständigkeiten übergeben muss, gefällt ihr nicht so recht. Und dann entdeckt sie bei einer Ausfahrt mit ihrem Boot auch noch eine Leiche im Wasser. Natürlich kann sie die Ermittlungen nicht lassen und gerät dabei immer wieder mit ihrem Chef in Streit und auch der ermittelnde, junge Kommissar Victor ist von ihrer Einmischung gar nicht angetan.
Viel Lokalpolitik, ein toter Mediator und bald folgt eine zweite Leiche. Doch wer hat die beiden Männer getötet? Eine gute Zutatenmischung, allerdings war mir der Spannungsbogen insgesamt doch oftmals etwas zu flach. Gutes Mittelmaß und hoffentlich steigerungsfähig in dem am Ende angekündigten nächsten Band.