Cover-Bild Und auf einmal diese Stille
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Geschichte und Archäologie - Geschichte
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 537
  • Ersterscheinung: 17.08.2020
  • ISBN: 9783518470909
Garrett M. Graff

Und auf einmal diese Stille

Die Oral History des 11. September
Philipp Albers (Übersetzer), Hannes Meyer (Übersetzer)

Kein Tag hat sich stärker ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Die Bilder, die Geschichten, die Konsequenzen. Doch die Worte derer, die den 11. September tatsächlich erlebt haben, fehlten fast zwanzig Jahre lang. Garrett M. Graff hat diese Worte gefunden, er hat alle Dokumente, alle Interviews zusammengetragen, hat die Stimmen der Einsatzkräfte, der Zeugen, der Überlebenden versammelt und daraus eine überwältigende Erzählung kompiliert – vielstimmig, erfahrungsecht, im O-Ton.

Und auf einmal diese Stille ist das herzzerreißende Logbuch eines historischen Tages und ein monumentales Zeugnis von Hoffnung und Menschlichkeit in der Dunkelheit.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2020

We remember

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Dieses Buch beinhaltet so viel Trauer, Mut, Kraft und Schicksal.
Wie soll ich beschreiben was ich gelesen habe?

Ich weiß noch, als ich angefangen habe zu lesen, musste ich es nach nur ein paar Seiten ...

Dieses Buch beinhaltet so viel Trauer, Mut, Kraft und Schicksal.
Wie soll ich beschreiben was ich gelesen habe?

Ich weiß noch, als ich angefangen habe zu lesen, musste ich es nach nur ein paar Seiten weglegen und tief durchatmen. Mir standen schon die Tränen in den Augen. Ich bin wirklich niemand der schnell bei Büchern weint aber hier haben schon die ersten Seiten gereicht.

Ich hab mir extra ein Wochenende dafür genommen. Habe mir eine Kanne Tee gekocht und mich tagelang darauf vorbereitet dieses Buch zu lesen. Und wenn ich mich wochen- oder monatelang darauf vorbereitet hätte, es hätte mich trotzdem wie ein Schlag getroffen.
Es gibt so viele Dinge an die wir nicht gedacht haben oder es nicht gewagt haben zu denken. Diese Details sind sehr schwer zu ertragen.

Wenn du also dieses Buch lesen möchtest, mach dich auf eine Menge Gefühlschaos gefasst.

Fang ich mal von vorne an:
In diesem Buch lesen wir die Stimmen der Überlebenden, der Hinterbliebenden aber auch der Toten. Sie alle erzählen wie sie diesen Tag erlebt haben. Es ist so umfangreich, es melden sich so viele Menschen zu Wort. Wir lesen uns in so viele Schicksale hinein. Es ist nicht greifbar.

Die ersten Tage hatte ich beim Lesen sehr viel mit meinen eigenen Erinnerungen zu kämpfen. Deshalb musste ich das Buch wirklich oft weglegen und meinen Gedanken nachjagen. Irgendwann habe ich angefangen mir einige Berichte und Bilder online anzuschauen. Das hat das Ganze einfacher gemacht. So konnte ich auf diese Bilder zurückgreifen und musste nicht mehr meine eigenen Emotionen von vor fast 20 Jahren anzapfen.

Damals war ich 16 Jahre alt. Ich saß Zuhause am Schreibtsich, musste Hausaufgaben machen, hatte keine Lust, schaltete den Fernseher an und sah dann den qualmenden Nordturm. Ich war damals ein riesiger USA-Fan und konnte gar nicht glauben was da passiert ist. Es hieß ja erstmal, es wäre ein Unfall gewesen, dann irgendwann kamen die Bilder wo das zweite Flugzeug in den Südturm kracht und da war es vorbei mit mir. Ich wusste instinktiv dass dies ein Anschlag ist und der 3. Weltkrieg angefangen haben muss. Mit Ersterem hatte ich recht aber zum Glück nicht mit meinem zweiten Gedanken. Ich saß da, auf meinem Schreibstischstuhl und schaute hoch zu meinem Fernseher (da gab es früher so fancy Vorrichtungen womit man die Fernseher hin- und herschwingen konnte), den Mund offen weil ich sprachlos war und das alles nicht fassen konnte.
Und dann, dann ist der Südturm einfach in sich zusammen gefallen. Diese Bilder, das Geräusch, es war unerträglich. Auch wenn ich in Deutschland war, in meinem sicheren Zuhause, fühlte es sich für mich doch so an als wäre ich persönlich betroffen und als dann einige Zeit später auch noch der Nordturm zusammengekracht ist, da war ich dann einfach nur fertig mit der Welt.
Was danach passierte, weiß ich nicht mehr.Die Tatsache dass es noch 2 weitere Flugzeuge gab und das eine das Pentagon getroffen hat und das andere von den Passagieren zum Absturz gebracht wurde, ist völlig an mir vorbei gegangen. Am nächsten Tag haben wir in der Schule eine Schweigeminute für die Opfer eingelegt.


Diese Details , die die Menschen erzählen, die vor Ort waren….Die Feuerwehrleute, die Polizisten….diese Details werde ich niemals vergessen. In meinem Hinterkopf war mir bewusst dass die grausame Wahrheit so aussieht aber ich wollte nicht daran denken. Will ich immer noch nicht. Ich kann das einfach nicht….

Ich bin einige Mal abends mit dem Hund spazieren gegangen und war völlig versunken. In Gedanken. Ich befand mich gedanklich im Jahr 2001 und hab immer nur mit dem Kopf schütteln können. Denn bis heute kann ich es immer noch nicht glauben oder realisieren.

Mir ist bewusst, dass es überall auf der Welt Not gibt und Schicksale und dass dort schlimme Dinge passieren. Der Anschlag auf das World Trade Center ist aber eine außergewöhliche Form von Terror gewesen. Das Land wurde von innen heraus angegriffen, niemand hatte die Möglichkeit dies voraus zu sehen, es aufzuhalten, die Menschen zu retten.

Ich bin nicht gläubig aber beten wir dass so etwas nie wieder passiert und dass Trump im November abgewählt wird!


WE REMEMBER 9/11

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Veröffentlicht am 23.09.2020

Die Stimmen der Opfer

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Die Anschläge des 11. September wird wohl kaum einer vergessen können, der damals schon im "erinnerungsfähigen" Alter war. Dass sich dieses Ereignis vor wenigen Tagen bereits zum 19. Mal gejährt hat, hat ...

Die Anschläge des 11. September wird wohl kaum einer vergessen können, der damals schon im "erinnerungsfähigen" Alter war. Dass sich dieses Ereignis vor wenigen Tagen bereits zum 19. Mal gejährt hat, hat mich allerdings doch etwas erstaunt und mich darüber nachdenken lassen, wie dieses Erleben auch mich beeinflusst hat.

Für mich bedeutet dieser Tag ein schreckliches Geschehen, das ich aus der Ferne beobachtet habe, das für mein Leben aber keine direkten Auswirkungen hatte. Ich konnte die Ereignisse im Kopf nicht emotional einordnen, die Opfer waren gesichtslos. Zudem haben sich in den letzten Jahren zu viele Anschläge ereignet, die auf ebenso grausame Art und Weise unschuldige Menschenleben gekostet haben.

Aber wie war es für die vielen direkt Betroffenen? Die in den Türmen Eingeschlossenen; die Angehörigen, die an diesem Tag oft nicht nur einen wichtigen Menschen verloren haben; die Hunderte an Ersthelfern, Hilfskräften, Feuerwehrmännern und Polizisten und nicht zuletzt die Passagiere der Flugzeuge, die sehenden Auges in den Tod flogen, ohne sich wehren zu können.

"Herb Ouida (World Trade Centers Association, Nordturm, 77. Stock und Vater von Todd Ouida, Cantor Fitzgerald, Nordturm, 105. Stock): Wie jeden Morgen verließen mein Sohn Todd und ich gemeinsam das Haus, um zur Arbeit zu fahren, denn Todd arbeitete im World Trade Center bei Cantor Fitzgerald. Als wir Hoboken erreichten, sagte ich zu Todd: "Warum kommst du nicht mit mir und nimmst die Fähre? Es ist so ein schöner Tag." Er antwortete: "Nein Dad, es ist mir zu kalt draußen." Ich sagte zu ihm: "Hab einen schönen Tag, mein Bester." Das waren meine letzten Worte an ihn."

Dieses Buch gibt genau diesen Menschen eine Stimme, lässt den Leser an ihren Emotionen und Erlebnissen teilhaben; diesen Tag auch für mich zu einem realen Ereignis werden. Die Zitate sind in chronologischer Reihenfolge aufgeführt, die Kapitel teilen den Tag in die einzelnen Ereignisse, verbinden die Einzelschicksale miteinander. Ohne auszuschmücken oder zu beschönigen wird man mit den nackten Tatsachen konfrontiert und so mitten ins Herz getroffen.

"Bruno Dellinger (Firmeninhaber, Quint Amasis North America, Nordturm, 47. Stock): Während ich nach unten ging, liefen sie nach oben in ihren Tod. Und ich lief nach unten, um zu leben. Das werde ich nie vergessen."

Und doch hat die Sache einen kleinen Wehrmutstropfen. Denn die Aussagen, die vor allem von den interviewten Politikern wie Condoleezza Rice oder auch Geroge W. Bush getroffen werden, zeigen, wie sehr sich die Weltanschauung der Amerikaner von der der restlichen Welt unterscheidet (und erklärt auch, wie ein Mann mit dem Wahlspruch "America first" Präsident werden kann).

" Condoleezza Rice: Mein erster Gedanke war, der Welt eine Botschaft zu übermitteln, dass die Regierungsspitze der Vereinigten Staaten nicht ausgeschaltet worden ist. Diese Bilder müssen erschreckend gewesen sein. Es muss so ausgesehen haben, als ob die Vereinigten Staaten von Amerika sich in Auflösung befänden. Die Herausforderung für mich bestand darin, einen kühlen Kopf zu bewahren und sicherzustellen, dass die Leute auf der ganzen Welt nicht in Panik gerieten."

An manchen Stellen hatte man das Gefühl, die Sätze stammten direkt aus einem Drehbuch für ein amerikanisches Kriegsepos, es war einfach etwas übertrieben und hat mich eher mit den Augen rollen lassen als emotional mitgerissen zu werden.

Für mich wichtig war auch das Nachwort des Autors, rückte es doch den Inhalt des Buches in den richtigen Kontext. Hat man aufgrund des Klappentextes und der Werbung, die für dieses Buch gemacht wird, noch das Gefühl, ein einzigartiges, allumfassendes Dokument Zeitgeschichte in der Hand zu halten, so wird nun klar, dass es vor allem nicht das erste seiner Art ist. Vielmehr ist es ein konzentrierter Extrakt, zusammengeführt aus verschiedenen Oral Histories und Archiven, aus 1000 Seiten Zeitzeugenberichten wurden zum Schluss die wichtigsten oder aussagekräftigsten 500 Seiten herausgefiltert. Das macht das Buch nicht weniger wichtig oder umfassend, sollte aber trotzdem auch Erwähnung finden. Zudem steht zwar nur ein Autor auf dem Titelblatt, der Inhalt ist aber eher die Zusammenarbeit gefühlt hunderter Autoren; Garrett M. Graff hat einfach die richtig Idee gehabt, die richtigen Fragen gestellt.

Alles in allem wird es aber ein Buch sein, dass mich noch lange Zeit beschäftigen wird. Die Opfer, die diese Anschläge gefordert haben, werden nicht vergessen und ihre Stimmen hallen in meinem Kopf nach.

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Veröffentlicht am 13.09.2020

Ein nie da gewesenes Zeitzeugnis

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Vielleicht hätte es keinen besseren Moment geben können, das Lesen dieses Buches zu beginnen, als den 11. September. Wohl jeder, der diesen Tag bewusst erlebt hat, weiß, was er gemacht hat, als die Nachrichten ...

Vielleicht hätte es keinen besseren Moment geben können, das Lesen dieses Buches zu beginnen, als den 11. September. Wohl jeder, der diesen Tag bewusst erlebt hat, weiß, was er gemacht hat, als die Nachrichten um die Welt gingen. Auch meine Erinnerungen sind mit jedem neuerlichen Jahrestag sehr präsent und mit diesem einzigartigen Zeitzeugnis ist es dem Autor gelungen, mich auf eine Art und Weise an den Ort des Geschehens mitzunehmen, die kaum in Worte zu fassen ist. Auf so eindringliche, intensive, bewegende und erschütternde Art und Weise reise ich zurück in der Zeit und bin plötzlich mittendrin im Geschehen. Alles spielt sich vor meinen Augen ab. Ich bin an Bord der Flugzeuge, in beiden Towern, in Krankenhäusern, im Flugzeug des Präsidenten der USA, im Pentagon und an so vielen anderen Orten. Dieses Buch ist einmalig und so wichtig. Was am 11. September geschehen ist, konnte auf keine andere Weise mit dieser Wirkung erzählt werden, wie Garrett M. Graff es getan hat. Ich bin tief bewegt, erschüttert und zugleich dankbar für dieses unglaubliche Buch. So viel mehr als die Bilder, die ich im Fernsehen gezeigt bekommen habe, steckt hinter diesem Datum. Erst mit dem Lesen dieses Buches ist mir bewusst geworden, was dieser Tag für uns alle bedeutet.

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Veröffentlicht am 30.08.2020

Eine bewegende und emotionale Nacherzählung des 11. September 2001

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Der 11. September 2001 ist ein Tag, an den sich fast jeder, der damals schon auf der Welt war, erinnern kann. Ich selbst war 10 Jahre alt und hörte im Radio auf dem Heimweg von der Schule von einem Anschlag ...

Der 11. September 2001 ist ein Tag, an den sich fast jeder, der damals schon auf der Welt war, erinnern kann. Ich selbst war 10 Jahre alt und hörte im Radio auf dem Heimweg von der Schule von einem Anschlag auf das World Trade Center in New York. Als die Türme einstürzten, hatten wir zu Hause gerade den Fernseher angeschaltet. Wie aber haben Menschen den Tag erlebt, die von den Anschlägen unmittelbar betroffen waren?

Garrett M. Graff hat unzählige Augenzeugenberichte und Aufzeichnungen aus Oral-History-Projekten gesichtet und diese um zahlreiche eigene Interviews ergänzt. Daraus ist dieses Buch entstanden, dass den Leser detailliert durch den Tag führt und an viele unterschiedliche Orte des Geschehens mitnimmt. Die Flugzeugentführungen werden rekapituliert und durch Tonaufzeichnungen sowie Erinnerungen der Personen, mit denen die Passagiere telefoniert haben, erhält man einen Eindruck, was an Bord passiert ist. Überlebende, die insbesondere aus den höheren Etagen des World Trade Center fliehen konnten, kommen zu Wort und berichten von den Einschlägen und ihrem Weg ins Freie. Feuerwehrleute nehmen den umgekehrten Weg, um weitere Menschen zu retten, viele von ihnen kommen beim Einsturz der Türme ums Leben.

Das Buch ist eine bedrückende Lektüre. Die Überlebenden berichten von den grauenhaften Dingen, die sie gesehen und erlebt haben. Gleichzeitig gibt es auch viele beeindruckende Geschichten über Zivilisten und Helfer von Feuerwehr und Polizei, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens anderen geholfen und sie damit gerettet haben. Gleichzeitig begreift man, wie unübersichtlich die Lage vor Ort war. Viele wussten nicht, was überhaupt geschehen war und nur wenige rechneten damit, dass die Türme wirklich einstürzen könnten.

Das Buch blickt aber nicht nur auf die Ereignisse rund um das World Trade Center, sondern berichtet auch vom Geschehen in Washington D.C. und dem angrenzend liegenden Pentagon, wo das dritte Flugzeug einschlug. Die vierte Flugzeugentführung wird ebenfalls thematisiert. Zudem erfährt man einiges über die Handlungen und Entscheidungen der Politik, des Militärs und der Geheimdienste. Der Tag von George W. Bush wird ausführlich geschildert, und auch die Erinnerungen des damaligen Verteidigungsminister Rumsfeld sowie der damaligen Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice und ihrer Mitarbeiter sind abgedruckt.

In Summe erhält man eine bewegende und emotionale Chronik des 9. September 2001, in der zahlreiche persönliche Erinnerungen ihren Platz gefunden haben und gleichzeitig eine verständliche Einordnung ins Gesamtgeschehen stattfindet. „Und auf einmal diese Stille“ ist ein gelungener Beitrag dazu, die schlimmen Ereignisse ebenso wie die kleinen und großen Heldentaten an diesem Tag nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und auch zukünftigen Generationen ein Nachvollziehen zu ermöglichen.

Veröffentlicht am 29.08.2020

Der Tag von dem jeder weiß was er getan hat

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Kaum ein Datum hat sich bezüglich des Terrorismus so sehr in das Gedächtnis der Menschheit eingebrannt wie der 11. September 2001. Fast jeder kann sich noch daran erinnern, was sieer zur Zeit des Einschlags ...

Kaum ein Datum hat sich bezüglich des Terrorismus so sehr in das Gedächtnis der Menschheit eingebrannt wie der 11. September 2001. Fast jeder kann sich noch daran erinnern, was sieer zur Zeit des Einschlags der beiden Flugzeuge in das World Trade Center und dem Pentagon gerade gemacht hat, wo man sich aufgehalten hat. Dass die Welt auf einmal still stand - und danach nie mehr so war wie zuvor.

In "Und auf einmal diese Stille: Die Oral History des 11. September" gibt der Autor Garrett M. Graff erstmals eine noch andere Perspektive auf diesen Tag des Grauens. In seinem Buch lässt er Menschen aus den verschiedensten Bereichen, die diesen Tag miterlebt haben, zu Wort kommen: Verwandte der Opfer, Polizeibedienstete (FBI-Bedienstete, Lokalpolizei...), Feuerwehrleute, Fluglotsen, Militärs, Politikerinnen und deren Mitarbeiterinnen, Lehrerinnen und Schülerinnen sowie Überlebende aus den Trümmern. So ensteht ein Sammelsurium an Stimmen und Aussagen, die eine übermäßige Intensität besitzen, dass einen das Buch nicht mehr los lässt.

Garrett M. Graff hat für sein Buch unzählige Zeugenaussagen und Aufnahmen ausgewertet, Protokolle gelesen und zusammengetragen, Informationsmaterial verschiedenster Museen gesammelt.
Teilweise war es durch die wirklich vielen Stimmen schwierig, einen richtigen Lesefluss zu finden, zudem haben sich einige Aussagen inhaltlich doch wiederholt. Was jedoch bleibt ist der Eindruck, dass diese Oral History immens wichtig ist. Es ist wichtig, sich immer wieder zu erinnern und vor allem auch den Menschen, die diesen Tag hautnah miterlebt haben, eine Stimme zu geben.

Besonders Leser*innen, die sich für geschichtliche Ereignisse interessieren, möchte ich dieses Buch empfehlen, aber auch allen anderen, die sich näher mit dem 11. September 2001 und dem Terror auseinander setzen möchten.

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