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Veröffentlicht am 03.03.2025

Licht und Schatten der Gesellschaft in Panama während des Kanalbaus

Der große Riss
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Der Roman „Der große Riss“ von der US-Amerikanerin Cristina Henriquez basiert auf dem Bau des Panamakanals als Hintergrundthema. Mit dem Titel wird aber nicht die Tatsache angesprochen, dass die künstliche ...

Der Roman „Der große Riss“ von der US-Amerikanerin Cristina Henriquez basiert auf dem Bau des Panamakanals als Hintergrundthema. Mit dem Titel wird aber nicht die Tatsache angesprochen, dass die künstliche Wasserstraße das Land förmlich zweigeteilt hat. Vielmehr ist hiermit die Spaltung der Gesellschaft in Hinsicht auf Status, Hautfarbe, Sprache und Geschlecht während des Baus am Kanal gemeint. Die Autorin hat dazu einige Figuren geschaffen, die sie geschickt zueinander in Verbindung bringt, um die gesellschaftlichen Verhältnisse zur damaligen Zeit zu verdeutlichen.

Francisco ist ein älterer Fischer, der seinen Beruf aus Überzeugung ausübt und mit seinem erwachsenen Sohn Omar an der pazifischen Küste lebt. Omar hat entschieden, sich als Arbeiter am Kanalbau zu beteiligen, was bei seinem Vater auf Unverständnis stößt. Die 16-jährige Ada aus Barbados hat ohne das Wissen ihrer Mutter Lucille ein Postschiff an die Atlantikküste bestiegen. In Panama möchte sie sich eine Arbeit suchen, um genügend Geld für eine dringend benötigte Operation ihrer Schwester Millicent zu verdienen.

Eine Weile vor Ada sind bereits John und Marian Oswald aus Tennessee in Panama eingetroffen. Während John einem Ruf als Erforscher der Malaria gefolgt ist, hatte die studierte Botanikerin Marian während ihrer Ehe nie die Möglichkeit in ihrem Beruf zu arbeiten. Das ändert sich auch in der neuen Heimat nicht. Die Frau des Fischhändlers Joaquín, an den Francisco seine Ware liefert, stammt aus der Stadt Gatún, das dem Kanal weichen und ans gegenüberliegende Ufer umgesiedelt werden soll. An der Seite seiner Frau versucht er die Öffentlichkeit auf die Sorgen der Einwohner aufmerksam zu machen.

Die Protagonistinnen und Protagonisten erleben Freud und Leid in teils parallel ablaufenden Handlungen, die mit Ausnahme des Epilogs im Jahr 1907 spielen. Die Autorin bringt zum Ausdruck, dass Francisco frei in seiner Tätigkeit als Fischer ist, wohingegen sich Omar den Ansprüchen eines Vorarbeiter in Bezug auf die Arbeitsleistung zu beugen hat. Allein aufgrund der Nuancen der Hautfarbe wird die Arbeiterschaft in diejenigen aufgesplittet, die in Silber oder in Gold entlohnt werden. In den Geschäften sind entsprechende Bereiche abgetrennt und auch bei der medizinischen Versorgung gibt es eine entsprechende Aufteilung.

Anhand von Marian stellt die Cristina Henriquez die typische Rolle einer Frau in der gehobenen Gesellschaft dar. Dahingegen hat die gewerbslose Frau des Fischhändlers einen größeren Handlungsspielraum, wobei dieser durch die große Zuneigung ihres Ehemanns nicht nur geduldet, sondern auch unterstützt wird. Die Geschichte erzählt wenig vom Fortschritt der Arbeiten am Kanal. Stattdessen erweitert die Autorin die auf wenigen Monaten basierende Handlung durch die Erzählung der Schicksale ihrer Figuren, bei denen sie über Landesgrenzen hinweg auf deren Vergangenheit schaut.

Cristina Henriquez erzählt in ihrem Roman „Der große Riss“, in dem es gefühlt ständig regnet, von den Menschen, die auf verschiedene Weise durch den Bau des Panamakanals betroffen waren. Anhand der Charaktere spiegelt sie Licht und Schatten des gesellschaftlichen Klimas wider, zeigt aber ebenso ein Stück des Alltags der Personen mit Höhen und Tiefen. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Roman mit amüsanten Momenten und Tiefgang zum Thema Alkoholabhängigkeit

Mickey und Arlo
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Michelle Morris, die Mickey gerufen wird, ist 33 Jahre alt und Vorschullehrerin. Nachdem sich ihre Eltern vor langer Zeit getrennt haben, hat sie den Mädchennamen ihrer Mutter angenommen. Charlotte Kowalski, ...

Michelle Morris, die Mickey gerufen wird, ist 33 Jahre alt und Vorschullehrerin. Nachdem sich ihre Eltern vor langer Zeit getrennt haben, hat sie den Mädchennamen ihrer Mutter angenommen. Charlotte Kowalski, genannt Arlo, ist 25 Jahre alt und Psychologin. Die beiden sind Halbschwestern, ohne dass sie sich je kennengelernt haben. In ihrem Debütroman „Mickey und Arlo“ macht die Kanadierin Morgan Dick sie zu ihren Protagonistinnen. Die Covergestaltung in Rotorange mit grün ist lebhaft und verströmt Freude und Energie. Die zwei Frauen neben der Tür drücken Abweisung aus. Beides spiegelt die Charakteristik des Romans in Teilen wider.

Als der Vater von Mickey und Arlo stirbt, überbringt der Anwalt Tom Samson als Erbverwalter der älteren Tochter die Nachricht, dass sie mehrere Millionen Dollar erhalten wird. Daran ist die Bedingung gebunden, dass sie sieben Psychotherapiestunden absolviert. Damit möchte der Vater sicherstellen, dass Mickey ihre Probleme aufarbeitet, die er dadurch entstanden glaubt, dass er die Familie verlassen hat. Mickey sucht sich eine Praxis und beginnt ihre Therapie bei der dort angestellten Arlo. Die Frauen wissen zu Beginn der Behandlungsstunden nicht, dass sie verwandt sind. Im Gegensatz zu ihrer Schwester erbt die Psychologin kein Geld, obwohl sie ihren Vater aufopferungsvoll bis zum Ende gepflegt hat. Beiden ist nicht bewusst, dass jede von ihnen viel größere Sorgen hat als das Ableben des Vaters.

Morgan Dick schlägt in ihrem Roman zunächst heitere Töne an, wenn Mickey darüber nachdenkt, ob und wann sie Alkohol konsumieren kann. Eine bestimmte Begebenheit in der Vorschule, in der sie unterrichtet, bringt ihr berufliche Probleme ein. Sie hält sich für emotional gefestigt genug, um damit allein klarzukommen, denn sie glaubt, dass sie von früheren Therapien immer noch profitiert. Auch Arlo hat Sorgen im Beruf. Genau wie ihre Schwester weigert sie sich, Hilfe zu suchen, um den Konflikt aufzuarbeiten, weil sie sich durch ihre Ausbildung für belastbar hält.

In der Erzählung kommt es immer wieder zu amüsanten Situationen, die auch mal über die Strenge schlagen. Demgegenüber stehen die schmerzlichen Empfindungen der Schwestern, die jedoch zunehmend selbst reflektieren und sich für die Meinung von anderen öffnen. Obwohl beide den Tod des Vaters auf verschiedene Weise verarbeiten, lernen sie im Laufe dieses Prozesses schöne als auch belastende Erinnerungen zuzulassen.

„Mickey und Arlo“ von Morgan Dick ist ein Roman, der sich mit Tiefgang dem Thema des Alkoholismus widmet. Genauso wie es oft in der Realität geschieht, wird das Problem immer wieder überspielt. Gleichzeitig zeigt die Geschichte die unterschiedlichen Möglichkeiten, sich mit der Verarbeitung des Tods einer nahestehenden Person auseinanderzusetzen. Dennoch gibt die Autorin durch vergnügliche Momente den Schilderungen eine gewisse Leichtigkeit. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Eine bewegende und nachdenklich stimmende Geschichte über eine Freundschaft in den Nullerjahren

Wenn wir lächeln
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Jara und Anto sind sechszehn Jahre alt. Sie stehen auf einer Brücke, die über die Ruhr führt. Anto schleudert einen Baseballschläger ins Wasser, dann springt sie hinterher. Jara bleibt zurück und ist unschlüssig, ...

Jara und Anto sind sechszehn Jahre alt. Sie stehen auf einer Brücke, die über die Ruhr führt. Anto schleudert einen Baseballschläger ins Wasser, dann springt sie hinterher. Jara bleibt zurück und ist unschlüssig, was sie tun soll. Ausgehend von dieser Szene erzählt Mascha Unterlehberg in ihrem ersten Roman von der engen Freundschaft der beiden Teenager in den Nullerjahren.

Kennengelernt haben sich Jara und Anto beim Fußballspielen mit den Jungen. Wenig später sind sie unzertrennlich, doch ihre Lebenswelten sind unterschiedlich. Antos Mutter ist wohlhabend und selten zu Hause, während Jara in bescheideneren Verhältnissen aufwächst. Doch Geld spielt nie eine Rolle in ihrer Beziehung. Was sie haben möchten und nicht bezahlen wollen oder können, stehlen sie einfach. Sie tauschen Kleidung, rauchen, kiffen, trinken Alkohol und übernachten gemeinsam. Zusammen ziehen sie durch die Stadt und machen sie unsicher, manchmal im wahrsten Sinne des Wortes.

Jara erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive, wodurch ihre Gefühle greifbarer werden. Sie hat zahlreiche Fantasien, in denen sich ihre Ängste widerspiegeln. In bestimmten Situationen malen ihre Gedanken sich das Schlimmstmögliche aus. Das geschieht im Alltag, aber wenn männliche Personen in der Nähe sind, dann steigert sich ihr Imaginieren ins Beängstigende, basierend auf verstörenden Erfahrungen. Sie ist voller Wut, die Anto mit ihr teilt. Das, was sie gemeinsam beim Ausgehen erleben, schweißt die Freundinnen zusammen. Ihr Zusammenhalt und die gegenseitige Rückendeckung geben ihnen Sicherheit. Doch unterschwellig sind Neid und Geheimnisse vorhanden.

Was nur bloße Vorstellung ist und was Realität, bleibt beim Lesen an manchen Stellen ungewiss. Durch Mascha Unterlehbergs ungewöhnlichen Schreibstil wird dies unterstrichen. Sie verzichtet auf Anführungszeichen und beginnt ein Wort mit einem Großbuchstaben nach einem Umbruch, auch wenn die vorherige Zeile mit einem Komma der wörtlichen Rede endete. Doppelten Umbrüche markieren entweder die Fortsetzung der Szene oder eine gedankliche Rückkehr zu einem prägenden Punkt in ihrer Freundschaft wie beispielsweise zu jener beängstigenden Situation auf der Brücke.

„Wenn wir lächeln“ von Mascha Unterlehberg ist ein eindringlich geschriebener Roman in einem eigenwilligen Stil über eine Jugendfreundschaft in den Nullerjahren. Sie ist ein Rückhalt gegen Übergrifflichkeiten und unterstützt eine Suche danach, wie weit die eigenen Grenzen überschritten werden können. Eine Geschichte, die bewegt und nachdenklich stimmt.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Authentisches Bild von Köln nach dem letzten schweren Bombenangriff 1945

Nacht der Ruinen
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Der Prolog im Kriminalroman „Nacht der Ruinen“ von Cay Rademacher führte mich als Leserin in den Juli des Jahres 1938. Die beiden 17-jährigen jüdischen Freunde Joseph und Jakub treffen sich auf der Domterasse ...

Der Prolog im Kriminalroman „Nacht der Ruinen“ von Cay Rademacher führte mich als Leserin in den Juli des Jahres 1938. Die beiden 17-jährigen jüdischen Freunde Joseph und Jakub treffen sich auf der Domterasse in Köln mit der gleichaltrigen Waise Hilde, die von beiden umschwärmt wird. Unvermeidlich bringt sie ihren jüngeren Bruder Paul mit. Die Anfeindungen gegen die jüdische Bevölkerung sind für die zwei Freunde bereits deutlich spürbar.

Am 2. März 1945 erlebt Köln einen letzten schweren Bombenangriff, der die Stadt großflächig in Trümmer legt. Die Geschichte beginnt mit einer ausführlichen Schilderung des Flugs einer in England gestarteten B-17. Dem amerikanischen Piloten Rohrer gelingt nach einem Treffer der Maschine durch die deutsche Flakabwehr der Ausstieg. Mit dem Fallschirm landet er mitten in einer Kölner Kirche und wird dort durch einen Kopfschuss getötet. Einige Stunden später erhält Joseph, der inzwischen als US-Soldat unter dem Namen Joe dient, den Auftrag, den Mordfall aufzuklären. Gleichzeitig hofft er darauf, seine Jugendfreunde Jakub und Hilda wiederzufinden. Doch das strikte Fraternisierungsverbots der US-Armee zwingt ihn, private Kontakte zu Zivilisten zu vermeiden.

Cay Rademacher gelingt es eindrucksvoll, die bedrückende Atmosphäre der Tage zwischen dem 2. Und 19. März 1945 einzufangen. Köln ist eine Trümmerlandschaft, viele sind obdachlos. Während hochrangige NS-Parteimitglieder längst auf die linke Rheinseite geflohen sind, von der aus die rechte immer noch verteidigt wird. Dank einer umfangreichen Recherche beschreibt der Autor Joes Wege durch die Stadt und die noch erhaltenen Gebäude mit großer Detailtreue, so dass das Geschehen gut vorstellbar ist.

Die Aufklärung des Mordes an dem Piloten Rohrer ist kleinteilig und bleibt durch einige geschickte Wendungen bis zum Ende spannend. Der Autor zeigt die Unsicherheit vieler Kölnerinnen und Kölner als Besiegte, die nicht wissen, wie sie sich gegenüber den Besatzern verhalten sollen. Dennoch gibt es genügend Bürgerinnen und Bürger, die einfach weitermachen und sich selbstbewusst behaupten. Das Taktieren derjenigen, die die Fäden ziehen, machen Joe seine Arbeit nicht leichter. Durch seine frühere Freundschaft mit Jakub fließt auch ein Teil der Geschichte der Kölner Juden in den Roman ein.

Neben fiktiven Figuren sind in den wenigen Tagen, in denen die Geschichte spielt, einige bekannte Persönlichkeiten in der Stadt am Rhein unterwegs, was historisch verbürgt ist. Im Nachwort erklärt der Autor, welche Teile des Romans auf wahren Begebenheiten beruhen und welche er fiktionalisiert hat. Zudem verweist er auf weiterführende Literatur für diejenigen, die sich intensiver mit den geschilderten Ereignissen auseinandersetzen möchten.

In seinem Kriminalroman „Nacht der Ruinen“ lässt Cay Rademacher eine in der Belletristik kaum beschriebene Episode der Historie lebendig werden. Er zeigt ein realistisches Bild der zerstörten Stadt und des Interagierens der US-Besatzer mit der Zivilbevölkerung. Die Ermittlungen rund um den Mord an einem alliierten Soldaten erweisen sich für den Protagonisten Joe als schwierig, doch sie führen ihn gleichzeitig auf die Spur seiner Jugendfreunde. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung für diese bewegende Geschichte.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Bewegende Geschichte über Freundschaft und Erwachsenwerden

Klapper
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In seinem Debütroman „Klapper“ nimmt Kurt Prödel den Lesenden mit in das Jahr 2011, als seine Titelfigur die neue Klassenkameradin Vivi-Marie kennenlernt, die sich „Bär“ nennen lässt. Jahre später, im ...

In seinem Debütroman „Klapper“ nimmt Kurt Prödel den Lesenden mit in das Jahr 2011, als seine Titelfigur die neue Klassenkameradin Vivi-Marie kennenlernt, die sich „Bär“ nennen lässt. Jahre später, im Frühjahr 2025, sitzt Klapper, der mit bürgerlichem Namen Thomas heißt, vor seinem Rechner. Er möchte den Wert seiner virtuellen Waffen eines Computerspiels überprüfen, das er früher häufig gespielt hat. Dabei fällt ihm das Profilbild einer Mitspielerin auf. Es gehört zum Account von Bär unter dem der Vermerk steht, dass die Gamerin seit mehr als dreizehn Jahren offline ist. Für mich als Leserin stellte sich die Frage, welcher Umstand dazu geführt hat.

Klapper ist ein Außenseiter in seiner Klasse. Er ist ein Nerd, der die gesamten Schulferien in seinem Zimmer vor dem PC verbringt. Seinen Spitznamen verdankt er den deutlich hörbaren Klickgeräuschen seiner Gelenke, was ihn häufig zum Ziel von Spottversen macht. Das ändert sich, als Bär sich im Unterricht neben ihn setzt und sich bei einer Auseinandersetzung mit einem Mitschüler auf seine Seite schlägt.

Mit seinen Eltern wohnt Thomas in einem Neubaugebiet am Rande einer Kleinstadt im Westen Deutschlands. Vivi-Marie hingegen lebt in einer wohlhabenderen Gegend. In ihrem Zimmer unter dem Dach widmet sie sich genauso leidenschaftlich wie Thomas dem Gaming. Sie ist groß und kräftig. Im Vergleich zu Klapper ist sie kommunikationsfreudiger und integriert sich rasch in die Klassengemeinschaft. Sie bemüht sich, ihn aus seiner Zurückgezogenheit herauszuholen.

Die Erzählung wechselt zwischen zwei Zeitebenen, wobei die Gegenwart in nur wenigen Szenen beleuchtet wird. Sowohl Klapper als auch Bär sind gut konstruierte, interessante Hauptfiguren. Bei Vivi-Marie fehlte mir aber manchmal eine genauere Erklärung für ihre Ansichten, wodurch ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte.

Die Beschreibung des Geschehens erscheint aus dem Leben gegriffen. Fast jeder Lesende, der zu Beginn der 2010er Jahre aufgewachsen ist, kennt vermutlich jemanden wie Klapper. Ich konnte mich gut in ihn und sein Umfeld einfühlen. Am Ende der Geschichte überrascht der Roman mit einer unerwarteten Wendung.

In seinem Roman „Klapper“ erzählt Kurt Prödel von einer Freundschaft zweier Computerfreaks, die dabei sind, sich selbst zu finden. Vor allem der Schluss sorgt dafür, dass die Geschichte nachhallt. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

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