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Veröffentlicht am 25.03.2019

Schaukel das Schaf

Schaukel das Schaf - Ein Mitmachbuch zum Schütteln, Schaukeln, Pusten, Klopfen und sehen, was dann passiert. Von 2 bis 4 Jahren
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Schaukel das Schaf – Ein Mitmachbuch – von Nico Sternbaum*

Cover:
Bei dem lachenden Schaf, das nur so vor Lebensfreude sprüht, muss man einfach mit lachen.

Meine Meinung:
Ein tolles Buch, mit ganz wunderschönen ...

Schaukel das Schaf – Ein Mitmachbuch – von Nico Sternbaum*

Cover:
Bei dem lachenden Schaf, das nur so vor Lebensfreude sprüht, muss man einfach mit lachen.

Meine Meinung:
Ein tolles Buch, mit ganz wunderschönen Illustrationen.
Einfach, klar strukturiert und auf das wesentliche beschränkt, aber mit doch kindgerechten Details und wunderschönen Farben.

Die Ideen sind so kreativ und vielfältig.

Ganz automatisch, und voller Faszination und Ehrgeiz helfen die Kinder (und auch die Erwachsenen), wenn es gilt, den Dino zu kratzen, der Maus zu helfen und wie ein Hund zu bellen, aufs Ei zu klopfen um das Küken zu befreien, oder aufs Buch zu pusten, damit der Drache fliegen kann.
Das tolle dabei ist, dass auf der folgenden Seite dann immer der Erfolg zu sehen (und zu lesen) ist, was die Kinder total freut und zum weitermachen (helfen) animiert.

Die Reaktion meiner Testlesekinder: Kinderlachen, leuchtende Augen und ganz konzentrierte Augen und Zungenspitzen die aus dem Mundwinkel gelugt haben.
Kurzum: aktive und glückliche Kinder.

Das Format mit seinen 21cm auf 21cm, ist super, nicht zu groß oder sperrig und auch nicht zu klein. Das Cover ist aus ganz dicker Pappe, die Seiten aus „normal“ etwas verstärktem Papier.
Mit seinen über 60 Seiten ist es wirklich üppig ausgestattet. Und mit dem Preis von 8.99 €, ist dieses Buch wirklich ein Schnäppchen.

PS: Ich werde mir nun auch das Buch „Schüttle den Apfelbaum“ vom Autor zulegen.

Autor:
Nico Sternbaum hat schon als Kind viel gezeichnet und sich eigene Geschichten ausgedacht. Später studierte er an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und schloss mit einem Diplom ab. Heute ist er erfolgreicher Illustrator und Bestsellerautor

Mein Fazit:
Dieses Buch ist einfach ein Genuss, wir sind total begeistert.
Nicht nur ein Mitmachbuch, sondern auch ein Wohlfühlbuch, denn die gute Laune kommt mit dem „Mitmachen“ und dem „Betrachten“ der Bilder garantiert.
Von mir ganz klar eine Kaufempfehlung und volle 5 Sterne wenn es ginge wären es mehr.

Veröffentlicht am 19.03.2019

Die Farben des Feuers

Die Farben des Feuers
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Die Farben des Feuers, von Pierre Lemaitre

Cover:
Diese trübe Stimmung und der nostalgische Flair gefallen mir gut und passen gut zum Buch.

Inhalt:
Bei der Beerdigung des Chefs des mächtigen Bankimperiums ...

Die Farben des Feuers, von Pierre Lemaitre

Cover:
Diese trübe Stimmung und der nostalgische Flair gefallen mir gut und passen gut zum Buch.

Inhalt:
Bei der Beerdigung des Chefs des mächtigen Bankimperiums Péricourt, schlägt das Schicksal erstmals zu.
Die Alleinerbin Madeleine ist geschockt und wie gelähmt, so dass sie sich für geschäftliche Angelegenheiten keine Zeit nimmt.
Dies rächt sich und bald ist sie ruiniert und steht mit nichts in den Händen da.
Doch Madeleine dreht den Spieß kurzerhand um und nimmt nach und nach an allen grausame Rache.

Meine Meinung:
Eine unglaubliche Geschichte.
In den Schreibstil musste ich mich erst ein bisschen einlesen, ich empfand ihn als recht steif, was aber der damaligen Zeit finde ich sehr gut entspricht.
Es gibt einen Erzähler (der z.B. auch den Leser direkt anspricht) , der aber nie benannt wird, oder bei dem wir erkennen wie er zur Geschichte steht. Am Ende des Buches ist er für mich quasi der “Theaterregisseur“.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt.
Erstens der Untergang von Madeleine, zweitens ihre Rache.
Ab dem zweiten Teil fühlte ich mich wie in einem Theater.
Alles ist bis ins kleines inszeniert, ich weiß genau es wurde erfunden und wird gespielt, hat aber nichts mit der Realität zu tun. Denn auf der einen Seite läuft alles und für die Gegner (die doch auch nicht doof sind), läuft nichts mehr.
Ab hier wurde es mir zu aufgesetzt, zu konstruiert, zu glatt und too much.
Meine anfängliche Begeisterung begann zu bröckeln.

Nichts desto trotz, werden wir einige Male total überrascht, vor allem zum Ende der ersten Teils.

Wir erleben eine Gesellschaft in der es um unter anderem fast nur um Korruption, Gier nach Macht und Geld, Neid, Manipulation und Rache geht.
Dann werden unglaublich viel andere gesellschaftliche Themen angesprochen: berufliche Stellung, sexueller Missbrauch, Pressefreiheit, bzw. Missbrauch, irreführende Werbung, Schweizer Nummernkonten, um nur einige zu nennen.
Das erstarken des Naziregimes im nachbarlichen Deutschland nicht zu vergessen.

Autor:
Pierre Lemaitre, 1951 in Paris geboren, ist Autor mehrerer preisgekrönter Romane und Kriminalromane.

Mein Fazit:
Ein unglaubliches Buch, das ich als Schauspiel gesehen habe, das mich in der ersten Hälfte total verblüfft hat, in der zweiten aber zu konstruiert und glatt war.
Durch seine Vielfalt: Gesellschaftskritisch, menschliche Abgründe und Krimi, hat es mich trotzdem gut unterhalten.
Deshalb von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Bestimmt schön im Sommer

Bestimmt schön im Sommer
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Bestimmt schön im Sommer, von Marlene Fleißig

Cover:
Sommerlich leicht und bunt, passt aber meiner Meinung nach so gar nicht zu der Geschichte.

Inhalt:
Wir lesen die Geschichte von Maria, die nach dem ...

Bestimmt schön im Sommer, von Marlene Fleißig

Cover:
Sommerlich leicht und bunt, passt aber meiner Meinung nach so gar nicht zu der Geschichte.

Inhalt:
Wir lesen die Geschichte von Maria, die nach dem Suizid (?) der Schwester nach Deutschland geflohen ist. Dort hat sie deren Identität angenommen und ein Medizinstudium begonnen.
Nachdem sie alles wieder hat auffliegen lassen, kehrt sie zurück in ihr Dorf nach Galicien.

Meine Meinung:
Ich hatte ein Buch über zwei sehr unterschiedliche Schwestern erwartet (evtl. auch ein Familiengeheimnis) das aber durchaus, heitere oder humorvolle Seiten zeigt.

Gelesen habe ich nun einzelne wirr aneinandergereihte Textabschnitte, durch die ich keinen Zugang oder einen roten Faden für die Handlung oder die handelnden Personen gefunden habe. Ich habe das Gefühl, das Buch überhaupt nicht verstanden zu haben, habe keinen Sinn gefunden. Es sind nur Fragen da, mir fehlt ganz viel Information.
Mir ist weder Maria, noch Adela, oder Mateu oder sonst wer aus der Familie oder dem Freundeskreis verständlich.

Den Schreibstil empfinde ich auch als sehr widersprüchlich, aber oft auch sehr schön und poetisch: ZITAT – Ich lachte ein bisschen, vorsichtig, denn sein Lächeln sollte nicht nur ein kurzes Gastspiel geben, um danach verschreckt die Bühne zu verlassen, sondern zahlreiche Zugaben feiern und vor dem nächsten glorreichen Auftritt höchstens ein paar Minuten Pause machen.
dann theatralisch: ZITAT – Unsere Blicke durften sich nicht treffen, die Druckwelle würde das Fensterglas sprengen, unsere Trommelfelle zerfetzen, und die Kartoffeln auf dem Herd würden uns als heiße Geschosse m die Ohren fliegen.
Im allgemeinen tolle Sätze, sehr vielschichtig und ausdrucksstarke Bilder, aber im Ganzen ist es mir zu aggressiv, zu pessimistisch und negativ. Die Wortwahl ist teilweise auch sehr derb. Humor und Leichtigkeit habe ich sehr vermisst.

Den Titel und das Cover bringe ich so gar nicht mit dem Inhalt des Buches zusammen.
Für mich war die Geschichte leider zu aggressiv, zu negativ, zu wirr.
Für mich ohne Aussage.

Autorin:
Marlene Fleißig, geb. 1992, wuchs in Bayern auf. Sie studierte Übersetzen und Dolmetschen in Leipzig. Die Idee zu ihrem Debütroman kam ihr bei einem Studienaufenthalt in Galicien.

Mein Fazit:
Mich konnte die Geschichte gar nicht erreichen. Weder die handelnden Personen noch die Handlung konnte mich überzeugen.
Ich denke hier ist zu viel zwischen den Zeilen verpackt.
Deshalb kann ich leider nur (ganz knapp - Debütt,) 2,4 Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Thema
Veröffentlicht am 17.03.2019

Liebe Mama, ich lebe noch!

Liebe Mama, ich lebe noch!
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Liebe Mama, ich lebe noch! von Ernst Gelegs

Cover:
Passend historisch zum Buch gestaltet.

Inhalt:
Als ORF-Korrespondent Ernst Gelegs den Nachlass von "Tante Hansi" sichtet, stößt er auf einen unscheinbaren ...

Liebe Mama, ich lebe noch! von Ernst Gelegs

Cover:
Passend historisch zum Buch gestaltet.

Inhalt:
Als ORF-Korrespondent Ernst Gelegs den Nachlass von "Tante Hansi" sichtet, stößt er auf einen unscheinbaren Karton. Darin enthalten: fast 100 Briefe von Leonhard Wohlschläger, Sohn des renommierten Architekten und Wiener Stadtpolitikers Jakob Wohlschläger, und Bruder von Tante Hansi. Die Briefe, datiert zwischen 1933 und 1944, die meisten adressiert an seine Mutter, sind ein spannendes und detailliertes Zeitdokument.
Anhand von Leonhards privater Korrespondenz sowie der Feldpost eröffnet sich ein Paradox: Auf der einen Seite spricht hier ein junger, lebenslustiger Sohn, Bruder und Ehemann, auf der anderen Seite erlebt er als Soldat mit klarem Blick das Kriegsgeschehen an der Front. Einfühlsam balanciert Gelegs im Spannungsfeld zwischen Privatheit und den Zeitläuften der Weltgeschichte.

Meine Meinung:
Nach der Lektüre dieses Buches habe ich sehr zweispaltige Gefühle.
Leonhard ist in meinen Augen kein „heldenhafter“ Soldat.
Aber kann man das in so einem sinnlosen Krieg überhaupt sein?
Bleibt nicht unwillkürlich ein Teil der Menschlichkeit auf der Strecke?
Ist sich nicht jeder selber der Nächste.
Was würde aus mir selber? (Hand aufs Herz?)

Auf jedenfall ein ziemlich „authentisches“ Buch, durch die vielen (über 100) Briefe.

Ich will und kann mich hier nicht zum Richter über Leo aufschwingen.
Hier muss sich jeder selber ein Bild machen.
Leo ist Meister im „organisieren“, sich durchschlängeln, Ellenbogen einsetzen und sich auch mal drücken. Wie es aussieht ist er, außer bei seiner Familie, sich selbst immer der nächste. Seine Art sich durchs Leben zu manövrieren ist schon am Rande der Legalität, finde ich.

Der Schreibstil ist auf jedenfall ausgezeichnet.
Die Briefe werden durch gut recherchierte Fakten und private Anmerkungen, sehr gut zu einem großen Ganzen zusammengefügt.

Autor:
Ernst Gelegs, geb. 1960 in Wien, studierte Politikwissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaften.

Mein Fazit:
Ein interessanter Blick auf das Leben von Leonard Wohlschläger, vor allem in der Zeit als er Soldat war.
Auch wenn ich von manchem schockiert bin und „Leo“ so einige male meine Sympathie verloren hat, gebe ich dem Buch 5 Sterne, denn es ist wirklich sehr gut aufgebaut.


Veröffentlicht am 13.03.2019

Von Bierkrügen und Giftmorden

Von Bierkrügen und Giftmorden (Lorie Pfeffer ermittelt 2)
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Von Bierkrügen und Giftmorden,
Ein Bayern-Krimi, von Cecily von Hundt

Cover:
Schön, aber die Handlung spielt doch mehr in der Stadt.

Inhalt:
Lokalredakteurin Lorie Pfeffer, soll einen Artikel zur großen ...

Von Bierkrügen und Giftmorden,
Ein Bayern-Krimi, von Cecily von Hundt

Cover:
Schön, aber die Handlung spielt doch mehr in der Stadt.

Inhalt:
Lokalredakteurin Lorie Pfeffer, soll einen Artikel zur großen Jubiläumsfeier der reichen Bierbrauer-Familie Berchberger aus Dachau schreiben.
Sie lernt nach und nach die ganze Familie kennen, das Familienoberhaupt Otto, ist ihr dabei besonders unsympathisch.
Nach der Jubiläumsfeier ist dann Otto plötzlich tot.

Meine Meinung:
Dieser Kurzkrimi (138 Seiten), beginnt mit sehr viel „Beschreibung“. Lorie und ihre Familie, ihre Arbeit und ihr Umfeld werden ausgiebig beschrieben. Dabei gibt es dann immer wieder Einschübe über andere Personen, bald wird klar, es sind die Familienmitglieder der Familie Berchberger.
Die eigentliche Krimihandlung, also der Tote tau hat dann erst nach der Hälfte auf. Und auch dann habe ich das Gefühl, dass Lori nicht recherchiert, sondern es wird ihr halt so zugetragen, also ich finde Hobbydetektivin ist da eindeutig zu hoch gegriffen.
Das Ganze wirkt dann sehr zäh und eigentlich ist es keine Krimihandlung.

Bayerkrimi – ja, aber auch nur weil er in bayerischen Städten spielt, von Dialekt oder Lokalkolorit ist eigentlich nichts zu spüren.

Die Handlung sowie auch die Charaktere sind meiner Meinung nach irgendwie recht „verquer“ und auch widersprüchlich.
Wann Lorie selbst in Gefahr geraten soll (laut Klappentext) habe ich nicht gefunden.
Das Ende ist für mich total unbefriedigend und unglaubwürdig.

Mein Fazit:
Die Grundidee dieser Geschichte ist echt gut und ich denke da hätte man viel draus machen können, aber so muss ich sagen konnte mich das Buch so gar nicht überzeugen. Ich gebe 2,5 Sterne die ich mathematisch auf 3 aufrunde.