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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2019

Lässt mich zwiespältig zurück

Die Weihnachtsgeschwister
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Die erste Hälfte des Buches fand ich leider nur wenig überzeugend. Die Charaktere schienen mir sehr überspitzt gezeichnet und die Probleme zwischen den Figuren wurden sehr übertrieben dargestellt. Sie ...

Die erste Hälfte des Buches fand ich leider nur wenig überzeugend. Die Charaktere schienen mir sehr überspitzt gezeichnet und die Probleme zwischen den Figuren wurden sehr übertrieben dargestellt. Sie wirkten dadurch wenig authentisch und das Interesse, über sie und ihre Leben zu lesen, war kaum vorhanden. Es kam dann allerdings zu einem Wandel, als der Heiligabend angebrochen ist und die drei Geschwister feststellen, dass ihre Eltern nicht zu Hause sind. Die Charaktere erinnern sich nun zurück, schwelgen in Erinnerungen, werden wieder selbst ein wenig zum Kind und wachsen dadurch als Geschwister wieder zusammen, wo vorher Neid, Streit und Uneinigkeit herrschten. Hier kommt dann tatsächlich auch ein wenig Weihnachtsstimmung auf und darüber hinaus ist es der Autorin gelungen, mich an meine eigene Kindheit zu erinnern, was ich sehr schön fand. So gibt es am Ende von mir drei Sterne für dieses eher untypische Weihnachtsbuch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2019

Hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt

Die Zeit des Lichts
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Der Klappentext zu "Die Zeit des Lichts" hat mich direkt überzeugt, hat gleichzeitig aber auch falsche Erwartungen in mir geweckt. Ich war besonders neugierig darauf, über Lees Zeit als Kriegsreporterin ...

Der Klappentext zu "Die Zeit des Lichts" hat mich direkt überzeugt, hat gleichzeitig aber auch falsche Erwartungen in mir geweckt. Ich war besonders neugierig darauf, über Lees Zeit als Kriegsreporterin zu lesen. Leider nimmt dieser Abschnitt ihres Lebens nur sehr wenig Raum und nur sehr wenige Seiten in Anspruch. Das Buch spielt hauptsächlich im Paris der frühen Dreißigerjahre, nur in kurzen Zwischenkapiteln wird Lees weiteres Leben bruchstückhaft dokumentiert. Dennoch war das Buch spannend zu lesen. Das Leben eines Teils der Pariser Gesellschaft der damaligen Zeit - der Künstler - wird intensiv und facettenreich beleuchtet und es war sehr interessant, zu verfolgen, wie Lee sich in diesen Kreis bewegt und entwickelt. Den größten Teil der Handlung nimmt ihre Beziehung zu Man Ray ein, über die sehr tiefgründig und ausführlich erzählt wird, weil sie auch sehr prägend für Lees Leben war. Ich fand den großen Rahmen, der um dieses Buch gespannt wird, sehr interessant und habe es daher sehr gern gelesen.

Veröffentlicht am 02.12.2019

Ich hatte mir mehr erhofft

Der Untergang der Könige
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"Untergang der Könige" versprach ganz viel, hielt leider jedoch nur wenig. An sich war das Konzept gut: Der klassische Underdog stößt in den Wirren seiner Welt eher zufällig auf das Geheimnis seiner Identität. ...

"Untergang der Könige" versprach ganz viel, hielt leider jedoch nur wenig. An sich war das Konzept gut: Der klassische Underdog stößt in den Wirren seiner Welt eher zufällig auf das Geheimnis seiner Identität. Die Hauptfigur des unschuldigen, aber schlauen Helden war auch genau richtig und die Atmosphäre, bestehend aus besonderer Gesellschaftshierarchie und übernatürlicher Welt, war auch nicht verkehrt, allerdings wurde dies durch die holprige Erzählstruktur und die Masse an Charakteren zunichte gemacht. Auf manchen Seiten war nicht mehr zu erkennen, wer jetzt wer war und was das bedeuten sollte. Schade. Die vielen Fußnoten, die wie Anmerkungen zum Text wirken sollten, machten es leider nicht besser.

Für den Mix aus Magie und Action gibt's trotzdem 3 Sterne!

Veröffentlicht am 02.12.2019

Ein würdiger Abschluss!

Das Imperium aus Asche
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"Imperium aus Asche" ist der dritte und abschließende Teil der Geschichte um den weltumspannenden Kampf der Drachen gegen die Menschen. Wie meist bei dritten Teilen musste Anthony Ryan den Handlungsbogen ...

"Imperium aus Asche" ist der dritte und abschließende Teil der Geschichte um den weltumspannenden Kampf der Drachen gegen die Menschen. Wie meist bei dritten Teilen musste Anthony Ryan den Handlungsbogen spannen und dabei alle Handlungsstränge aufgreifen. Und davon gab es einige! Dabei ist für mich nicht der Fokus auf die einzigartige Welt verloren gegangen, die der Autor geschaffen hat. Das Konzept einer ausgebeuteten Rasse, die sich ultimativ zu rächen versucht, finde ich klasse. Überzeugt haben mich auch die hochwertige Erzählstruktur und die bildhaften Charaktere. Die Beschreibung der Kämpfe ist manches Mal drastisch, jedoch nicht übertrieben. Trotzdem nur 4 Sterne, weil die Geschichte auch vermeidbare Längen hat.

Fazit: Wer Fantasy mit einem gewissen Steam-Punk-Einschlag mag, ist bei Anthony Ryan genau richtig.

Veröffentlicht am 24.11.2019

Passt gut in den trüben November

Das Geheimnis von Shadowbrook
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Das Lesen von "Das Geheimnis von Shadowbrook" hat perfekt in den düsteren und trüben November gepasst, denn das Buch ist ebenso düster, schaurig und undurchsichtig. Ich fand schon den Einstieg total gelungen, ...

Das Lesen von "Das Geheimnis von Shadowbrook" hat perfekt in den düsteren und trüben November gepasst, denn das Buch ist ebenso düster, schaurig und undurchsichtig. Ich fand schon den Einstieg total gelungen, als die Ich-Erzählerin dem Leser so intensiv und eindringlich erzählt, dass sie an der Glasknochenkrankheit leidet. Das hat dem Buch das gewisse Etwas gegeben und war für mich etwas Neues in der Reihe von Schauerromanen aus dem England des frühen 21. Jahrhunderts, die ich bisher kannte. Dazu kommen ein Herrenhaus, in dem nachts Unheimliches geschieht, ein Hausherr, den man kaum zu Gesicht bekommt, und eine Gespenstergeschichte, die in genau diesem Herrenhaus ihren Schauplatz hat. Die Protagonistin des Buches glaubt im Gegensatz zu den Bediensteten, die in Shadowbrook ihren Dienst verrichten, nicht an derlei Geschichten und macht sich daran, zu erforschen, was an diesen Schauermärchen dran ist. Daher dreht es sich in diesem Buch sehr um das Erkunden der Umgebung und ihrer Bewohner. Mehr noch als eine Schauergeschichte ist "Das Geheimnis von Shadowbrook" eine Charakterstudie und die Auflösung am Ende fasst alle losen Enden zusammen und ergibt ein Gesamtbild, das bodenständiger ist als sämtliche Gerüchte um das mysteriöse Herrenhaus.