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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2018

Einsames Uff sucht Gleichgesinnte

Das wilde Uff, Band 4: Das wilde Uff braucht einen Freund
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Uff vermisst seinen Freund Lio, der so oft anderweitig unterwegs ist. Da quasslt das Urzeitwesen, was das Zeug hält, um sich selbst einen Freund zu finden. Und bald erhält es tatsächlich Signale – ob es ...

Uff vermisst seinen Freund Lio, der so oft anderweitig unterwegs ist. Da quasslt das Urzeitwesen, was das Zeug hält, um sich selbst einen Freund zu finden. Und bald erhält es tatsächlich Signale – ob es wohl wirklich noch ein weiteres überlebendes Uff gibt?

Dieses Buch ist bereits das vierte über das blaue Urzeitwesen Uff, das bei Familie Peppel gelandet ist und dort das Zusammenleben durcheinanderbringt. Auch wenn die Geschichte für sich allein gelesen werden kann, ist es dringend zu empfehlen, die Reihe chronologisch zu beginnen, das erhöht das Lesevergnügen ungemein. Uff ist es zu verdanken, dass wieder eine Reihe unvorhersehbarer Ereignisse voller Situationskomik entstehen, bei denen sich der Leser kringelt vor Lachen. Aber auch das Gefahrenmoment ist durchaus gegeben, denn nach wie vor gibt es einen bösen Gegenspieler. Die Illustrationen ergänzen auf wunderbare Weise die Geschichte, sie fangen den Charme der jeweiligen Situation gekonnt ein.

Ich habe dieses Buch meinen Kindern (7 und 10) vorgelesen, wie auch schon die Bände zuvor, und wir hatten einen großen Spaß dabei. Es macht sowohl beim Lesen wie auch beim Vorlesen eine große Freude, deshalb gibt es auch diesmal wieder ganz klar eine Leseempfehlung von uns allen.

Veröffentlicht am 09.06.2018

Geheimnis hinter einem Gemälde

Das Geheimnis der Muse
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Odelle Bastien, aus Trinidad nach London gekommen, erhält einen Job in der renommierten Kunstgalerie Skelton. Auf seltsame Weise wird sie in den Fund eines besonderen Gemäldes verstrickt, das nach vielen ...

Odelle Bastien, aus Trinidad nach London gekommen, erhält einen Job in der renommierten Kunstgalerie Skelton. Auf seltsame Weise wird sie in den Fund eines besonderen Gemäldes verstrickt, das nach vielen Jahren wiedergefunden wird. Dabei kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das dreißig Jahre zurückliegt.

Die Geschichte wechselt die Perspektiven zwischen dem London der Sechziger Jahre sowie dem schwülheißen Andalusien kurz vor der Revolution. Mit Odelle erfährt auch der Leser nach und nach das Geheimnis, das hinter dem wiedergefundenen Gemälde liegt. Und ganz zum Schluss erhält der Titel eine besondere Bedeutung, so wie man auch die Geschichte nun mit ganz anderen Augen sehen wird. Wie ein Krimi liest sich die Geschichte um die malende Olive Schloss und den Maler Isaac Robles, realistisch sind die Figuren sowohl in der Vergangenheit wie auch in Odelles Gegenwart. Dabei webt die Autorin geschickt einige überraschende Wendungen hinein und schickt den Leser auf falsche Fährten. Dadurch entsteht eine faszinierende Geschichte, die den Spannungsbogen von Anfang bis Ende durchhält.

Dieses Buch ist eindeutig etwas Besonderes, das durch eine ungewöhnliche Geschichte fasziniert. Deshalb eine eindeutige Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 08.06.2018

Abenteuer mit legendärem Hintergrund

Geheimakte / Geheimakte Excalibur
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Der Archäologe Max Falkenburg und sein Freund Patrick werden zu einem Vortrag nach London eingeladen. Max‘ Freundin Jody möchte ihn seiner Familie vorstellen, doch die Eltern scheinen zu versnobt zu sein, ...

Der Archäologe Max Falkenburg und sein Freund Patrick werden zu einem Vortrag nach London eingeladen. Max‘ Freundin Jody möchte ihn seiner Familie vorstellen, doch die Eltern scheinen zu versnobt zu sein, um ihn zu mögen. Dann wird auch noch das Haus der Familie Wellesley überfallen, die Mutter verletzt, der Vater entführt. Plötzlich finden sich Max und Jody in einer Verschwörung um das Schwert Excalibur wieder. Ein Geheimverbund möchte es unbedingt in seine Hände bekommen – und die Familie Wellesley soll den Schlüssel dazu in der Hand halten. Bald geraten alle in größte Gefahr.

Wieder einmal schickt der Autor André Milewski seinen Protagonisten Max Falkenburg auf ein Abenteuer mit einem historisch-mythischen Hintergrund. Die Geschichte ist in sich selbst abgeschlossen, man kann sie gut ohne Vorkenntnisse lesen, allerdings wird man sicherlich ein größeres Lesevergnügen haben, wenn man alle „Geheimakten“ in den jeweiligen Zusammenhang bringen kann. Eine bunte Mischung an Mythos, Abenteuer und Action fächert der Autor auf, man fühlt sich immer wieder mal an „Indiana Jones“ erinnert. Von Vorteil ist, dass der Leser keine Vorkenntnisse zu der Artus-Legende haben muss (aber durchaus haben darf), um die Geschichte zu verstehen: Dem Autor gelingt es hervorragend, Legenden und eigene Ideen geschickt zu einem neuen Ganzen zu verbinden, so dass ein spannendes und actionreiches Abenteuer entsteht. Ein flüssiger Schreibstil tut sein Übriges, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

Ganz klar also ein absolutes Lesevergnügen, deshalb gibt es von mir alle fünf möglichen Sterne sowie eine unbedingte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.06.2018

Zwei Dichterfürsten in geheimer Mission

Die Affäre Carambol (Goethe und Schiller ermitteln)
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Goethe und Schiller, zu Besuch in Frankfurt, werden gebeten, in zwei Mordfällen zu helfen und diskret die Täter ausfindig zu machen. Eine Verschwörung scheint in einen Krieg gegen Napoleon Bonaparte auszuarten, ...

Goethe und Schiller, zu Besuch in Frankfurt, werden gebeten, in zwei Mordfällen zu helfen und diskret die Täter ausfindig zu machen. Eine Verschwörung scheint in einen Krieg gegen Napoleon Bonaparte auszuarten, und jemand versucht, daraus Gewinn zu ziehen. Da die beiden Dichter schon mal kriminalistisch tätig waren, sollen sie die Drahtzieher dahinter herausfinden.

Obwohl die beiden Herren wenig erpicht auf diese Aufgabe sind, werden sie dennoch in die Ermittlungen verwickelt, bis dahin, dass sie selbst in Lebensgefahr geraten. Scharfsinnig sind sie, abenteuerlich ist manche ihrer Ausführungen, eine kleine Liebesromanze spielt auch eine Rolle… Skurril ist es tatsächlich, wie die beiden von einer Aufregung in die nächste geraten, von Anfang bis Ende. Schon auf den ersten Seiten schildert der Autor eine abenteuerliche Reise nach Frankfurt, bei der mehrere Kutschen verschlissen werden und die Insassen recht zerknittert und verspätet an ihrem Ziel ankommen. Dieser Grundton wird über das gesamte Buch hinweg durchgehalten, gespickt mit mancherlei alter Schreibweise, wie sie Schiller (der hinter dem Ich-Erzähler des Buches steckt) durchaus angewandt hätte. Die etwas altmodische Schreibweise ist dennoch gut zu lesen, so dass sich der Leser unversehens in einen historischen Krimi verwickelt sieht, der die damaligen Verhältnisse gut spiegelt und gleichzeitig gut unterhält. Die Geschichte selbst ist gut gesponnen, man kann sich die beiden Herren bei diesem Abenteuer gut vorstellen.

Insgesamt ist das Buch eine spannende Mischung aus historischem Krimi und spannender Fiktion, sowohl was die Geschehnisse wie auch die Personen betrifft. Damit bin ich neugierig geworden auf weitere Fälle dieses außergewöhnlichen Ermittlerduos. Gerne lasse ich dafür vier Sterne hier sowie eine Leseempfehlung für das Buch.

Veröffentlicht am 04.06.2018

Krimi mit irischem Flair

Schweigegelübde (Ein Emma-Vaughan-Krimi 2)
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Inspector Emma Vaughan ermittelt im Krankenhaus, ein „Todesengel“ soll bereits einige Patienten zu Tode gebracht haben. Privat muss sie dafür sorgen, dass ihr Ex-Mann nicht jahrelang hinter Gitter kommt, ...

Inspector Emma Vaughan ermittelt im Krankenhaus, ein „Todesengel“ soll bereits einige Patienten zu Tode gebracht haben. Privat muss sie dafür sorgen, dass ihr Ex-Mann nicht jahrelang hinter Gitter kommt, ist er doch angeklagt, aktiv bei der IRA mitgemacht zu haben. Sie selbst hat kein besonders gutes Verhältnis zu ihm, musste sie doch in der Ehe viel Gewalt ertragen.

Dies ist bereits der zweite Fall der irischen Kommissarin, die einerseits sehr gut kombinieren kann, andererseits aber so sehr von Schmerzmitteln abhängig ist, dass sie als süchtig bezeichnet werden muss. Damit bleibt für mich wie auch im ersten Band die Frage, ob sie tatsächlich so erfolgreich sein kann. Andererseits ist sie recht kantig gezeichnet, als Protestantin und alleinerziehende Mutter in einem erzkatholischen Irland und in einem Beruf, den Männer ungern für Frauen öffnen. Letztendlich aber ist die Geschichte ganz interessant, es ist spannend, wie unkonventionell Emma ermittelt. Doch so richtig gefesselt hat sie mich nicht. Interessant ist jedoch das irische Flair des Krimis, denn sowohl die Landschaft als auch die Geschichte des Landes spielen eine wichtige Rolle im Buch. Die Auflösung des Kriminalfalles hat mich nicht wirklich überzeugt, zu sehr wird hier ein Klischee bemüht, das ich bereits zu Beginn des Buches abgetan habe, weil es zu offensichtlich wäre.

Damit vergebe ich diesem Band gerade noch vier von fünf Sternen, es gab so viele Kritikpunkte, die mich nicht wirklich überzeugt haben.