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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2021

Positive Lebenseinstellung

Rosarotes Glück
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Die Schauspielerin und Moderatorin Susan Sideropoulos wird oft dazu aufgefordert, die rosarote Brille abzusetzen. Doch sie fordert uns auf: Setzt die rosarote Brille auf! Denn damit kann man die Welt ganz ...

Die Schauspielerin und Moderatorin Susan Sideropoulos wird oft dazu aufgefordert, die rosarote Brille abzusetzen. Doch sie fordert uns auf: Setzt die rosarote Brille auf! Denn damit kann man die Welt ganz anders erleben – positiver. Und damit auch selbst positiver leben. Denn mit der rosaroten Brille lebt es sich besser.

Im leichten Plauderton erzählt die Autorin aus ihrem eigenen Leben und nimmt so den Leser mit auf ihren Weg mit der besagten rosaroten Brille. Manches wird dadurch leichter, das sonst schwer zu ertragen wäre. Ergänzt wird das Buch mit Bildern und Geschichten aus dem Leben der Autorin. So lernt man nebenbei eine positive Lebenseinstellung kennen, die sich auf das eigene Leben projizieren lässt.

Der offene Schreibstil der Autorin macht Lust darauf, es selbst (immer öfter) mit der rosaroten Brille zu versuchen. Sehr gerne vergebe ich dafür 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.06.2021

Eine äußerst geheimnisvolle Modelleisenbahn

Das Vermächtnis des Wunderlands (Das Vermächtnis des Wunderlands 1)
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Die Geschwister Olivia, Bruno und Tom und ihre Freundin Pi haben die verschollen geglaubte Modelleisenbahn ihres Großvaters gefunden. Das Modell ist eine naturgetreue Wiedergabe ihres Ortes Knuffingen. ...

Die Geschwister Olivia, Bruno und Tom und ihre Freundin Pi haben die verschollen geglaubte Modelleisenbahn ihres Großvaters gefunden. Das Modell ist eine naturgetreue Wiedergabe ihres Ortes Knuffingen. Doch inzwischen geschehen seltsame Dinge im Ort – und dabei soll in den nächsten Tagen die wichtigste Zugmesse stattfinden, bei der spektakuläre Züge aus aller Welt nach Knuffingen kommen. Was steckt nur hinter all den Geschehnissen?

Damit beginnt ein aufregendes Abenteuer für die vier Kinder. Sie sind sehr gespannt auf das Geheimnis, das hinter dem Modell steckt. Die vielen Rätsel, die geknackt werden wollen, bringen viel Spannung in das Buch und lassen den jungen Leser von Anfang an mitfiebern. Die Karte von Knuffingen hilft, die Geschehnisse in die örtlichen Gegebenheiten einzuordnen. Auch sonst werden einige technische Details kindgerecht erklärt, man muss keine Vorkenntnisse haben, um alles zu verstehen. Die Illustrationen fangen die geheimnisvolle Atmosphäre des Buches gut auf und lockern die Geschichte auf angenehme Weise auf. Das Ende gibt einen Ausblick auf die Fortsetzung und macht neugierig darauf, wie es mit Knuffingen und seiner mysteriösen Modelleisenbahn weitergeht. Das Buch ist sehr hochwertig verarbeitet, schon das Cover ist ein Hingucker.

Ein spannendes Buch für alle jungen Modelleisenbahnfans wie auch für alle, die das noch werden möchten. Ich möchte dieses gelungene Kinderbuch unbedingt weiter empfehlen und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 01.06.2021

Eine Geschichte über den Spagat zwischen zwei Kulturen

Laudatio auf eine kaukasische Kuh
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Als Tochter georgischer Migranten wird Olga Ärztin. Doch die georgischen Wurzeln greifen immer noch: Sie soll schleunigst heiraten, denn eigentlich ist sie als unverheiratete Frau doch schon viel zu alt. ...

Als Tochter georgischer Migranten wird Olga Ärztin. Doch die georgischen Wurzeln greifen immer noch: Sie soll schleunigst heiraten, denn eigentlich ist sie als unverheiratete Frau doch schon viel zu alt. Kollege Felix scheint der Richtige für sie zu sein, doch noch hat sie ihrer Familie nichts von ihm erzählt. Eine Erkrankung ihrer Mutter führt die gesamte Familie nach Georgien. Heimlich folgt ihnen Jack, der Olga kennen gelernt hat und sie unbedingt für sich gewinnen will. Dort überschlagen sich die Ereignisse, es treten auf: entführte Bräute, eine Kuh in Nöten, eine georgische Hochzeitsfeier, gezückte Pistolen und jede Menge Familiengeheimnisse…

Turbulent ist es in diesem Buch, denn Olga meint, ihre Herkunft verschweigen zu müssen, weil sie einfach allzu auffällig ist. Und so folgt ein Missverständnis nach dem anderen, es gibt jede Menge Szenen voller Situationskomik, Familienlügen werden aufgedeckt und lassen alles in einem ganz anderen Licht erscheinen. Die Autorin Angelika Jodl schafft es dabei, humorvoll und dennoch sachlich den Spagat zwischen den Kulturen zu beschreiben, den Olga mal so mit links bewältigen will. Hier habe ich einiges über die georgische Kultur erfahren, die Reise nach Georgien ist eindrücklich geschildert. Zwischen den Zeilen (und auch zwischen all dem Humor) zeigt sich immer noch die Achtung vor den georgischen Wurzeln der Protagonisten und der Geschichte des georgischen Staates.

So ist ein unterhaltsamer und ein bisschen nachdenklicher Roman entstanden, den ich sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.06.2021

Zwei junge Frauen in einem geteilten Deutschland

Lebenssekunden
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Während in der noch jungen BRD Angelika Stein davon träumt, als Fotografin zu arbeiten, wird in der DDR Christine Magold zur Leistungsturnerin gedrillt. Die beiden Frauen kennen sich nicht, und doch wird ...

Während in der noch jungen BRD Angelika Stein davon träumt, als Fotografin zu arbeiten, wird in der DDR Christine Magold zur Leistungsturnerin gedrillt. Die beiden Frauen kennen sich nicht, und doch wird das Schicksal sie irgendwann zusammenführen.

Die Autorin Katharina Fuchs versetzt mit ihrer Geschichte um Christine und Angelika den Leser in die Zeit der 1950er Jahre. Die beiden Mädchen sind gleich alt, und auch wenn beide in Deutschland leben, so verläuft ihr Leben äußerst unterschiedlich. Mit ihrem Talent zur Fotografie ist Angelika auf der Suche nach Lebenssekunden, die sie für immer auf einem Bild festhalten will. So unterschiedlich die beiden Frauen sind, sympathisch sind beide für den Leser, und so ist es kein Wunder, dass man erfahren möchte, wie sich die Lebenswege der beiden jungen Frauen treffen werden. Mit viel Einfühlungsvermögen und gut eingebettet in die geschichtlichen Ereignisse werden die Geschehnisse erzählt. Gebannt liest man von den Schikanen in der DDR genauso wie von den Schwierigkeiten, denen sich Angelika als Frau in der Bundesrepublik entgegenstellen muss.

Diese ergreifende deutsch-deutsche Geschichte hat mich gut unterhalten können, es zeichnet ein realistisches Bild der damaligen Zeit. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 01.06.2021

Besondere Geschichte, etwas übernatürlich angehaucht

Das Flüstern der Bienen
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Als die alte Nana Reja den kleinen Simonopio fand, war das Baby unter einer Brücke verlassen worden. Er war von einem Bienenschwarm umhüllt. Die abergläubischen Bewohner lehnen ihn ab, doch die Gutsbesitzer ...

Als die alte Nana Reja den kleinen Simonopio fand, war das Baby unter einer Brücke verlassen worden. Er war von einem Bienenschwarm umhüllt. Die abergläubischen Bewohner lehnen ihn ab, doch die Gutsbesitzer Francisco und Beatriz Morales nehmen das Kind bei sich auf wie ihr eigenes. Simonopio kann wegen einer Missgestaltung nicht richtig sprechen, doch er lernt die Sprache der Natur zu deuten. So kann er seine Familie vor der Spanischen Grippe und vielen anderen Gefahren bewahren. Nur langsam lernt die Familie seiner Gabe zu vertrauen. Doch nicht alle Bewohner der Hacienda sind ihm wohl gesonnen…

Die Geschichte beschwört eine längst vergangene Zeit herauf, Anfang des 20. Jahrhunderts in Mexiko. Anfangs wirkt es etwas verwirrend, wenn die Erzählung nicht immer chronologisch erzählt wird und außerdem verschiedene Perspektiven schildert. Dennoch überzeugt das Buch mit einer übernatürlich angehauchten Geschichte, die sich in die historischen Gegebenheiten einpasst. Während eine ganze Dorfgemeinschaft im Verlauf der Erzählung Beachtung findet, ist es eindeutig Simonopio, der die Sympathie des Lesers von Anfang an errungen hat.

Diese Geschichte entwickelt einen besonderen Charme, trotz einiger langatmiger Passagen. Ich empfehle das Buch gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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