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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2020

Magische Zeiten in Paris

Die Magier von Paris
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Die Magierfamilien Delune und Belleson sind Rivalen. Claire und Rafael, die beiden jüngsten Familienmitglieder der beiden Clans, wissen gar nicht so genau warum. Sie beobachten sich gegenseitig und führen ...

Die Magierfamilien Delune und Belleson sind Rivalen. Claire und Rafael, die beiden jüngsten Familienmitglieder der beiden Clans, wissen gar nicht so genau warum. Sie beobachten sich gegenseitig und führen den Wettstreit ihrer Väter weiter, nun, nachdem diese beide durch einen unerklärlichen Unfall gleichzeitig gestorben sind. Doch es gibt noch einen dritten Magier in Paris. Claire und Rafael merken schnell, dass sie sich zusammentun müssen, um Felistin entgegenzutreten.

Es ist ein ganz besonderes Paris, in dem die Zaubererkinder leben. Ein Hauch von Magie schwebt über allen Ereignissen, die das Buch schildert. Hier hat sich die Autorin Christina Wolff viele wunderbare Details einfallen lassen, die die Geschichte sehr bereichern. Die ganzseitigen Illustrationen ergänzen den Text auf eine sehr ansprechbare Weise. Mit den Kindern Claire und Rafael macht sich der Leser auf, die Geheimnisse der beiden Magierfamilien zu lösen. Der flüssige Schreibstil und der straffe Spannungsbogen lassen die Seiten schnell dahinfliegen.

Dieses spannende Buch voller magischer Momente entführt Leser ab 10 Jahren in ein ganz besonderes Paris, man möchte sofort mit dem nächsten Band weitermachen. Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 12.03.2020

Du hast keine Chance, also nutze sie!

Hard Sequences – Feuerblut
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Chris hat seinem besten Freund 10000 Euro für dessen Hochzeit geliehen. Dumm nur, dass die Hochzeit geplatzt ist – der Bräutigam ist nicht erschienen -, und Chris das Geld nun fehlt, muss er es doch umgehend ...

Chris hat seinem besten Freund 10000 Euro für dessen Hochzeit geliehen. Dumm nur, dass die Hochzeit geplatzt ist – der Bräutigam ist nicht erschienen -, und Chris das Geld nun fehlt, muss er es doch umgehend an den Chef einer libanesischen Bande zurückzahlen. Verzweifelt versucht er, das Geld anderweitig zu bekommen. Ein riskanter Coup scheint die Lösung zu sein, doch da fangen Chris‘ Probleme erst recht an…

Diese Geschichte ist Teil eines Projektes von vier Autoren, von denen jeder einen Teil der Geschichte erzählt. Jede dieser Erzählungen hängt nur lose mit den anderen Geschichten zusammen und kann gut für sich allein gelesen werden. Doch Achtung, die Lektüre weckt das Interesse an den anderen drei Teilen!

Wie Chris immer weiter in seine Probleme hineinrutscht, ist gut dargestellt. Man denkt als Leser, tiefer geht‘s nimmer, aber das stimmt nicht, Chris ist auf der Spirale abwärts. Die kurzen Kapitel spiegeln die Schnelligkeit der Geschichte und ziehen den Leser schnell ins Geschehen hinein. Schlag auf Schlag geht‘s hier voran, allerdings immer wieder vom Regen in die Traufe und wieder zurück. Dabei feuerte ich Chris an: Du hast keine Chance, also nutze sie!

Wer auf rasante Action steht, wird mit diesem Buch eine passende Lektüre finden, blutig, actionreich und immer wieder höchst gefährlich, dazu unerwartete Wendungen, bis hin zum verblüffenden Schluss. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 12.03.2020

Cybermobbing

Im Netz des Lemming
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Als der Lemming mit Mario, einem Freund seines Sohnes zufällig in derselben Straßenbahn fährt, kommt es zu einem tragischen Vorfall: Auf Marios Handy-Display erscheint eine Nachricht, die den Jungen so ...

Als der Lemming mit Mario, einem Freund seines Sohnes zufällig in derselben Straßenbahn fährt, kommt es zu einem tragischen Vorfall: Auf Marios Handy-Display erscheint eine Nachricht, die den Jungen so verstört, dass er sofort von einer Brücke in den Tod springt. Der Lemming versucht ihn noch davon abzuhalten, doch erfolglos. Urplötzlich bricht ein Shitstorm über ihn herein, wird er doch in der Presse als pädophiler Triebtäter bezeichnet, der den Jungen in den Tod getrieben hat. Zusammen mit seinem alten Freund, Chefinspektor Polivka, macht er sich auf, die wahren Hintergründe zu Marios Tod aufzudecken.

So schnell kann es gehen, dass jemand vorverurteilt und von den Medien abgestraft wird: Wie schnell der Lemming in eine Rolle gerät, die ihn arbeitslos macht und seine Familie ausgrenzt, das ist leider nur allzu vorstellbar. Genauso wie das Mobbing, dem Mario zum Opfer fällt. Es ist erschreckend, dies zu lesen, denn die Geschichte klingt hier sehr realistisch. Berechtigte Gesellschaftskritik klingt durch. Allerdings verfängt sich diese Kritik m.E. zu sehr in den Untiefen der österreichischen Politik: Hier wird Bezug genommen auf aktuelle Ereignisse, das ist interessant, wird aber sehr breit getreten.

Dass dieses Buch Teil einer Reihe ist, war mir nicht von Anfang an klar. Dennoch lässt es sich auch gut für sich allein lesen, die nötigen Hintergrundinformationen erhält der Leser, sobald sie relevant werden. Allerdings habe ich nicht den Hintergrund zu dem Spitznamen des Protagonisten verstanden, mich hat es auch immer wieder gestört, dass der ehemalige Kommissar Leopold Walllisch als „der Lemming“ bezeichnet wird.

Dieser Krimi gibt einen interessanten Einblick in die österreichische Gesellschaft und behandelt gleichzeitig ein sehr brisantes und aktuelles Thema, nämlich Cybermobbing. Diese beiden Themen finde ich sehr gut gelungen dargestellt, allerdings muss ich Abstriche machen wegen der Umsetzung. Ich vergebe deshalb 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 12.03.2020

Witzig und nachdenklich zugleich

Hilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht!
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Jonnys älterer Bruder nervt! Wie gerufen kommt da die Anzeige zum Geschwistertausch, und schwupps meldet Jonny seinen Bruder Ted dort an. Doch dass die Tauschbrüder so seltsam ausfallen, damit hat Jonny ...

Jonnys älterer Bruder nervt! Wie gerufen kommt da die Anzeige zum Geschwistertausch, und schwupps meldet Jonny seinen Bruder Ted dort an. Doch dass die Tauschbrüder so seltsam ausfallen, damit hat Jonny nicht gerechnet. Auch wenn er sie alle wieder umtauschen kann, macht sich zunehmend Frust bei ihm breit. Ob es wirklich den besten Bruder für ihn gibt?

Wer Geschwister hat, kennt das: Sie nerven immer wieder. Da ist die Idee zu einem Geschwistertausch gar nicht so weit weg: Ob das funktionieren könnte? Und schon ist der junge Leser (ab 9 Jahren) in der Geschichte mit drin, fiebert mit Jonny jedem neuen Tauschbruder entgegen, ist irritiert von seiner seltsamen Art und vermisst irgendwann sogar den Bruder Ted. Das ist äußerst lustig erzählt, und dennoch bleibt die ernsthafte Frage dahinter bestehen: Wer ist der beste Bruder für Jonny, wo wird er ihn finden? Und weil Jonny sich als Identifikationsfigur gut anbietet, kann man auch für sich weiter überlegen, was für die eigenen Geschwister gilt…

Diese lustige Geschichte unterhält vor allem und gibt gleichzeitig Stoff zum Nachdenken. Das Schriftbild sowie die Gestaltung des Buches und der Schreibstil wenden sich eindeutig an junge Leser und wecken schnell dessen Interesse. Ich fand die Geschichte einfach köstlich, auch ich hätte als Kind gerne mal meine Geschwister getauscht. Unbedingt empfehlenswert! Ich vergebe gerne alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 11.03.2020

Guter Einstieg in einen spannenden Dreiteiler

Bloom
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Ein starker Regen lässt überall schwarzes Gras wachsen, das niemand auf der Erde kennt. Es wächst nicht nur rasend schnell, sondern wird bedrohlich für die Menschheit, denn die Menschen leiden plötzlich ...

Ein starker Regen lässt überall schwarzes Gras wachsen, das niemand auf der Erde kennt. Es wächst nicht nur rasend schnell, sondern wird bedrohlich für die Menschheit, denn die Menschen leiden plötzlich unter Allergien, das Gras erstickt die Kulturpflanzen des Menschen und greift schließlich die Menschen selbst an. Anaya und Petra, die bisher von Allergien geplagt waren, sind unversehens ohne Symptome. Zusammen mit einem weiteren Jugendlichen, Seth, entdecken sie, dass sie resistent sind gegen die neuartigen Gewächse, ja sogar ungeahnte Kräfte entwickeln. An ihnen liegt es nun, die Gefahr der schwarzen Gräser zu bekämpfen...

Erschreckend ist es, wie die neuartige Fauna die Menschheit in die Knie zwingt. Es ist ein Thema, mit dem sich Jugendliche zu beschäftigen beginnen, und so ist das Thema gut gewählt für ein Jugendbuch. Die drei Protagonisten, allesamt mit einem „freakigen“ Hintergrund, bestehen dabei im Kampf gegen das Verschwinden der Menschheit ein riesiges Abenteuer. Zudem müssen sie sich mit der Frage auseinandersetzen, wer sie denn nun sind, eine weitere wichtige Frage im Jugendalter.

Die Geschichte ist spannend geschrieben, sehr schnell wird klar, wie bedrohlich das schwarze Gras für die Menschheit ist. Dabei steigert sich der Spannungspegel konstant, und der flüssige Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen. Somit ist das Buch ein spannender Einstieg in diese dreiteilige Reihe, die neben einer packenden Geschichte auch viel Raum für eigene Gedanken lässt.

Das Buch ist gut gewählt für Jugendliche und junge Erwachsene, und sehr gerne empfehle ich es weiter. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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