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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2021

Unbedingt zu empfehlen

Weihnachten mit Christina
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Weihnachten mit Christina: Wer ihre bisherigen Bücher kennt, wird sich auch diesmal darauf freuen, jede Menge Ideen und Rezepte zu erhalten, die von traditionell bis ausgefallen reichen. Hier findet jeder ...

Weihnachten mit Christina: Wer ihre bisherigen Bücher kennt, wird sich auch diesmal darauf freuen, jede Menge Ideen und Rezepte zu erhalten, die von traditionell bis ausgefallen reichen. Hier findet jeder etwas für sich, sowohl Backanfänger wie auch alte Hasen in der Weihnachtsbäckerei.

Das Buch ist sehr ansprechend aufgemacht, Bilder ergänzen jedes Rezept, so manches erhält zusätzlich eine bildliche Erklärung, wenn dies notwendig ist. Von den 70 Rezepten macht jedes Lust zum Nachbacken und ist dabei gut verständlich beschrieben. Tipps zur Vorbereitung wie auch zur Rettung von Keksen, die nicht so ganz gelingen wollen, helfen beim Backen. Bastelanleitungen sowie weitere Rezepte, die in der Weihnachtszeit erfreuen, ergänzen dieses Buch. Überhaupt ist dieses Buch so liebevoll gestaltet, dass man die Freude der Autorin (und ihrer Familie) bei all ihren Weihnachtsvorbereitungen auf allen Seiten des Buches spüren kann. Wer Weihnachtsfeeling sucht, wird es hier unbedingt finden!

Es gibt nicht viele Back- und Kochbücher, die ich mir zulege, seit ich vieles im Internet finde. Doch wie all die anderen Bücher von Christina Bauer kann ich dieses nur unbedingt empfehlen, es bietet eine solide Grundlage für die Weihnachtszeit. Deshalb vergebe ich alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 15.12.2021

Toms Reise zu sich selbst

Reise durch ein fremdes Land
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Von Beruf Fotograf, sieht Tom die Welt wie durch die Linse seiner Kamera. Nun ist er unterwegs, um den Sohn aus seiner Studentenbude nach Hause zu holen. Es ist eine zugeschneite, scheinbar feindliche ...

Von Beruf Fotograf, sieht Tom die Welt wie durch die Linse seiner Kamera. Nun ist er unterwegs, um den Sohn aus seiner Studentenbude nach Hause zu holen. Es ist eine zugeschneite, scheinbar feindliche Welt, durch die er den Wagen bewegen muss. Doch mehr noch sind es seine Gedanken, die ihn beschäftigen: die Frage, ob er ein guter Ehemann ist sowie seinen Kindern ein guter Vater. Denn da gibt es noch die Sache mit dem ältesten Sohn, da ist vieles noch ungeklärt. Es ist eine Reise, die Tom durch die verschneite Landschaft zu sich selbst führt.

Es sind Fotografien, die Tom im Gedächtnis geblieben sind, und so ist es nicht verwunderlich, dass ihn diese Fotos auch während der gesamten Fahrt beschäftigen. Immer tiefer geht er dabei in sich selbst, immer mehr erfährt der Leser von all den Geschichten, die ihn nach wie vor bedrängen. So wie der Schnee das Land mit vielen Schichten zugedeckt hat, so sind es viele Schichten, die Tom bei sich selbst während der Fahrt freilegt. Dabei geschieht in der Gegenwart eher wenig, dafür aber verändert sich in Tom selbst sehr viel. So gerät das Buch zu einer eher leisen Geschichte, die man auf sich wirken lassen muss.

Mich konnte diese Geschichte sehr berühren. Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 15.12.2021

Eine Geschichte im Verborgenen

Der perfekte Kreis
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Redbone und Calvert sind zwei Männer, von denen jeder eine traumatische Geschichte hinter sich hat. Ohne jedoch darüber zu sprechen, haben sie eine tiefe Freundschaft entwickelt. Dabei entsteht die Idee, ...

Redbone und Calvert sind zwei Männer, von denen jeder eine traumatische Geschichte hinter sich hat. Ohne jedoch darüber zu sprechen, haben sie eine tiefe Freundschaft entwickelt. Dabei entsteht die Idee, Kornkreise zu entwerfen und durchzuführen. Während ganz England, ja die Welt überhaupt im Jahr 1989 über die Entstehung der Kornkreise rätselt, wollen die beiden ihre Arbeit immer mehr verfeinern, bis sie den perfekten Kreis umgesetzt haben. Dabei erleben sie die skurrilsten Begegnungen, ohne je bei ihrer Tätigkeit geschnappt zu werden.

Es ist ein Spiel, das die beiden beginnen, ein Spiel, das ihren Ehrgeiz geweckt hat: den perfekten Kornkreis unerkannt in die Landschaft zu setzen. Sie haben diese Tätigkeit bereits zu einiger Meisterschaft getrieben, und obwohl sie auch mal die Arbeit an einem Kreis abbrechen müssen, sind sie sehr erfolgreich mit ihrer selbstgewählten Tätigkeit. Obwohl eher wortkarg, werden die beiden Männer mit ihrer ausgefallenen Idee sehr gelungen beschrieben, mitsamt all den Geschichten, die sie aus ihrer Vergangenheit mit sich herumtragen. Das Buch wirkt an vielen Stellen sehr gesellschaftskritisch, und das ganz zu Recht.

Die Idee des perfekten Kreises bringt eine Geschichte hervor, die insgesamt eher im Verborgenen wirkt, wie auch die Männer selbst. Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 15.12.2021

Zwei Schwestern im Nachkriegsdeutschland

Der schwarze Winter
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Silke Bensdorf und ihre Schwester Rosemarie sind bei der Flucht nach dem Krieg auf einem Bauernhof untergekommen. Doch während die eisige Kälte ganz Deutschland im Griff hat, müssen die beiden fliehen, ...

Silke Bensdorf und ihre Schwester Rosemarie sind bei der Flucht nach dem Krieg auf einem Bauernhof untergekommen. Doch während die eisige Kälte ganz Deutschland im Griff hat, müssen die beiden fliehen, denn der Bauer will Rosemarie an die Wäsche. Es gelingt ihnen, nach Hamburg zu kommen, allerdings nur über verschlungene Wege, denn die Briten haben einen Zuzugsstopp verhängt. Dennoch finden sie eine Nische, in der sie ein Auskommen finden können. Doch es scheint, als sei ihnen jemand nicht wohlgesonnen…

Schnell taucht der Leser ein in die Geschichte der beiden Schwestern, die sich unter ungünstigsten Bedingungen eine neue Zukunft schaffen wollen. Die Nachkriegszeit in Deutschland und vor allem in Hamburg wird sehr gut geschildert, es ist beklemmend zu lesen, wie sehr die Menschen unter dem Hunger und jede Menge Chaos litten. Dass die Schwestern dafür auf dem Schwarzmarkt tätig werden müssen, dass sie eine Bar für die englischen Besatzer betreiben, das ist alles nur auf dem Hintergrund der historischen Ereignisse zu verstehen und wirkt sehr authentisch. So konnte mich das Schicksal der beiden Frauen und der Menschen um sie herum sehr bewegen. Doch zum Ende der Erzählung wird die Handlung eher unwahrscheinlich, hier konnte ich der Geschichte nicht mehr richtig folgen. Schade, denn das Buch hat jede Menge Potential.

Insgesamt ist die Geschichte sehr flüssig geschrieben und entführt den Leser in ein dunkles Kapitel der Ereignisse in Deutschland. Ich vergebe 3 von 5 Sternen und empfehle das Buch bedingt weiter.

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Veröffentlicht am 10.12.2021

Lillis Hilfe für die Seehunde

Liliane Susewind – Ein Seehund taucht ab
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Liliane Susewind fährt mit ihrer Familie an die Nordsee, ihr bester Freund Jesahja ist mit dabei, und natürlich die Katze Frau von Schmidt und der Hund Bonsai. An ihrem Urlaubsort erfahren sie, dass eine ...

Liliane Susewind fährt mit ihrer Familie an die Nordsee, ihr bester Freund Jesahja ist mit dabei, und natürlich die Katze Frau von Schmidt und der Hund Bonsai. An ihrem Urlaubsort erfahren sie, dass eine Schutzzone für die Seehunde eingerichtet wurde, doch kaum jemand hält sich daran. Als ein Seehundbaby verschwindet, helfen Lilli und Jesahja, es zu finden. Wie gut, dass Lilli sich mit den Tieren unterhalten kann! Denn so kann sie ihnen am besten helfen.

Dies ist bereits das 13. Abenteuer von Liliane Susewind, die mit den Tieren sprechen kann. Doch wie alle anderen Bände ist auch diese Geschichte in sich abgeschlossen und ohne weitere Vorkenntnisse gut zu lesen. Lilli und ihre Freunde beschäftigen sich in diesem Band sehr ausgiebig mit den Seehunden, die in der Siedlung von den Fischern verdrängt werden. Der Konflikt wird sehr kindgerecht erklärt, und es bleibt nicht bei der Erklärung, ja, Lilli findet mit den Erwachsenen um sich herum sogar einen guten Ausweg, mit dem die Fischer und die Tiere der Nordsee gut miteinander leben können. So erleben schon junge Leser und Leserinnen ab ca. 8 Jahren, dass es sich lohnt, für die Umwelt nach Lösungen zu suchen, und mutig dafür einzustehen. Aber auch die weiteren Themen – Transsexualität, Anderssein, Scheidung von Jesajahs Eltern – sind gut in die Geschichte eingebettet, allerdings erscheint mir der Plot damit etwas überlastet. Hier wäre vielleicht weniger doch mehr gewesen. Der Schreibstil ist an die jungen Leser angepasst, die wunderschönen Illustrationen lassen von der Nordsee träumen.

Dieses Kinderbuch ist bestens geeignet für junge Leser und Leserinnen, so dass ich es sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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