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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2020

Romantik pur vor Irlands Traumkulisse

Unsere Liebe für immer
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Die Amerikanerin Kate Moreton ist für eine Studienreise nach Irland gekommen. Dabei trifft sie Ozzie, die beiden verlieben sich sofort ineinander und heiraten auch kurz danach. Ihre Hochzeitsreise plant ...

Die Amerikanerin Kate Moreton ist für eine Studienreise nach Irland gekommen. Dabei trifft sie Ozzie, die beiden verlieben sich sofort ineinander und heiraten auch kurz danach. Ihre Hochzeitsreise plant Ozzie als eine Fahrt auf dem Segelboot, einmal rund um Irland herum. Allerdings bringt ein Sturm die Trennung der beiden: Ozzie zeigt sich unzuverlässig, Kate flieht Hals über Kopf vom Boot und trennt sich von ihm. Sie scheint sich in ihm grundlegend getäuscht zu haben… oder?

Eine romantische Liebe fesselt Kate und Ozzie zueinander, und getreu dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“ verlieben sie sich und heiraten kurz danach. Kann das gut gehen? Nein, sagt der Autor J.P. Monninger, wenn die beiden noch unerledigte Aufgaben mit sich herumtragen – sonst würde das funktionieren. Um diesen Leitsatz spinnt er die romantische Geschichte der beiden. Ihre Liebe ist sehr ungestüm, und das könnte Romantik pur sein, wenn es mir denn gelungen wäre, mich in Kate wirklich hineinzuversetzen. Immer wieder erschien sie mir etwas naiv, das hat mich gestört. Verschiedene Handlungsstränge wurden angerissen, dann aber hängengelassen, da blieben bei mir noch ganz viele Fragen offen. Auch mit Ozzie habe ich mich eher schwer getan, in mancherlei Beziehung blieb er für mich schlecht fassbar. Den Abschluss der Geschichte konnte ich nicht so ganz nachvollziehen.

Genial gelungen ist es dem Autor allerdings, die Kulisse Irlands in die Geschichte hineinzubinden. Hier konnte ich in Bildern schwelgen, die mich auf die gründe Insel versetzen konnten.

Trotz der Irlandkulisse kann ich dem Buch dennoch nur 3 von 5 Sternen geben, meine verhaltene Empfehlung gilt für alle, die die Kulisse Irlands genießen wollen.

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Veröffentlicht am 28.04.2020

Spannend und realitätsnah

Abgefackelt
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Rechtsmediziner Paul Herzfeld entscheidet sich zu einer vorübergehenden Versetzung von Kiel nach Itzehoe. Noch immer leiden er und seine Lebenspartnerin an den Folgen seines letzten Falls, er erhofft sich ...

Rechtsmediziner Paul Herzfeld entscheidet sich zu einer vorübergehenden Versetzung von Kiel nach Itzehoe. Noch immer leiden er und seine Lebenspartnerin an den Folgen seines letzten Falls, er erhofft sich in Itzehoe etwas mehr Ruhe. Doch er entdeckt recht schnell, dass sich hinter dem vermeintlichen Selbstmord seines Vorgängers in Itzehoe ein Geheimnis versteckt – ein Geheimnis, das ihn interessiert, dem er auf die Spuren gehen möchte. Als er merkt, wie gefährlich seine Ermittlungen sind, ist es schon viel zu spät.

Dies ist der zweite Band der Trilogie um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld, der sich in einen Fall verbeißen kann und dann erst wieder aufhört, wenn er die Lösung dazu hat. Den ersten Band kenne ich nicht, dennoch konnte ich gut in diese Geschichte einsteigen, denn der Fall ist in sich abgeschlossen. Allerdings bin ich nun neugierig auf den Vorgängerband, ich werde ihn unbedingt lesen, noch bevor ich mir den Abschluss der Trilogie gönnen werde.

Der Autor Michael Tsokos hat bereits mehrfach bewiesen, dass er seine eigene berufliche Tätigkeit sehr gut in spannende und realitätsnahe Thriller umsetzen kann. Seine Fälle beziehen sich auf tatsächliche Vorkommnisse, wie er im Nachwort schreibt. Dazu hat er einen äußerst flüssigen Schreibstil, so dass ich mich von der ersten Seite an im Buch festgelesen habe. Der Spannungsbogen ist perfekt aufgebaut, das Gespür für die Gefahr, in die sich Herzfeld begibt, wird immer deutlicher dargestellt und gipfelt in einem Showdown, der keine Wünsche offen lässt.

Sehr gerne empfehle ich diesen Thriller weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 25.04.2020

Hatte mehr erwartet

Die Frauen von Richmond Castle
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England in den 1920er Jahren: Die junge Ishbel Christina Camberwell, genannt Blue, erhält die Chance, für sechs Monate in der Redaktion der örtlichen Zeitung zu arbeiten, ihr Traum geht zumindest für eine ...

England in den 1920er Jahren: Die junge Ishbel Christina Camberwell, genannt Blue, erhält die Chance, für sechs Monate in der Redaktion der örtlichen Zeitung zu arbeiten, ihr Traum geht zumindest für eine begrenzte Zeit in Erfüllung. Zur selben Zeit rettet sie eine junge Frau vor dem Ertrinken und bietet ihr anschließend an, ihr zur Seite zu stehen, als sie erfährt, dass Delphine auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann ist. Die beiden Frauen freunden sich an, und für Delphine scheint sich endlich eine glückliche Wendung zu ergeben. Doch auch das scheinbar glückliche Leben von Blues Familie ist sehr fragil...

Tracy Rees hat einen angenehmen Schreibstil, sehr schnell gelingt es der Autorin, die Leserin in die Geschichte hineinzuziehen. Dabei wickelt sie die Erzählung abwechselnd aus der Sicht der Protagonistinnen ab und gibt so Einblicke in die Gedankenwelt von Delphine, Blue und Midge, Blues Stiefmutter. Allerdings gelang es mir nicht immer, die Motive der Frauen nachzuvollziehen. Der zeitliche Rahmen ist mit den Goldenen Zwanzigern interessant gewählt, allerdings hätte ich gern etwas mehr Hintergrund gehabt. Ich würde das Buch weniger in die Rubrik „Historischer Roman“ als vielmehr „Frauenroman“ einordnen.

So ist die Geschichte ganz nett zu lesen, aber so wirklich beeindrucken konnte sie mich nicht. Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen und kann das Buch nur verhalten weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.04.2020

Todesfälle mit blauen Rosen

Eisige Dornen (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 4)
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Der Tod des Fußballstars Hendrik Borg sieht zunächst aus wie ein Selbstmord, auf seiner Brust liegt eine blaue Rose. Doch als noch mehrere Todesfälle mit blauer Rose aufgefunden werden, wird klar, dass ...

Der Tod des Fußballstars Hendrik Borg sieht zunächst aus wie ein Selbstmord, auf seiner Brust liegt eine blaue Rose. Doch als noch mehrere Todesfälle mit blauer Rose aufgefunden werden, wird klar, dass diese in irgendeiner Art zusammenhängen müssen. Psychiaterin Nathalie Svensson wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Was haben diese Toten gemeinsam, warum mussten sie sterben? Und wo wird der Killer als nächstes zuschlagen?

Dies ist bereits der vierte Fall mit der Psychiaterin Nathalie Svensson, die zu den Ermittlungen der Polizei hinzugezogen wird. Und so ist zwar der Fall in sich abgeschlossen, es wird aber schnell klar, dass zwischen den Ermittlern bereits in den vorhergehenden Bänden einiges gelaufen ist. Während ich mich mit dem Vorgängerband sehr schwer getan hatte, fiel es mir diesmal leichter, in die Geschichte hineinzufinden. So war es ein Vergnügen, mit den Ermittlern nach den Motiven des Täters zu suchen, vor allem in Verbindung mit der Geschichte aus der Vergangenheit, die an den Anfang des Buches gestellt ist und im Verlauf der Seiten immer wieder weiter verfolgt wird. Die Verwicklungen sind glaubwürdig dargestellt, zum Schluss führen alle Ergebnisse zu einem überraschenden Schluss. Manches war zwar auch etwas langatmig geraten, insgesamt aber ergibt sich ein ordentlicher Krimi, dem ich gerne 4 von 5 Sternen gebe und den ich gerne weiter empfehle. Am besten aber liest man die Reihe in chronologischer Reihenfolge.

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Ein realistisches Szenario zur Himmelsscheibe von Nebra

Die Kinder von Nebra
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Nebra vor 4000 Jahren: Die Menschen stehen unter der Willkür des Fürsten Orkon, der sich weniger für das Volk als vielmehr für sich selbst interessiert. Sein Sohn Arrak agiert noch despotischer als der ...

Nebra vor 4000 Jahren: Die Menschen stehen unter der Willkür des Fürsten Orkon, der sich weniger für das Volk als vielmehr für sich selbst interessiert. Sein Sohn Arrak agiert noch despotischer als der Vater. Dabei hat er es auf die junge Priesterin Rana abgesehen, doch sie schwört, die Menschen von dieser dunklen Herrschaft zu befreien. Die bronzene Scheibe, die ihr Vater geschmiedet hat und den Sternenhimmel zeigt, wird in Ranas Händen eine große Hilfe, steht sie doch für die Göttin des Lichts.

Als Ende der 1990er Jahre die Himmelsscheibe von Nebra gefunden wurde, wurde schnell klar, dass sie ein großes Geheimnis birgt. Der Autor Ulf Schiewe stützt sich auf die bisherigen Kenntnisse der Forschung und hat um die Scheibe eine dramatische Geschichte gewoben, die voller Spannung und auf dem Hintergrund sorgfältiger Recherchen ein mögliches Szenario der damaligen Zeit entwirft. Beeindruckend ist es, wie hier Geschichte erfahrbar gemacht wird: Nicht nur die Protagonisten werden ausführlich dargestellt, sondern auch die Zeit und die örtlichen Gegebenheiten, in der die Geschichte spielt. Eine Karte, ein Personenregister sowie ein Glossar helfen dem Leser, sich gut in die Geschehnisse hineindenken zu können. Die Bedeutung der Scheibe sowie ihre (mögliche) Entstehung sind eindrucksvoll beschrieben.

Mir fiel es schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen, es konnte mich gleich auf den ersten Seiten fesseln und in die Geschichte hineinziehen. Deshalb empfehle ich es unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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