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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2023

Einfühlsam erzählte Liebesgeschichte

Vom Ende der Nacht
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Will und Rosie sind Schüler derselben Schule, Will gibt Rosies Zwillingsbruder Josh Nachhilfe in Mathematik. Dabei verlieben sich die beiden ineinander, ihre Liebesgeschichte beginnt Fahrt zu nehmen – ...

Will und Rosie sind Schüler derselben Schule, Will gibt Rosies Zwillingsbruder Josh Nachhilfe in Mathematik. Dabei verlieben sich die beiden ineinander, ihre Liebesgeschichte beginnt Fahrt zu nehmen – doch dann zerbricht ihre Welt. Auch wenn die gegenseitige Anziehung erhalten bleibt, scheint es keine gemeinsame Zukunft mehr für die beiden zu geben.

Die Geschichte beginnt wie so viele Liebesgeschichten unter Schülern, scheint aber von Anfang an eher wenig Erfolg zu haben, denn nach dem Abschlussjahr an der Schule würden sich die Lebenswege der beiden Jugendlichen trennen. Die Faszination zwischen den beiden bleibt aber allen Widernissen zum Trotz erhalten. Die Geschichte nimmt einige Umwege und behält doch immer die beiden im Blick, man fragt sich, ob diese Liebe eine Zukunft haben wird. Abwechselnd kommt die Sichtweise von Will bzw. von Rosie zum Tragen, so dass man als Leser beide Liebende begleitet und ihre Gedanken nachvollziehen kann. So entsteht ein besonderer Sog, der den Leser in den Bann der Geschichte zieht, so dass man fasziniert den Lebenswegen von Will und Rosie folgt.

Diese einfühlsam erzählte Liebesgeschichte empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.10.2023

Magische Rätseleien

Memora Castle oder Das Rätsel der vertauschten Zeit
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Holly freut sich auf die Ferien bei ihrer Tante Claire im Herrenhaus Memora Castle. Doch als sie dort ankommt, ist Tante Claire verschwunden, niemand weiß etwas Genaueres darüber. Stattdessen erhält Holly ...

Holly freut sich auf die Ferien bei ihrer Tante Claire im Herrenhaus Memora Castle. Doch als sie dort ankommt, ist Tante Claire verschwunden, niemand weiß etwas Genaueres darüber. Stattdessen erhält Holly die Hilfe eines sprechenden Kuckucks, der aus der Standuhr zu ihr geflogen kommt. Und das ist nur der Anfang der vielen Rätsel, die Holly im Haus Memora Castle erwarten. Ihr zur Seite stehen die Cousins Ilana und Janko, die Tante Claire eingeladen hatte zu Hollys bevorstehendem Geburtstag.

Es ist eine magische Welt, in der Holly gelandet ist, was man so auf den ersten Blick gar nicht erkennt. Doch Holly merkt schnell, dass nur sie einige Besonderheiten erkennen oder Ereignisse in Gang setzen kann. Ob das die Spur ist, die sie zu Tante Claire führen wird? Es geht um Zeitreisen, das verrät schon der Klappentext. Wie das umgesetzt wird und Holly dabei auf die Spur des Rätsels ihrer verschwundenen Tante kommt, das ist sehr spannend umgesetzt. Nach und nach ergeben all die seltsamen Vorkommnisse einen Sinn. Dass hier in Memora Castle etwas nicht stimmt, das merkt man von der ersten Seite des Buches an, so dass man unbedingt wissen will, was hinter all dem steckt. Zum Schluss wird es sogar noch sehr gefährlich. Die Auflösung war clever inszeniert, man fiebert hier bis zur letzten Seite mit Holly mit. Der magisch-fantastische Anteil der Geschichte hat mir bestens gefallen, wie auch die Charaktere, die teilweise äußerst eigenwillig erscheinen. Ob es wohl eine Fortsetzung dieses Buches geben wird? Ich würde sie auf jeden Fall gerne lesen.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.10.2023

Cosy Crime mit viel englischem Humor

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bräutigam
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Judith, Suzie und Becks werden auf die Hochzeit des Marlow-Granden Sir Peter Bailey eingeladen. Am Tag vor der Hochzeit gibt der Bräutigam eine Party in seinem Herrenhaus, und Judith und ihre Freundinnen ...

Judith, Suzie und Becks werden auf die Hochzeit des Marlow-Granden Sir Peter Bailey eingeladen. Am Tag vor der Hochzeit gibt der Bräutigam eine Party in seinem Herrenhaus, und Judith und ihre Freundinnen wollen sich an ein bisschen Gratis-Champagner laben. Nebenher sollen sie aufpassen, denn Sir Peter hat Judith gegenüber angedeutet, dass jemand seinen Tod will. Und so ist es dann auch: Der Bräutigam wird von einem schweren Schrank erschlagen in seinem Arbeitszimmer gefunden. Die Tür war verschlossen, den einzigen Schlüssel hatte Sir Peter in der Tasche. Dann kann es doch nur ein Unfall gewesen sein, beschließt die Polizei. Doch Judith hat so ihren eigenen Riecher, und der tippt eindeutig auf Mord. Doch wer war der Täter, und wie hat er den Mord inszeniert?

Mrs Pott‘s Mordclub darf bereits zum zweiten Mal ermitteln. Man kann in diese Reihe auch gut mit dem zweiten Band einsteigen, die nötigen Hintergrundinformationen zu dem Damen-Trio erhält der Leser während der Lektüre. Die drei älteren Damen, allen voran Judith haben ein Näschen dafür, einen Mord zu enttarnen, und wenn er noch so sehr als Unfall daherkommen möchte. Vor allem Judith sticht hierbei hervor, sie hat ihre Nase immer mittendrin und scheint Unstimmigkeiten riechen zu können, zumindest aber kommt sie ihnen immer auf die Spur. Die drei Damen ergänzen sich hierbei bestens, mit Vergnügen werden auch einige Details ihrer sonstigen Freizeitbeschäftigungen erörtert. Einige intelligente Plot-Twists garantieren, dass auch bei fortschreitendem Krimi genügend Spannung geboten wird. Ich habe dieses Buch als Hörbuch genießen dürfen und habe mich sehr daran gefreut, wie gut es der Sprecherin Christine Prayon gelingt, jeder der Charaktere ein ganz eigenes Leben einzuhauchen. Lediglich mit der Interpretation von Judith konnte ich mich nicht wiederfinden, ich empfand die wichtigste Ermittlerin als zu eingebildet und zu sehr von sich eingenommen dargestellt. Das ging mir so nicht im ersten Band, den ich gelesen habe.

Dieser Cosy Crime nach guter englischer Tradition hat mich bestens unterhalten können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.10.2023

Sehr leichte Sommerlektüre

Sommertage im Quartier Latin
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Als ihre Großmutter Rose überraschend aus Paris verschwindet, reist ihre Enkelin Lola zu ihrem Vater, um auf Spurensuche nach der Verschwundenen zu gehen. Lola, die schon länger nicht mehr in Paris war, ...

Als ihre Großmutter Rose überraschend aus Paris verschwindet, reist ihre Enkelin Lola zu ihrem Vater, um auf Spurensuche nach der Verschwundenen zu gehen. Lola, die schon länger nicht mehr in Paris war, wird vom Zauber der Stadt wieder gefangen genommen. Sie findet all die Plätze und Personen ihrer Kindheit wieder, die sie seit Ewigkeiten schon nicht mehr gesehen hatte. Dabei trifft sie einen alten Schulfreund wieder, und bald weiß sie nicht mehr, wie schnell sie wieder Paris verlässt oder ob überhaupt.

Lola macht sich auf die Suche nach ihrer Großmutter und findet dabei die Liebe ihres Lebens und ihren Lebenssinn. So ganz kann ich das gar nicht nachvollziehen, denn obwohl Lola angereist ist, um ihre Großmutter zu suchen, passiert in diese Richtung recht wenig. Vielmehr lässt sie sich treiben, lebt zunächst in den Tag hinein. Das Buch möchte in der Tradition von „Chocolat“ stehen, doch mir fehlte hier die Leichtigkeit Viannes; Lola ist viel zu sehr auf sich fixiert, finde ich. So habe ich denn auch einiges an Spannung vermisst, ein bisschen plätschert die Geschichte vor sich hin. Neue Ergebnisse gibt es dann doch zu der verschwundenen Großmutter, dieser Erzählstrang ist gut angelegt, doch auch hier fehlt mir die Tiefe. Die Autorin möchte weitere Liebesgeschichten zu den verschiedenen Bezirken von Paris herausgeben. Allerdings fand ich, dass das Quartier Latin zu wenig im Vordergrund war, die Geschichte hätte auch an einem beliebigen anderen Ort stattfinden können. Ich denke nicht, dass ich die weitere Bände lesen werde.

Diese leichte Sommerlektüre eignet sich gut, um an einem Urlaubsnachmittag gechillt zu entspannen. Unbedingt lesen muss man das Buch nicht. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.10.2023

Verwirrende Erinnerungen

Memoria
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Harriet erinnert sich plötzlich an Ereignisse, die ihr völlig fremd vorkommen. Immer mehr solcher Erinnerungen tauchen auf, die eigentlich gar nicht sein können. Als Jugendliche hatte Harriet einen Ruf ...

Harriet erinnert sich plötzlich an Ereignisse, die ihr völlig fremd vorkommen. Immer mehr solcher Erinnerungen tauchen auf, die eigentlich gar nicht sein können. Als Jugendliche hatte Harriet einen Ruf als Konzertpianistin gehabt. Ihre Karriere wurde jäh durch eine Verletzung an der Hand beendet. Heute arbeitet sie als Klavierstimmerin und hält sich mehr schlecht als recht über Wasser. Auf einer Zugfahrt rettet sie eine Frau vor einem Waldbrand – und ab diesem Zeitpunkt weiß Harriet nicht mehr, ob und wie sie ihren Erinnerungen trauen kann. Ob ihr eine Reise in die Vergangenheit helfen könnte, an die Plätze ihrer Jugend? Doch was sie dort erwartet, ist auch völlig verwirrend…

Wie ist das, wenn man seinen eigenen Erinnerungen nicht mehr trauen kann, wenn plötzlich Szenen auftauchen, die man erlebt zu haben meint, doch sie passen nicht mehr zu den anderen Erlebnissen des eigenen Selbst? Harriets Leben, das sie mehr schlecht als recht auf die Reihe kriegt, kommt ins Trudeln. Das ist äußerst verwirrend, für sie und für den Leser, der sie auf jedem Schritt begleitet und mit ihr die Erinnerungen versucht auf die Reihe zu kriegen. Welche Gefahren sie dabei heraufbeschwört, ahnt sie noch gar nicht, doch sie wird durch diese Gefahren hindurchmüssen. Was sich äußerst konstruiert anhört, ist in diesem Thriller fieberhaft spannend und letztendlich auch glaubhaft beschrieben. Immer wieder gerät Harriet ins Straucheln, weil sich neue Wendungen der Geschichte ergeben. Nebenbei kommen mit leisen Tönen auch ethische Standpunkte zum Tragen, z.B. wie weit Wissenschaft gehen darf. Doch im Vordergrund steht Harriets Geschichte, geprägt von beängstigender Verwirrung, die ich in atemloser Hast durchgelesen habe, weil ich wissen wollte, wie das alles zusammenpassen könnte.

Sehr gerne empfehle ich diesen fesselnden Thriller weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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