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Veröffentlicht am 28.07.2025

Dystopien dürfen schwarz/weiß sein

All Better Now
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Ich bin seit Shustermans " Vollendet " Reihe , die mir damals in England über den Weg lief, von seinen von Romanen begeistert. Zudem lese ich unheimlich gerne Science fiction besonders Dystopien und Utopien. ...

Ich bin seit Shustermans " Vollendet " Reihe , die mir damals in England über den Weg lief, von seinen von Romanen begeistert. Zudem lese ich unheimlich gerne Science fiction besonders Dystopien und Utopien. Deshalb war ich froh, dass ich den neuen Roman entdeckt habe . Das Cover sprach mich nämlich gar nicht an . Manchmal lohnt es sich näher hinzuschauen.
Shusterman ließ sich , wie so viele Autoren, von der Corona Pandemie für seine spezielle Viruserkankung inspirieren mit allen möglichen psychologischen Reaktionen darauf wie z.B Leugnung , Angst , Leugnung ,Hoffnung ,oder Realismus .
" Interessant finde ich dass Shusterman auch etwas ( scheinbar?) positives draus machen wollte . Es geht mir zwar immer noch nicht auf wie so etwas möglich sein so( vielleicht veränderte Gene die eine veränderte stabile Hormonausschüttung bewirkt? ) Es ist aber auch egal da es es Science Fiction ist.
Immer glücklich und zufrieden sein? Angst und Unzufriedenheit kann eine Antriebsfeder sein. Manche Forscher meinen auch wenn man immer zufrieden ist und kein Wunsch nach Veränderung hat, gäbe es auch keine Evolution. Man kann aber auch sagen , daß Empathie und fehlender Eigennutz förderlich für Engagement ist. Und " Dunkelheit gibt es nicht ohne Grund "
In diesem Fall im Roman haben die Reichen und Mächtigen Angst vor Veränderungen und Kontrollverust.
Sehr unterhaltsam, die Protagonisten können kaum unterschiedlicher sein wie in diesem Buch um die verschiedenen Positionen aufzuzeigen.
Hier wird es etwas schwarz / weiß dargestellt was in einem Buch meiner Meinung nach legitim ist .
Im echten Leben liegt die Wahrheit in der Mitte. Aber es macht Spaß diese Vision und die Gedankengänge zu verfolgen , die gerade darum auch zum eigenen Nachdenken anregen.
Vor allem diese Fragen.Was ist Glück und Zufriedenheit, wie ensteht es? Ist man es, kann man es lernen...?
Ich sehe dies auch gesellschaftskritisch.Was ist wenn dann Leute verschiedene Bedürfnisse nach Nähe und Gemeinschaft haben und Sachen in dem Kontext von den Anderen aufgezwungen werden?
In gewisser Hinsicht erinnert mich dieser Roman obwohl Jugenddystopie an Thriller von Marc Elsberg gerade in der Art und Weise wie die Mächtigen im Hintergrund skrupellos Pläne schmieden.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es in der Mitte ein wenig Längen hatte, denn der Show down hat es wieder wett gemacht.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Was am Ende zählt

Katzen, die wir auf unserem Weg trafen
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Schon auf en ersten Seiten entdeckte ich etwas liebevolles und zartes an diesem Roman ,trotz der scheinbar grobem Ansagen von Aishas Seite her . Die Art wie Walter Aishas Mutter anschaute und der Umgang ...

Schon auf en ersten Seiten entdeckte ich etwas liebevolles und zartes an diesem Roman ,trotz der scheinbar grobem Ansagen von Aishas Seite her . Die Art wie Walter Aishas Mutter anschaute und der Umgang untereinander gefiel mir sofort ." So warm wie frische Wäsche" . Ja und von Walters Seite her ,zusätzlich die Liebe zu Katzen .
Mir gefielen auch die Überschriften der kurzen Kapitel, in dem ganz trocken gesagt wurde ,um was es vordergründig ging, oder auch genau darum warum es ging.
Auf mich macht dieses Buch einen tiefgründigen Eindruck und ich finde es ist kein reines Jugendbuch. Ich denke, auch Erwachsene können viel aus dem Roman mitnehmen .

Ein schöner coming of age Roman .Man fragt sich jedoch was bedeutet Erwachsen werden, wenn das Ende bevor steht. Der Roman regt an darüber nachdenken was im Leben wirklich wichtig ist, denn morgen könnte dein letzter Tag sein. Aber auch wie unterschiedlich Menschen darauf reagieren ,sollte wirklich das Ende der Welt verkündet werden. Da es für Aisha und ihre Mutter die Familie und Freunde ist machen sie sich auf die Suche nach ihrer Schwester ,quer durch Malaysia
Verständlicher Weise sind auch sind auch viele Untertöne Melancholie und Traurigkeit
Es geht auch um Verlust ,Trauer und Hoffnung in mehrer Hinsicht. Ich sehe dieses Weltuntergangsthema eigentlich als Methapher.
Ich würde mich nicht wundern wenn dieses Buch irgend einen Preis bekommen würde.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Senior Sunrise

The summer we kissed
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Eigentlich habe ich eine gute coming of age erwartet , jedoch handelt es sich hier um einen Liebesroman der sich an ein Lesepublikum richtet welches noch mittendrin in dieser Phase befindet. Der ...





Eigentlich habe ich eine gute coming of age erwartet , jedoch handelt es sich hier um einen Liebesroman der sich an ein Lesepublikum richtet welches noch mittendrin in dieser Phase befindet. Der Titelzusatz " Jedes Ende ist ein Neuanfang , jeder Kuß ist ein Versprechen" hätte mir dies eigentlich veraten können. Jedoch von der vom Verlag versprochenen sommerlichen Leichtigkeit keine Spur. Ich habe mich bemüht mich auf diese Art einzustellen ,aber es sind ein paar zu viele Dramen und Missverständnisse, man braucht nicht mit dem Holzhammer draufzuhauen um zu begreifen ,dass Alles durch fehlendes Vertrauen , zu wenig Kommunikation und geringes selbstgefühl hervorgerufen wird . Und gerade dadurch ,das zu viel an Dramen einen Großteil des Buches ausmachen ( Eindruck von Fanservice) geht das sensible Thema Panikattacken unter.
Gut fand ich die Idee , dass Natalia sich als Künstlerin ihre Gefühle mit Farben ausdrücken lässt .
In den ruhigeren Teilen , die leider zu selten waren lässt sie ihre Hauptprotagonisten miteinander verständnisvoll umgehen. Aber wie gesagt diese Szenen waren viel zu selten und mich hat das Buch persönlich gestresst. Da hat es das oberflächliche Happy End auch nicht mehr für mich retten können.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Dem Gaming gebürt die Ehre

Gaming – Eine Pixel-Zeitreise
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Welch eine ungewöhnliche , aber passende Art und Weise durch ein Comic die Geschichte des Videospiels zu zeigen. Passend fand ich aber auch mich als Leser, da ich als Kind der 70er und 80er sowohl Pong ...

Welch eine ungewöhnliche , aber passende Art und Weise durch ein Comic die Geschichte des Videospiels zu zeigen. Passend fand ich aber auch mich als Leser, da ich als Kind der 70er und 80er sowohl Pong ( in Deutschland Telespiel), als auch mit der Atari Konsole, sowie Tetris und mich als Erwachsene jahrelang durch alle "The Sims " Teile ( jetzt erkunde ich Insoi) gespielt habe. In unserer Familie gibt es natürlich eine Wii und eine Xbox. Nur von einer VR- Brille , wie sie in der Einleitung gezeigt wird , wird mir leider schlecht . Ich freute mich sehr darüber , dass dem Gaming nun in einem Comic die Ehre widerfährt sich mit seiner Geschichte für ein breites Publikum auseinanderzusetzen.
Ein Gaming Wissenschaftler ( ja es gibt einen Studiengang mit Bachlorabschluss für Gaming Design ) und die Comiczeichnerin führen in diesem Comic, von den einfachen Anfänge an ,durch die Geschichte des Gamings bis in die Gegenwart. Durch ein Defekt einer Impulskanone / Fluxgewehr reisen sie durch die Zeiten und tauchen sogar in die Videospiele ein in denen Aufgaben auf sie warten . Fast wie nebenbei erfährt man computertechnische Hintergründe und lernt die Spieleentwickler kennen.
Der Zeichenstil gefällt mir sehr gut , ich mag es wenn in einem plakativen Zeichenstil mit Mangaanleihen gezeichnet wird. Um die unterschiedlichen Ären darzustellen , verwendet die Zeichnerin unterschiedliche Farbschemata. Braune, braunrote und gedeckte Farbtöne für die späten 60er und 70er Jahre ( was mir ein retro feeling gab),etwas bunter ab den 80er Jahre .
Ich fand es sehr interessant und wurde gut unterhalten, was ein reines Sachbuch in dem Maßen nie erreicht hätte.Mehr als einmal kam bei mir ein nostalgisches Gefühl auf als ich über alte Videospiele die ich als Kind spielte las und gleichzeitig die Grafiken der Spiele sah.
Der Comic zeigt das Computerspiele mehr als Pixel sind.
Da es ein Hardcover ist und dadurch eine zusätzliche Wertigkeit besitzt eignet sich das Buch auch gut als Geschenk für andere Spielenerds.


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Veröffentlicht am 15.04.2025

Kleine literarische Reise nach Japan

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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Ito Ogawas wunderbarer Roman lässt uns eine kleine Reise nach Japan literarisch erleben . Ich finde es toll , dass wir in diesem Roman so viel von der japanischen Kultur vermittelt bekommen. Besonders ...

Ito Ogawas wunderbarer Roman lässt uns eine kleine Reise nach Japan literarisch erleben . Ich finde es toll , dass wir in diesem Roman so viel von der japanischen Kultur vermittelt bekommen. Besonders interessant fand ich, dass man nebenher sehr viel über Kalligraphie lernen kann . Ich war regelrecht fasziniert und habe es bewundert mit welcher Sorgfalt Hatoko die einzelnen Materialien für das Briefe schreiben passend zum Anlass auswählte. Da bemerkte man auch sehr die unterschiedlichen Bedeutungen und Wertigkeiten in der japanischen Kultur. Dies findet man auch wieder in der Ausübung des Berufs Hatokus, welche durch dieses stellvertretende Briefe schreibens gerade im privaten Bereich doch ein wenig für mich empfundene Unehrlichkeit verbunden ist .Vielleicht ist es in dieser Kultur nicht so wichtig wer der Überbringer ist und ob immer absolute Ehrlichkeit in den Briefen erwartet wird. Das Buch lässt uns aber auch eine Reise Hatokus zu sich selbst erleben . Durch sehr viele Begegnungen bei der Ausübung als öffentliche Briefeschreiberin findet sie ihren Platz im Leben.

Die Sprache ist wohltuend schlicht , wie ich es von japanischen Autoren gewohnt bin und mag . Dies hat einen gewissen Charme, fast poetisch und das soziale Miteinander wirkt elegant.
Japanischer Schreibstil kann distanziert wirken durch diesen oft ein sehr schlichten Stil , das sind wir im Westen nicht so gewohnt. Für mich liegt aber sehr viel Schönheit in den einfachen Beschreibungen die aber in diesem Roman gleichzeitig  sehr ausführlich und genau sind .

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