Profilbild von Girdin

Girdin

Lesejury Star
offline

Girdin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Girdin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2025

Ein fröhliches, farbenfrohes Bilderbuch zum Mitmachen

Mein Schiebe-Mitmachbuch - Lieblingstiere
0

„Mein Schiebe-Mitmachbuch“ Lieblingstiere hat dem Titel entsprechend Aufforderungscharakter. Der Verlag gibt vor, dass Kinder ab etwa 18 Monaten selbständig die Schiebeelemente im Buch bedienen können. ...

„Mein Schiebe-Mitmachbuch“ Lieblingstiere hat dem Titel entsprechend Aufforderungscharakter. Der Verlag gibt vor, dass Kinder ab etwa 18 Monaten selbständig die Schiebeelemente im Buch bedienen können. Nach eigener Einschätzung kann es aber auch jüngeren Kindern mit ein wenig Hilfe eines Erwachsenen gelingen. Auf zehn stabilen Pappseiten können Tiere auf dem Bauernhof, auf der Wiese, in den Bergen, am See und im Wald entdeckt werden. Pro Doppelseite gibt es einen passenden vierzeiligen Reim zum Vorlesen, den Bernd Penners getextet hat. Er hat einfache Worte gewählt, die Kleinkinder gut nachvollziehen können, aber eventuell auch ihren Wortschatz bereichern.
Die Seiten sind von Federica Iossa farbenfroh und liebevoll illustriert. Die Tiere verteilen sich über die gesamte Szene, mal sind es kleinere wie beispielsweise Schmetterlinge, Vögel und Bienen, mal größere wie Gämsen, Kühe oder ein Reh. Mit den Schiebern lassen sich auf jeder in jedem Bild jeweils zwei Tierarten gemeinsam verschieben. Bei den größeren Elementen hat die Pappe einen runden Ausschnitt, damit auch ein kleiner Finger es schafft, das Teil zu bewegen. Alles wirkt robust und langlebig. Insgesamt ein schön gestaltetes Papp-Bilderbuch, das ich empfehlen kann!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.12.2024

Geheimnisse halten die Spannung aufrecht

Die Frau des Serienkillers
0

An dem Thriller „Die Frau des Serienkillers“, aus der Feder von Alice Hunter, hat mich interessiert, ob die Handlung einen hohen Spannungsbogen aufweisen kann, wenn der Titel bereits Aussagen über den ...

An dem Thriller „Die Frau des Serienkillers“, aus der Feder von Alice Hunter, hat mich interessiert, ob die Handlung einen hohen Spannungsbogen aufweisen kann, wenn der Titel bereits Aussagen über den Täter macht. Außerdem wollte ich mehr darüber erfahren, welche Rolle der Frau des Mörders zukommt. Die Geschichte spielt zum größten Teil in Banbury, einer Kleinstadt vor den Toren Londons.

Die Hauptfiguren Beth und Tom Hardcastle führen eine nach außen hin perfekte Ehe. Sie haben eine dreijährige Tochter und wohnen in einer Gegend, in der man seine Nachbarschaft kennt. Tom pendelt jeden Tag bis London, wo er in einer Bank arbeitet, während Beth in Banbury ein Café betreibt. Eines Tages wird Tom, nach einer verspäteten Heimkehr, zu Hause von der Polizei aufgesucht und mitgenommen. Zunächst heißt es, dass er nur ein paar Fragen zum spurlosen Verschwinden einer früheren Freundin von ihm beantworten soll. Schließlich wird er jedoch in Haft gesetzt.

Für Beth ist die Situation verstörend. Sie versucht ihren Mann vor dem Klatsch und Tratsch im Umfeld zu verteidigen, damit ihre Familie nicht in Verruf gerät. Gleichzeitig kämpft sie dafür, Imageschaden von ihrem Café fernzuhalten. Ihrer kleinen Tochter verheimlicht sie den Grund der Abwesenheit ihres Vaters. Sie will alles dafür tun, damit ihr Kind nicht stigmatisiert wird.

Die Geschichte wird hauptsächlich von Beth aus der Ich-Perspektive über die gegenwärtigen Ereignisse geschildert. Interessanterweise wechseln die Kapitel hin und wieder auch zu Tom, der darin von sich erzählt. Später erfährt man in Rückblicken mehr und mehr über die Ehejahre der beiden. Beinahe jedes der kurzen Abschnitte endet mit einer Andeutung, die den Lesenden veranlasst, rasch weiterzulesen, um die Information einordnen zu können. Am Anfang könnte man daran zweifeln, dass Tom ein Verbrechen begangen hat, denn er wird als smarte Person beschrieben. Langsam kristallisiert sich das Motiv von ihm als Täter heraus. Später erfährt man, wie es ihm gelungen ist, nach außen hin unbescholten zu bleiben.

Die Autorin liefert mit dem Buch ihr Debüt ab. Sie ist Psychologin und hat mit Strafgefangenen gearbeitet. Ihr Wissen über die Denkweise von Tätern hat sie in den Thriller einfließen lassen, wodurch das Handeln der Personen authentisch erscheint. Sehr bald wird dem Lesenden bewusst, dass Beth ebenfalls Geheimnisse haben muss. Es ist jedoch bis zuletzt kaum zu ahnen, in welchem Ausmaß die Protagonistin nicht nur eine Tatsache verbirgt.

Der Thriller „Die Frau des Serienkillers“ von Alice Hunter hält die Spannung bis zum Schluss, der nochmals mit einer Wendung aufwartet. Daraus wird auch das stellenweise eigenwillige Verhalten von Beth verständlicher. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.12.2024

Aus vorgegebenen Linien mit Farben kleine Kunstwerke entstehen lassen

Disney - Malen nach Zahlen: Classics
0

„Malen nach Zahlen – Classic“ aus dem Verlag Ravensburger enthält einhundert Szenen zum Ausmalen, die der Illustrator Jérémy Mariez erstellt hat. Durch den richtigen Einsatz der Farben entstehen Bilder ...

„Malen nach Zahlen – Classic“ aus dem Verlag Ravensburger enthält einhundert Szenen zum Ausmalen, die der Illustrator Jérémy Mariez erstellt hat. Durch den richtigen Einsatz der Farben entstehen Bilder mit Figuren, die man aus Disneys Filmen und Büchern kennt. Am unteren Rand jeder Seite sind die benötigten Farbtöne aufgeführt. Vor dem Ausmalen sollte man sie sich bereitlegen. Dadurch wird es möglich, die vorhandenen Stiften der Farbpalette passend zuzuordnen. Es werden teilweise über zwanzig verschiedene Farben benötigt. Den Farbtönen ist jeweils eine Zahl oder ein Buchstabe zugeordnet, die anweisen, welche Felder ausgemalt werden sollen.
Zu Beginn ist nur ein Gewirr von Linien zu erkennen, aber bald schon schälen sich durch das Ausmalen von Feldern erste Konturen der Figuren heraus. Man muss genau hinschauen, denn vielfach liegen mehrere Areale mit dem gleichen Code nebeneinander. Es gibt auch Zonen, die weiß bleiben. Um es dem Ausmalenden nicht zu leicht zu machen, sind auch diese Felder mit Linien unterteilt, was später beim Betrachten des fertigen Bilds leicht störend wirkt. Ich habe bei einigen Bildern Buntstifte benutzt. Die Linien werden leider nicht ganz abgedeckt. Auch beim Ausmalen mit Filzstiften ließen sich weiterhin die Unterteilungen erkennen. Das Ergebnis ist nur bedingt vergleichbar mit den Bildern in satten Farben, wie die Lösungen am Ende des Buchs sie zeigen. Vielleicht gibt es andere Stifte, die nützlicher sind. Beim Malen mit den Filzern hat sich die Farbe nicht durchgedrückt, sodass ich sowohl Vorder- wie auch Rückseite nutzen konnte.
Das Buch bietet jede Menge Möglichkeiten zum Entspannen. Durch die Konzentration auf die Sache beruhigt das Malen. Bei der richtigen Anwendung der Farben entstehen kleine Kunstwerke mit etlichen bekannten Disneyfiguren wie beispielsweise Tiana, Merida und Arielle, die man seit seiner Kindheit kennt. Neben Protagonistinnen und Protagonisten formen sich auch Nebencharaktere aus den Linien beim Ausmalen. Es ist schön zu sehen, wie sich nach und nach ein Bild ergibt. Ich empfehle gerne dieses Buch, das vom Verlag ab 12 Jahren empfohlen wird. Es ist als Geschenk gut geeignet. Am besten schenkt man es gemeinsam mit einer Kollektion Stifte, die mindestens 24 verschiedene Farben umfassen sollte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2024

Veränderungen jenseits selbst gesetzter Grenzen sind möglich

Rosa
0

Der Titel „Rosa“ auf dem orangefarbigen Cover des gleichnamigen Buchs von Anne Cathrine Bomann überrascht. Es ist der Name des Oktopus, dessen Pflege die Protagonistin Vigga bei ihrem Beschäftigungsverhältnis ...

Der Titel „Rosa“ auf dem orangefarbigen Cover des gleichnamigen Buchs von Anne Cathrine Bomann überrascht. Es ist der Name des Oktopus, dessen Pflege die Protagonistin Vigga bei ihrem Beschäftigungsverhältnis im Ozeaneum in Kastrup, einem Stadtteil einer Vorstadt von Kopenhagen, übernimmt. Dementsprechend ziert ein blauer Krake den Buchdeckel.

Vigga hat bisher nur in Jobs gearbeitet, die das Jobcenter ihr zugewiesen hat. Diesmal ist es eine halbjährige Tätigkeit im Aquarium, die ihr angeboten wird. Bereits zu Beginn ihrer Arbeit stellt sie sich die Frage, wie lange es dauert, bis sie kündigt oder gekündigt wird. Schnell ist sie gelangweilt, findet aber nicht aus dem Kokon, den sie selbst um sich herum gesponnen hat. Sie sucht das Alleinsein, denn dann kann niemand sie mit Worten verletzten. Inzwischen kommt sie besser mit dem Gefühl emotionaler Taubheit zurecht, das sie seit ihrer Kindheit begleitet.

Erst vor wenigen Jahren hat sie Freundschaft mit der etwa gleichaltrigen Maiken geschlossen. Die beiden sind nicht immer einer Meinung, aber sie respektieren sich in besonderem Maße. Sie lachen gemeinsam, gehen zusammen auf Reisen und sie besuchen verschiedene Aktivitäten. Während sie im Ozeaneum arbeitet, wird ihre beste Freundin schwanger. Vigga muss sich auf zukünftige neue Verhältnisse in der vertrauensvollen Beziehung einstellen. Gleichzeitig wird ihr an ihrer Arbeitsstelle die Betreuung des Oktopus Rosa übertragen. Feinfühlig beschäftigt sie sich mit der Lebensform der Kraken und versucht sich in Rosa einzudenken. Sie hinterfragt die Art und Weise der Unterbringung im Aqauarium hinter Schaugläsern. Durch Viggas Recherchen zu Tintenfischen erfuhr auch ich als Leserin einige interessante Details über Oktopusse.

Anne Cathrine Bomann gelingt es auf sensible Weise die Eigenwilligkeit ihrer Hauptfigur herauszustellen. Vigga ist immer wieder zurückgewiesen worden und war zahlreichen Konflikten ausgesetzt. Daher beobachtet sie andere Menschen, um sich deren Verhalten anzueignen und es selbst in ähnlichen Situationen zu zeigen. Kraken sind Einzelgänger, daher glaubt sie in Rosa etwas von ihrem eigenen Charakter wiederzufinden. Statt sich anzupassen, zeigt der Kraken seinen eigenen Willen bis zum Schluss und lässt sich von außen nicht beeinflussen. Für Vigga wird Rosa zum Antrieb, Neues auszuprobieren.

Mit dem einfühlsam geschriebenen Roman „Rosa“ zeigt Anne Cathrine Bomann, dass eine Veränderung jenseits der selbst gesetzten Grenzen gelingen kann. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2024

Unterhaltsame Rätsel für Logikfans

Murdle Volume 1
0

Das Buch Murdle Vol. 1 enthält einhundert Rätsel, die mit Logik und Kombinationsgabe gelöst werden können. Sie wurden von dem US-amerikanischen Autor Greg T. Karber erdacht. Er arbeitet als Informatiker ...

Das Buch Murdle Vol. 1 enthält einhundert Rätsel, die mit Logik und Kombinationsgabe gelöst werden können. Sie wurden von dem US-amerikanischen Autor Greg T. Karber erdacht. Er arbeitet als Informatiker und besitzt einen Studienabschluss sowohl in Mathematik wie auch englischer Literatur. Seine beiden Leidenschaften hat er in die Denkspiele einfließen lassen. Die Rätsel sind unterteilt in vier Kategorien mit jeweils Denksportaufgaben. Von „Elementar“ über „Okkultes Medium“, „Schwer gefährlich“ bis zu „Unmöglich“ steigert sich beständig der Schwierigkeitsgrad.

Zu Beginn des Buchs gibt es eine ausführliche Anleitung mit einem konkreten Beispiel. Alle Rätsel sind anhand der Indizien und Hinweise lösbar. Manchmal enthalten auch Beschreibungen der Verdächtigen, der Orte oder Waffen des Falls hilfreiche Angaben. Auch die sogenannten Anlagen vor jedem neuen Schwierigkeitsgrad sind beim Lösen nützlich. Greg T. Karber hat sich für sein Buch eine durchgehende Geschichte ausgedacht, in deren Mittelpunkt Deduktiv Logico steht. Vor jeder Kategorie und vor jedem Fall wird die Erzählung weitergeführt. Das ist unterhaltsam und amüsant, aber für die jeweilige Mordaufklärung belanglos. Wichtig ist es, dass Logico bei jedem Rätsel eine Mörderin oder einen Mörder überführen muss.

Im ersten Schwierigkeitsgrad erhält der Lösende Fakten über die bereits erwähnten potenziellen Täterinnen und Täter sowie über Orte, die für den jeweiligen Mord in Frage kommen Außerdem sind mögliche Waffen aufgeführt, mit denen das Verbrechen begangen wurde. Ein Gitternetz hilft dabei, zum Ergebnis zu kommen. Um die Rätsel schwieriger zu gestalten, kommen in der zweiten Kategorie Aussagen der Verdächtigen hinzu. Dabei ist zu beachten, dass nur die Mörderin oder der Mörder lügt. Anhand der Indizien ist also zu prüfen, welche Behauptung als einzige ins Schema passt. Der Schwierigkeitsgrad steigt erneut durch die Hinzunahme von Motiven für die Tat, so dass aus einem 3x9 Lösungsraster eines mit 6x16 Kästchen wird. Die höchste Schwierigkeit wird durch die Hinzunahme von Aussagen erreicht, wie es bei der zweiten Kategorie bereits geübt werden konnte.

Wer bei einem der Denkspiele nicht weiterkommt, kann sich im Anhang einen Tipp holen. Außerdem enthält das Buch alle Lösungen. Die Murdles Volume 1 von G.T. Karber sorgen für etliche Stunden kniffligen Rätselvergnügens. Logisches Denkvermögen und Kombinationsgabe führen zur Beantwortung der Fragen: Wer hat die Tat begangen? Welche Waffe wurde benutzt? Und Wo war der Tatort?“ Ich mag solche Rätsel und kann sie jedem empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere