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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2022

Nekromanten

Emily Seymour, Band 1 - Totenbeschwörung für Anfänger
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Das Cover ist sehr detailreich und toll gestaltet und der farbige Buchschnitt bei dieser Ausgabe ist einfach ein Traum. Wunderschön nimmt er Details vom Cover auf mit einem fliehenden Ashton.
Ich brauchte ...

Das Cover ist sehr detailreich und toll gestaltet und der farbige Buchschnitt bei dieser Ausgabe ist einfach ein Traum. Wunderschön nimmt er Details vom Cover auf mit einem fliehenden Ashton.
Ich brauchte ein wenig, um im Buch "anzukommen" und auf den ersten bestimmt hundert Seiten habe ich mich gefragt, ob die Geschichte mich noch überzeugen wird. Nicht schlecht, dachte ich. Eine gute Grundidee. Eine Protagonistin, Emily, die in einer Nekromantenfamilie lebt, allerdings selbst keinerlei Magiebegabung zeigt - wie auch ihr Vater. Eine nervige Cousine, ein Überfliegerbruder, eine Hexe als Freundin. Aber dann kommt Ashton Goodwin aus der seit Jahrhunderten verfeindeten Familie zu ihnen, um einen Vertrag auszuhandeln. Da zeigt sich Emily Tollpatschigkeit immer deutlicher. Sie reisen über eine Raumfalte und durch Zwischenwelten, führen ein Ritual auf einem Friedhof durch, bei dem einiges schief geht. Alles gut, aber nun ja, irgendwie war ich immer noch nicht recht überzeugt. Tja, und dann irgendwann nimmt die Geschichte doch an Fahrt auf, entwickelt sich überraschend und endet mit einem riesigen Cliffhanger "Bämm!". Und nun möchte ich wissen, wie es weitergeht und hoffe, der nächste Band bleibt auf dem Niveau vom Ende dieses Buches.

Veröffentlicht am 03.09.2022

Angekündigte Morde

Stille blutet
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Der Start einer neuen Thriller-Reihe, mit einem blutig-rotem Cover. Die Handlung spielt in Wien. Ganz zu Beginn aus der Perspektive von Nadine Just, doch bevor man sich mit ihr näher auseinandersetzen ...

Der Start einer neuen Thriller-Reihe, mit einem blutig-rotem Cover. Die Handlung spielt in Wien. Ganz zu Beginn aus der Perspektive von Nadine Just, doch bevor man sich mit ihr näher auseinandersetzen kann, wird sie - nachdem sie vom Teleprompter ihren eigenen Tod vorhersagt - ermordet. Doch Nadine ist nicht das einzige Opfer dieser mysteriösen Mordreihe. Fina Plank, einzige weibliche Ermittlerin, hat so ihre Probleme mit ihrem Kollegen Oliver, der sie immer wieder triezt und nicht ernst nimmt. Gesunde Ernährung und Fitness sind für sie ein Fremdwort. Aber sie verbeißt sich in den Fall und zieht logische Schlussfolgerungen. Außerdem wird das Buch noch aus der Sicht von Tibor Glaser, Nadines Ex-Freund, erzählt, der irgendwie immer mehr in den Mittepunkt der Ermittlungen gerät und sich mit der Beziehung zu seinen Ex-Freundinnen auseinandersetzt. Erstaunliche Entwicklungen am Ende und ein fieser Cliffhanger. Rasant und geschickt erzählt - mir hat es gefallen. Was unter anderem auch an Julia Nachtmann lag, die den Thriller gekonnt vorgetragen hat.

Veröffentlicht am 30.08.2022

Sarahs Geschichte

Unser Feuer erlischt nie
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Ich habe schon einige Bücher über Hexenverfolgungen gelesen, aus ganz unterschiedlichen Genres. Bei dem Roman von Elizabeth Lee handelt es sich um einen gut recherchierten historischen Roman. Die Handlung ...

Ich habe schon einige Bücher über Hexenverfolgungen gelesen, aus ganz unterschiedlichen Genres. Bei dem Roman von Elizabeth Lee handelt es sich um einen gut recherchierten historischen Roman. Die Handlung spielt in Lancashire im 17. Jahrhundert.
Sarah Haworth und ihre Mutter sind heilkundige Frauen, die ganz am Rande des Dorfes leben, denn ihre Fähigkeiten sind den Dorfbewohnern einerseits unheimlich, aber andererseits sind sie sich nicht zu schade, nachts, im Geheimen, Hilfe zu suchen. Ganz typisch also. Doch Sarah ist jung und erhofft sich mehr vom Leben und so lernt sie Daniel kennen und lieben. Allerdings gibt es natürlich Neider und Mitläufer. Und so kommt es auch dazu, dass Daniel zweifelt.
Eine bedrückende Geschichte über ein immer noch so schlimmes Kapitel unserer Vergangenheit, allerdings gibt es hier auch schöne Momente. Ein toller Schmöker.

Veröffentlicht am 26.08.2022

Anna und Rebecka - HB Rezension

Das Geheimnis des Bücherschranks
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Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 2007 reist Rebecka von Stockholm nach Schonen. Ihr Großmutter Anna hat sich die Hand gebrochen und da Rebecka bei ihr aufgewachsen ist, nimmt sie sich kurzerhand ...

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 2007 reist Rebecka von Stockholm nach Schonen. Ihr Großmutter Anna hat sich die Hand gebrochen und da Rebecka bei ihr aufgewachsen ist, nimmt sie sich kurzerhand Urlaub und kümmert sich um das Haus und die Oma. Im Haus entdeckt sie eine Fotografie eines jungen Mannes und ein altes Tagebuch ihrer Oma, in dem sie sofort zu lesen beginnt. Und so wechseln die Kapitel immer zwischen Anna und Rebecka, zwischen 1943 und 2017. Anna lernt den lebenslustigen Luca kennen, der ihr italienisch beibringt und Juden auf der Flucht hilft. Schweden war zwar neutral im Zweiten Weltkrieg, allerdings haben viele Betriebe für die Nationalsozialisten gearbeitet, wie hier im Buch auch Annas Vater und es gab viele Sympathisanten. Durch Luca verliert Anna an Naivität und wird auch aktiv. In der Gegenwart hingegen geht es der Oma nicht so schnell wieder besser und Rebecka bleibt, um das Haus wieder in Schuss zu bringen, wobei sie Unterstützung von ihrem Nachbarn erhält. Ihr Verlobter hingegen ist nur auf seine Karriere bedacht und will sie bevormunden. Puh, das war mir doch etwas zu klischeehaft. Da hat mir die Geschichte in der Vergangenheit wesentlich besser gefallen. Insgesamt gesehen hatte ich mir hier etwas mehr Tiefe erhofft. Schade. Die Sprecherin Jana Marie Backhaus-Tors trägt das Hörbuch gut vor und hat mir unterhaltsame Hörstunden beschert.

Veröffentlicht am 26.08.2022

Binationale Ermittlungen

Gezeitenmord
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Ein Mord im Wattenmeer an der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland führt dazu, dass die dänische und die deutsche Polizei zusammenarbeiten muss.
Was ist passiert? Ein Lehrer und sein Schüler stolpern ...

Ein Mord im Wattenmeer an der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland führt dazu, dass die dänische und die deutsche Polizei zusammenarbeiten muss.
Was ist passiert? Ein Lehrer und sein Schüler stolpern im Nebel im Watt über eine Leiche, der Lehrer Lasse wird ko geschlagen und sein Schüler Villads entführt.
Kommissarin Lykke Teit von der Kopenhagener Polizei darf zum ersten Mal verantwortlich alleine ermitteln. Ihr wird der erfahrene deutsche Kommissar Rudi Lehmann für die gemeinsamen Ermittlungen zur Seite gestellt. Die beiden arbeiten wirklich gut zusammen, allerdings gibt es immer wieder Probleme mit den Dorfbewohnern und der örtlichen Polizei, denen diese Zusammenarbeit nicht passt. Bald stellen sich Verbindungen zu weiteren Taten her.
Ein toller, komplexer Krimi für LeserInnen, die auch an politischen Komponenten interessiert sind. Verwickelt, irreführend, aber mit einem überzeugendem Ende.