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Veröffentlicht am 17.04.2023

Erinnere dich! - Kann ich mir trauen?

Erinnere dich!
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Erinnere Dich! von Max Reiter

Cover:
Ein tolles Cover, farblich super ausgewählt, macht gleich so ein bisschen Gänsehaut.

Inhalt und meine Meinung:
Vor 20 Jahren verschwand die Abiturientin Maja spurlos. ...

Erinnere Dich! von Max Reiter

Cover:
Ein tolles Cover, farblich super ausgewählt, macht gleich so ein bisschen Gänsehaut.

Inhalt und meine Meinung:
Vor 20 Jahren verschwand die Abiturientin Maja spurlos. Ihr Freund Arno hat seither jede Erinnerung an das tragische Ereignis verdrängt.
Doch plötzlich geschehen mehrerer Dinge gleichzeitig und Arno wird als Mörder bezeichnet. So nach und nach tauchen in seinem Kopf Bilder und Erinnerungen auf die ihn schockieren.
Was ist Wahrheit, was ist Manipulation?

Unglaublich spannend und perfide geschrieben.
Es wird einen Atmosphäre geschaffen in der ich als Leer sogar ein ungutes Gefühl haben und nicht mehr wissen was ich glauben soll.
Es entwickelt sich ein Sog, der mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ.
Plötzlich haben wir zwei Mordgeständnisse!

Einfach unglaublich klasse, wie das ganze ineinander greift und sich entwickelt. Die Wendungen am Ende sind einfach spektakulär und auf so eine Lösung wäre ich nie gekommen – schon atemberaubend grandios.

Autor:
Die Idee zu seinem Thriller »Erinnere dich!« kam Max Reiter bei einem Klassentreffen. Manche der alten Geschichten, die erzählt wurden, hatte er anders in Erinnerung oder ganz vergessen. Und dann gibt es auch immer die eine oder andere Geschichte, an die man lieber nicht erinnert werden will. Meistens ist es eine harmlose Sache. Doch was, wenn nicht? Dem geht Max Reiter in »Erinnere dich!« auf die Spur, denn die Art, wie Menschen mit ihrer Vergangenheit umgehen, hat ihn schon immer fasziniert.

Mein Fazit:
Soghaft perfider Psychothrill - stimmt hier absolut.
Daumen hoch und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.04.2023

Die Netten schlafen allein

Die Netten schlafen allein
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Die Netten schlafen allein, von Steffen Weinert

Cover:
Lustig, und ein bisschen zum Bemitleiden.

Inhalt und meine Meinung:
Blei dem 33 jährigen Christoph und den Frauen klappt es nicht so wie er es will.
Irgendwie ...

Die Netten schlafen allein, von Steffen Weinert

Cover:
Lustig, und ein bisschen zum Bemitleiden.

Inhalt und meine Meinung:
Blei dem 33 jährigen Christoph und den Frauen klappt es nicht so wie er es will.
Irgendwie will keine Frau bei ihm bleiben, dabei ist er doch nun wirklich ein Netter.

Der Schreibstil ist etwas überspitzt, wenn nicht sogar teilweise over top.
Im Großen und Ganzen lässt sich das Buch gut lesen. Es ist auf seine Art witzig und Christoph ist schon en ganz besonderes „Exemplar“.
Das Ende lässt sich aber dann doch relativ schnell erahnen und so ist die Spannung nicht besonders hoch.

Autor:
Steffen Weinert, Jahrgang 1975, hat an der Filmakademie Baden-Württemberg studiert und arbeitet heute vor allem als Autor und Regisseur.

Mein Fazit:
Ein Buch für zwischendurch, nicht gerade tiefgründig und das nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.
Von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht am 11.04.2023

Bilgis: Die Königin des Südens,

Bilgis
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Bilgis: Die Königin des Südens,
von P. J. Koller

Cover:
Sehr schön, zieht den Blick sofort auf sich.

Inhalt und meine Meinung:
Die Geschichte der sagenumwobenen Königin von Saba in einem Märchen neu ...

Bilgis: Die Königin des Südens,
von P. J. Koller

Cover:
Sehr schön, zieht den Blick sofort auf sich.

Inhalt und meine Meinung:
Die Geschichte der sagenumwobenen Königin von Saba in einem Märchen neu erzählt.

Das HC hat ein recht großes Schriftbild, dadurch finde ich es auch für Erstleser zum Lesen geeignet und als zusätzliches Plus ein Lesebändchen.

Das Märchen selber ist gut zu lesen.
Doch die Aussage dahinter ist nicht einfach zu entdecken finde ich, deshalb sollte man mit Kindern auf jedenfalls darüber reden.
Für mich geht es darum, Vorurteile und Gerüchte abzubauen, indem man die Kommunikation sucht. Und dann auch nicht beim ersten Fehlschlag oder Missverständnis aufgibt sondern sich weiter bemüht.
Dies kann man anhand von diesem Buch sehr gut mit Kindern diskutieren und sie darauf aufmerksam machen.

Die Illustrationen haben mir bis auf die Bilder von Bilgis und dem Wiedehopf nicht so gut gefallen,.

Autor:
Der Autor studierte in Genf, London und München Philosophie, englische und französische Literatur, Archäologie sowie Wissenschaftstheorie. Beruflich war er als schweizerischer Diplomat in verschiedensten Ländern Europas, des Nahen Ostens, Asiens und Afrikas tätig. Dabei setzte er sich intensiv mit unterschiedlichen Kulturen und politischen auseinander. Er ist verheiratet und lebt derzeit am Zürichsee.

Mein Fazit:
Ein Märchen das zur Diskussion über Vorurteile und Gerüchte einlädt und deutlich macht, wie wichtig Kommunikation ist.
Von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 09.04.2023

Die Uhrmacherin

Die Uhrmacherin − Schicksalsstunden
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Die Uhrmacherin, von Claudia Dahinden

Cover:
Ein schönes Cover das zum Buch passt.

Inhalt und meine Meinung:
Dies ist der 2. Band der Uhrmachersaga. Ich habe den ersten nicht gelesen.
Grenchen in der ...

Die Uhrmacherin, von Claudia Dahinden

Cover:
Ein schönes Cover das zum Buch passt.

Inhalt und meine Meinung:
Dies ist der 2. Band der Uhrmachersaga. Ich habe den ersten nicht gelesen.
Grenchen in der Schweiz, 1974.
Die junge Sarah hat sich gegen alle Widerstände durchgesetzt und widmet sich nun ihrer großen Leidenschat und zwar eine Uhrmachrinnenlehre.

Nebenbei spielt sich auch noch die „schweizerische „Miss Marpel“ und lösst mit dem zuständigen Feldjäger einen sehr komplizierten Fall in dem auch ein Kind zu Tode kommt.

Ich habe mir wirklich mehr von dem Buch erwartet.
Es hat sich für mich sehr zäh gelesen. Alles dreht sich immer wieder im Kreis, die gleichen Verdächtigen, die gleichen Fragen.
Die Befragungen und Ermittlungen empfinde ich fast von kindlicher Naivität. Klar ist das eine ganz andere Zeit gewesen – trotzdem. Es gibt Aussagen und viele Widersprüche die oft nicht zusammenpassen.

Ganz am Schluss, kommt auf ein paar Seiten noch etwas Spannung auf, doch das konnte das Buch für mich auch nicht mehr aufwerten.

Autorin:
Claudia Dahinden lebt gemeinsam mit ihrem Mann in der Kleinstadt Grenchen in der Nordwestschweiz, in der sie auch aufgewachsen ist. Sie studierte Zeitgeschichte und arbeitet heute als freischaffende Autorin, Sängerin und Songwriterin. Wenn sie nicht gerade schreibt, singt oder liest, engagiert sie sich in der städtischen Literarischen Gesellschaft und in ihrer Kirche.

Mein Fazit:
Mich hat das Buch leider enttäuscht und ich kann nur 2,5 Sterne vergeben, die ich mathematisch aufrunde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2023

Die Reporterin – Eine taffe junge Frau geht ihren Weg

Die Reporterin - Zwischen den Zeilen
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Die Reporterin, von Teresa Simon

Cover:
Das Cover passt wunderbar zum Inhalt des Buches.

Inhalt und mein Meinung:
Die Geschichte beginnt im Jahr 1962 und wir begleiten die junge Marie Graf (Anfang zwanzig) ...

Die Reporterin, von Teresa Simon

Cover:
Das Cover passt wunderbar zum Inhalt des Buches.

Inhalt und mein Meinung:
Die Geschichte beginnt im Jahr 1962 und wir begleiten die junge Marie Graf (Anfang zwanzig) bis 1965.
Sie kämpft für ihren Traum Journalistin zu werden.
Gegen den Widerstand ihrer Eltern schafft sie es mit etwas Glück einen Praktikumsplatz bei der angesagten Zeitung „Der Tag“ zu ergattern.
Mit viel Mut, Durchhaltevermögen, Rückschlägen und Rückgrat schafft sie es sich zu etablieren.
Dabei kommt ihr Privatleben, das mit ganz schön viel Höhen und Tiefen aufzuwarten hat oft fast ein bisschen zu kurz.
U.a. wird immer wieder angedeutet dass es in Maries Familie ein Geheimnis gibt und meine Gedanken gingen schnell in die richtige Richtung.
Allerdings gibt es hierzu einen fiesen Chliffhänger und die komplette Auflösung erfahren wir erst im 2. Band (auf den ich mich freue) und der im Sommer erscheint.

Neben dieser wunderschönen Geschichte erfahren wir sehr viel von der damaligen Zeit und ich hatte mehr als einmal ein tolles AHA-Erlebnis und viele Erinnerungen sind in mir wieder hoch gekommen.

Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym der promovierten Historikerin und Autorin Brigitte Riebe. Sie ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale und lässt sich immer wieder von historischen Ereignissen und stimmungsvollen Schauplätzen inspirieren.
Ich liebe ihre Bücher, egal unter welchem Namen.
Sie sind immer hervorragend recherchiert und wunderbar geschrieben so dass ich mich mitten im Geschehen fühle.

Mein Fazit:
Eine wunderbare Story, viel Erinnerung an die damalige Zeit, ein spannender und mitreißender Schreibstil, machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss.
Von mir 5 Sterne.