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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2020

Eine bildhaft beschreibende Geschichte, die einem die Besetzung Amsterdam erschreckend nah bringt. Mit einer Handlung die einen den alten anhalten lässt.

Das Mädchen im blauen Mantel
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Das Mädchen im blauen Mantel von Monica Hesse spielt in der Zeit als Amsterdam von den Nazis besetzt wurde. Hanneke verdient ihr Geld als Sekretärin eines Bestattungsunternehmens. Das denken jedenfalls ...

Das Mädchen im blauen Mantel von Monica Hesse spielt in der Zeit als Amsterdam von den Nazis besetzt wurde. Hanneke verdient ihr Geld als Sekretärin eines Bestattungsunternehmens. Das denken jedenfalls ihre Eltern, jedoch ist sie damit beschäftigt Schwarzmarktgüter zu beschaffen. Nebenbei trauert sie auch noch um Bas, ihren Freund, der an der Front gefallen ist.
Eines Tages bekommt sie, aber einen etwas anderen Auftrag. Sie soll ein jüdisches Mädchen suchen, das aus seinem Geheimversteck geflohen ist. Dabei fällt Hanneke, aber immer mehr in ein tiefes Loch aus Lügen und Geheimnissen.

Das Cover passt sehr gut zu dem Inhalt des Buches.
Durch die gedeckten Farben wirkt es so, als würde es auch aus dem 20. Jahrhundert stammen.
Im Hintergrund erkennt man Amsterdam, dort spielt auch fast die gesamte Geschichte.
Im Vordergrund sehen wir das gesuchte Mädchen, mit ihrem blauen Mantel, das ihr signifikantes Merkmal ist.
Am Himmel ist auch noch ein Flugzeug zu sehen, was mit Besetzung zu tun hat.

Der Schreibstil ist sehr spannungsgeladen.
Während dem lesen wurde ich wie in einen Bann gezogen und konnte nicht mehr aufhören, da ich wissen wollte ob Hanneke, das Mädchen im blauen Mantel finden wird.
Schon das erste Kapital, versprach viel Spannung und diese wurde auch durch das gesamte Buch nicht weniger.
Teilweise wurde auch die Kriegsgeschichte erzählt, was alles nur noch schrecklicher machte. Vor allem die Taten der Nationalsozialisten waren sehr erschreckend und mir traten stellenweise die Tränen in den Augen.
Dies lag auch anders bildhaften Beschreibung von Monica Hesse. Nicht nur die Orte wurden sehr bildhaft beschrieben, sondern auch dir Gefühle und Taten der Menschen.

Die Charakter waren teilweise verwirrend. So wusste ich, nach dem ich aufgehört hatte, nicht mehr genau wie die Person in dem Geschehen beteiligt war. Allerdings wurde dieses Fragezeichen, durch die deutliche Beschreibung schnell wieder gelöst.
Die Personen wurden sehr gut beschrieben und passten auch in die Zeit, in der die Geschichte spielt.

Eine bildhaft beschreibende Geschichte, die einem die Besetzung Amsterdam erschreckend nah bringt. Mit einer Handlung die einen den alten anhalten lässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Eine wunderschöne, berührende Geschichte, bei der man mitfühlt, mitbangt und mithofft. Es wurde auf jedes noch so kleine Detail geachtet. Eine große Empfehlung!

Bring Down the Stars
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In Bring down the stars von Emma Scott geht es um Autumn. Die College-Studentin fühlt sich stark zu Connor hingezogen, jedoch weiß sie nicht, dass die wundervollen Gedichte gar nicht von ihm stammen. Den ...

In Bring down the stars von Emma Scott geht es um Autumn. Die College-Studentin fühlt sich stark zu Connor hingezogen, jedoch weiß sie nicht, dass die wundervollen Gedichte gar nicht von ihm stammen. Den diese stammen von Weston. Und zu ihn spürt sie eine tiefe Verbindung.
Weston und Connor verstricken sich immer mehr in der Täuschung und als Connor eine Entscheidung trifft, steht die gesamte Freundschaft auf dem Spiel.

Das Cover ist sehr mädchenhaft gestalten, mit den Pinktönen und dem Glitzer.
Es passt auch sehr gut zu der Geschichte, da es hier auch eher um ,,Mädchenthemen" geht.
Der zweite Band des Beautiful - Hearts - Duetts ist eher dunkler gehalten, möglicherweise geht es dort auch dunkler zu als in diesem Buch?!
Ansonsten passen die zwei Bände auch super zusammen und sehen einfach nur fantastisch aus.

Der Schreibstil von Emma Scott ist sehr berührend und gefühlsecht.
Schon alleine die Anmerkung von Emma Scott zu Beginn des Buches war für mich emotional und der Rest des Buches sowieso.
Man baute eine Bindung zu den Charakteren auf, sodass man schnell, ohne viele Beschreibungen, wusste wie sie sich gerade fühlen.
Auch wurde sehr viel mit Details beschrieben und ich wurde immer mehr in den Bann der Geschichte gezogen.

Die Charaktere waren einfach nur toll. Trotz das sie verschieden waren, sei es ihre Vorgeschichte oder auch ihre Lebensart und ihre Denkweise, so waren alle auf ihre eigene Art und Weise toll.
Ebenso habe ich zu allen eine Bindung aufgebaut und mit ihnen mitgefiebert, mitgebangt und auch mitgehofft.

Eine wunderschöne, berührende Geschichte, bei der man mitfühlt, mitbangt und mithofft.
Es wurde auf jedes noch so kleine Detail geachtet.
Eine große Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Ein Buch bei dem einem die Charaktere ans Herz wachsen und die auch selbst, über sich hinauswachsen. Das Ende ist wundervoll und emotional, berührend und gefühlsecht. Eine große Empfehlung.

Rebel Heart
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Rebel Heart von Vi Keeland und Penelope Ward ist der zweite Band und das Finale des Rush - Duetts.
Rush und Gia sind glücklich miteinander. Doch dieses Glück soll nicht lange halten, den eine einzige Entscheidung ...

Rebel Heart von Vi Keeland und Penelope Ward ist der zweite Band und das Finale des Rush - Duetts.
Rush und Gia sind glücklich miteinander. Doch dieses Glück soll nicht lange halten, den eine einzige Entscheidung aus Gias Vergangenheit bringt eine Welle vieler Ereignisse mit.
Wird das Glück der beiden, trotz dieser Entscheidung halten oder gehen beide von nun an getrennte Wege?

Das Cover passt perfekt zu dem ersten Teil der Diologie, Rebel Soul.
Auch hier ist wieder die unperfekte Struktur erkennbar, die zu unsere beiden Charaktere so gut passt. Den die beiden sind auch nicht unbedingt perfekt, doch wer ist das schon.

Der Schreibstil ist leicht und detailreich. Ohne nähere Beschreibungen findet man sich sofort wieder an dem Ort wieder, an dem der erste Band stoppte.
Auch emotional war es klasse. Dieses Buch wurde noch emotionaler, gefühlsechter und berührender als der erste Band. Man konnte die Gefühle und Emotionen der Charaktere durch die Seiten spüren und fühlen.

Die Charaktere kennen wir schon viele aus dem ersten Band, hier kamen noch ein paar dazu, die aber auch super in die Handlung einbezogen wurden.
Die Entwicklung von allen war riesig. Vor allem wenn man es mit dem Anfang des ersten Bandes vergleicht, wäre damals so eine Wendung nicht möglich gewesen.

Ein Buch bei dem einem die Charaktere ans Herz wachsen und die auch selbst, über sich hinauswachsen.
Das Ende ist wundervoll und emotional, berührend und gefühlsecht.
Eine große Empfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2020

Eine Autobiografie mit Blick hinter die Kulissen der rechtsextremen Szene

Ein deutsches Mädchen
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Ein deutsches Mädchen - Ein Leben in einer Neonazi-Familie ist eine Autobiographie von Heidi Benneckenstein.
Heidi ist mit einem Vater ausgewachsen der überzeugter Rechter ist. Zu ihren Ferien gehört das ...

Ein deutsches Mädchen - Ein Leben in einer Neonazi-Familie ist eine Autobiographie von Heidi Benneckenstein.
Heidi ist mit einem Vater ausgewachsen der überzeugter Rechter ist. Zu ihren Ferien gehört das Feriencamp der Heimattreuen Deutschen Jugend und Zuhause gibt es auch nur Ostpreußen anstatt Polen.
In der Schule muss sie die Dinge Zuhause überspielen.
Achtzehn Jahre lang ist sie so aufgewachsen und hat auch einige Gewaltverbrechen begangen, doch durch Krisen und Zweifel hinterfragt sie ihr Umfeld und ihre Ideologie.
Langsam und mühevoll findet sie eine Ausweg, aus der rechten Szene.

Das Cover zeigt uns eine junge Frau, die auch viele Gemeinsamkeiten mit Heidi hat. Heidi und auch das Mädchen auf dem Cover passen zu dem Idealbild der rechten Szene.
Dabei sticht einem auch, der Spruch auf der Brust, ins Auge. Frei Sozial national, das Motto der rechten Szene. Das Problem ist das es den Personen nicht anzusehen ist, ob sie dazu gehören, den wie auch im Buch erwähnt, gibt es sie in allen Schichten und in jedem Alter.

Der Schreibstil war einfach und leicht. Jedoch gab es auch teilweise Wörter die einem nicht klar waren, wie zum Beispiel konspirative. Diese Version hat allerdings Worterklärungen und Hintergrundinformationen in der Fußzeile stehen.
Das Buch war auch sehr berührend. Ich konnte Heidi verstehen und man merkte wie sie in die Szene reinrutsche. Wenn man als kleines Kind, alles so erklärt bekommt, hinterfragt man es auch später nicht mehr.

Die Personen im Buch wurden sehr gut mit einem bekanntgemacht. Sei es wie Staffelung ist oder auch was ihr Beruf ist und wie ihr Meinung ist.
Man lernt auch Heidis Familie kennen und merkt immer mehr wie sie alles für logisch hält, was eigentlich auch klar ist. Denn jeder hatte Kinderlügen, bloss andere wahren harmloser wie der Weihnachtsmann beispielsweise, und diese wurden auch erst später hinterfragt.

Eine tolle Autobiografie, die einen hinter die rechte Szene blicken lässt und einem die Realität der Gedanken und des Lebens der Nazis zeigt. Eine Abschreckung für hoffentlich viele Menschen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2020

Super spannende Handlung

Was wir dachten, was wir taten
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Was wir dachten, was wir taten von Lea - Lina Oppermann spielt in einem Klassenzimmer. In der Schule geschieht ein Amoklauf und der Täter dringt, mit geladener Waffe, in den Matheunterricht von Herrn Filler ...

Was wir dachten, was wir taten von Lea - Lina Oppermann spielt in einem Klassenzimmer. In der Schule geschieht ein Amoklauf und der Täter dringt, mit geladener Waffe, in den Matheunterricht von Herrn Filler ein.
Dort dringen nun alle Wohlgehüteten Geheimnisse an die Luft. Egal ob es Lügen oder Diebstähle sind.
Die einen empfinden wohltuen, die anderen Aggressivität und wiederum andere haben einfach nur Angst.

Das Cover ist relativ unspektakulär. Wenn man jedoch etwas mehr mit dem Inhalt zu tun hat, erkennt man das die Schrift, denen auf den Aufgabenblättern nachempfunden wurde.
Trotz das es so unspektakulär und schlicht ist, ist es trotzdem ein tolles Cover, dass auch zum Buch passt. Besser als ein buntes mit Personen zum Beispiel.

Der Schreibstil war einfach und sehr bildhaft.
Man war sofort, zu Beginn, im Geschehen und erfuhr mehr über die Personen, im Laufe der Geschichte.
Durch die wechselnden Perspektiven stieg die Spannung und man konnte immer wissen, wie sich gerade ein anderer fühlt, eben weil die Sichten so kurz gehalten wurden.
Die Spannung wurde auch hochgehalten, weil man mit privaten Erinnerungen und Gedanken spielte. So wollte man nicht nur erfahren, wie der Amoklauf ausgeht und wer der Täter ist, sondern auch was die Personen privat beschäftigt oder auch was ihre Geheimnisse sind.

Die Charaktere sind, würde ich behaupten, in fast jeder Klasse so zu finden. Und genau das macht alles so nahbar. Man konnte sich direkt hineinversetzen und fühlt mit den einzelnen mit.
Auch die Probleme und Ängste der Protagonisten sind die, die Schüler haben. Diese wurden auch super gut rübergebracht und beschrieben.
Alle Personen haben sich während der Handlung weiterentwickelt. Vorallem auf den letzten Seiten, merkte man diese Entwicklung sehr.
Und das ist auch logisch, den so ein Ereignis geht an niemanden spurlos vorbei.
Auch als Leser kann man viel daraus lernen und auch vieles mitnehmen und in der Realität darauf achten.

Eine super spannende Handlung.
Man kann sich super in die Charaktere hineinversetzen und fühlt mit.
Lea - Lina Oppermann schaffte es eine nahbar Geschichte zu schreiben, die einen nicht kalt lässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere