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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2019

Berliner Wirtschaftswunderjahre

Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten
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Berlin, 1952: Die schwierigen Jahre der Nachkriegszeit sind vorbei, die Wirtschaftswunderjahre stehen vor der Tür. Die Schwestern vom Ku’damm stecken nach wie vor ihre Energie in ihr Kaufhaus, das die ...

Berlin, 1952: Die schwierigen Jahre der Nachkriegszeit sind vorbei, die Wirtschaftswunderjahre stehen vor der Tür. Die Schwestern vom Ku’damm stecken nach wie vor ihre Energie in ihr Kaufhaus, das die neueste Mode anbietet und so langsam einen Käuferstamm findet. Während Rike voll in ihre Tätigkeit im Kaufhaus aufgeht, arbeitet Silvie erfolgreich an ihrer Karriere beim Rundfunk, das Nesthäkchen Florentine muss sich auf den Schulabschluss konzentrieren. Der Bruder Oskar, aus dem Krieg zurückgekehrt, soll seinen Platz im Geschäft übernehmen, doch das passt nicht immer zu Rikes bisherigen Bemühungen. Und während Rike den Mann ihrer Träume gefunden hat, suchen Silvie und Oskar nach ihren Partnern fürs Leben.

Dieser zweite Teil der Trilogie um die Familie Thalheim mit ihrem Kaufhaus auf dem Ku’damm schließt nahtlos an den ersten Teil an und ist genauso spannend geschrieben. Mit viel Atmosphäre entführt die Autorin Brigitte Riebe den Leser in die spannenden Jahre der Wirtschaftswunderjahre, diesmal steht Silvie Thalheim mehr im Fokus des Geschehens. Das Schicksal dieser Familie wird bestens in die Geschehnisse der Zeit eingebunden, der Leser findet sich schnell zurecht in diesem Berlin, das in einen Ost- und einen Westsektor getrennt wird und dennoch um eine Zukunft kämpft. Auch hier wieder zeigt sich die akribische Recherche der Autorin, die ihre fiktionale Geschichte auf äußerst spannende Weise in die historischen Tatsachen einbindet. Sehr schnell findet sich die Leserin im Sog der Erzählung wieder, und am Schluss möchte man eigentlich sofort weiterlesen, um in den Abschluss der Trilogie einzutauchen. Wie schon im ersten Band ergänzt eine Zeittafel die Erzählung um die historischen Fakten der damaligen Zeit.

Ich habe dieses Buch gefühlt ohne Atem zu holen verschlungen und kann es nur unbedingt weiter empfehlen. Schwerpunkt der Geschichte ist die Protagonistin auf dem Hintergrund ihrer Zeit, das ist auf jeder Seite des Buches bestens gelungen. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 12.11.2019

Berlins schwierige Nachkriegszeit

Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus
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1932 in Berlin neu eröffnet, liegt das Kaufhaus Thalheim 1945 in Trümmern. Der Vater in Gefangenschaft, der Bruder verschollen, nehmen die Thalheim-Töchter Rike und Silvie mit ihrer jüngeren Schwester ...

1932 in Berlin neu eröffnet, liegt das Kaufhaus Thalheim 1945 in Trümmern. Der Vater in Gefangenschaft, der Bruder verschollen, nehmen die Thalheim-Töchter Rike und Silvie mit ihrer jüngeren Schwester Florentine und deren Mutter ihr Leben selbst in die Hand. Rikes Traum ist es, das Kaufhaus neu zu eröffnen. Silvies Leben hingegen ist vom Vergnügen geprägt, während Florentine sich als widerspenstige Jugendliche gibt. Währenddessen ziehen die ersten Nachkriegsjahre ins Land mit Lebensmittelkarten, Währungsreform, Gründung der BRD. Doch die Vergangenheit spielt immer noch mit hinein…

Dies ist nicht mein erster historischer Roman von Brigitte Riebe, und ganz sicher nicht der letzte. Gewohnt spannend und mit viel Atmosphäre beschreibt sie in diesem Buch die Nachkriegsjahre vor allem (aber nicht nur) aus Rikes Sicht, einer jungen Frau auf der Suche nach ihrem Glück im Leben. Sehr einfühlsam wird der Leser in ihre Gedankenwelt eingeführt, erlebt aber auch die Ereignisse der Zeit hautnah mit. Die Thalheim-Frauen hatten das Glück, durch die gesamte Zeit hindurch ein Dach über dem Kopf zu haben, und dennoch war es ein hartes Leben mit ungewisser Zukunft, durch das sie sich durchbeißen mussten. Das ist sehr authentisch beschrieben, hier erkennt man die akribische Recherche der Autorin, die Realität und Fiktion auf äußerst spannende Weise verquickt und daraus einen Pageturner entstehen lässt. Dieser erste Teil der Trilogie um die Thalheim-Schwestern fasziniert und macht Lust auf die beiden Fortsetzungen. Die Zeittafel am Ende des Buches mit den Ereignissen in Berlin 1945 – 1951 ergänzt die Erzählung um die historischen Fakten der Zeit.

Ich habe dieses Buch gefühlt ohne Atem zu holen verschlungen und kann es nur unbedingt weiter empfehlen. Schwerpunkt der Geschichte ist die Protagonistin auf dem Hintergrund ihrer Zeit, das ist auf jeder Seite des Buches bestens gelungen. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Witzig-abenteuerlicher Lesespaß

Saint Lupin´s Academy 2: Drachen spucken auch nur Feuer
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Als Anne versehentlich eine neue Abenteuermission aktiviert, steckt sie mit ihren beiden Freunden auch schon mitten im Geschehen: Die Drachenkönigin soll getötet werden, und Anne will das verhindern. So ...

Als Anne versehentlich eine neue Abenteuermission aktiviert, steckt sie mit ihren beiden Freunden auch schon mitten im Geschehen: Die Drachenkönigin soll getötet werden, und Anne will das verhindern. So viele Hindernisse und Beschwernisse gilt es zu bestehen, dass die drei immer wieder in größte Gefahr geraten.

Wie schon im ersten Band der Reihe schreibt der Autor Wade Albert White über eine fantastische Welt, die voller Abenteuer ist. Diesmal ist das Abenteuer noch gefährlicher als davor, und Hilfe scheint es kaum zu geben – und wenn doch, dann steht sie auf wackeligen Füßen. Sehr spannend ist es, den Dreien bei ihrer Aufgabe zu folgen, können sie doch immer wieder nur knapp der Gefahr entgehen. Die Geschehnisse sind dabei des öfteren einfach nur skurril, und immer wieder hatte ich die Vermutung, dass die Geschichte sich selbst ganz gerne auf den Arm nimmt. Das macht das Lesen umso reizvoller.

Diesen witzig-abenteuerlichen Lesespaß empfehle ich gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Absolut spannend!

Die Falkenburg Chroniken / Die Falkenburg Chroniken: Der Entdecker
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Carl Falkenburg leitet 1924 seine erste Ausgrabung in den Ruinen Achetatons, der Hauptstadt des Pharao Echnaton. Überraschend taucht sein lange verschollener Bruder Richard in Ägypten auf, er wird Teil ...

Carl Falkenburg leitet 1924 seine erste Ausgrabung in den Ruinen Achetatons, der Hauptstadt des Pharao Echnaton. Überraschend taucht sein lange verschollener Bruder Richard in Ägypten auf, er wird Teil des Grabungsteams. Vorübergehend soll Richard die Leitung übernehmen, denn Carl kehrt in das Grabungsteam von Howard Carter zurück, der erneut die Grabungserlaubnis bekommen hat. Doch als es Tote gibt unter denen, die das Grab Tutanchamuns betreten haben, kursiert der Glaube an den Fluch des Pharao wieder, die Sargöffnung des ägyptischen Pharao erhitzt die Gemüter. Die Ereignisse spitzen sich zu.

Mit diesem zweiten Band um Dr. Carl Falkenburg setzt der Autor André Milewski seinen History-Thriller um den (fiktiven) Ägyptologen fort. Erwiesene Fakten werden auf interessante Weise mit der erfundenen Geschichte um Carl Falkenburg vermischt, wobei das Nachwort diese Vermischung wieder aufdröselt. Dabei gelingt es dem Buch, die Atmosphäre um die Grabungsarbeiten von Howard Carter und seinem Team spannend darzustellen, als Leser fühlt man sich in diese Zeit hineinversetzt. Das Abenteuer der Grabungsarbeiten mit dem sensationellen Fund und der geschichtsträchtigen Sargöffnung wird sehr realistisch geschildert. Einige weitere Handlungsstränge sorgen für noch mehr Spannung, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Alle Achtung vor der akribischen Recherche zum Thema und der Verarbeitung des Stoffes zu einem spannenden Roman!

Dieses rundum gelungene Buch zu einem historischen Thema kann ich genauso wie den Vorgänger nur weiter empfehlen und vergebe sehr gerne alle 5 möglichen Sterne. Nun warte ich bereits gespannt auf die Fortsetzung…

Veröffentlicht am 08.11.2019

Überraschend, erstaunlich, genial

Der Fund
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Die 53jährige Supermarktverkäuferin Rita Dalek wurde brutal ermordet. Sie hatte in einem Bananenkarton etwas gefunden, das nicht hineingehörte, und es mit nach Hause genommen. Ein glückliches Leben wünschte ...

Die 53jährige Supermarktverkäuferin Rita Dalek wurde brutal ermordet. Sie hatte in einem Bananenkarton etwas gefunden, das nicht hineingehörte, und es mit nach Hause genommen. Ein glückliches Leben wünschte sie sich damit. Doch was steckt wirklich hinter dieser Geschichte? Offiziell ist der Fall abgeschlossen, doch da gibt es noch einen Polizisten, der scheinbar wie besessen Fragen stellt. Und dabei Erstaunliches zu Tage fördert.

In einem Leben, das so wenig Glück brachte bisher – die Eltern bei einem Erdrutsch gestorben, der Sohn bei einem Verkehrsunfall, der Ehemann zum aussichtslosen Alkoholiker mutiert -, da winkt der Supermarktverkäuferin die Chance ihres Lebens. Wer käme da nicht in Versuchung? Die Geschichte, die der Autor Bernhard Aichner daraus spinnt, ist überaus clever angelegt. Wer die ersten Zeilen des Buches liest, kann noch nicht ahnen, welche überraschenden Wendungen eingebaut sind, was der beharrliche Polizist herausfinden – und zu welchem Ende er die Geschichte führen wird. Dabei lernt der Leser einen verblüffenden Reigen an handelnden Personen kennen, jede davon ganz akribisch ausgearbeitet, um immer wieder einen neuen Aspekt der Geschichte zu entfächern. Es ist eine wahre Freude, diese Verwicklungen aufgedröselt und immer wieder neu bewertet zu bekommen. Bis hin zum überraschenden Abschluss.

Dieses Buch hat es rasend schnell geschafft, mich in die Geschichte zu verwickeln. Sehr gerne empfehle ich diese Geschichte unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.