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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2025

Spannung ja, aber zu viel Gefühlschaos

Die dunkle Grenze
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Eigentlich ein klarer Fall, Raubmord im Affekt, aber Jack Diehl, der Cowboy im LKA, stößt auf Ungereimtheiten und ermittelt weiter.
Profilerin Viola Hendrick ist derweil mit einem mysteriösen Cold Case ...

Eigentlich ein klarer Fall, Raubmord im Affekt, aber Jack Diehl, der Cowboy im LKA, stößt auf Ungereimtheiten und ermittelt weiter.
Profilerin Viola Hendrick ist derweil mit einem mysteriösen Cold Case beschäftigt, der immer größere Kreise zieht. Beide Ermittler geraten in größter Gefahr und müssen erkennen, dass sie niemandem in diesem Fall trauen können. Erst der Mord an Jacks Freundin, die Tatortfotografin Berenice mobilisiert die gesamte Abteilung.


Das ist mein erster Jack-Diehl-Thriller und ich war nicht darauf vorbereitet so viel Gefühlschaos zwischen den Ermittlern zu erleben. Die Profilerin Viola mit der Interimschef der Abteilung, ihr Ex Jack mit der Tatortfotografin Berenice, hat aber einen Nebenbuhler, was seine Ermittlungsarbeit sehr beeinflusst. Dann mischt sich Jacks Vater, der sich jahrelang nicht um seine Frau und Jack gekümmert hat, ein und will seinem Sohn plötzlich helfen. Warum eigentlich? Das lässt die Ermittlungen schon mal zur Nebensache werden.
Was meine Geduld doch etwas auf die Probe stellte, war, dass mir viel zu schnell klar wurde, wer als Täter oder Täterin in Frage kam und Viola und auch Jack sich immer wieder in Gefahr brachten, weil sie ihrem Bauchgefühl nicht mehr trauten.
Also ganz glücklich war ich mit diesem Thriller nicht, obwohl er stellenweise spannend geschrieben ist.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Was für ein Thriller‼️

Das geheime Zeichen
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Viola träumt von einer Künstlerkarriere. Leider kann sie von ihren Bildern nicht ihr Leben finanzieren. Zufällig trifft sie eine alte Schulfreundin. Sie ermöglicht ihr Zugang zu einem elitären Club, der ...


Viola träumt von einer Künstlerkarriere. Leider kann sie von ihren Bildern nicht ihr Leben finanzieren. Zufällig trifft sie eine alte Schulfreundin. Sie ermöglicht ihr Zugang zu einem elitären Club, der ihr die nötigen Kontakte bietet. Aber mit Eintritt in diesen Club unterliegt sie strengen Regeln, denen sie mit der Zeit nicht mehr entsprechen will.
In einem dreißig Jahre alten Haus wird das Skelett einer jungen Frau entdeckt. Um ihren Hals trägt sie eine Kette mit einem seltsamen Symbol.
Ein Fall für Evelyn Holm.

Dieser Thriller hat mir zwischenzeitlich den Atem genommen. Er ist spannend, Gänsehaut bringend und fabriziert so manchen Schweißtropfen auf meine Stirn.
Saskia Calden treibt zwei Erzählstränge erbarmungslos durch die Kapitel. Die Kapitel sind kurz und knackig. Der Leser pendelt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aufgebracht lesen wir über Viola, wissen dadurch mehr als Evelyn Holm und sehen fatale Fallen, in die Evelyn reintappt oder reintappen könnte.
Aufgrund des geheimen Zeichens sucht Evelyn auch den Mörder ihrer Eltern, der dieses Zeichen am Handgelenk eintätowiert hatte.
Hatte ihr Vater oder ihre Tante Mia etwas mit diesem ominösen Club zu tun?
Finden Sie es heraus!
Das ist ein Thriller, den man gelesen haben muss! Gänsehaut, Überraschung, Entsetzen, Unglaube und immer wieder ein Fünkchen Hoffnung wurden uns serviert.
Übrigens ist dies der dritte Thriller mit Evelyn Holm als Ermittlerin. Ich werde mit Sicherheit die ersten beiden Bände auch lesen.

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Spannend, aber fordernd

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Jonathan und seine Verlobte Lotta laden ihre alte Clique zu einem Krimi-Dinner in ein abgelegenes feudales Restaurant ein.
Man hat sich einige Jahre nicht gesehen und manch Eingeladener überlegt, ob er ...

Jonathan und seine Verlobte Lotta laden ihre alte Clique zu einem Krimi-Dinner in ein abgelegenes feudales Restaurant ein.
Man hat sich einige Jahre nicht gesehen und manch Eingeladener überlegt, ob er der Einladung nachkommen soll. Ein leerer Stuhl am gedeckten Tisch macht darauf aufmerksam, dass Maria, die vor fünf Jahren spurlos verschwand, in Gedanken mit am Tisch sitzt.
Nach kurzer Zeit kippt die Stimmung, als jedem Beteiligten klar wird, dass ein realer Kriminalfall bearbeitet wird, Marias Fall. Sitzt eine Mörderin, ein Mörder am Tisch?

Spannend und mitreißend entwickelt Emily Rudolf ihren Thriller, aber man muss sich schnell Notizen machen, um das Gesagte und Gedachte aus den verschiedenen Perspektiven auseinander halten zu können.
Was hat sie oder er in der SMS an wen geschrieben, um wieviel Uhr, aus dem Gedächtnis Einzelner erinnert oder der Szenenbeschreibung entnommen.
Davon abgesehen kann man gar nicht schnell genug die Seiten durchsuchten. Es passiert viel. Jeder verdächtigt jeden. Als Leser war ich teilweise hilflos, habe jedem und keinem den Mord zugetraut. War es vielleicht doch ein Unfall?
Emily Rudolf führt uns geschickt durch einige grundlegende Wendungen, um dann doch noch eine letzte Biegung einzuschlagen.
Jeder Charakter wird eingehend beleuchtet und trotzdem lernen wir erst gegen Ende manche Personen richtig kennen.
Auf jeden Fall ist es ein lesenswerter Thriller.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Verwirrende Zeitabläufe

Ein ungezähmtes Tier
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Ein Raubüberfall auf einen Juwelier am 2. Juli 2022, aber was geschah davor.
Sophie Braun wohnt mit ihrer Familie in einem luxuriösen Haus am Genfer See. Ihr Nachbar, ein offenbar untadeliger Polizist ...

Ein Raubüberfall auf einen Juwelier am 2. Juli 2022, aber was geschah davor.
Sophie Braun wohnt mit ihrer Familie in einem luxuriösen Haus am Genfer See. Ihr Nachbar, ein offenbar untadeliger Polizist spioniert jeden Morgen die intimsten Winkel ihres Lebens aus. Er ist regelrecht von ihr besessen und erfährt durch seine Bespitzelung von kriminellen Machenschaften ihre Mannes.


Torben Kesslers Stimmfarbe und Sprechweise passen hervorragend zu Romanen von Joel Dicker.
Joel Dicks Schreibstil empfand ich schon immer etwas umständlich. Trotzdem überzeugten mich seine Romane bis jetzt immer, aber dieser Roman hat mich bis an meine Grenzen gebracht. Die eigentliche Geschichte war spannend, aber die zeitlichen Sprünge, vor, zurück, Gegenwart, wieder zurück und noch mehr zurück, dann wieder vor, haben mich genervt.
Am Ende war ich eher erleichtert, es geschafft zu haben, als dass mich die fantastische Geschichte überzeugt hätte. Sorry

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Hammer Story

Der dunkle Sommer
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Die Architektin Tilda sucht Abgeschiedenheit und Ruhe nach dem tragischen Einsturz eines Theaters, den sie zu verantworten hatte. Im Nachlass ihres italienischen Vaters wird sie auf einen Geisterort auf ...

Die Architektin Tilda sucht Abgeschiedenheit und Ruhe nach dem tragischen Einsturz eines Theaters, den sie zu verantworten hatte. Im Nachlass ihres italienischen Vaters wird sie auf einen Geisterort auf Sardinien aufmerksam. In Botigalli werden renovierungsbedürftige Häuser für einen Euro verkauft, um neue Bewohner in den Ort zu locken.
Sofort macht sie sich ans Werk. In kurzer Zeit erfährt sie einiges über ein Massaker, das in ihrem Haus stattgefunden hat. Trotzdem fühlt sie sich wohl in diesem verlassen Ort. Aber ich sie wirklich allein?


Wie bereits im „Das Baumhaus“ lässt Vera Buck ihre Protagonisten anfänglich Idylle und Ruhe finden, um es dann zum Albtraum werden zu lassen.
Vera Bucks Schreibstil ist leicht zu lesen, stimmungsvoll und bildhaft. Man spürt förmlich den Staub, die Hitze und die Stille. Drei Erzählstränge, Tildas Gegenwart, die Vergangenheit der 17-jährige Franca und vereinzelte Sequenzen über jemanden, der gefangen ist, führt die Autorin behutsam zusammen. Tildas Bruder Nino, der Journalist Enzo und der einzige Überlebende des Massakers stiften ziemlich viel Unruhe, treiben die Handlung aber voran und sorgen für Spannung.
Trotz einiger Längen ist „Der dunkle Sommer“ spannend, abwechslungsreich und immer für eine Überraschung gut. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.

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