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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2019

Spannend mit genau der richtigen Dosis Mystery

Kathy O'Banion Mystery / Haus im Nebel
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Nach dem Unfall ihrer Großmutter bezieht Kathleen deren Haus. Die junge Frau hatte selbst einen Unfall, bei dem ihr Vater starb und sie anschließend lange im Koma lag. Währenddessen war ihre Großmutter ...

Nach dem Unfall ihrer Großmutter bezieht Kathleen deren Haus. Die junge Frau hatte selbst einen Unfall, bei dem ihr Vater starb und sie anschließend lange im Koma lag. Währenddessen war ihre Großmutter die steile Treppe in ihrem Haus hinabgestürzt. Doch etwas war seltsam daran, dem muss Kathleen nachgehen. Sie erhält dabei überraschende Hilfe von unerwarteter Seite. Dann sind da noch die Warnungen vor dem undurchdringlichen Nebel, der immer wieder vom Fluss aufsteigt…

Schon der Einstieg in das Buch ist sehr spannend, mit dieser undurchsichtigen Atmosphäre aus aufsteigendem Nebel und vielen Fragen, die sich dem Leser bei der Lektüre auftun. Und jede beantwortete Frage lässt weitere aufkommen, ja, als würde sich der Leser selbst im Nebel bewegen. Falsche Spuren und unerwartete Wendungen lassen immer wieder neue Aspekte in die Geschichte aufkommen. Das bringt eine Menge Spannung mit sich, die sich bis zum Showdown immer mehr aufbaut. Einige Handlungsfäden bleiben zum Schluss etwas lose, da kann man sich gut eine Fortsetzung der Geschichte vorstellen.

Das Buch liest sich sehr flott und spannend, mit genau der richtigen Dosis Mystery, dass man es nicht aus der Hand legen mag. Deshalb empfehle ich das Buch gerne weiter und vergebe vier von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 14.03.2019

Ein ganz besonderer Rachefeldzug

Die Farben des Feuers
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Zwar erbt Madeleine nach dem Tod ihres Vaters die Bank und ein ziemliches Vermögen, doch sie kennt sich zuwenig aus, um die Zügel in der Hand zu behalten. Es ist der Vorabend des Zweiten Weltkriegs, Frauen ...

Zwar erbt Madeleine nach dem Tod ihres Vaters die Bank und ein ziemliches Vermögen, doch sie kennt sich zuwenig aus, um die Zügel in der Hand zu behalten. Es ist der Vorabend des Zweiten Weltkriegs, Frauen werden schlecht ausgebildet und haben wenig Rechte. Das machen sich ihr Onkel und ihr ehemaliger Verlobter zunutze, sie beraten sie schlecht, so dass Madeleine plötzlich mit ihrem behinderten Sohn die Bank und das Vermögen verliert. Doch einige Jahre später tüftelt sie einen Plan aus, wie sie einen ganz persönlichen Rachefeldzug umsetzen kann.

Mit einem Augenzwinkern und viel schwarzem Humor beginnt das Buch, eigentlich eine traurige Angelegenheit, denn der Vater soll zu Grabe getragen werden, mit ganz viel Pomp und Gloria. Doch unversehens findet sich Madeleine mit ihrem Sohn im Krankenhaus wieder, denn er ist aus dem Fenster auf den Sarg gesprungen. Und plötzlich ist alles anders – für Madeleine, aber auch für den Leser, der mit der besorgten Mutter mit dem verletzten Kind ins Krankenhaus fährt. Dies ist nur eine der überraschenden Wendungen, die der Autor in die Geschichte einbaut. Er lässt seine Protagonistin samt Sohn durch ein tiefes Tal gehen, nur um danach mit ihr einen furiosen Rachefeldzug durchzuziehen. Das birgt einiges an Situationskomik in sich, und mehr als einmal denkt man: „Ja, genau richtig.“ Feinsinnig verwebt der Autor verschiedene Genres miteinander, historischer Roman, Krimi, Unterhaltungsroman, Gaunerkomödie, Gesellschaftskritik, alles ohne erhobenen Zeigefinger, sondern immer aus der Sicht seiner Figuren. Schnell ist der Leser mittendrin in einer Geschichte, die trotz mancher Schwächen einfach mitreißend geschrieben ist.

Zunächst entsetzt, zunehmend aber vergnügt habe ich Madeleines Geschichte verfolgt und habe die Lektüre sehr genossen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle fünf möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 14.03.2019

Nicht mein Fall

Mitternachtsmädchen (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 3)
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In der Universitätsstadt geht ein Vergewaltiger um, der nun zum Serienmörder wird. Allen seinen Opfern fehlt der linke Schuh. Psychiaterin Nathalie Svensson soll der Polizei helfen, ein Profil zu erstellen ...

In der Universitätsstadt geht ein Vergewaltiger um, der nun zum Serienmörder wird. Allen seinen Opfern fehlt der linke Schuh. Psychiaterin Nathalie Svensson soll der Polizei helfen, ein Profil zu erstellen und so den Mörder zu stellen. Nathalie kennt die tote Studentin, sie ist die Tochter ihrer Freundin. Umso mehr setzt die Psychiaterin alles daran, den Täter zu finden.

Dieser Fall ist Teil einer Reihe um Nathalie Svensson, die als Profilerin für die Polizei arbeitet. Schon beim Vorgänger habe ich mich schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden, weil ich mich erst im Dickicht der handelnden Personen zurechtfinden musste. Leider war das auch in diesem Band der Fall, so dass ich sehr lange brauchte, um in die Geschichte hineinzufinden. Zudem habe ich mich schwer getan mit der Ermittlerin, deren Handlungen ich nicht immer nachvollziehen konnte. Vielleicht aber war mir auch ihr Privatleben zu unstet und zu wenig überzeugend. Erst gegen Mitte des Buches konnte ich mich für den Kriminalfall erwärmen und ein bisschen auf die Auflösung mitfiebern. Zudem kommen sehr viele Bezüge auf die bisherigen Bände, die nicht aufgeklärt werden, aber wohl eine ziemliche Bedeutung haben. (Warum will Nathalie nicht zur Beerdigung ihres Vaters gehen?) Das fand ich ziemlich nervtötend.

Leider ist diese Reihe so überhaupt nichts für mich, deshalb kann ich hier nur drei von fünf Sternen vergeben. Eine Empfehlung mag ich nicht aussprechen.

Veröffentlicht am 10.03.2019

Spannendes Jugendbuch mit viel Potenzial

Saligia
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Keira ist eine Saligia, sie ist oft zornig und kann sich dabei fast nicht beherrschen. Deshalb soll sie nach Canterbury ins Internat, wo sie ausschließlich jugendliche Saligia trifft. Sie soll dort lernen, ...

Keira ist eine Saligia, sie ist oft zornig und kann sich dabei fast nicht beherrschen. Deshalb soll sie nach Canterbury ins Internat, wo sie ausschließlich jugendliche Saligia trifft. Sie soll dort lernen, ihre Todsünde zu beherrschen. Kaum angekommen, wird eine Mitschülerin tot aufgefunden. War es einer ihrer Mitschüler? Gerade hatte Keira begonnen, Vertrauen in andere Menschen zu finden, doch wem kann sie nun wirklich vertrauen?

Sieben an der Zahl sind die Todsünden, deren Umgang an der Schule in Canterbury gelehrt wird. Jeder Saligia wird es durch Geburt, über die väterliche oder mütterliche Linie, und muss lernen, mit seinen Fähigkeiten umzugehen. Ist es ein Fluch, ist es eine Gabe? Keira ist sich nicht sicher, was sie davon halten sollte. An dieser Schule allerdings empfindet sie sich nicht mehr als Außenseiterin wie bisher an ihrer alten Schule, sondern findet Gleichgesinnte. Ernste Themen werden in diesem Buch beschrieben, denn Keira ist, wie so viele Jugendliche, auf der Suche nach sich selbst. Trotz ihrer Ausraster ist sie eine sympathische Protagonistin, die einen Sinn für die Gemeinschaft hat. Eine wichtige Botschaft des Buches ist, dass jede der sieben „Todsünden“, hier Hauptlaster genannt, kanalisiert und beherrscht werden können, um so ins Positive umgekehrt zu werden. Es bleiben noch genügend Fragen offen für eine Fortsetzung dieser spannenden Geschichte.

Dieses Jugendbuch ist erfrischend anders als andere Bücher dieses Genre. Es lässt sich leicht lesen, sehr schnell findet man sich in Keiras Welt zurecht und fiebert mit ihr mit, wie sich ihr Leben verändert. Dafür vergebe ich sehr gerne 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch unbedingt weiter.

Veröffentlicht am 09.03.2019

Geschichte voller Magie und Wunder

Die Runenmeisterin
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Die siebzehnjährigen Zwillinge Ayrin und Baren sind Findelkinder, die eher zufällig beim Runenmeister Maberic landen. Ayrin lernt bei ihm die Kunst der Runen und stellt sich dabei sehr geschickt an, sie ...

Die siebzehnjährigen Zwillinge Ayrin und Baren sind Findelkinder, die eher zufällig beim Runenmeister Maberic landen. Ayrin lernt bei ihm die Kunst der Runen und stellt sich dabei sehr geschickt an, sie zeigt wahres magisches Talent. Unversehens finden sie sich wieder in einem Spiel finsterer Kräfte.

Der Autor Torsten Fink hat seine Fantasygeschichte um die beiden Zwillingskinder in eine mittelalterlich angehauchte Welt eingebettet, die voller Magie und Wunder ist. Die Erzählung wird durch das Walten der guten und der bösen Kräfte sehr schnell geheimnisvoll (wobei sehr lange rätselhaft bleibt, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört), und selbstverständlich wollen alle diese Geheimnisse auch aufgelöst werden. Ich bin dabei durch die Geschichte praktisch „geflogen“: Es ist total spannend, diese Welt zu entdecken und so nach und nach deren Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Ein gelungener Showdown bringt die Geschichte zu einem passenden Schluss – und hoffentlich gibt es eine Fortsetzung, denn ansonsten wären mir zu viele offene Fragen übriggeblieben.

Insgesamt eine spannende Fantasygeschichte mit einem ganz besonderen Zauber und viel Magie, die ich sehr gerne weiter empfehle und mit allen fünf Sternen bewerte.