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Veröffentlicht am 11.06.2019

Nächstes Jahr in Havanna

Nächstes Jahr in Havanna
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Nächstes Jahr in Havanna, von Chanel Cleeton

Cover:
Ein Eyecatcher, echt toll gemacht.

Inhalt:
Eine Geschichte die auf zwei Ebenen erzählt wird.
Es geht um die Familie Perez.
Einmal in der Vergangenheit ...

Nächstes Jahr in Havanna, von Chanel Cleeton

Cover:
Ein Eyecatcher, echt toll gemacht.

Inhalt:
Eine Geschichte die auf zwei Ebenen erzählt wird.
Es geht um die Familie Perez.
Einmal in der Vergangenheit 1959 in Kuba, aus der Sicht der 19 jährigen Elisa.
Dann im Hier und Heute als Marisol, eine Exilkubanerin, die in Maimi geboren und aufgewachsen ist, wieder nach Kuba zurückkehrt, um dort den letzten Willen ihrer Großmutter Elise zu erfüllen und deren Asche, nachdem sie nun verstorben ist, in Kuba zu verstreuen.
Und genau hier in Havanna, beginnt dann für Marisol eine Liebesgeschichte, die der ihrer Großmutter gleicht, was Marisol aber nicht weiß und erst Stück für Stück ausgräbt.

Meine Meinung:
Kuba, ein Paradies in dem Böses, Böses vertrieben hat und der größte Anteil der Bevölkerung nie aus dem Leiden herauskam?

Hier in diesem Buch finde ich werden zwei Schwerpunkte gelegt.

Einmal geht es um die Liebes- (und Leidensgeschichte) zweier junger Frauen, die sich sehr gleichen und auch wiederholen (nur mit unterschiedlichem Ausgang).

Dann wird auf die Politische und gesellschaftliche Lage in diesem wunderschönen Paradies eingegangen. Es wird sehr viel „Politik“ erklärt, aber immer so, dass es zur Geschichte passt und die Handlung nicht erdrückt wird.

Das Ganze wird aus der Sicht der Perez-Familie erzählt und diese ist sehr wohlhabend. Vor dem Exil sowie auch danach!
Deshalb denke ich, auch wenn die Probleme der ganzen Bevölkerung aufgezeigt werden, dass wir nur einen kleinen Zipfel des Elends der „normalen“ Bevölkerung erleben.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Personen und die Handlung sehr emotional und vor allem das Paradies wird wunderschön und bildlich beschrieben.
Am liebsten möchte man sofort einen Urlaub in Kuba buchen.

Autorin:
Chanel Cleetons Familie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie selbst wuchs jedoch in Florida auf.

Mein Fazit:
Ein Buch (mit zwei Liebesgeschichten) das mir die schlimmen Zustände in Kuba wieder ins Gedächtnis gerufen hat, das aber auch mein Fernweh nach diesem Paradies erneut geweckt hat.
Von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 08.06.2019

Wilder Winter, ein Krimi mit Wurzeln in den 60ern

Wilder Winter
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Wilder Winter, von Joe R. Lansdale
Hap & Leonard

Cover:
Passend zur Geschichte (außer vielleicht das rosa?)

Inhalt:
Der Beginn einer Reihe.

Hap Collins (Weiß, Hetero, Kriegsdienstverweigerer) und Leonard ...

Wilder Winter, von Joe R. Lansdale
Hap & Leonard

Cover:
Passend zur Geschichte (außer vielleicht das rosa?)

Inhalt:
Der Beginn einer Reihe.

Hap Collins (Weiß, Hetero, Kriegsdienstverweigerer) und Leonard Pine (Schwarz, Schwul, Vietnamveteran), ein Duo (kriminell?) das doch auf den ersten Blick so gar keine Gemeinsamkeiten hat, sind aber bester Freunde. Wenn man das aber unter Männern auch nie so zugeben würde.

Als Haps Ex-Frau Trudy auftaucht und Hap für einen Coup engagieren will, bei dem sie eine Million Dollar „finden“ können, beginnt der Ärger.
Alte Kumpels und Weggefährten aus den 60er-Jahren tauchen auf.
Aber keiner traut dem anderen und keiner spielt mit offenen Karten.

Meine Meinung:
Ein Krimi(?) bei dem ich lange Zeit dachte, was wird aus dieser Geschichte?
Ist dies ein Buch über die 60er?
Love, Peace und Flowerpower, sowie Weltverbesserer und Alt-Revoluzzer?

Am Ende, als dann jeder jeden irgendwie austrickst und es so richtig zur Sache geht, wird es dann Knall auf Fall recht dramatisch und brutal.
Ein Showdown – kurz aber heftig!

Der Schreibstil ist super, hier hätte ich gerne mehr als nur diese ca. 240 Seiten gelesen. Sehr abwechslungsreich mit bildgewaltigen Worten und Vergleichen.

Zitat: Der Himmel war so flach wie Schiefer und hatte die Farbe von abgesplittertem Feuerstein.

Autor:
Joe R. Lansdale ist als Schriftsteller in zahlreichen Gefilden zu Hause. Der gebürtige Texaner weiß nicht nur durch seine Ideenvielfalt und seinen schwarzen Humor zu überzeugen, es ist vor allem seine erzählerische Urwüchsigkeit, die seine Fans begeistert.

Mein Fazit:
Ich wüsste jetzt gar nicht in welches Genre ich dieses Buch einordnen soll.
Es hat viel Gesellschaftskritisches (vor allem aus den 60er Jahren/USA).
Dann sind das zwei verkrachte Existenzen, die doch so gar nichts gemeinsam haben, aber die besten Freunde sind.
Und am Schluss gibt es einen filmreifen Showdown der ganz schön brutal ist.

Ein Buch das zu unterhalten vermag, dem aber von allem ein bisschen fehlt:
Spannung, Inhalt, Handlung, Dialoge, ein paar Seiten mehr etc.
Deshalb von mir 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.

Veröffentlicht am 06.06.2019

„You go me on the cookie!“

"You go me on the cookie!"
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„You go me on the cookie!“
Learning Deutsch : mein abenteuerlicher Weg, von Dana Newman

Cover:
Schon der Gesichtsausdruck zeigt den Stress, die Ironie aber auch den Humor, der mich im Buch erwartet.

Inhalt:
Amerikanerin ...

„You go me on the cookie!“
Learning Deutsch : mein abenteuerlicher Weg, von Dana Newman

Cover:
Schon der Gesichtsausdruck zeigt den Stress, die Ironie aber auch den Humor, der mich im Buch erwartet.

Inhalt:
Amerikanerin Dana Newman lebt seit bald einem Jahrzehnt in Deutschland. Und genauso lange versucht sie schon der deutschen Sprache mächtig zu werden.

Wer heißt who und wo heißt where?

Deutsch: du, dir, dich ihr, euch, Sie , Ihnen
Englisch: you, you, you, you, you, you, you!

Weitere Überraschungen folgen! – Garantiert!

Meine Meinung:
Ein tolles Buch, gerade für uns Muttersprachler.
Auf äußerst humorvolle Art werden uns hier die Widersprüchlichkeiten, Ungereimtheiten, zig Ausnahmen von der Ausnahme und viele Besonderheiten unserer Sprache aufgezeigt.
Schon auf den ersten Seiten musste ich herzhaft lachen.
Meine Synapsen sind schon beim Lesen Achterbahn gefahren (mit Looping) wie muss es da erst jemanden ergehen der unsere Sprache lernen will.
Mit vielen kleinen witzigen Geschichten, Begebenheiten und Fettnäpfchen, in die die Autorin getreten ist, zeigt sie die Vielfalt der Stolperfallen durch die sie die letzten 10 Jahre geschlittert ist.

Auf der anderen Seiter erfahren wir auch, dass es bei uns Worte gibt die für uns selbstverständlich sind, die es so aber eigentlich im Englischen gar nicht gibt (u.a. Sehnsucht).

Dieses Buch wird jetzt seinen Siegeszug in meiner Familie beginnen, bevor es beim Mann meiner Tochter in den USA landet. Der ist auch Amerikaner und obwohl er nun schon 10 Jahre mit meiner Tochter zusammen ist, spricht er immer noch nicht deutsch. Aber jetzt habe ich viel mehr Verständnis dafür. ☺

Autorin:
Dana Newman, geb. 1986, ist Amerikanerin und lebt seit einigen Jahren in Deutschland.

Mein Fazit:
Ein hinreißend witziges und skurriles Buch über unsere deutsche Sprache, bei dem ich echt oft herzhaft lachen konnte.
Von mir volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Seelenfall

Seelenfall
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Seelenfall, von Michaela Weiß

Cover:
Sehr ansprechen und hat mich neugierig gemacht.

Inhalt:
Die 15jährige Mina ist mit sich und ihrem Leben einfach nur unglücklich.
Ihr einziger „Freund“ ist im Internet, ...

Seelenfall, von Michaela Weiß

Cover:
Sehr ansprechen und hat mich neugierig gemacht.

Inhalt:
Die 15jährige Mina ist mit sich und ihrem Leben einfach nur unglücklich.
Ihr einziger „Freund“ ist im Internet, ihm vertraut sie alles an.
Dieser erzählt ihr auch von einem alten Buch, mit verrückten Ritualen die einen Seelentausch möglich machen sollen.

Mina lässt sich auf das Abenteuer ein, mit ungeahnten Folgen…

Meine Meinung:
Die Geschichte ist unglaublich „verrückt“ und verschachtelt, und doch schafft die Autorin es, alles glaubhaft aufzulösen.
Echt klasse gemacht.

Der Schreibstil ist flüssig und der Spannungsbogen nimmt stetig zu.
Immer wieder werden Aspekte eingestreut die zeigen wie falsch und oberflächlich Vorurteile sein können und warnt davor.
Es wird auch deutlich, dass jede Aktion eine Reaktion hervorruft, auch wenn wir das nicht mitbekommen.
Alles hat einen Auslöser, und alles ist Auslöser für irgendetwas anderes.

Es geht darum, zu erkennen, dass das Leben (mit all seinen Problemen), wundervoll, einzigartig und überaus wertvoll ist.
Mina lernt dies quasi auf die harte Tour, was sie erlebt ist einfach unfassbar.

Autorin:
Michaela Weiß, geb. 10.01.1991, ist Inspektorin beim Regierungspräsidium Darmstadt. In ihrer Freizeit widmet sie sich gerne dem Schreiben.

Mein Fazit:
Ein absolut gelungener „Jugendroman“, den ich auch als „Oldie“ (knapp 60) gerne gelesen habe.
Verrückt, spannend und regt zum Nachdenken an.
Von mir eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne.


Veröffentlicht am 31.05.2019

Die Nickel Boys

Die Nickel Boys
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Die Nickel Boys, von Colson Whitehead


Cover:
Plakativ aber nichtssagend.

Inhalt:
Florida, Anfang der Sechzigerjahre.
Elwood ist ein blitzgescheiter 16jähriger schwarzer Junge.
Er erhofft sich für seine ...

Die Nickel Boys, von Colson Whitehead


Cover:
Plakativ aber nichtssagend.

Inhalt:
Florida, Anfang der Sechzigerjahre.
Elwood ist ein blitzgescheiter 16jähriger schwarzer Junge.
Er erhofft sich für seine Zukunft so viel.
Doch am ersten Tag, auf dem Weg ins College, schlägt das Schicksal brutal zu und er sitzt völlig unschuldig in einem gestohlenen Autor und wird ohne viel nachzufragen in die Besserungsanstalt „Nickel Academy“ gesteckt.

Erst 60 Jahre später, sollen die Gräueltaten dort aufgedeckt werden.

Meine Meinung:
Dies ist, nach Underground Railroad, das zweite Buch das ich von diesem Autor lese.
Wieder hat er sich eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte ausgesucht und zum Inhalt gemacht.
Es wird nichts beschönigt, die menschenverachtende Grausamkeit wird sehr deutlich, auch mit den unmenschlichsten Strafaktionen, erzählt.
Vor allem Kinder werden hier aufs unmenschlichste behandelt, aber auch der Rassismus wird zum Thema gemacht.

Wie auch schon im Buch vorher:
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Wenn er auch immer wieder mal Sprünge aufwies, es wird auch nicht immer chronologisch erzählt.
Es werden sehr viele Personen und Namen genannt, bei denen ich teilweise Schwierigkeiten hatte sie alle immer wieder gleich zu platzieren.
Deshalb wirkte es über Strecken auch recht verwirrend und zäh auf mich.
Diese Punkte haben meinen Lesefluss immer mal wieder ins stocken gebracht.

Die Story ist nicht neu, aber wieder einmal zeigt sie dass es einfach furchtbar ist wenn Menschen ihre „vermeintliche Macht“ ungehindert ausüben.
Vor allem gegen Kinder im Besonderen (und hier grausam, bis zu Todesfällen).

Autor:
Colson Whitehead, 1969 in New York geboren, ist einer der wichtigsten Autoren der neuen amerikanischen Literatur. Er lebt in Brooklyn.

Mein Fazit:
Tragisch, grausam und berührend.
Ein Thema über die Grausamkeiten der Menschen in sogenannten „Besserungsanstalten“ im Allgemeinen und der Rassismus kommt erschwerend hinzu.
Von mir 3,5 Sterne die ich mathematisch auf 4 aufrunde.