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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Weihnachtsabenteuer in Finnland

OTTO fährt los – Weihnachten in Finnland
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OTTO ist kein einfacher Campingbus, nein, er ist ein Zauberbus! Und so gerät der Urlaub in Finnland in der Weihnachtszeit zu einem echten Weihnachtsabenteuer, mit verschneiten Wäldern, funkelnden Polarlichtern, ...

OTTO ist kein einfacher Campingbus, nein, er ist ein Zauberbus! Und so gerät der Urlaub in Finnland in der Weihnachtszeit zu einem echten Weihnachtsabenteuer, mit verschneiten Wäldern, funkelnden Polarlichtern, echten Wichteln und sogar dem Weihnachtsmann höchstpersönlich.

Mit OTTO wird jede Reise zu etwas ganz besonderem! Es gibt bereits mehrere Bücher aus dieser Reihe, doch man muss sie nicht kennen, um in die Abenteuer mit diesem Zauberbus einzusteigen. Diesmal geht die Reise nach Finnland, und so erfährt der kleine Leser ganz nebenbei einiges über die Natur und über die Menschen in Finnland. Die Geschichte ist bezaubernd illustriert, man kann so richtig eintauchen in die Bilder und sich dabei ausgiebig weihnachtlich ausleben. Eine gute Vorbereitung für die Weihnachtszeit sowie für das Land selbst, falls dort mal ein Urlaub mit Kind anstehen sollte.

Dieses OTTO-Buch ist bestens geeignet für Kinder ab 4 Jahren und bietet sich an zum Vorlesen und zum Entdecken der vielen kleinen Geschichten, die in den Bildern erzählt werden. Und ja, es macht Spaß, auf jeder Seite auf die Suche nach dem kleinen Wichtel zu gehen. Hier gebe ich eine unbedingte Leseempfehlung und vergebe natürlich auch alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2025

Vielschichtig

Der Krabbenfischer
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Thomas Flett lebt als Krabbenfischer mit seiner Mutter zusammen in Longferry, im England der Sechzigerjahre. Er ist Anfang zwanzig, seinen Vater hat er nie kennengelernt. Wie schon sein Großvater arbeitet ...

Thomas Flett lebt als Krabbenfischer mit seiner Mutter zusammen in Longferry, im England der Sechzigerjahre. Er ist Anfang zwanzig, seinen Vater hat er nie kennengelernt. Wie schon sein Großvater arbeitet er als Krabbenfischer und erntet so einen kärglichen Lohn, mit dem er sich und seine Mutter gerade mal so über Wasser halten kann. Dabei ist er der letzte Krabbenfischer am Ort, alle anderen haben bereits aufgegeben. Dafür aber kennt er das Meer und die Gezeiten wie kein anderer. Als der amerikanische Regisseur Edgar Acheson nach Longferry kommt, will er unbedingt Thomas anheuern für sein neues Filmprojekt, und bringt damit Thomas' alltägliches Leben in Erschütterung...

Die Geschichte ist eher kurz geraten, und doch zeigt sie äußerst viele verschiedene Schichten. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, die neue Aspekte auftun. So ist es denn kein Wunder, wenn das, was anfangs äußerst langweilig daherkommt – Thomas' scheinbar so eintöniges Leben – ganz viele neue Nuancen erhält, um dann ganz überraschend irgendwo ganz anders anzukommen. Dabei nutzt der Autor Benjamin Wood einen äußerst bildhaften Schreibstil, so dass man sich als Leser selbst im Nebel mitten im Meer wiederfindet.

Diese Geschichte über einen jungen Mann hallt noch lange nach, und ich bin mir sicher, dass sie bei jedem erneuten Lesen neue Aspekte enthüllt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2025

Verstörender Mordfall

Gerächt sein sollst du
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Als die Leiche des siebzehnjährigen Jonas aufgefunden wird, spricht einiges zunächst für Selbstmord. Doch schnell wird klar, dass es sich hier um Mord handelt. Der kleine Ort Kristinestad, in dem jeder ...

Als die Leiche des siebzehnjährigen Jonas aufgefunden wird, spricht einiges zunächst für Selbstmord. Doch schnell wird klar, dass es sich hier um Mord handelt. Der kleine Ort Kristinestad, in dem jeder jeden zu kennen scheint, zeigt sich zutiefst erschüttert. Die Journalistin Eevi Manner macht sich sofort an die Recherche zur Tat. Sie trifft dabei auf Kriminalkommissar Mats Bergholm, ihre Jugendliebe aus Schultagen. Auch wenn jeder für sich recherchiert, ergänzen die beiden sich in ihrer Arbeit – und graben eine verstörende Geschichte aus.

Dieser nordische Krimi vertieft sich in einen unglaublichen Mordfall, der mit polizeilicher und journalistischer Kriminalarbeit aufgedeckt wird. Dabei zeigt die Geschichte einige überraschende Wendungen, die den Fall immer wieder in eine neue Richtung bringen. Die Themen dieses Kriminalfalls (Mobbing, soziale Medien, Gewalt und Vergewaltigung) sind einfühlsam eingebracht. Die zarte Erinnerung an die verflossene Liebesgeschichte zwischen Eevi und Mats bleibt im Hintergrund, bringt aber die persönliche Geschichte der beiden Ermittler mit ins Geschehen hinein. Man kann sich gut eine Fortsetzung dieser neuen Krimireihe vorstellen.

Mich hat dieser Krimi sehr schnell fesseln können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 14.10.2025

Eine Geschichte aus Schmerz und Blut

Furye
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Alec ist erfolgreiche Musikmanagerin, stilsicher und smart, eine Selfmadefrau, die sogar das Cover der VOGUE Business geziert hat. Doch sie sehnt sich nach einer anderen Realität, danach, eine eigene Familie ...

Alec ist erfolgreiche Musikmanagerin, stilsicher und smart, eine Selfmadefrau, die sogar das Cover der VOGUE Business geziert hat. Doch sie sehnt sich nach einer anderen Realität, danach, eine eigene Familie zu haben. Sie selbst glaubt nichts mehr fühlen zu können. Ihr Vater ist vor kurzem gestorben, als Familie bleibt nur noch ihre Mutter. Das Leben verschlägt sie in ihre eigene Vergangenheit, als sie und ihre beiden Freundinnen sich als Furyen bezeichnet haben, geboren aus Schmerz und Blut.

Alec hat sich einen Alias-Namen gegeben, ihren wahren Namen möchte sie nicht preisgeben. Wie sie auch den Namen ihrer beiden Freundinnen nicht nennt, alle drei bezeichnet sie mit den Namen, die sie sich mit ihren damals siebzehn Jahren als Furyen gegeben haben. Sie in diese Vergangenheit zu begleiten, ist schmerzvoll, das deutet schon das Kapitel 0 an, mit dem das Buch startet. Man ahnt, dass die gesamte Geschichte tragisch sein wird, sind die Furien doch die Rachegöttinnen der griechischen Mythologie. Und so entführt die Lektüre in einen Sommer, der so viel versprach und so viel veränderte. Untergründig ahnt man bei der Lektüre, dass hier viel Schmerz in der Geschichte steckt, der sich aber nur nach und nach aufdeckt, in Alecs Eintauchen in ihre eigene Vergangenheit.

Dieser Roman ist nicht leicht zu lesen. Dennoch hat er mich schnell in seinen düsteren Bann gezogen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 12.10.2025

Landfrauenleben

Die Frau des Farmers
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Helen Rebanks lebt als Bäuerin mit ihrem Mann und vier Kindern auf dem Bauernhof. Es gibt außerdem noch sechs Schäferhunde, zwei Ponys, 20 Hühner, 50 Rinder und 500 Schafe. Sie erzählt von einem Tag in ...

Helen Rebanks lebt als Bäuerin mit ihrem Mann und vier Kindern auf dem Bauernhof. Es gibt außerdem noch sechs Schäferhunde, zwei Ponys, 20 Hühner, 50 Rinder und 500 Schafe. Sie erzählt von einem Tag in ihrem Leben und bindet ihre eigene Geschichte wie auch die ihrer Familie in diesen Tagesablauf mit hinein. In ihre Erzählung zeigt sich auch ihre Liebe zum Kochen.

Es ist ein interessanter Aufbau, innerhalb von einem Tagesablauf die gesamte Geschichte einer Bauernfamilie zu erzählen. Helen Rebanks gelingt das sehr spannend, der Wechsel aus Gegenwart und Vergangenheit gelingt ihr dabei sehr gut, so dass man ihr sehr gerne in ihrer Erzählung folgt. Dabei ist dies keine idyllische Erzählung über ein Landleben, wie es sich ein Städter vielleicht vorstellt, hier wird auch mal ungeschönt über das harte Landleben erzählt. Dennoch merkt man der Bäuerin an, dass dies das Leben ist, das sie sich selbst ausgesucht hat, und sie hat darin ihren Sinn fürs Leben gefunden.

Das Buch hat mich gut unterhalten können. Ich habe viel Achtung für die Arbeit auf einem Bauernhof, und dieses Buch hat mich darin bestätigt. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.