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Veröffentlicht am 04.08.2020

Vollgepackt mit Geschichten aus dem Leben der 4 Protagonistinnen

Die Wunderfrauen
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Im Roman „Die Wunderfrauen“ führt Stephanie Schuster den Leser mittenrein in eine Turnstunde, die erstaunlicherweise im Gemischtwarenladen von Luise Dahlmann in Starnberg stattfindet. „Alles, was das Herz ...

Im Roman „Die Wunderfrauen“ führt Stephanie Schuster den Leser mittenrein in eine Turnstunde, die erstaunlicherweise im Gemischtwarenladen von Luise Dahlmann in Starnberg stattfindet. „Alles, was das Herz begehrt“ ist der Untertitel des ersten Band der Trilogie über vier junge Frauen, die nach den harten Jahren des Zweiten Weltkriegs nun neben anderen Wünschen der gemeinsame Traum eint, wieder glücklich zu sein.

Es ist Herbst 1953 und Luise ist eine der Protagonistinnen. Zur Turngruppe gehört auch Marie Wagner, die aus Niederschlesien vertrieben wurde und jetzt in der Landwirtschaft von Luises Bruder im nahen Leutstetten mithilft sowie Helga Knaup, die aus betuchtem Hause kommt, sich aber gegen eine arrangierte Hochzeit auflehnt und das Erlernen eines eigenen Berufs anstrebt. Annabel von Thaler, die Ehefrau des Chefarztes der nahen Geburtsklinik und die vierte der Wunderfrauen des Romans, ist in dieser ersten Szene allerdings eine stille Beobachterin bis sie den anderen durch ein ungeschicktes Manöver auffällt, das noch lange für Gesprächsstoff sorgt. Schon im Prolog fällt auf, dass die vier Frauen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen kommen und verschiedene Meinungen und Auffassungen haben.

Es ist eine neue Generation von Frauen, die da heranwächst. Anders als ihre Mütter noch sich nach dem Willen ihrer Eltern und Ehemänner zu richten hatten, regt sch bei ihnen der eigene Wille und sie hinterfragen die bisher üblichen Konventionen. Statt zu resignieren setzen sie ihre Worte in Taten um mit allen Konsequenzen. Das Glück, das sie zu finden hoffen, besteht darin, so zu leben, wie sie es für sich selbst als gut befinden. Wenn dabei der ein oder andere Traum in Erfüllung geht ist das umso besser.

Der Roman ist vollgepackt mit Geschichten, nicht nur aus Mitte der 1950er, sondern auch im Rückblick auf die Vergangenheit der Protagonistinnen, auf ihre Kinder- und Jugendzeit zu Hause bei ihren Eltern. Manches wird dabei nur angerissen, denn der Fokus liegt auf den aktuellen Entwicklungen im Leben der Frauen. Jeder hat sein Päckchen an Not und Leid zu tragen, ohne dass sie je die Hoffnung an eine schöne Zukunft verloren hätten. Auf ihrem Weg in die Selbstbestimmtheit erfahren sie Missgunst und Neid, gewinnen aber auch Vertrauen und manchmal unerwartete Unterstützung und erfahren so wie nah Liebe und Hass, Freude und Leid beieinander liegen.

Die Autorin ließ mich die 1950er Jahre auch in Film, Literatur und Musik erleben. Viele Themen der damaligen Zeit baut sie in den Roman ein wie beispielsweise Flucht und Vertreibung, Vormundgestellung bei ledigen Müttern, das Ansehen von Ärzten gegenüber dem von GIs, Traumata von Kriegsteilnehmern und vieles mehr.

In ersten Teil ihrer Trilogie der Wunderfrauen setzt Stephanie Schuster für jede ihrer Protagonistinnen den Grundstein für ein erfülltes Leben. Ich warte schon ungeduldig auf die Fortsetzung, um zu erfahren, ob Luise, Helga, Marie und Annabel ihrem Traum vom Glücklichsein näherkommen. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.07.2020

Hör niemals auf zu träumen!

Wo die Sterne tanzen
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In ihrem Roman „Wo die Sterne tanzen“ räumt Katharina Herzog aka Katrin Koppold Tänzern einen breiteren Raum ein, denn einerseits ist ihre Protagonistin Nele Musicaldarstellerin und andererseits ist eine ...

In ihrem Roman „Wo die Sterne tanzen“ räumt Katharina Herzog aka Katrin Koppold Tänzern einen breiteren Raum ein, denn einerseits ist ihre Protagonistin Nele Musicaldarstellerin und andererseits ist eine Tanzschule ein Teil des Geschehens. Die Haupthandlung spielt auf Juist, wo die Autorin auch die fiktive Schule zum Tanzenlernen ansiedelt. Sterne zieren das Cover des Romans und versinnbildlichen das oft für uns Unerreichbare von dem wir träumen.

Nele und der gleichaltrige Henry lernen sich im Sommer 1991 im Alter von sieben Jahren kennen. Neles Eltern haben sich gerade getrennt. Gemeinsam mit ihrer Mutter ist sie zu Gast bei ihrer Oma Lotte, die auf Juist im sogenannten Deichschlösschen lebt. Auch Henry wohnt auf Juist. Seine Großmutter betreibt die Tanzschule und ist eine Freundin von Lotte. Seitdem verbringen Henry und Nele ihre Ferien zusammen, wenn Nele zu Besuch bei ihrer Oma ist.

18 Jahre nach ihrer ersten Begegnung trifft Nele gemeinsam mit ihrer achtjährigen Tochter Annika wieder einmal auf Juist ein. Der Anlass ist traurig, denn Lotte ist verstorben und Nele, die gemeinsam mit ihrer Mutter das Haus ihrer Oma geerbt hat, sucht einen Käufer für das Deichschlösschen.

Vieles hat sich im Laufe der Jahre im Leben von Nele und Henry ereignet, Katharina Herzog ließ mich als Leserin daran teilhaben. In der Gegenwart war ich an Neles Seite und verfolgte ungeduldig die Geschehnisse, bei denen allerdings weniger der Verkauf des Hauses im Mittelpunkt steht, sondern dass sich Henry ebenfalls auf Juist aufhält. Während dieser Umstand eher banal klingt, erfuhr ich mit und mit, warum Nele wegen dieser Tatsache mit ihren Gefühlen kämpft. Die Autorin schiebt immer wieder Kapitel ein, in denen sie zurückblickt auf Ereignisse der vergangenen Jahre, die für Nele von Bedeutung waren. Diese Einschübe erklärten manche Zusammenhänge, die sich in der Jetztzeit als Rätsel darstellten. Weil ich neugierig war und sie schnell aufdecken wollte, stellte sich bald ein Lesesog ein.

Auch wenn Katharina Herzog ihre Geschichte auf einer Insel spielen lässt, die bis heute hauptsächlich vom Tourismus lebt, so finden dort dennoch genügend Aktivitäten statt, die attraktiv für Gäste und Einheimische sind und ihren Figuren genügend Möglichkeiten geben, sich zu entfalten. Nele träumt schon als Kind davon, eines Tages Musicaldarstellerin zu werden. Aus ihrer Umgebung erhält sie viel Zuspruch und Unterstützung, aber ihr Weg fordert auch ihr ganzes Engagement und sie ist bereit für ihren Traum viele Dinge ihres bisherigen Lebens aufzugeben.

Katharina Herzog schreibt realistisch und nachvollziehbar. Ihre Charaktere sind interessant gestaltet und es macht Freude, ihre Entwicklung zu verfolgen. Die Insel Juist wandelt sich ebenfalls im Zeitablauf mit ihren Gästen. Die Autorin macht in einer Nebenhandlung berührend auf die Sorgen von Flüchtlingen aufmerksam.

Wieder einmal ist es Katharina Herzog gelungen, mit ihrem Roman „Wo die Sterne tanzen“ eine Geschichte voller Liebe, mit kleinen Geheimnissen, Humor, aber auch Trauer zu schreiben, der dazu aufmuntert, niemals mit dem Träumen aufzuhören, seine Angst zu überwinden und zu versuchen, seine Wünsche zu verwirklichen. Das Buch bietet beste Unterhaltung und daher vergebe ich gerne ein uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.07.2020

Grit Landau lässt den Herbst 1922 auf Sardinien lebendig werden

Die sardische Hochzeit
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Mit „Die sardische Hochzeit“ legt die in Nordrhein-Westfalen lebende Autorin Grit Landau, die unter Pseudonym schreibt, ihren zweiten belletristischen Roman vor. Wie in ihrem ersten Buch „Marina, Marina“ ...

Mit „Die sardische Hochzeit“ legt die in Nordrhein-Westfalen lebende Autorin Grit Landau, die unter Pseudonym schreibt, ihren zweiten belletristischen Roman vor. Wie in ihrem ersten Buch „Marina, Marina“ hat ihre Liebe zu Italien sie dazu inspiriert, die Erzählung auf Sardinien spielen zu lassen. Verbunden ist der Roman auch mit ihrem historischen Interesse, so dass mich die Handlung in die 1920er Jahre zurückführte. Umspielt wird die Geschichte von einer Spur Mystik, die sich auch in Einschüben vor jedem Kapitel wiederfindet, denn Grit Landau beschreibt dort sagenumwobene sardische Gestalten und heidnische Bräuche, die auf Sardinien ausgeübt werden. Das führt zu einem besseren Verständnis des Lesers für die handelnden Figuren und ihrer Handlungen.

Der Ligurier Leo Lanteri, wird von seinem Vater, dem Besitzer einer Olivenplantage, nach Sardinien geschickt um dort nach einer speziellen Olivensorte zu suchen. Er hat im Ersten Weltkrieg an vorderster Front gekämpft und dabei ein Trauma erlitten, dass ihm immer noch Alpträume beschert. Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass der Grund nur vorgeschoben ist und Leo die Reise eigentlich nur Antritt, damit tödlich verlaufene mit einem Faschisten vertuscht werden kann.

Unterdessen bereitet sich Gioia Soria, die Tochter des Besitzers eines Landguts bei Sassari, auf ihre Hochzeit mit Gavino vor, dem Sohn einer alteingesessenen sardischen Familie, die Pferde züchtet. In Sardinien formieren sich die Faschisten und auch Gioia Vater hängt dieser politischen Richtung an. Schon sehr bald verbindet Gioia mit Leo mehr als nur die Liebe zur Jazz-Musik.

Die Familie Lanteri verbindet die beiden Romane von Grit Landau. Leo ist der Großvater einer der Protagonisten im Buch „Marina, Marina“, doch beide Erzählungen sind unabhängig voneinander. Die Ankunft von Leo auf Sardinien und die Vorbereitungen der Hochzeit laufen in parallelen Erzählsträngen. Als Leser entstand für mich ein Bild von Sardinien in einer bewegten Zeit, kurz vor der Machtübernahme durch Mussolini. Die Faschisten gewannen auch auf Sardinien immer mehr Anhänger. Ohne, dass sich die Politik zu sehr in den Vordergrund drängt, versteht die Autorin es bestens, die Stimmung einzufangen und die Spannungen, die sich auf verschiedene Weise offen kundtun, wiederzugeben. Sie verdeutlicht, dass Gioia auch als selbstbewusste Frau mit Sinn für das Moderne entsprechend der Konventionen ihrer Zeit zu handeln hat.

Grit Landau hat für ihren Roman zwei Familien kreiert, die typischen Beschäftigungen nachgehen, die bis heute auf Sardinien zu finden sind: dem Olivenanbau und -verarbeitung und der Pferdezucht. Immer wieder lässt sie italienische Wörter einfließen, die für ein besonderes Flair beim Lesen sorgen. Ihre Liebe zur Musik findet sich in den Schwärmereien für Lieder von Gioia und Leo wieder, die am Ende des Buchs gelistet sind. Dort gibt es auch Anmerkungen zu Essen und Trinken, ein Glossar zu sardischen und italienischen Begriffen und eine Literaturliste, deren Bücher es ermöglichen, sich weiter mit Land und Leuten zu beschäftigen.

Der Roman „Die sardische Hochzeit“ von Grit Landau lässt dank der sehr guten Recherche der Autorin die Zeit im Herbst 1922 auf Sardinien, während Mussolini nach der Macht in ganz Italien griff, lebendig werden. Ihre Charaktere agieren realistisch und vorstellbar. Eine unerwartete Wendung zum Ende hin sorgt dafür, dass sich im Leben der Protagonisten vieles verändert und mich überraschte. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.07.2020

Thematisch ungewöhnlich

Das Gartenzimmer
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Das Gartenzimmer“ im gleichnamigen Roman von Andreas Schäfer liegt in der fiktiven Villa Rosen am Rande des Grunewalds. Es ist das erste Gebäude, das die in der Erzählung fiktive Figur des noch jungen, ...

Das Gartenzimmer“ im gleichnamigen Roman von Andreas Schäfer liegt in der fiktiven Villa Rosen am Rande des Grunewalds. Es ist das erste Gebäude, das die in der Erzählung fiktive Figur des noch jungen, ländlich aufgewachsenen und später weltbekannten Architekten Max Taubert im Jahr 1909 entworfen hat. Das Ehepaar Rosen wünscht sich ein Landhaus zur dauerhaften Bewohnung, doch der Idee von Max folgend entsteht ein gegen den Trend der Zeit schnörkelloses Gebäude, das von der Hangseite aus gesehen an die Form eines Schiffs erinnert.

Max hat bereits als Junge in der Werkstatt des Vaters an Klötzen geschreinert, die er gerne vor seinem Auge in die Umgebung eingegliedert hat. Fast hundert Jahre nach seinen Bemühungen steht Luis Lekebusch, der Sohn der aktuellen Besitzer, als stiller unbemerkter Zuhörer vor dem Haus und lauscht auf die eindeutigen Geräusche seines Vaters mit einem anwesenden weiblichen Gast im Zimmer über ihm. Für die Familie Lekebusch wird der Tag von besonderer Bedeutung sein, weil er vieles im Leben der Familienmitglieder verändert. Doch im Innern des Hauses haben sich im Laufe der Zeit seit seiner Erbauung viele bemerkenswerte Geschehnisse mit weitreichenden Folgen ereignet. Und auch wenn es über einige Jahre leer gestanden hat und erst durch die Lekebuschs wiederentdeckt wurde, streckt sich mit unheimlicher Macht seine frühere Bedeutung bis in die Gegenwart. Das Gartenzimmer wird dabei zwischenzeitlich sogar zum Politikum.

Der Aufbau des Romans lässt sich ein wenig mit dem des Hauses vergleichen: Andreas Schäfer schreibt ruhig und klar auf zwei Zeitebenen, die er gegeneinander versetzt wie die beiden Ebenen des Gebäudes. Wie an Bord eines Schiffes lauern auf die Hauptfiguren so manche Gefahren. Seine Charaktere beschreibt der Autor detailliert, mit unterschiedlichen Ansichten über das Haus, die manchmal konträr zueinanderstehen und zu Konflikten führen. Durch die Nebenfiguren bindet der Autor die zur jeweiligen Zeit passenden aktuellen Themen mit ein und zeigt dadurch einen Wandel in Kunst, Politik und Konventionen. Er hat von Anfang verstanden, mich mit der Begeisterung des Architekten für sein Werk und der Bewunderung des Ehepaars Rosen für ihr Heim zu umgarnen, mich weiter mit der Zweckentfremdung des Gartenzimmers im Zweiten Weltkrieg zu verstören und mich schließlich mit der Renovierung durch das Ehepaar Lekebusch zu versöhnen.

Der Roman „Das Gartenzimmer“ von Andreas Schäfer ist thematisch ungewöhnlich und bietet bewegende und berührende Unterhaltung. Die geschilderten Ereignisse im und um das Haus und seiner Nutzer bleiben in Erinnerung. Gerne vergebe ich hierzu eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.07.2020

Realistisch erzählte, abwechslungsreich gestaltete und mit viel Feingefühl geschriebene Kurzgeschichten

Abschiedsfarben
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Im Buch „Abschiedsfarben“ von Bernhard Schlink vereinen sich neun Kurzgeschichten mit ganz unterschiedlichen Aspekten und dennoch bergen sie jede für sich eine Art des Abschiednehmens. Für mich ist der ...

Im Buch „Abschiedsfarben“ von Bernhard Schlink vereinen sich neun Kurzgeschichten mit ganz unterschiedlichen Aspekten und dennoch bergen sie jede für sich eine Art des Abschiednehmens. Für mich ist der Begriff mit Traurigkeit verbunden, aber schon bald nach Beginn des Lesens bemerkte ich, wie geschickt der Autor seine Geschichten sprachlich führt und dabei Höhen und Tiefen erreicht. Er vermag es, jede Stimmungslage in Worte zu fassen und dem Leser zu vermitteln.

So schaut denn beispielsweise in der ersten Erzählung der Protagonist zurück auf die Beerdigung von ihm lieb gewesenen Verstorbenen bis seine Gedanken abschweifen zu einer Rechtfertigung vor sich selbst mit seinem schlechten Gewissen, hin zum Verrat des besten Freunds. Der Wandel ist überaus interessant und überraschend. Auch die zweite Story erstaunt mit einem Dreh, der schließlich eine Liebe offenbart, die nicht sein konnte. In den Geschichten geht es um Kränkung, ums Hinhalten in der Liebe, um das Ringen für Vergebung, um Raffinesse, Erwartungen und Enttäuschungen.

Den Erzählungen ist neben dem Abschied nehmen gemein, dass sie sich alle um die Liebe drehen, zum Partner, zum Bruder, zur Mutter oder auch zu jemandem, der einem unerreichbar erscheint. Bernhard Schlink ist ein guter Beobachter, der Menschen in den verschiedensten Lebenslagen und jeden Alters in seine Geschichten einbindet. Mit sehr viel Feingefühl findet er sich in seine Figuren ein und schildert deren Gedankengänge und Beweggründe. Die Erzählungen sind realistisch, abwechslungsreich und in einer klaren Sprache geschrieben. Mir hat das Lesen sehr viel Freude gemacht und gerne bin ich den Charakteren durch gute und schlechte Zeiten gefolgt. Ich fühlte mich bestens unterhalten und darum empfehle ich das Buch sehr gerne weiter.

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