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Veröffentlicht am 03.03.2023

Ein fantastisches Finale

Die Dunkeldorn-Chroniken - Knospen aus Finsternis
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Nachdem Opal vom Königsgleichen in die Zermahlerin verbannt wurde, kämpft sie Tag für Tag ums Überleben. Die Arbeit auf den Plantagen war im Gegensatz zu dem, was sie hier erdulden muss, Luxus. Gemeinsam ...

Nachdem Opal vom Königsgleichen in die Zermahlerin verbannt wurde, kämpft sie Tag für Tag ums Überleben. Die Arbeit auf den Plantagen war im Gegensatz zu dem, was sie hier erdulden muss, Luxus. Gemeinsam mit den anderen Gefangenen steht sie in einer Fabrikhalle, ohne Tageslicht und stellen das Dunkeldornpulver her. Jeder einzelne Tag ist die Hölle und ein Kampf ums Überleben, denn sie sind nicht nur den Dämpfen des Dunkeldornpulvers ausgesetzt, sondern sobald sie ihre Leistungen nicht mehr erbringen oder krank werden, tauscht man sie aus und niemand will wissen, wo sie anschließend landen.
Gerade, als Opal zu zerbrechen droht und kurz vor dem Aufgeben ist, wird sie vom dunklen Rat gerettet und ins schwarze Kolosseum gebracht.
Auch ihr Jugendfreund Julian hat sich dem dunklen Rat angeschlossen, doch sein Körper ist schwer gezeichnet von den Experimenten, die man an ihm durchgeführt hat.

Im Kolosseum schließen sich die Rebellen zusammen, um den Dunkeldornprinzen zu vernichten.
Aber warum hat man Opal gerettet? Sie hat ihre Gabe verloren und ist völlig wertlos.
Wie soll sie den Königsgleichen besiegen?

Nachdem ich von den ersten zwei Bänden bereits total geflasht war, habe ich die Tage im Kalender gezählt, bis endlich der finale Teil der Reihe erscheint und ich ihn lesen darf.
Ich bin wirklich froh, dass ich mich nicht allzu lange gedulden musste, denn es gibt nichts Schlimmeres, als nach einem fiesen Cliffhanger ein Jahr auf die Fortsetzung zu warten.

Einmal angefangen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, und das nicht zuletzt, dank des wunderbar leichten und flüssigen Schreibstils der Autorin. Sie hat mich wieder von der ersten Seite an mitgenommen, denn sie hat einfach ein Händchen dafür, Worte in eine wundervolle Geschichte umzuwandeln und sie so bildhaft zu beschreiben, dass ich die Handlung lebendig vor Augen hatte.
Auch die oft etwas bedrückende und düstere Atmosphäre hat sie gekonnt eingefangen.

Die charakeristische Entwickung von Opal ist einfach nur toll. Sie ist eine außergewöhnliche, starke und mutige Protagonistin. Immer wieder tauchen Schwierigkeiten und Probleme auf, die es zu beseitigen gilt und man hat das Gefühl, sie wächst an jeder Herausforderung, die sie meistern muss.

Doch die Autorin schafft es, auch allen anderen Figuren ein Gesicht zu geben. Sie verfügen über ausreichend Tiefe, sind lebendig beschrieben und waren für mich zu jeder Zeit greifbar.
Bei einigen Charakteren wusste ich lange nicht, wem Opal trauen kann und wo sich ein Verräter versteckt.
War ich im letzten Band noch zuversichtlich, mich in einem Protagonisten getäuscht zu haben, musste ich hier feststellen, dass meine Hoffnung zerstört wurde.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Liebesgeschichte sich in einem angenehmen Tempo entwickelt und nicht so sehr im Fokus steht.
Am Ende gibt es ein packendes und fesselndes Finale und ich muss mich von Opal, Julian und allen anderen Protagonisten verabschieden.

Fazit
Spannend, brutal, düster, emotional.
Eine tolle eptische Fantasy-Story, voller actionreicher Szenen, die mich mit fantastischen Charakteren und einer fesselnden und emotionalen Komponente überzeugt hat.
Eine der besten Fantasy-Trilogien, die ich seit langem gelesen habe. Ich hätte gerne mehr als 5 Sterne für diesen Pageturner gegeben.

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Veröffentlicht am 28.02.2023

Eine Fantasy-Story die ich gerne weiterempfehle

Laurelin – Das Flüstern des Lichts
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Laureline de Jong lebt in Amsterlock. Einer Stadt, in der es neben den Menschen auch Flüsterwesen. Sie ist die Tochter von Beatrice de Jung, der Baronin der Liebe.
Ihre Mutter, die Baronin der Liebe, ...

Laureline de Jong lebt in Amsterlock. Einer Stadt, in der es neben den Menschen auch Flüsterwesen. Sie ist die Tochter von Beatrice de Jung, der Baronin der Liebe.
Ihre Mutter, die Baronin der Liebe, regiert gemeinsam mit fünf anderen Baronen die Stadt. Doch die Barone arbeiten nicht nur alle gegeneinander, sondern sie haben auch einen sehr fragwürdigen und zweifelhaften Ruf. Ihre Machtstellung halten sie aufrecht durch Schmuggel, Erpressung und Diebstahl.
Laurelin ist für ihre Mutter von unschätzbarem Wert, denn sie spioniert ihre Gegner aus und schafft sie aus dem Weg. Doch sie hütet auch ein dunkles Geheimnis und wenn dieses ans tageslicht kommen sollte, ist nicht nur ihr Leben in Gefahr, sondern das ihrer ganzen Familie.

Als eine ihrer Schwestern ermordet wird, macht Laurelin sich auf die Suche nach dem Verantwortlichen und gerät immer tiefer in ein Konstrukt aus Verschwörungen und Intriegen.

Nachdem mir im ersten Teil die Protagonisten einige Probleme machten, war ich gespannt auf „Laurelin – Das Flüstern des Lichts“.
Die Bücher sind völlig unabhängig voneinander lesbar, denn wir begegnen hier ganz anderen Figuren.
Das Cover ähnelt Band eins sehr, ist aber diesmal in einem dunklen Farbton gehalten. An der Innenseite des Covers finden wir eine Übersicht der Barone, die Amsterlock regieren.

Der Schreibstil ist wieder sehr leicht und flüssig und es fiel mir nicht schwer, in die Geschichte einzutauchen. Allerdings ist mir gleich zu beginn ein ziemlicher Logikfehler aufgefallen. Auf Seite 8 trägt Laurelin einen Smoking und zwei Seiten weiter zupfen ihre Finger den Rock hoch, um an die Klinge zu gelangen.
Allerdings sind mir anschließend keine gravierenden Fehler mehr aufgefallen.

Wir verfolgen die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven, die alle in der Ich-Form geschrieben sind. Einmal Laureline de Jong und aus den Sichtweisen des Diebes Quentin und der Elfe Zori. So bekommen wir zu jeder Zeit Einblicke in die Gefühlswelt und in die Gedanken der drei Hauptfiguren.

Am Anfang hatte ich die Befürchtung, dass Laurelin eine einkalte Killerin ist, die alle Gegner ihrer Mutter ohne Skrupel tötet. Doch ich habe mich Gott sein Dank getäuscht. Sie ist eine außergewöhnliche Protagonistin, die nicht nur mit einer kämpferischen Haltung punktet. Laurelin beweist auch, dass sie eine warmherzige Person ist, die sich um ihre Familie sorgt und auch bei anderen zeigt, dass sie Mitgefühl und ein Herz hat.
Auch Quintus ist ein vielschichtiger Charakter, der mich mit seinem Faible für schicke Kleidung und seinen Äußerungen so manches Mal zum Lachen gebracht hat.
Zori ist eine sanftmütige Elfe. Ich hätte sie am liebste manchmal geschüttelt. Anstatt sich selbst zu retten, begibt sie sich immer wieder in Gefahr, um anderen zu helfen.
Sehr gut hat mir auch die zarte Liebesgeschichte gefallen, die sich am Rande der Handlung entwickelt. Die Emotionen zwischen den Beiden waren zu jeder Zeit deutlich spürbar.

Caroline Brinkmann hat in diesem Buch die Charaktere sehr realistisch und glaubwürdig gestalten.
Auch die Nebencharaktere, wie zum Beispiel Laurelins Geschwister, Seraphina und Gerlina oder Ophelia wurden sehr lebendig beschrieben und rundeten die Geschichte wunderbar ab. Wem können unsere Hauptprotagonisten überhaupt noch trauen? Wo ist die undichte Stelle? Es ist zu keinem Zeitpunkt ersichtlich, wo der Feind sich befindet und so steigt durch immer neue Hinweise und überraschende Wendungen die Spannung immer weiter an.
Am Ende konnte mich Caroline Brinkmann nicht nur mit ihrer Story, sondern auch mit den Charakteren überzeugen und ich empfehle diese Fantasystory gerne weiter.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Definitiv mehr Romantasy als Teil 1

Burning Hearts
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Es handelt sich um Band 2 der Trilogie und es ist zu empfehlen die Bücher der Reihe nachzulesen.

Yésals mysteriöse Krankheit schreitet rapide fort. Immer öfter hat er Anfälle, in denen er im Wahn alles ...

Es handelt sich um Band 2 der Trilogie und es ist zu empfehlen die Bücher der Reihe nachzulesen.

Yésals mysteriöse Krankheit schreitet rapide fort. Immer öfter hat er Anfälle, in denen er im Wahn alles um sich herum zerstört ohne es bewusst mitzubekommen. Als er während eines Anfalls die Kontrolle über den Vulkan verliert und dabei nicht nur das Schloss, sondern viele Soldaten und Diener tötet, sieht er ein, dass er es ohne Hilfe nicht schafft und macht er sich auf den Weg zu seinem Freund Hescatór, um ihn um Rat zu fragen.
Währenddessen hat Yelena nach einem heftigen Streit mit Yésal beschlossen, dass es besser ist, wenn sie getrennte Wege gehen. Sie macht sich deshalb alleine auf nach Zéhane, um dort nach ihrem Vater zu suchen.
Doch unterwegs wird sie von einer Bestie angegriffen und ausgerechnet Yésal rettet ihr im letzten Moment das Leben. Gemeinsam setzten beide ihren Weg durch die Territorien fort, um einen Weg zu finden, die tödliche Krankheit, die mittlerweile in ganzen Dämonenreich wütet, zu besiegen.

Ich habe die Fortsetzung der Reihe schon sehnsüchtig erwartet und deshalb habe ich nicht lange gebraucht, um wieder in die Geschichte einzutauchen.
Der Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut. Er ist leicht und sehr flüssig zu lesen und ich habe die Story innerhalb von zwei Tagen verschlungen.
Auch wenn dieser Teil völlig anders ist, als Band 1, hat er mir sehr gut gefallen.
Wir verfolgen die Handlung wieder aus den Perspektiven von Yelena und Yésal, wobei die Sichtweise von Yelena überwiegt.
Der Fokus liegt in Band 2 auf der Beziehung von Yelena und Yésal.
Während ihrer Reise durch die dreizehn Territorien haben sie Zeit, um sich über ihre Gefühle zu reden und sich darüber klar zu werden, was ihnen wichtig ist.
Elysa Winters spielt mit den Emotionen der Protagonisten und durch die bildhaften Beschreibungen fühlt man intensiv mit ihnen mit.
Beide sind hin- und hergerissen, was ihre Gefühle betrifft und Elysa Winters ist es wunderbar gelungen, diese Empfindungen so zu beschreiben, dass ich ihre Zerrissenheit gut nachvollziehen konnte.
Manchmal hat mir aber dann doch der etwas rücksichtslose und grobe Dämonenfürst etwas gefehlt.
Zu meinen Lieblingsprotagonisten gehört zweifelsohne Yelenas Kammerzofe Zyala und auch Hescator ist eine Figur, die jeder schnell ins Herz schließt.
Und das ist eigentlich auch schon mein einziger Kritikpunkt, denn die Dämonenfürsten waren mir allgemein schon fast zu nett.

Die Schauplatzbeschreibungen sind detailliert und von der Autorin gut ausgearbeitet worden. Immer deutlicher baut sich das Worldbilding vor meinen Augen auf und ich hatte die Territorien bildhaft vor Augen.
Die mysteriöse Krankheit spielt eine immer größere Rolle und die Spannung steigt im Laufe des Plots immer mehr an, bis sie sich am Ende in einen gemeinen Cliffhanger entlädt.

„Burning Souls: Rosenfeuer“ ist ein Band, dass definitiv mehr Romantasy ist, als der erste Teil, auch wenn es einige brutale Szenen gibt.
Jetzt warte ich voller Ungeduld auf den finalen dritten Teil.

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Veröffentlicht am 22.02.2023

Ein tolles Debüt

Ein Hauch von Dunkelheit
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Ana wird Nacht für Nacht von furchtbaren Albträumen gequält, in denen sie sich in einem, dunklen, unheimlichen Wald voller Schatten befindet und vor einer Kreatur flüchtet. Diese Träume kosten sie viel ...

Ana wird Nacht für Nacht von furchtbaren Albträumen gequält, in denen sie sich in einem, dunklen, unheimlichen Wald voller Schatten befindet und vor einer Kreatur flüchtet. Diese Träume kosten sie viel Kraft und verwehren ihr die Erholung, die sie eigentlich benötigt. Jede Nacht sucht sie verzweifelt nach einer Möglichkeit, der Kreatur zu entkommen, doch immer wieder scheitert sie. Als sie eines Nachts die Hoffnung auf einen Ausweg aufgibt, verändert sich etwas. Plötzlich verschmelzen Traum und Wirklichkeit miteinander und sie wacht am Morgen mit dreckigem Pyjama und einer verstauchten Hand in ihrem Bett auf.
Sie findet heraus, dass diese Welt wirklich existiert und ehe sie sich versieht, wird sie mitten in einen schrecklichen Krieg hineingezogen und gerät zwischen die Fronten.
Während sie versucht, Antworten zu finden, findet sie Trost bei Thion, einem jungen Mann, zu dem es sie immer wieder zieht. Doch Thion ist auf der Seite der Dunkelheit…

Als ich dieses Buch im Dunkelsternverlag entdeckte, machten mich das Cover und der Klappentext sofort neugierig.
Auch die Innengestaltung ist wunderbar auf die Geschichte abgestimmt. Die Schatten tauchen vor jedem Kapitel wieder auf und begleiten mich während des Lesens.

Die Autorin hat mich mit ihrem Debüt von der ersten Seite an mitgenommen. Ihr Schreibstil ist wunderbar lebendig und sehr dynamisch und flüssig.
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. In der ersten Hälfte des Buches befinden wir uns in Fair Oak in Kalifornien. In Teil zwei dann in der magischen Welt Tus Nua und im dritten Teil in der Heimat.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sorgen so dafür, dass die Leichtigkeit beim Lesen nicht verloren geht.

Wir verfolgen die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven, wobei die Sicht von Ana im Gegensatz zu allen anderen, aus der Ich-Perspektive geschrieben ist.
Schon auf der ersten Seite wird man direkt in die Geschichte hineingeworfen und wir befinden uns mitten in einem von Anas Albträumen.

Zitat:
„Okay, bleib ruhig“, flüsterte ich und wünschte, ich hätte mir etwas Wärmeres angezogen. Aber wer ging schon mit Mantel und Gummistiefeln ins Bett?“

Schon nach wenigen Sätzen war ich so von der Story gefesselt, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Jessica Nemerhi hält sich nicht mit langen Erklärungen auf. Mit ihrer eloquenten Ausdrucksweise beschreibt sie das Worldbilding sehr bildhaft und anschaulich. Auch die teilweise etwas düstere Atmosphäre wurde von ihr wunderbar eingefangen.
Ana lebt, nachdem ihre Eltern früh gestorben sind, bei ihrem Großvater. Sie geht zur Schule und hat in Theresa eine gute Freundin. Doch als die Albträume, die Ana Nacht für Nacht quälen, real werden, ändert sich ihr Leben von einem Tag auf den anderen.
Ich konnte mich gut in ihre Gefühle und Gedanken hineinversetzen und nachvollziehen, dass sie sich schwer damit tat, diese neue Realität zu akzeptieren. Gut gefallen hat mir auch ihre Entwicklung innerhalb des Plots.
Auch Thion ist ein Protagonist, der von der Autorin wunderbar authentisch gestaltet und auch wenn der Verlauf der Liebesgeschichte für mich etwas vorhersehbar war, habe ich ihn mit der Zeit immer mehr ins Herz geschlossen.
Von den Nebencharakteren hat mir Naya am besten gefallen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Nebenfiguren entwickelt sie sich wunderbar weiter.
Leider kamen für mich alle anderen Charaktere etwas zu kurz und bei Sinan, Malik, Naya, Cyrian und alle anderen Figuren fehlte es mir etwas an Tiefe. Auch ein Wiedersehen zwischen Ana und Theresa wäre schön gewesen.
Mit dem Ende hat die Autorin mich sehr überrascht, denn ich hatte vorher nicht wirklich eine Idee, wie die Geschichte enden könnte.
Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung. Genug Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden.

Jessica Nemwehi hat mich mit ihrem Debüt „Ein Hauch von Dunkelheit“ positiv überrascht und ich bin gespannt auf das, was da noch kommen wird.

Eine tolle Story, die ich allen Fantasy-Fans nur wärmstens empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 20.02.2023

Fantasystory mit kleinen Schwächen

Aurora – Das Flüstern der Schatten
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Wunder entstehen da, wo Licht und Dunkelheit mit Liebe verbunden sind.“

Während die Einwohner der Stadt Hansewall tagsüber Sol, der Göttin des Lichts dienen, herrscht nachts ein gefürchteter Dämon. Der ...

Wunder entstehen da, wo Licht und Dunkelheit mit Liebe verbunden sind.“

Während die Einwohner der Stadt Hansewall tagsüber Sol, der Göttin des Lichts dienen, herrscht nachts ein gefürchteter Dämon. Der Herr der Käfer und Herrscher der Dunkelheit versetzt die Menschen in Angst und Schrecken.
Aurora, eine Priesterin des Lichts will die Stadt von diesem Dämon befreien und ist bereit, dafür nicht nur ihre große Liebe zu opfern, sondern auch ihr Leben.
Doch als sie Stunden später auf dem Boot des Jungen Kaz erwacht, fehlt ihr jede Erinnerung. Sie weiß weder ihren Namen, noch was geschehen ist.
Außer dem Jungen mit den grauen Sturmaugen traut sie niemandem und ist deshalb froh als er ihr bei der Suche nach ihrer Identität und der Wahrheit zur Seite steht.
Doch man ist auf der Suche nach Aurora und ehe die beiden sich versehen, werden sie mitten in einem Kampf zwischen Licht und Dunkelheit gezogen und Aurora muss eine Entscheidung treffen.

Für mich ist es das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe.
Das wunderschöne Cover hat mich gleich begeistert und als auch der Klappentext eine spannende Fantasystory versprach, stand fest, dass ich es unbedingt lesen muss.

Der Schreibstil von Caroline Brinkmann ist sehr locker und flüssig.
Es fiel mir deshalb leicht in die Handlung einzutauchen.
Wir verfolgen die Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven. Aus der Sicht von Aurora, bzw Juna, Kaz und der Undine Nyx. So erhalten wir von mehreren Seiten Einblicke in das Geschehen.
Allerdings hat mir eine Sichtweise gefehlt und das ist Elian.

Gleich zu Beginn hatte ich mit mit der Hauptprotagonistin schon etwas Probleme.
Dabei geht es um die starke Veränderung der Persönlichkeit von Aurora. Als sie auf dem Boot von Kaz erwacht und nicht weiß, wer sie ist, gibt Kaz ihr den Namen Juna. Während Aurora zu Beginn als starke, sehr mutige und angstfreie Kriegerin agiert, ist Juna lange Zeit ein eher ängstliches und hilfloses Mädchen, die sich an Kaz klammert, sobald es Probleme gibt. An diesen Wechsel der Persönlichkeit musste ich mich erstmal gewöhnen.

Eine richtig spannende Figur ist eigentlich Kaz. Er musste schon früh lernen, selbstständig zu leben. Auch Vertrauen zu anderen zu fassen, fiel ihm lange schwer, denn die meiste Zeit hat er alleine auf seinem Boot verbracht.
Es hat mich etwas gestört, dass schon sehr früh sein Geheimnis gelüftet wurde. Ich denke, daraus hätte man etwas mehr machen können.
Nicht so richtig mitreißen konnte mich auch die Liebesgeschichte. Das ging mir einfach zu schnell und ich konnte die Gefühle der beiden nicht nachvollziehen.
Mein Lieblingsprotagonistin ist die Undine Nxy. Ihre Gedankengänge und spöttischen und sarkastischen Kommentare fand ich sehr witzig und die Kapitel aus ihrer Perspektive waren immer besonders unterhaltsam. Auch Violetta hat mir sehr gut gefallen.

Es gibt keine ausschweifenden und bildgewaltigen Beschreibungen und die Autorin hat sich beim Worldbildung auf das Wesentliche konzentriert.
In den meisten Storys gibt es nur eine weiße, gute Seite und eine schwarze, böse Seite. Hier ist mir jedoch positiv aufgefallen, dass die Autorin in der Geschichte die Farben neu gemischt und verschiedene Grautöne hinzugefügt hat, die die Handlung bereichern.

Die Spannung ist während des ganzen Plots auf einem guten Level und unvorhersehbare Wendungen und Überraschungen sorgten dafür, dass es bis zum Ende so blieb.

Auch wenn mir der Plot gut gefallen hat und es eine spannende Fantasystory ist, konnte
„Aurora – Das Flüstern der Schatten“ mich leider nicht vollständig überzeugen. Ich bin mit den meisten Charakteren einfach nicht richtig warm geworden und am Ende ging mir alles etwas zu schnell.

Deshalb es von mir 3, 5 Sterne

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