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Veröffentlicht am 24.01.2023

Auf der Suche nach einer besseren Zukunft

CATAN - Der Roman (Band 1)
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Norwegen, im Jahr 860. Asla, die Tochter des Wikingerfürsten Halldor möchte einer ungeliebten Ehe entfliehen, zu Thorolf, den sie liebt und mit dem sie sich insgeheim verlobt hat. Mit ihr flieht auch ihre ...

Norwegen, im Jahr 860. Asla, die Tochter des Wikingerfürsten Halldor möchte einer ungeliebten Ehe entfliehen, zu Thorolf, den sie liebt und mit dem sie sich insgeheim verlobt hat. Mit ihr flieht auch ihre Schwester Stina. Doch ihr Vater Halldor sinnt auf Rache. Deshalb bricht Thorolf mit Asla und Stina sowie mit seinen Halbbrüdern Yngvi und Digur sowie weiteren auswanderungswilligen Siedlern auf nach Catan, von dem einer der Dorfbewohner erzählte. Catan, das Land der Sonne… Es ist eine Fahrt ins Unbekannte, doch die Siedler sind fest entschlossen, sich eine neue, bessere Zukunft zu erarbeiten.

Klaus Teuber, dessen Spiel „Die Siedler von Catan“ eindeutig Kult wurde, hat eine Hintergrundgeschichte dazu geschrieben. Der erste Teil der Saga liegt hiermit vor. Es ist eine groß angelegte Geschichte, geprägt von dramatischen Ereignissen, von Träumen von einem besseren Leben und von Veränderungen, die sich durch die Ereignisse ergeben. Der Leser wird entführt in das Leben der Wikinger im Jahr 860 und danach, man erfährt viel über die Mentalität der Menschen wie auch über ihren Alltag, sowohl in Norwegen wie auch auf dem Weg in eine neue Zukunft und in der neugegründeten Siedlung in Catan. Dem Autor war es wichtig, eine Geschichte zu schreiben, wie sie hätte stattfinden können, und das ist ihm auch gut gelungen. Die Charaktere sind gut angelegt, ihre Entwicklung schlüssig, so dass eine spannende Geschichte entstanden ist, die den Leser von Anfang bis Ende fesselt. Ich bin bereits gespannt auf die Fortsetzung.

Mich hat dieses Buch bestens unterhalten können, so dass ich es unbedingt weiter empfehlen möchte. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 20.01.2023

Magie trifft auf Wissenschaft

Die Göttin und der Prinz. The other side of the sky
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Prinz Norths Heimat liegt über den Wolken. Als er mit seinem Flugzeug abstürzt, findet er sich in einer anderen Welt wieder, von der er nichts wusste. Er landet in Nimhs Welt, sie selbst ist eine wiedergeborene ...

Prinz Norths Heimat liegt über den Wolken. Als er mit seinem Flugzeug abstürzt, findet er sich in einer anderen Welt wieder, von der er nichts wusste. Er landet in Nimhs Welt, sie selbst ist eine wiedergeborene Göttin ihrer Welt. Während Nimh glaubt, dass mit Norths Erscheinen eine Prophezeiung in Erfüllung geht, hofft North, dass sie ihm helfen kann, in seine Heimat zurückzukehren. Ihre Schicksale sind auf eine besondere Weise miteinander verbunden…

Es sind zwei völlig verschiedene Welten, aus denen Nimh und North stammen: Während Norths Heimat technikbegeistert ist und die Menschen dort sich alles mit Wissenschaft und Logik erklären, ist es in Nimhs Welt die Magie und die Traditionen, die vorherrschen. Abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt, so dass der Leser beide gut kennenlernt und einen guten Eindruck der beiden Welten erhält, in denen Nimh und North leben. Die Geschichte bietet einige überraschende Wendungen, die die Spannung anheizen. Der Cliffhanger macht furchtbar neugierig auf die Fortsetzung. Ich durfte das Buch als Hörbuch genießen. Die Sprecher Julia Nachtmann und Aleksandar Radenkovic erzählen jeweils die Sichtweise von Nimh und von North, ich habe mich gerne von ihnen in die Welt des Prinzen und der Göttin entführen lassen.

Das Buch erzählt von einer interessanten Welt, ich habe mit Nimh und North die gesamte Erzählung über mitgefiebert, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 18.01.2023

Bestens geeignet für die kleinen Leser

Pups! Wer war's?
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Zebra, Giraffe, Panda und andere Tiere sind unterwegs zur Arbeit. Doch als der Aufzug losfährt, stinkt es plötzlich: Wer hat denn hier gepupst? Ein Tier nach dem anderen steigt aus, und immer wieder macht ...

Zebra, Giraffe, Panda und andere Tiere sind unterwegs zur Arbeit. Doch als der Aufzug losfährt, stinkt es plötzlich: Wer hat denn hier gepupst? Ein Tier nach dem anderen steigt aus, und immer wieder macht es „Pups!“ Der Übeltäter ist dann eine echte Überraschung…

Dieses wunderschön gestaltete Pappbuch für Kinder überrascht mit einer lustigen Geschichte und einer aufwendigen Aufmachung. Hier kann nicht nur mitgefiebert werden, sondern es gibt auch jede Menge Spiel-Effekte. Das Buch enthält dem Alter entsprechend wenig Text, der dafür eingängig geschrieben ist. Ergänzt wird dieser durch die Illustrationen, bei denen man gut auf Entdeckungstour gehen kann. Durch die dicken Pappseiten gerät das Buch sehr robust und ist bestens geeignet für kleine Kinderhände.

Diese lustige Geschichte mit viel Mitmachpotential empfehle ich sehr gerne weiter für die kleinen Leser ab 2 Jahren und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 18.01.2023

Moderne Meerjungfrauen-Geschichte

Die Meerjungfrau von Black Conch
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Im April 1976 trifft David, ein junger Fischer, eine Meerjungfrau im Meer vor einer karibischen Insel an: Aycayia. Sie war vor Jahrhunderten eine Frau und wurde von den anderen Frauen ihres Dorfes verflucht, ...

Im April 1976 trifft David, ein junger Fischer, eine Meerjungfrau im Meer vor einer karibischen Insel an: Aycayia. Sie war vor Jahrhunderten eine Frau und wurde von den anderen Frauen ihres Dorfes verflucht, als diese um ihre Männer fürchteten. David besucht sie öfters mit seinem Fischerboot, doch unversehens wird sie von amerikanischen Touristen aus dem Meer gefischt. David kann sie im letzten Moment retten und versteckt sie bei sich zu Hause, wo sie sich ganz langsam in eine Frau zurückverwandelt. Doch werden David und Aycayia eine Zukunft haben?

Die Geschichte um Aycayia beginnt wie ein Märchen, fasziniert habe ich gelesen, wie David sie retten konnte und wie die beiden sich ganz sanft annäherten, wie die Vergangenheit der beiden so langsam verblasste und sich eine neue Zukunft zu zeigen begann. Es sind viele Themen, die diese Geschichte streift, angefangen von Kolonialismus, Familienleben in einem Fischerdorf, Anderssein, Außenseitertum bis hin zur Frage der Identität, wenn Aycayia von manchen Mitmenschen gar nicht als Mensch wahrgenommen wird. Als etwas schwierig empfand ich die Sprache, die detailgetreu den Hintergrund des Fischerdorfes spiegeln soll, andererseits hat mich der ungewohnte Sprachstil des öfteren aus dem Lesefluss gerissen. Aycayia und David konnten mich in ihren Erlebnissen überzeugen und wurden bereits auf den ersten Seiten zu Sympathieträgern, mit denen man gerne mitfiebert. Und auch wenn ich einen anderen Schluss favorisiert hätte, muss ich gestehen, dass dieses Ende doch am besten zu dieser Geschichte passt.

Dieses moderne Märchen fabuliert eine ungewöhnliche Geschichte und stellt untergründig eine Menge Fragen, die mich nach der Lektüre etwas nachdenklich hinterließen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.01.2023

Ein Sherlock Holmes des Mittelalters

Isengrim
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Niki Wolff, der unversehens aus der Gegenwart ins Mittelalter katapultiert wurde, freut sich auf seine Hochzeit mit Engeltrud. Als die Trauzeugin seiner Braut ermordet wird, geschah das angeblich durch ...

Niki Wolff, der unversehens aus der Gegenwart ins Mittelalter katapultiert wurde, freut sich auf seine Hochzeit mit Engeltrud. Als die Trauzeugin seiner Braut ermordet wird, geschah das angeblich durch Isengrim, ein Unwesen, das bereits vor 15 Jahren grausam gemordet hat. Doch Niki hat Bedenken, dass es ein Werwolf war, der die junge Bademagd auf dem Gewissen hat. Zusammen mit dem Bruder seiner Braut, Bertram, soll er den wahren Täter ausfindig machen. Niki erinnert sich an sämtliche Krimis, die er gelesen hat, um seiner Aufgabe gerecht zu werden, und agiert im Sinne eines mittelalterlichen Hercule Poirot bzw. Sherlock Holmes.

Dieser historische Krimi nimmt sich Zeit, um die Geschichte zu erzählen. Der Vorteil diesers Vorgehens ist, dass man als Leser gut in das mittelalterliche Städtchen Krems hineinfindet. Das Buch ist der dritte Teil der Reihe um Niki Wolff, kann aber auch gut ohne weitere Vorkenntnisse gelesen werden. Niki Wolff als mittelalterlicher Sherlock Holmes, der immer wieder Vergleiche zu seinem einstigen modernen Leben zieht, ist ein guter Beobachter, er hat viel gelernt aus den Krimis, die er früher gelesen hat. Als Troubadour hat er sich ein gutes Auskommen gefunden, er unterhält die Menschen mit einem Schatz an Liedern aus der heutigen Zeit. Hier gibt es, bei aller Spannung, auch einige lustige Momente, wenn ihm Begriffe aus der heutigen Zeit entschlüpfen, mit dem die Menschen im Mittelalter gar nichts anfangen können. Die Auflösung findet statt ganz im Stil der englischen Krimi-Tradition, wenn der Täter in großer Runde entlarvt wird.

Auf dem Hintergrund des mittelalterlichen Geschehens hat mich das Buch gut unterhalten können, und siehe da, ich bin auf eine neue Reihe aufmerksam geworden, die ich unbedingt lesen möchte. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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