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Veröffentlicht am 04.04.2023

Unsicherheit der vier Schwestern darüber, wie es zum Unfalltod des Vaters kam

Sommerschwestern – Die Nacht der Lichter
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Im zweiten Band der Reihe „Sommerschwestern“ von Monika Peetz steht der Unfalltod des Vaters der vier Protagonistinnen im Mittelpunkt. „Die Nacht der Lichter“, wie auch der Untertitel des Buchs lautet“ ...

Im zweiten Band der Reihe „Sommerschwestern“ von Monika Peetz steht der Unfalltod des Vaters der vier Protagonistinnen im Mittelpunkt. „Die Nacht der Lichter“, wie auch der Untertitel des Buchs lautet“ ist der freudige Anlass, aus dem die Naturwissenschaftlerin Helen ihre Schwestern nach Bergen in den Niederlanden einlädt. Seit Monaten leidet sie unter Einschlafstörungen und empfindet Bedauern darüber, dass sie ihren dreißigsten Geburtstag nicht mit der Familie gefeiert hat. Immer größer wird ihr Wunsch nach gemeinsamer Zeit mit den Schwestern. Damit ihre Einladung attraktiv genug ist, um angenommen zu werden, mietet sie die Villa für mehrere Tage an, in der die Familie viele Jahre glücklich den Sommer verbrachte bis zu einer stürmischen Nacht, in der der Vater sein Leben verlor.

Über die Mutter Henriette erfuhr ich als Leserin, dass sie sich momentan auf einer Campingreise mit ihrem neuen Ehemann befindet. Helen erhält von ihrer ältesten Schwester Doro, einer selbständigen Kostümbildnerin, Helen nur eine eingeschränkte Zusage, weil sie sich wegen eines Auftrags nicht den ganzen angedachten Zeitraum freinehmen kann. Yella, die zweitälteste der vier Schwestern, freut sich, dass sie mit ihren beiden kleinen Söhnen dem Alltagstrott entfliehen kann. Helens Zwillingsschwester Amelie ist bereits vor Ort in Bergen, weil sie in dortigen Künstlerdorf in einer Wohngemeinschaft ihre berufliche und persönliche Erfüllung sucht.

Bei einer Recherche zu den Ereignissen der damaligen Sturmnacht bemerkt Helen eine Unstimmigkeit und beginnt den Tod des Vaters zu hinterfragen. Sie ruht nicht mit ihrer Suche nach dem Motiv, warum er mit dem Auto unterwegs war. Aber ihre Schwestern schweigen und fordern von ihr, nicht zurück, sondern nur nach vorne zu schauen. Mühsam trägt sie weitere Details zusammen und stellt schließlich fest, dass jede der Schwestern eine andere Erinnerung an die betreffende Nacht besitzt.

Bereits im ersten Band beschreibt die Autorin ihre Protagonistinnen mit eigenen Ecken und Kanten. Inzwischen hat sich jede von ihnen weiterentwickelt, was sich nicht immer zum Besten auf das Verhältnis der Schwestern untereinander auswirkt. Helen versteht es, trotz kleiner und größerer Meinungsverschiedenheiten Doro, Yella und Amelie zu nehmen, wie sie sind. Aber ihre Aussagen zur Sturmnacht stellen ihr Vertrauen auf eine schwierige Probe. Es ist auch wenig hilfreich, dass ihre Mutter auf telefonischen Weg wie üblich Beachtung einfordert und sich mit der Ältesten verbündet zu haben scheint.

Sehr genau schaut Monika Peetz auf das Familiengefüge und die kleinen Unstimmigkeiten, die Anlass bieten zu Eifersucht und Streit, wobei das Zusammengehörigkeitsgefühl der Familie aus starken Stricken gewebt ist und ein Vergeben ohne viele Worte ermöglicht. In ihre Geschichte bindet die Autorin niederländischen Lebensstil ein, den sie aus eigener Erfahrung kennt, und ermöglicht damit ein realistisches Gesamtbild.

Gerne habe ich die Sommerschwestern im zweiten Band der Reihe „Die Nacht der Lichter“ von Monika Peetz zum Urlauben ins niederländische Bergen hin begleitet. Aufgrund unterschiedlicher Lebensauffassungen und der Unsicherheit über die Ereignisse der Sturmnacht vor vielen Jahren, in denen der Vater sein Leben verlor, bleiben die Tage am Meer nicht nur unbeschwert, sondern stellen die vier Schwestern vor neue Probleme im Miteinander. Doch feste Familienbande zeigen bereits dem Nachwuchs, dass man sich übereinander ärgert, aber man auch verzeihen sollte. Ein dritter Band soll im März 2024 erscheinen und ungeduldig hoffe ich darauf, dass darin auch die letzten Widersprüchlichkeiten in der Familiengeschichte aufgeklärt werden. Gerne empfehle ich das Buch weiter. Für Lesende, die den ersten Band bereits mochten, ist das Buch ein Must-Read.

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Eine Geschichte über Freundschaft zwischen Jugendlichen und der Liebe zwischen Mutter und Kind

Der Ruf des Eisvogels
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Anne Prettin erzählt in ihrem Roman „Der Ruf des Eisvogels“ die Geschichte dreier Generationen von Frauen einer Familie im Zeitraum von 1925 bis ins Jahr 1991. Das blumige Cover steht in Verbindung mit ...

Anne Prettin erzählt in ihrem Roman „Der Ruf des Eisvogels“ die Geschichte dreier Generationen von Frauen einer Familie im Zeitraum von 1925 bis ins Jahr 1991. Das blumige Cover steht in Verbindung mit der Schönheit der Natur, die von einigen Familienmitgliedern geschätzt wird. Demgegenüber liegen vor allem über dem Leben von Olga, der Mutter von Becki und Großmutter von Sara, dunkle Schatten. Nach Aussage ihres Großvaters, den sie Pa nennt, manifestierte sich die Seele der Mutter von Olga, die bei ihrer Geburt starb, in Form eines Eisvogels, den sie zwar selten, aber doch immer wieder zu Gesicht bekommt und auf diese Weise eine bleibende Verbindung schafft.

Zu Beginn des Buchs schildert die Autorin die Szene der Geburt von Olga, die mir als Leserin die Kenntnis über ein Geheimnis von Olgas Vater gab. Hierin erklärt sich dessen weiteres Verhältnis zu seiner Tochter, über das die Protagonisten viele Jahre rätselt, denn sie fühlt sich von ihm abgelehnt. Stattdessen wird sie von ihrem Pa und einer Haushälterin umsorgt.

An der Seite ihres Großvaters lernt sie die Natur ihres Heimatorts in der Uckermark kennen, schaut ihm bei den Behandlungen seiner Patienten zu und darf ihm in jungem Alter bereits assistieren. Für sie gibt es entgegen den Konventionen der Zeit keinen anderen Berufswunsch als ebenfalls Ärztin zu werden. Olga ist eingebunden in ein Ortsleben, in dem jeder jeden kennt und aus Freundschaften Ehen entstehen. Doch die Ideologie des Nationalsozialismus verändert die Gesinnung einiger Dorfbewohner und die Freiheit des Einzelnen wird dadurch immer mehr eingeschränkt.

Die Vergangenheit wird von Anne Prettin im Buch in Rückblenden erzählt, die eingebunden sind in das Geschehen im niedersächsischen Oldenburg, dem Wohnort von Olga im Jahr 1991. Becki und Sara wissen wenig über die Kindheit und Jugendzeit von Olga. Daher schenken sie ihr zum anstehenden Geburtstag eine Reise in die Uckermark. Mit und mit erfuhr ich als Leserin früheren bedrückenden Ereignissen, die dazu führten, dass Olga die Reise nicht antreten möchte. Sie hat inzwischen ihren Frieden mit dem damals Erlebten geschlossen und fürchtet die Begegnung mit Freunden und Bekannten aus ihren jungen Jahren.

„Der Ruf des Eisvogels“ beschreibt aber noch mehr als Dorfleben der jungen Frau während des Zweiten Weltkriegs. Anne Prettin begleitet Olga auf ihrem weiteren Weg in den Nachkriegstagen ins Ostseebad Kühlungsborn, bis sie eine neue Heimat findet im weitgehend unzerstört gebliebenen Oldenburg. Sehr gute Recherche lassen eine Historie voller Leid lebendig werden. Währenddessen hält die Autorin aus Spannungsgründen bis zum Ende hin die Frage offen, was in den letzten Kriegstagen geschah, in der Zeit, als Becki geboren wurde.

Sowohl Olga wie auch ihre Tochter und Enkeltochter haben ihre eigenen Vorstellungen vom Leben, für die sie kämpfen. Becki sucht als Restauratorin im Gegensatz zu ihrer naturverbundenen Mutter keine Heimat, sondern erhält sich ihre Neugierde auf die Erkundung neuer Örtlichkeiten, denen sie ihre Schönheit wiederschenken möchte. Sara weiß als junge Frau bereits genau, was sie möchte, vielleicht weil für sie immer jemand an ihrer Seite war, von dem sie geliebt wurde.

In ihren Roman „Der Ruf des Eisvogels“ verpackt Anne Prettin über einige unerwartete Wendungen hinweg eine Geschichte voller Freundschaft und Eifersucht zwischen Jugendlichen, dem Kampf gegen widersinnige Ideologie, dem Einsatz für ein selbstbestimmtes Leben und der unauflösbaren Liebe zwischen Mutter und Kind. Sehr gerne empfehle ich den vielseitig gestalteten Roman weiter.

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Innere Zerrissenheit der Mutter zwischen Pflicht und der Suche nach Identität

Maman
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Sylvie Schenk hat in ihrem Buch „Maman“ eine Romanform entwickelt, mit der sie versucht, sich der Persönlichkeit ihrer längst verstorbenen Mutter Renée zu nähern. Deren Herkunft blieb der Tochter zeitlebens ...

Sylvie Schenk hat in ihrem Buch „Maman“ eine Romanform entwickelt, mit der sie versucht, sich der Persönlichkeit ihrer längst verstorbenen Mutter Renée zu nähern. Deren Herkunft blieb der Tochter zeitlebens ein Rätsel.
Erst durch die Recherche ihrer Schwester erfuhren sie den Namen ihrer Großmutter Cécile, einer Arbeiterin in einer der Fabriken zur Seidenherstellung in Lyon, die unter der Geburt im Jahr 1916 verstarb. Sie wurde nur 45 Jahre alt. Der Vater von Renée ist unbekannt. Einige Jahre lang wuchs die Mutter der Autorin mit wenig Liebe auf dem Land auf, bevor sie von einem gut betuchten Ehepaar in Pflege genommen wurde. Dennoch hat sie aufgrund ihrer unklaren Abstammung nie die gewünschte Anerkennung in ihrer Schwiegerfamilie gefunden.
In ihrer Fantasie blickt die Autorin ihren Vorfahren über die Schulter. Auf diese Weise malt sie sich Situationen aus, die ihre Großmutter Cécile und ihre Mutter erlebt haben und lässt sie für den Lesenden lebendig werden. Sie stellt sich das Sterben ihrer Großmutter vor und ergründet in diesem Zusammenhang das Umfeld, in dem Cécile gelebt hat.
Sylvie Schenk versetzt sich in die Gefühlswelt ihrer Mutter, erkundet ihr Schweigen, ihre Ansprüche bis hin zur Vorstellung ihres Liebeslebens. Die ersten Jahre bleiben im Dunkeln, weil Renée verdrängt, was ihr widerfahren ist. Aber dennoch bleibt das Erlebte tief in ihr, denn es lässt sich nicht ungeschehen machen. Für ihre neue Pflegemutter ist es schwierig, ihr Sicherheit zu vermitteln und ihr Vertrauen zu gewinnen. Die seelischen Wunden heilen langsam.
Untrennbar ist das Leben von Renée mit dem ihrer Kinder verbunden, die sich von ihr wenig geliebt fühlten. Sie hat durch Erfahrung oder Beobachtung gelernt, wie man sich wann verhält, aber nicht, wie man Freude vermittelt. Wenn sie eine Meinung kundtat, auch gegenüber dem Dienstmädchen und dem Vater, empfanden die Geschwister sie oft als ungerecht.
Es gelingt der Autorin nicht, alle Schleier über dem Leben der Mutter zu lüften wie beispielsweise Teile eines von der Familie als Fauxpas bezeichneten Ereignisses. Dabei verbleibt ein Spielraum für eine weitere Facette, die jedes der Kinder nach eigener Vorstellung füllt. Die innere Zerrissenheit der Mutter zwischen Pflicht und der Suche nach Identität begleitet sie ein Leben lang.
In ihrem Roman „Maman“ nähert sich Sylvie Schenk anhand ihrer eigenen und der Erinnerungen ihrer Verwandtschaft einem Bild ihrer Mutter an, das sie mit ihrer Fantasie ausgemalt, aber dennoch nicht vollständig sein kann. Eine Recherche führt sie über einhundert Jahre in der Zeit zurück und verbindet sich mit der Familiengeschichte über Jahrzehnte hinweg. Es war ein aufwühlendes und bewegendes Lesen für mich, während ich mehr über die Autorin und ihrer Angehörigen erfahren durfte. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 27.03.2023

Ansprechende Rezepte, die zu köstlichen Backergebnissen führen

Köstliches aus Hefeteig
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Im Buch „Köstliches aus Hefeteig“ aus der Reihe „Die Schätze aus Omas Backbuch“ gibt es 86 Backrezepte zum Nachbacken. Die MitarbeiterInnen des bayrischen Unternehmens Rosenmehl haben sie aus den Zusendungen ...

Im Buch „Köstliches aus Hefeteig“ aus der Reihe „Die Schätze aus Omas Backbuch“ gibt es 86 Backrezepte zum Nachbacken. Die MitarbeiterInnen des bayrischen Unternehmens Rosenmehl haben sie aus den Zusendungen der Lesenden ausgewählt, die sie nach einem Aufruf erhalten haben. Die Rezepte wurden in ihrer Backstube nachgebacken und in Hinsicht auf Zutaten, Zubereitung, Herdeinstellung und der damit verbundenen Backzeit auf einen aktuellen Stand gebracht. Dabei haben sie Mehl aus der eigenen Produktion genutzt, aber selbstverständlich kann Mehl gleichen Typs jeden anderen Unternehmens verwendet werden.

Das Inhaltsverzeichnis listet acht Kategorien auf. Dabei kann unter Lieblingskuchen, womit Klassiker der Kaffeetafel gemeint sind, Zöpfe, Stollen, süße Brote, außerdem Kleines und Feines, Mehlspeisen, Schmalzgebackenes sowie Herzhaftes gewählt werden.

Im Kapitel „Tipps rund um den Hefeteig“ finden sich sechs Ratschläge, wie der Teig am besten zu behandeln ist, um optimale Backergebnisse zu erhalten. Des Weiteren habe ich beim Backen die Tipps aus der Rosenmehl-Backstube genutzt, bei denen man unter anderem einen Hinweis liest, wie man die Zutaten, die für ein Backblech gedacht sind für eine Springform umrechnet. Am Buchende sind die Rezepte zum schnellen Nachschlagen in einem alphabetischen Register aufgeführt.

Wie in den beiden anderen Büchern der Reihe „Die Schätze aus Omas Backbuch“ und „Weihnachtsbäckerei“ ist jedes Rezept ansprechend in Szene gesetzt. Die Fotos von Oliver Brachat unter Assistenz von Steffi Neff und gestylt von Jutta Deutscher haben Aufforderungscharakter, selbst zu rühren und zu kneten. Bei jedem Gebäck, ob klein oder groß, ist eine Ablichtung des aufgeschriebenen und eingesandten Originalrezepts zu sehen mit der Angabe des Einreichenden, oft ergänzt um eine Erinnerung an die Erstellerin der Backanleitung und einem Foto von ihr.

Weil es gerade in den Speisenplan passte, habe ich „Oma Renates Nuss-Hefekuchen“ ausprobiert sowie Omas süße Hefepfannkuchen, weil sie mich an meine Kindheit erinnerten. Bei beiden Rezepten stimmte jede Angabe und das Ergebnis hat vorzüglich geschmeckt. Weitere Angebote im Buch sprechen mich an und werden in der nächsten Zeit in meiner Küche nachgebacken.

Das Buch „Köstliches aus Hefeteig“ aus der Reihe „Die Schätze aus Omas Backbuch enthält gut durchdachte Rezepte. Die Anweisungen sind leicht zu befolgen und die Ergebnisse köstlich, darum empfehle ich es gerne jedem Backliebenden weiter.

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Veröffentlicht am 23.03.2023

Vier unterhaltsame Kurzgeschichten für eine Auszeit vom Alltag

Zwischen den Wellen glitzert das Glück
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Das Buch „Zwischen den Wellen glitzert das Glück“ von Gabriella Engelmann beinhaltet vier Kurzgeschichten, die Urlaubsflair verbreiten. Bereits das Cover und der Titel wirken einladend dazu. Der Verlag ...

Das Buch „Zwischen den Wellen glitzert das Glück“ von Gabriella Engelmann beinhaltet vier Kurzgeschichten, die Urlaubsflair verbreiten. Bereits das Cover und der Titel wirken einladend dazu. Der Verlag weist darauf hin, dass jede der Erzählungen als ebook erschienen ist sowie einige in einer Anthologie. Ich kannte keine von ihnen und habe mich gerne an der Seite der Protagonistinnen ans Meer mitnehmen lassen.
Die Protagonistinnen der Erzählungen sind unterschiedlich, aber sie vereint der Wunsch auf eine Veränderung in ihrem Leben. Caro ist Bestsellerautorin, gerade wieder Single, aber ohne Ideen für ihren neuen Roman. Im Süden Frankreichs will sie sich den Kopf frei pusten lassen und begegnet dort unerwartet einem hilfsbereiten Mann. Die Redakteurin Olivia benötigt professionelle Hilfe, um eine Lebenskrise zu überwinden. Sie findet bei einem Lebenscoach mehr als nur einen Zuhörer. Die Programmleiterin Lina hilft dem Liebesglück ihrer Freundin Anna ein wenig nach. In der letzten Erzählung des Buchs steht sie selbst im Mittelpunkt, als sie sich während einer spontanen Auszeit auf einer Nordseeinsel verliebt.
Gabriella Engelmann versteht es auch in kurzer Form eine erholsame Atmosphäre zu schaffen, egal ob am Meer oder in der Stadt. Nicht nur als Leserin war das wohltuend, sondern auch den Hauptfiguren gibt die Autorin einen entspannenden Raum, um zu sich selbst zu finden, ihre Gedanken zu ordnen, neue Ideen zu entwickeln und gelassener in die Zukunft zu schauen. Ganz nebenbei ließ sie mich durch die gewählten Berufe ihrer Protagonistinnen Einblicke nehmen in die Verlagsbranche. Bestimmt sind dabei eigene Erfahrungen aus dem Metier eingeflossen.
Die Hauptfiguren sind trotz Ecken und Kanten sympathisch gestaltet. Gabriella Engelmann beschreibt einfühlsam deren Gedanken und Gefühle. Als Lesende hofft man, dass sie Lösungen für die Sorgen in ihrem Leben finden und die Herausforderungen meistern. Die Lektüre ist passend für den Urlaub am Strand, bringt aber auch Behaglichkeit an trüben Tagen.
Mit dem Buch „Zwischen den Wellen glitzert das Glück“ verschaffte Gabriella Engelmann mir eine kleine Auszeit vom Alltag. An der Seite ihrer Protagonistinnen der vier enthaltenen Kurzgeschichten durfte ich träumen, verreisen und auf ein Happy End hoffen. Die Erzählungen sind leichte Unterhaltung, ohne kitschig zu sein. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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