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Veröffentlicht am 04.10.2021

Probe 12 –spannend, rasant, beängstigend, möglich

Probe 12
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Probe 12, von Kathrin Lange und Susanne Thiele

Cover:
Die giftgrüne Farbe e passt irgendwie.

Inhalt:
Professor Georgy Anassis entwickelt eine Möglichkeit, wie man bei multiresistenten Bakterien doch ...

Probe 12, von Kathrin Lange und Susanne Thiele

Cover:
Die giftgrüne Farbe e passt irgendwie.

Inhalt:
Professor Georgy Anassis entwickelt eine Möglichkeit, wie man bei multiresistenten Bakterien doch helfen kann.
Die Methode weckt Begehrlichkeiten und der Professor wird beobachtet und dann sogar umgebracht.
Doch er konnte seine Proben noch in Sicherheit bringen.

Tom, ist der Vater von Sylvie. Diese ist an einem multiresistenten Bakterienstamm erkrankt und dem Tod geweiht. Nur die Methode des Professors kann sie retten.

Zusammen mit Nina, der Ziehtochter des Professors, die sein Vermächtnis erhalten und retten will, kämpft er gegen Profikiller und Konsorten um die Proben in die Hände zu bekommen.

Meine Meinung:
Ein düsteres Zukunftsszenario wird uns hier geboten, das wissenschaftlich gut untermauert ist und ich kann nur hoffen dass hier bald ein Riegel vorgeschoben wird.
Ein sehr aktueller, und etwas außergewöhnlicher (medizinisch/wissenschaftlich) , dabei doch sehr spannender und realistischer Thriller.
Der Einstig war für mich nicht ganz so einfach. Erstens wegen der vielen Personen die ich erst mit der Zeit richtig zuordnen konnte, und dann auch wegen der vielen medizinischen Fachausdrücke. Wobei ich später entdeckt hab, dass es hinten im Anhang ein Glossar dazu gab.
Es gab auch viele Stellen die für mich doch etwas unglaubwürdig und konstruiert wirkten, die dadurch aber das Ganze eben dramatischer wirken lassen.

Von Anfang bis Ende geht es in einem rasanten und turbulenten Tempo durch die Geschichte und der Show Down zum Schluss ist echt Film reif. Ein Wettlauf mit der Zeit auf verschiedenen Handlungsebenen.
Bis zum Schluss gibt es überraschende Wendungen und Personen die ich überhaupt nicht auf dem Radar hatte, werden zu „Schuldigen“.

Nina und Tom bieten alles auf um die Täter zu stoppen. Und vor allem Nina wächst über sich hinaus.
Zwischen den beiden knistert es auch, aber das Ganze ist wiederum sehr zurückhaltend eingebaut, was ich sehr gut fand.

Autorinnen:
Kathrin Lange schreibt erfolgreich Romane für Erwachsene und Jugendliche. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem kleinen Dorf in Niedersachsen.

Susanne Thiele ist Leiterin der Presse- und Kommunikationsstelle des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig. Die Mikrobiologin und Biochemikerin hat bereits ein Sachbuch zum Trendthema Mikrobiom verfasst.

Mein Fazit:
Die Aktualität und die Möglichkeit, dass dies oder so etwas Ähnliches zur Realität werden kann machen auch einen besonderen Nervenkitzel.


  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 30.09.2021

Das Dorf und der Tod – eine traurige Vergangenheit führt zu einer dramatischen Tat

Das Dorf und der Tod
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Das Dorf und der Tod , von Christiane Tramitz

Cover:
Das Dorf: Eine Insel für sich, im Schatten des Berges.
Sehr passend.

Inhalt:
Im Sommer 1921 verliebt sich die junge Vroni und Lenz ineinander. Doch ...

Das Dorf und der Tod , von Christiane Tramitz

Cover:
Das Dorf: Eine Insel für sich, im Schatten des Berges.
Sehr passend.

Inhalt:
Im Sommer 1921 verliebt sich die junge Vroni und Lenz ineinander. Doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern.
Und in der abgelegenen „Idyll“ wird so einiges entschieden und bestimmt was die Menschen dann einfach bricht. Es wird hingenommen, man gewöhnt sich an alles….
Doch der Hass lodert und wird weitergegeben, von Generation zu Generation.
Bis 1995 die Tragödie in einen Mehrfachmord endet.

Meine Meinung:
Eine traurige und tragische Geschichte, die ihren Ausgangspunkt bei eigenem Familiendrama hat und in die Vergangenheit schaut.

Es beginnt 1921 und wird mit dem Schwerpunkt von zwei Menschen erzählt.

Dazwischen gibt es immer wieder Einschübe von zwei Personen.
Des Enkels, bei der schnell klar wird, dass er der Täter sein muss. Ein bis ins tiefste Mark gedemütigter und unzufriedener junger Mann, der ohne Liebe aufgewachsen ist.
Die andere Person von der wir immer wieder Einschübe haben ist der beste Freund eines der Ermordeten, der sich eine Schuld gibt, weil er nicht genug gesagt oder getan hat, um das Unglück zu vermeiden.

Es ist schon tragisch wie sich alles aufbaut. Wie Starrsinn und althergebrachte Regeln das Leben von Menschen kaputtmachen und zerbrechen.

Ein hoch emotionaler und sehr trauriger Roman.

Was mir nicht so gut gefallen hat ist die Schreibweise, dafür zieh ich dann auch einen Stern ab.
Es ist eine sehr altertümliche Ausdrucksweise. Klar, das ist der Zeit in der es spielt vermutlich angepasst, aber mir hat es beim Lesen einfach nicht gefallen.

Autorin:
Christiane Tramitz war als Verhaltensforscherin u.a. am Max-Planck-Institut tätig, bevor sie ihre Leidenschaft für das Schreiben entdeckte. Sie befasst sich überwiegend mit den Lebensgeschichten faszinierender Menschen, schreibt aber gelegentlich auch gerne Krimis, die auf wahren Begebenheiten beruhen.
Tramitz lebt in Berlin und in Oberbayern.

Mein Fazit:
Eine hoch dramatische und sehr zu Herzen gehende Geschichte, bei der mir allerdings die Schreibweise nicht so gut gefallen hat.
Von mir : 4 Sterne.

Veröffentlicht am 27.09.2021

Die Schwestern vom Ku`damm Ein neuer Morgen - grandioser Abschluss der Familiengeschichte

Die Schwestern vom Ku'damm: Ein neuer Morgen
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Die Schwestern vom Ku`damm Ein neuer Morgen
Von Brigitte Riebe

Cover:
Das Cover passt hervorragend zu den Vorgängerbüchern, mit hohem Erkennungswert, das genau die Zeit des Inhalts spiegelt.

Inhalt:
Berlin ...

Die Schwestern vom Ku`damm Ein neuer Morgen
Von Brigitte Riebe

Cover:
Das Cover passt hervorragend zu den Vorgängerbüchern, mit hohem Erkennungswert, das genau die Zeit des Inhalts spiegelt.

Inhalt:
Berlin 1966- 1971.
Eine Zeit des Umbruchs, in der Mode, der Musik, der Gesellschaft und der Politik.
Miriam Feldmann (eine der Töchter der Thalheim-Dynastie) steht im Mittelpunkt.
Beruflich wie auch in ihrem Privatleben geht es wie in einer Achterbahn auf und ab.
Vor allem die zufällige Begegnung mit einem Mann den sie im Krieg kennen gelernt hat, führt sie in ein Dilemma und lässt viele Erinnerungen an dunkelste Stunden wieder in ihr wach werden.

Meine Meinung:
Ein wunderbares Buch das mit seinen zwei Erzählebenen (1966-1971 und 12933 – 1944) und tief in Miris Leben Einblick gewährt.

Es ist einfach grandios erzählt. In der Vergangenheit bangen wir mit Miri um ihr Leben und es gib t so viele Stellen an denen ich den Atem anhalte und mir kaum vorstellen mag wie es damals gewesen ist. Und doch ist es immer wieder ein klein bisschen versöhnlich, wenn man dann liest, es gab sie auch, die kleinen großen Helden die im verborgenen Gutes getan haben.

In den 60er Jahren ist es einfach brillant wie die Autorin, all die vielen Aspekte eingewoben hat, die diese Zeit einfach einzigartig und so prägend gemacht haben ( vor allem wenn man in der Zeit selber Teenager war).
Sei es die Musik, die Mode, gesellschaftliche oder politische Ereignisse.
So viele Aha-Momente - einfach wunderschön, dadurch erlebe ich das Geschriebene direkt noch einmal mit.

Eine ausführliche Zeittafel am Ende vervollständigt das gelesenen.

Autorin:
Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin. Sie hat viele erfolgreiche historische Romane geschrieben, in denen sie die Geschichte der vergangenen Zeiten wieder lebendig werden lässt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Mein Fazit:
Einfach ein grandioser Abschluss für diese tolle Reihe.
Von mir eine klare Kauf-und Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.09.2021

Das Buch der verschollenen Namen – spannend und emotional

Das Buch der verschollenen Namen
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Das Buch der verschollenen Namen, von Kristin Harmel

Cover:
Es hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Das Buch zentral in der Mitte (das hinter dem Rücken versteckt gehalten wird) schafft zusammen mit ...

Das Buch der verschollenen Namen, von Kristin Harmel

Cover:
Es hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Das Buch zentral in der Mitte (das hinter dem Rücken versteckt gehalten wird) schafft zusammen mit dem Titel sofort etwas Geheimnisvolles.

Inhalt:
Die junge jüdische Studentin Eva, entkommt 1942 nur knapp der Verhaftung der Nazis, als ihr in Paris Vater verhaftet wird.
Zusammen mit ihrer Mutter findet sie Zuflucht in einem kleinen Bergdorf. Dort lernt sie den jungen Widerstandskämpfer Rémy kennen und bald beginnt sie selber im Auftrag der Résistance Ausweispapiere für jüdische Kinder zu fälschen.
Zusammen mit Rémy entwickelt sie einen Code um die Namen der Kinder zu bewahren, und so entsteht das Buch der verschollenen Namen.

Doch ihre Widerstandszelle wird verraten und es folgt eine allumfassende Verhaftungswelle. Viele finden den Tod und das Buch wird geraubt und bleibt verschollen.

Meine Meinung:
Beim Lesen des Buches empfinge ich sehr widersprüchliche Gefühle, vor allem im ersten Drittel.
Einige Situationen wirken sehr unglaubwürdig und konstruiert (dabei ist das Buch inspiriert von einer wahren Geschichte.
In diesem ersten Drittel gibt es auch einige leichte und humorvolle Passagen die mich echt zum Lachen bringen.
Dann wird es immer spannender und sehr traurig, oft kaum zum aushalten.
Die ganze Palette der Emotionen wechseln sich ab und werden angesprochen: Mitgefühl, Angst, Trauer, Freude, Entsetzens.

Klar ist auch eine „Liebesgeschichte“ integriert. Aber dies wird sehr behutsam und wie ich finde realistisch gemacht.
Wird es ein Happy End geben?
Ich sag nur so viel. Mir sind auf den letzten Seiten des letzten Kapitels dann die Tränen in die Augen geschossen.

Autorin:
Kristin Harmel arbeitet als Autorin und Journalistin. Sie lebt mit ihrem Mann in Orlando, Florida.

Mein Fazit:
Ein sehr beeindruckendes Buch über einen Teil der Arbeit der Résistance im 2. Weltkrieg. Die zeigt, dass er auch trotz allem Irrsinn immer Menschen gegeben hat, die menschlich gehandelt haben.
Von mir 4,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.09.2021

Flug mit dem Wind – wieder ein Volltreffer

Flug mit dem Wind
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Flug mit dem Wind, von Simone Dorra und Ingrid Zellner

Cover:
Ein wunderschönes Cover das perfekt zu der Reihe passt.

Inhalt:
Im Waisenhaus Dar-as-Salam in Kaschmir werden die ersten Kinder flügge und ...

Flug mit dem Wind, von Simone Dorra und Ingrid Zellner

Cover:
Ein wunderschönes Cover das perfekt zu der Reihe passt.

Inhalt:
Im Waisenhaus Dar-as-Salam in Kaschmir werden die ersten Kinder flügge und gehen ihre eigenen Wege.
Und der Leiter, Ex-Agent Vikram und seine Frau Sameera müssen sich weiterhin hinterlistigen Feinden stellen, die anscheinend einfach keine Ruhe geben und sie aus Kaschmir vertreiben bzw. ganz vernichten wollen.
Zum Glück haben sie Freunde an ihrer Seite, allen voran ihren bersten Freund Raja.

Es spielt von der Gegenwart bis in die Zukunft ca. 2025.

Meine Meinung:
Dies ist nun der 6. Band aus der Reihe der Kashmir-Saga und ich bin genauso begeistert wie von allen vorherigen.
Dem Autoren-Duo ist es wieder wunderbar gelungen mich auf eine hochdramatische und hoch emotionale Reise nach Kaschmir mitzunehmen.
Es wird überaus spannend, aber es gibt auch ruhige und zu Herzen gehende Liebesbekundungen.
Dieses wunderschöne Land wird enthusiastisch beschrieben (zum Träumen schöne Naturbeschreibungen), und die Menschen mit all ihren Problemen und auch die politische und gesellschaftliche Situation werden sehr einfühlsam und feinfühlig beschrieben.

Für alle, die die vorherigen Bände kennen ist es wie eine Reise und ein Wiedersehen mit lieben Bekannten. Und vor allem die Entwicklung der Kinder ist herrlich mitzuerleben. Aber ich denke auch für alle anderen ist es ein lesenswertes Buch, dessen Inhalt gut zu verstehen ist.

In diesem Band wird auch wieder sehr deutlich, dass echte tiefe Freundschaft ein unglaubliches Geschenk ist, das man nicht hoch genug einschätzen kann.

Jetzt heißt es für mich voller Spannung auf den letzten Band zu warten, der im Frühjahr 2022 erscheint.

Autorinnen:
Simone Dorra ist in Wuppertal geboren, gelernte Buchhändlerin, hat auch schon Radio gemacht, hat geheiratet und hat drei Kinder.

Ingrid Zellner, geboren 1962 in Dachau. Studium der Theaterwissenschaft, der Neueren deutschen Literatur und der Geschichte in München. Freiberufliche Tätigkeit u.a. als Übersetzerin (Schwedisch) sowie als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin.

Mein Fazit:
Ein tolles Buch, mit einem wunderbaren Handlungsort, das zeigt was Freundschaft bedeutet, und dass jeder einzelne Gutes bewirken kann.
Es hat mir wunderbare Lesestunden geschenkt, deshalb von mir volle hoch verdiente 5 Sterne.