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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2023

Spannung auf Rügen

Inselmord
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Das Team von Kommissarin Romy Beccare bekommt es hier mit einem rätselhaften Fall zu tun, der seine Wurzeln in der Vergangenheit hat.
Svenja Bellheim, Mitte 20, wurde vor ihrer Ermordung noch misshandelt. ...

Das Team von Kommissarin Romy Beccare bekommt es hier mit einem rätselhaften Fall zu tun, der seine Wurzeln in der Vergangenheit hat.
Svenja Bellheim, Mitte 20, wurde vor ihrer Ermordung noch misshandelt. Ihre Leiche wurde am sogenannten Nonnenloch gefunden, das seinen Namen von der Legende herleitet, das dort früher Nonnen, die das Keuschheitsgelübde nicht eingehalten haben, hinuntergeworfen wurden.
Schnell kommt die Kommissarin darauf, dass die Tote bereits einmal auf Rügen war und dass während der Klassenfahrt eine ihrer Klassenkameradinnen eben gerade an dieser Stelle tot aufgefunden wurde. Gibt es hier eine Verbindung und wenn ja, welche?
Die Ermittlungen und die Auflösung dieser beiden Fällen waren überzeugend und spannend, nebenbei gibt es noch ein wenig Rügenflair.
Ich habe nicht alle 12 Bände der Reihe gelesen, aber das hat mich eher neugierig auf die weiteren Bände gemacht, als dass mir hier etwas gefehlt hätte.

Veröffentlicht am 28.04.2023

Düstere Atmosphäre

Gallant
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Olivia Prior hat es nicht leicht im Leben. Sie wächst in einem Waisenhaus auf, keine Verwandten und keine Perspektive. Außerdem ist sie stumm, was ihren Stand bei den anderen Mädchen noch weiter verschlechtert, ...

Olivia Prior hat es nicht leicht im Leben. Sie wächst in einem Waisenhaus auf, keine Verwandten und keine Perspektive. Außerdem ist sie stumm, was ihren Stand bei den anderen Mädchen noch weiter verschlechtert, da sie nur mit Hilfe von Schrift kommunizieren kann, aber das verweigern die anderen. Und dann ist da noch die Sache, dass Olivia Ghule sieht, Geister, die nicht ganz vollständig sind. Aber dann ändert sich ihr Leben von heute auf morgen von Grund auf. Denn ihr Onkel - sie hat einen Onkel? - hat ihr geschrieben und sie eingeladen, nach Gallant zu kommen. Allerdings besitzt Olivia noch ein Tagebuch ihrer Mutter, in dem sie davor warnt, je nach Gallant zu gehen. Aber Olivia wird einfach in ein Auto verfrachtet und nach Gallant gebracht, wo sie von den beiden Bediensteten gut aufgenommen wird, ihr Cousin hingegen würde sie am liebsten sofort wieder zurück schicken.
Was ist los auf Gallant? Welches Geheimnis verbirgt das alte Herrenhaus? Auch hier gibt es viele Ghule und Olivia möchte bleiben, denn wo soll sie auch hin? Und hier kann sie mehr über ihre Mutter erfahren.
Mir hat die düstere Atmosphäre sehr gut gefallen und die Geschichte ist etwas Besonderes, wie von Schwab gewohnt. Als Hörbuch war es sicherlich noch ein wenig "gruseliger". Die Sprecherin Jana Kozewa kenne ich bereits aus anderen Produktionen und hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 28.04.2023

Love Scamming

Nordwestschuld
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Auch der vierte Teil dieser Reihe konnte mich wieder überzeugen. Neben einem oder eigentlich mehreren spannenden Fällen geht es auch mit der privaten Hintergrundgeschichte weiter; allerdings ist diese ...

Auch der vierte Teil dieser Reihe konnte mich wieder überzeugen. Neben einem oder eigentlich mehreren spannenden Fällen geht es auch mit der privaten Hintergrundgeschichte weiter; allerdings ist diese auch für Neueinsteiger bestimmt gut verständlich, da nichts vorausgesetzt wird.
Die Besitzerin einer Buchhandlung wird von ihrer Mitarbeiterin als vermisst gemeldet und Touristen stoßen nach einem Sturm auf einen menschlichen Knochenfund. Recht bald gibt es eine Parallele zwischen den so unterschiedlichen Frauen: beide sind in den sozialen Medien auf einen sogenannten Love Scammer hereingefallen und haben viel Geld an einen Fremden überwiesen, der sie umgarnt hat und dann angeblich in Not geraten ist. Die Spur führt zu den Machenschaften der nigerianischen Mafia.
Die Autorin hat interessante Einblicke in diese fiesen Machenschaften gegeben und auch in die normale Polizeiarbeit.
Am Ende wird es dann noch einmal spannend und überraschend - so soll es sein!
Auch der souveräne Vortrag von Katja Körber hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 25.04.2023

Hörbuch-Rezension: Ein "alter" Fall

Alibi für einen König
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Frank Stieren ist mir seit vielen Jahren als ein versierter Hörbuch-Sprecher "bekannt", vor allem von historischen Romanen und auch hier hat es mir wieder große Freude bereitet seiner Stimme zu lauschen.
Das ...

Frank Stieren ist mir seit vielen Jahren als ein versierter Hörbuch-Sprecher "bekannt", vor allem von historischen Romanen und auch hier hat es mir wieder große Freude bereitet seiner Stimme zu lauschen.
Das Buch von Josephine Tey wurde erstmali 1951 veröffentlicht und ist somit in doppelter Hinsicht ein historischer Krimi.
Inspector Alan Grant hat sich das Bein gebrochen und langweilt sich im Krankenhaus, weil er nichts zu tun hat. Da es keinen aktuellen Fall gibt und er ja auch nicht arbeiten soll, kommt er dazu, sich mit dem "Fall" Richard III zu beschäftigen. Eine Annäherung über Schulbücher, dann zunehmend mehr wissenschaftliche Literatur, wobei er die Unterstützung von einem jungen Amerikaner erhält, der im British Museum als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitet.
Es ist hilfreich, wenn man sich - zumindest ein wenig - mit der Geschichte der Rosenkriege und der Biographie von Richard III auskennt.
Wird Grant es schaffen, einen neuen Blick auf die damaligen Ereignisse zu werfen? Immerhin ist es schon mehrere hundert Jahre her und unser Bild ist sehr von Shakespeares Version geprägt.
Für mich war es eine interessante Annäherung und ein Anstoß, mich mehr mit den historischen Hintergründen zu beschäftigen. Nicht ganz einfach, aber dennoch interessant.

Veröffentlicht am 25.04.2023

Ein toter Bouquiniste

Lacroix und der blinde Buchhändler von Notre-Dame
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Den Sprecher Felix von Manteuffel kenne ich bereits aus dem Vorgängerband und auch dieses Mal hat er mich mit seiner angenehmen Stimme direkt ins vorösterliche Paris geschickt.
Commissaire Lacroix ist ...

Den Sprecher Felix von Manteuffel kenne ich bereits aus dem Vorgängerband und auch dieses Mal hat er mich mit seiner angenehmen Stimme direkt ins vorösterliche Paris geschickt.
Commissaire Lacroix ist unleidlich, denn sein zweites Zuhause, Büro und ja, Lebensmittelpunkt, das Chai de l'Abbaye ist doch tatsächlich wegen Renovierung geschlossen und nun muss er sich eine Alternative suchen, was gar nicht so einfach ist.
Auf einem Spaziergang an der Seine lernt er den blinden Bouquiniste Hugo kennen, der ihm auch noch einen Maigret empfiehlt - und das, wo er diesen Spitznamen so gar nicht mag, weil er den Vergleich mit dem Buchhelden nicht mag.
Aber dann beschäftigt ihn rasch ein neuer Fall, denn ein junger Bouquiniste wurde ermordet. Was für ein Motiv steckt dahinter?
Mit den Bouquinistes hat der Autor sich einer "Institution" von Paris angenommen, denn wer kennt sie nicht, diese grünen, aufklappbaren Bücherkisten an der Seine? Leider wird auch hier immer mehr Ramsch verkauft. Neben dem interessanten Fall nimmt uns Alex Lépic wieder mit auf einen touristischen Spaziergang durch Paris und auch der kulinarische Aspekt spielt wieder eine Rolle.
Mir gefällt diese Reihe sehr gut und ich freue mich schon auf den nächsten Fall.