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Tine_1980

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2021

Konnte mich nicht ganz überzeugen!

Alles, was passieren wird
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Iris steckt in einer schwierigen Zeit, ihre Mutter ist gestorben, ihr Vater steht neben sich und sie glaubt nicht daran, dass es mal wieder besser wird. Doch vielleicht besteht die Chance, dass es doch ...

Iris steckt in einer schwierigen Zeit, ihre Mutter ist gestorben, ihr Vater steht neben sich und sie glaubt nicht daran, dass es mal wieder besser wird. Doch vielleicht besteht die Chance, dass es doch noch normale Jungs und richtige Freundinnen gibt. Vielleicht kommt mit Belle das Helle in ihr Leben zurück?

Die Grundidee ist toll! Trauerverarbeitung ist aber auch ein schweres Thema und ein kleines bisschen verzettelt sich das Buch.
Iris hat keinerlei Ansprache, denn sie zieht sich zurück, ihre Freundin lässt sie fallen und ihr Vater hängt selbst in seiner Trauer fest. Dass sie sich verlassen fühlt konnte ich voll und ganz nachvollziehen. Dennoch kam es mir manchmal so vor, als würde sie ihren Vater nur verurteilen. Der Umzug, wegen gerade mal 120 Euro, war für sie einfach unbegreiflich und das Ende von allem. Doch sind beide in sich gekehrt, statt miteinander zu reden, schweigen sie und die Probleme häufen sich immer mehr an.
Doch dann trifft sie auf Belle und hat wieder ein Ziel vor Augen und auf einmal sind da Menschen, denen es auch schlecht geht, Menschen, die für sie da sind und sie unterstützen.
Es war sehr schade, dass die Geschichte rund um Iris und ihrem Vater ab der Hälfte ziemlich ins Hintertreffen geraten ist. Ich hätte mir etwas mehr Gefühl bei ihrer Annäherung gewünscht.
Dafür war das Thema Freundschaft sehr schön beschrieben. Es war toll, wie die Freundinnen wieder zusammengewachsen sind, beide um die Hunde gekämpft haben und noch tatkräftige Hilfe hatten.
Auch die Schimmelstute Belle spielt eine große Rolle, denn dort findet sich Iris wieder. Sie erfährt dort den Zusammenhalt und findet die Familie und Freunde, die sie benötigt.

Teils war mir das Buch etwas zu wirr, die Trauerbewältigung kam etwas zu kurz und so manche Entscheidung konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Doch das eigentliche Augenmerk lag wohl darauf, dass man mit guten Freunden vieles schaffen kann, wenn man sich öffnet und sich helfen lässt. Von mir gibt es daher 3,5 von 5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2021

In der schwersten Stunde!

Don't LEAVE me (Teil 3)
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Kenzie und Lyall haben sich endlich gefunden, doch dann droht ihr Glück zu zerbrechen. Lyall wird des Mordes verdächtigt, doch Kenzie glaubt nicht daran. Doch die Beweise sprechen gegen ihn. Sein Gegner ...

Kenzie und Lyall haben sich endlich gefunden, doch dann droht ihr Glück zu zerbrechen. Lyall wird des Mordes verdächtigt, doch Kenzie glaubt nicht daran. Doch die Beweise sprechen gegen ihn. Sein Gegner scheint immer einen Schritt voraus zu sein und ihnen läuft die Zeit davon.

Bisher fand ich die ersten beiden Teile sehr abwechslungsreich. Die Schauplätze und Themen waren unterschiedlich gewählt und so kam keine Langeweile auf. Auch dieses Mal gibt es den neuen Schauplatz Gefängnis und Gericht. Superspannend startet die Story direkt am Flughafen mit der Verhaftung.
Kenzie steht die ganze Zeit hinter Lyall und man fühlt mit ihm mit, denn der Aufenthalt im Gefängnis mit der Aussicht auf eine Verurteilung ist ziemlich bescheiden. Er kämpft sehr mit sich selbst und das Gedankenkarussell steht nicht still. Denn es steht immer die Frage im Raum, wie er seine Unschuld beweisen könnte.
Kenzie versucht alles, um seine Unschuld zu beweisen, doch immer macht es den Anschein, dass der wahre Täter einen Schritt schneller ist. Sie wird bedroht und Lyall hätte am liebsten, dass sie sich zurückhält, damit ihr nichts passiert.
Auch Finlay und Edina sind wieder mit an Bord und gerade Finlay hat es mir auch dieses Mal sehr angetan. Er hat diese ganz besondere Art an sich. Von sich selbst überzeugt, doch in einer so angenehmen Weise, dass man ihn einfach nur liebhaben kann und gleichzeitig immer mit einer so humorvollen Seite, die manche Situation etwas auflockert.
An Spannung wird in diesem Teil nicht gespart, auch dieses Mal wird durch die neue Kulisse wieder eine ganz neue Seite aufgezogen und man fiebert von Anfang an mit, wer tatsächlich der Täter ist. Denn dass es Lyall nicht ist, ist jedem Hörer klar.
Immer wieder werden kleine Einzelheiten zu Tage gefördert, die den Hörer bei der Stange halten. Die Gefühle machen ein Auf und Ab durch und die Verzweiflung, Wut und Liebe sind vollends zu spüren. Ich konnte mich voll und ganz auf die Story einlassen, habe gelitten und konnte nachvollziehen, wie schwer das Ganze auf einem lastet. Man beginnt selbst zu überlegen, wie es einem ginge, wenn man an Lyalls Stelle wäre? Welche Entscheidung würde man treffen? Auch der Kampf von Kenzie war nachvollziehbar und sie hat alles für Lyall gegeben. Wer so eine Freundin hat, kann nur gewinnen.

Auch dieses Abenteuer der beiden Liebenden konnte mich voll und ganz mitnehmen. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle und wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig. Auch die Liebe kam trotz all der Probleme nicht zu kurz und so ist ein schöner Mix entstanden. Unbedingte Hörempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2021

Gelungene, magische Kinderbuchreihe

Der Zaubergarten – Freundschaft macht lustig
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Endlich Ferien! Für Tilda und Anni steht die Prüfung an, um in den Kreis der Zauberblumenzüchter aufgenommen zu werden. So ziehen sie für eine Woche in den Schuppen im Garten ihrer Großeltern. Der Weg ...

Endlich Ferien! Für Tilda und Anni steht die Prüfung an, um in den Kreis der Zauberblumenzüchter aufgenommen zu werden. So ziehen sie für eine Woche in den Schuppen im Garten ihrer Großeltern. Der Weg über die Mauer ist dann supereinfach. Doch dann quartiert sich auch Tildas Schwester Leni in den Schuppen ein und alles wird komplizierter. Es ist auch noch Lilian bei der Prüfung dabei und zu dritt ist es doch viel einfacher.

Der Zaubergarten geht in die vierte Runde und es wird ernst für die Mädchen. Die Prüfung steht an und Lilian ist mit dabei bei der Runde. So versuchen sie die Aufgaben zur Zufriedenheit von Herrn Bovist zu erfüllen. Doch erst kommt ihnen Leni in die Quere und dann ist da noch Gunnar, der irgendetwas im Schilde führt.

Es geht wieder in den geheimnisvollen Garten und man findet noch Orte, die man noch nicht kannte. Auch Lilian ist ein sehr sympathischer Junge, der sich gut mit den Mädels versteht. Die Zusammenarbeit zwischen den Dreien ist toll.

Es ist spannend, mitreißend und witzig. Mir gefällt diese Buchreihe sehr, die besondere Freundschaft, der Zusammenhalt und das keiner dem anderen etwas neidet. Jede der Beiden versucht der Anderen zu helfen und sie haben eine Bindung, die man sich in diesem Alter nur wünschen kann.

Aber auch die Ideen der Zauberkräfte sind immer wieder witzig und so manche würde ich mir auch wünschen. Denn wer wäre nicht gerne mal unsichtbar oder könnte fliegen?

Ebenso finde ich es super, dass Tilda ihrer Schwester helfen möchte, natürlich auch, weil sie Leni wieder loswerden wollen, aber auch weil sie es schön findet, wenn es ihr wieder besser geht und diesen Liebeszauber kann man ja auch mal bei anderen Personen anwenden.

Jedes Buch kommt mit neuen Ideen, sei es, was den Mädels passiert, aber auch die Zauber. Zusammen mit dem angenehmen Schreibstil und den schönen Illustrationen ist es ein wirklich gelungenes Buch, dass den jungen Lesern viel Spaß bereiten wird.

Eine magische Freundschaftsgeschichte, die immer wieder überzeugen kann. Tolle Ideen und Umsetzung! Ein Kinderbuch, dass perfekt für Kinder ab 8 Jahren geeignet ist und sehr viel Spaß macht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Das Davor und das Danach

Der Morgen davor und das Leben danach
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Als der zwölfjährige Edward an einem Sommermorgen seine Familie durch einen Flugzeugunfall verliert, ändert sich sein gesamtes Leben. Er ist der Einzige der 187 Passagiere, der überlebt hat. Doch was passierte ...

Als der zwölfjährige Edward an einem Sommermorgen seine Familie durch einen Flugzeugunfall verliert, ändert sich sein gesamtes Leben. Er ist der Einzige der 187 Passagiere, der überlebt hat. Doch was passierte davor und wie lebt man weiter, wenn man seine Familie verliert?

Es ist immer wieder erschütternd, wenn man von einem Flugzeugabsturz erfährt, doch eigentlich sterben alle Passagiere und Crewmitglieder. Wie muss es für einen 12-jährigen Jungen sein, seinen Bruder, Mutter und Vater zu verlieren?
Man erlebt den Flug und das Leben danach immer parallel nebeneinander und erfährt so auf jeder Seite ein bisschen mehr, wie der Absturz abgelaufen ist und Edward sich wieder ins Leben gekämpft hat.
Man darf hier auch die anderen Passagiere näher kennenlernen. Erfährt, auf welchen Weg sie sich befanden, was ihre Ziele und Träume waren und was sie nie erleben durften.
Mir haben ein kleines bisschen die Gefühle von Edward direkt nach dem Unglück gefehlt, hier hätte ich etwas mehr Tiefe erwartet. Im Laufe des Buches darf man miterleben, wie Edward das Auf und Ab erlebt. Sein neues Leben bei seiner Tante Lacey, der Schwester seiner Mutter, und seinem Onkel John, wird schön beschrieben und ich mag die Beiden sehr. Beide versuchen ihn zu beschützen, drängen ihn nicht und stellen ihre eigenen Wünsche zurück. Ihre Beziehung steht durch die vorherigen und jetzigen Ereignisse auf wackeligen Beinen.
Edward finden in ihnen eine gute Basis, grenzenlose Unterstützung und aufopferungsvolle Liebe.
Doch gibt es auch das Nachbarsmädchen Shay, die ihn direkt nach seiner Ankunft auffängt, bei der er lange Zeit nachts auf dem Boden schläft und die ihn die ganze Zeit unterstützt.
Mir gefiel diese Verbindung sehr, sie war authentisch, schön und bewundernswert.
Der Lauf der Dinge war für mich nachvollziehbar, seine Ängste, sein Verlust und der lange Weg zurück in ein einigermaßen normales Leben. Wie schützt man ein Kind vor der Außenwelt, die es zwar nicht böse meint, aber manchmal zu präsent und direkt ist. Schon bei der Verhandlung, wird er regelrecht belagert und zieht sich daraufhin zurück, bis er eine Entdeckung in der Garage macht, die ihm eine besondere Verbindung zu den anderen Opfer schenkt. So kann er vielleicht doch noch einen Weg in einen sicheren Hafen finden.
Der Schreibstil war flüssig zu lesen, doch gab es ab und an Übersetzungen, die sich nicht so rund anfühlten. Doch war es trotzdem meist angenehm zu lesen.
Die Ereignisse rund um den Absturz sind gut recherchiert und die Stimmung im Flugzeug wird gut eingefangen. Es war aber auch hier nicht so berührend, wie ich anfangs dachte.

Alles in allem ein gut zu lesendes Buch, das mir schöne Lesestunden bereitet hat. Man war immer wieder gewillt weiterzulesen, da man unbedingt wissen wollte, was an Bord oder im Nachhinein passiert ist. Minimale Schwächen, die aber durch eine gut aufgebaute Story ausgeglichen werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Pubertät! Nicht zu ernst nehmen!

Pubertät ist voll nice ... Nur blöd, dass wir jetzt die Eltern sind
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Ausnahmezustand Pubertät: Egal ob es um die erste Langzeitbeziehung, den ersten Pickel oder sonstige Schwierigkeiten in der heißen Phase geht, hier darf man mit einem lachenden Auge darüber lesen. Unterhaltsamer ...

Ausnahmezustand Pubertät: Egal ob es um die erste Langzeitbeziehung, den ersten Pickel oder sonstige Schwierigkeiten in der heißen Phase geht, hier darf man mit einem lachenden Auge darüber lesen. Unterhaltsamer Leidensbericht aus Elternsicht der vom alltäglichen Wahnsinn mit einem Teenager zu Hause erzählt.

Ich mag solche Bücher, die nicht belehren wollen, sondern eher zeigen, dass es vielen anderen Eltern genauso geht und man es nicht zu ernst nehmen soll.
Die Autorin erzählt von ihrem Alltag mit ihrer Tochter in kurzen Kapiteln, die immer wieder zu Erheiterung führen.
Die unterschiedlichen Szenarien sind einem teils von den eigenen Kindern oder aus der eigenen Teenagerzeit noch wohlbekannt. Meine Kinder können durch ihr jüngeres Alter (und Corona) noch nicht in die Disco, aber sie werden immer selbstständiger, zumindest da, wo sie es wollen und fliegen immer mehr draußen herum. Oder wie auch im Buch beschrieben, sie betreiben Osmose, atmen und so wenig wie möglich bewegen.
Es sind sehr viele humorvolle Szenen verarbeitet, der Schreibstil ist flüssig und super zu lesen und so kann man doch mit einem Lächeln das Gelesene sacken lassen und immer wieder reinschmökern, wenn einem daheim vielleicht wieder alles zu viel wird und man überlegt, wie lange man es noch aushalten muss. Mit viel Humor, wird der Lesen äußerst amüsant durch das Leben mit einem Teenager geführt und kann sich vielleicht auch in seine eigene Jugend zurückversetzen. Nur das wir jetzt die Eltern sind.

Unterhaltsam, perfekt für Zwischendurch und ganz schnell gelesen. Wer die Pubertät nicht mit Schrecken erfahren möchte und alles nicht zu ernst nimmt, macht hier auf jeden Fall nichts falsch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere