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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Macht Lust auf mehr

Die Chroniken der Nebelkriege 4: Der silberne Traum
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Ich kenn die Chroniken der Nebelkriege nicht, aber dieses Buch hat mich neugierig gemacht. Dieses Prequel ist sehr umfangreich. Man wird direkt ins Geschehen geworfen, als Fi ohne Gedächtnis aufwacht, ...

Ich kenn die Chroniken der Nebelkriege nicht, aber dieses Buch hat mich neugierig gemacht. Dieses Prequel ist sehr umfangreich. Man wird direkt ins Geschehen geworfen, als Fi ohne Gedächtnis aufwacht, und prompt das Leben der Klabauterkapitäns und seiner Crew retten muss. Doch ohne zu Verzweifeln stürzt sie sich in das Abenteuer, denn irgendwie wird sie ihr Gedächtnis schon wiederbekommen. Auf dem Weg trifft sie nicht nur Verbündete, sondern lernt auch neue Freunde kennen, und Wesen, die nicht das sind was sie scheinen.
Fi ist ein bewundernswerter Charakter. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich nicht wüsste was ich die letzten 20 Jahre getrieben habe, aber Fi folgt ihrem Instinkt, und ihrem Herzen, und ihre Verbündete und Freunde helfen ihr im Kampf gegen Morgoya.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, alles ist sehr umfangreich beschrieben und man stürzt von einer spannenden Szene in die nächste, kommt kaum zu Atem, geschweige denn dazu alles zu verarbeiten. Genau wie Fi. Doch am Ende offenbart sich das Große Ganze und alles ergibt einen Sinn. Oder doch nicht? Es macht definitiv Lust auf mehr.

Veröffentlicht am 15.09.2016

EIn Buch, das mich fesselt

Flammenmädchen
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Ari steht kurz vor ihrem High-School-Abschluss und ihrem 18. Geburtstag. Ihr Vater ist Pharmareferent und lässt sie oft allein. Ihr bester Freund Charlie ertränkt seine Trauer seit 2 Jahren in schlechter ...

Ari steht kurz vor ihrem High-School-Abschluss und ihrem 18. Geburtstag. Ihr Vater ist Pharmareferent und lässt sie oft allein. Ihr bester Freund Charlie ertränkt seine Trauer seit 2 Jahren in schlechter Gesellschaft, und ihre Freundinnen Rachel und Staci reden nur noch über die zukünftigen Unis. Doch Ari möchte eigentlich gar nicht studieren, am allerwenigsten BWL. Doch sie fühlt sich allein und kann sich niemandem anvertrauen.
Als bei ihrer Party ein Dschinn ihr einen Wunsch erfüllen will, gerät ihr Leben vollends aus den Fugen.

Dieses Buch ist überraschend, durch und durch. Nicht nur die Thematik der Dschinns, auch das drum herum. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und wollte es gar nicht wegpacken. Leider habe ich die nächsten Teile nicht.
Die Charaktere sind ansprechend, vor allem Ari ist sehr sympathisch, mir zumindest, und auch Jai hat so seine Momente. Wer Jai ist? Das müsst ihr schon selber lesen :D

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sehr spannend und nervenaufreibend

Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe
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„>>Wenn einer aufs Klo muss, begleiten ihn die anderen. Ganz einfach.>Für mich dann bitte keinen Tee mehr

„>>Wenn einer aufs Klo muss, begleiten ihn die anderen. Ganz einfach.<<
>>Für mich dann bitte keinen Tee mehr<<, sagte ich.“ (S.307)

Vor ca. 50 Jahren sind die ersten Geister, oder auch Besucher genannt, in London erschienen. Seitdem hat sich sehr viel geändert. Viele Häuser sind durch Eisen geschützt, Schutzamulette hängen in den Fenstern und überall in der Stadt findet man Geisterlichter und Lavendel. Und Agenturen, die sich um das Auffinden der Besucher, deren Quellen und deren Beseitigung kümmern. Da vor allem Kinder sehr sensibel auf Besucher reagieren, halten diese Nachtwachen, oder arbeiten in den Agenturen.
Lockwood&Co. ist eine dieser Agenturen, und Lockwood, Lucy und George gehören dieser Agentur an. Sie sind ein gutes Team, meistens zumindest. Doch ein Missgeschick bei einem Fall zwingt die drei dazu, einen mehr als fragwürdigen Fall anzunehmen, um alle Schulden loszuwerden. Sie ahnen nicht, dass dieser Fall es mehr in sich hat, als es auf den ersten Blick erscheint.

Dieses Buch ist das erste von Jonathan Stroud, das ich gelesen habe und ich frage mich, warum es so lange auf meinem SuB lag, völlig unverständlich. Die Geschichte ist mega spannend, aus Lucys Sicht erzählt, und bringt nicht nur die Hintergrundinformationen zu den Besuchern, sondern auch, wie Lucy an Lockwood&Co. gekommen ist. Die drei Jugendlichen sind sehr unterschiedlich, und arbeiten vielleicht gerade deswegen so gut zusammen. Das London, von Besuchern heimgesucht, ist ebenso spannend, wie das Haus, in dem die drei Wohnen. Der Fall um die seufzende Wendeltreppe ist nervenaufreibend, gruselig und spannend, und jeder, der dieses Buch auf seinem SuB hat, muss es sofort lesen. Ich werde die anderen Teile auf jeden Fall ganz oben auf meine Wunschliste stellen, denn die Bücher sind einfach nur fantastisch. Und nichts für schwache Nerven.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das Buch hat mich nicht überzeugt

Coherent
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Was nach einem rasanten Science Fiction Thriller klingt, ist irgendwie… lahm. Das Thema rund um Sophies Gabe ist mehr als spannend, doch die Umsetzung ist sehr schleichend. Das Buch ist in drei Teile geteilt. ...

Was nach einem rasanten Science Fiction Thriller klingt, ist irgendwie… lahm. Das Thema rund um Sophies Gabe ist mehr als spannend, doch die Umsetzung ist sehr schleichend. Das Buch ist in drei Teile geteilt. Im ersten lernen wir Sophie kennen, die mit dem Tod ihrer Eltern zu kämpfen hat. Da kommt ihr der Schüleraustausch nicht wirklich gelegen, doch da es ein Wunsch ihrer Mutter war, macht sie ihn doch. Es verschlägt sie ausgerechnet nach Frankreich, obwohl sie nicht mal französisch kann. Doch in Avignon angekommen lernt sie das Leben dort wieder zu genießen, nicht zuletzt durch Jean, dem eisblau-äugigen Franzosen. Durch seine Hilfe lernt sie ihre Gabe auch besser kennen.
Im zweiten Teil begleiten wir Sophie zwei Jahre später. Sie hat an der Uni einige Kurse belegt, die ihre Gabe unterstützen. Da sie sich auch im ihre Tante kümmern muss, nutzt Sophie ihre Gabe um an Geld zu kommen. Dadurch zieht sie die Aufmerksamkeit einer geheimen Behörde auf sich. Man könnte meinen, dass es endlich rasant weitergeht, doch selbst die Flucht durch das Land ist weniger rasant.
Mir fehlt an diesem Buch das fesselnde, die Geschwindigkeit der Ereignisse. Ich habe eher das Gefühl, dass ich mich im Urlaub befinde, wo alles etwas gemütlicher ist. Dadurch ist das Buch mehr als anstrengend für mich. Ich habe keine Lust zu lesen, weil ich gefühlt nicht voran komme, gleichzeitig möchte ich aber auch wissen, woher Sophie ihre Gabe hat, und was mit Jean ist.
Was ich sehr witzig an dem Buch finde, ist die Herkunft von Sophie. Sie lebt in Green River, Wyoming. Da in der Nähe war ich zum Schüleraustausch, und ich war auch direkt in Green River zu Besuch. Die Autorin beschreibt Wyoming als einer der wärmsten Staaten in der USA, und mal ganz ehrlich… meinen wir dasselbe Wyoming? Denn ich kann mich noch sehr gut an den vielen Schnee erinnern, und nicht an die sommerlichen 27°C. Aber nun gut, das hat natürlich nichts mit dem Buch an sich zu tun und ist auch nicht wirklich wichtig.
Zum Abschluss möchte ich nur sagen, dass mir persönlich das Buch nicht gefallen hat. In der Story steckt so viel Potenzial, es ist von der Idee her wirklich mega spannend, und obwohl der Schreibstil sehr flüssig ist, ist die Erzählweise eher langsam.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wer Erasmus Emmerich nicht kennt, verpasst was

Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
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„Einen edlen Mann im ordentlich zerknitterten Anzug kann nichts entstellen, war nicht umsonst eine Devise des erfolgreichen Ehrenmannes.“ (S.57)

Bevor ich mit meiner Rezension loslege, möchte ich eine ...

„Einen edlen Mann im ordentlich zerknitterten Anzug kann nichts entstellen, war nicht umsonst eine Devise des erfolgreichen Ehrenmannes.“ (S.57)

Bevor ich mit meiner Rezension loslege, möchte ich eine Minute diesem grandiosen Cover widmen. Es ist sehr dunkel gehalten, und trotzdem total bunt. Ich habe mich auf den ersten Blick in dieses Cover verliebt, die vielen Einzelheiten, die beiden Figuren, übrigens Erasmus Emmerich persönlich und seine zauberhafte Qualmfee Marie, hach, einfach fantastisch schwärm

Bevor wir zum eigentlich Fall der Maskerade der Madame Mallarmé kommen, erzählt uns Archibald Leach die anderen Fälle von Erasmus Emmerich. Der erste Fall, Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf, ist 2014 in der Anthologie Steampunk Akte Deutschland erschienen. Der zweite Fall, Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat, ist 2015 in der Anthologie Die dunkelbunten Farben des Steampunk erschienen (die auf meiner WuLi steht). Selbst wenn man eine oder beide Geschichten schon kennt, sollte man sie nochmal lesen, um die Geschehnisse Revue passieren zu lassen und damit man Einzelheiten weiß, z.B. wo Zinbi herkommt, und wer Villard eigentlich ist. Aber zu viel möchte natürlich nicht verraten.

Als eines schönen Morgens Fridolin in Emmerichs Schlafwohnwunderwerkelstube mit der neusten Zeitung erscheint, ahnen Marie und Emmerich noch nicht, in welch brisanten Fall sie da hinein gezogen werden. Nicht nur steht die Jungfernfahrt der Wobbly Dick an, eine Ex-Insassin der Nervenheilanstalt ist entkommen, und es gibt sieben tote Trolle, nein! Die letzte Trolleichte schwitzt auf einen preußischen Deckel. Das geht ja gar nicht. Erasmus Emmerich, seine Partnerin Marie und Fridolin machen sich mit Putzlappen und Kessel auf den Weg, diese Sauerei wegzumachen, und stolpern von einem Hinweis in den nächste. Und das ganze wird vom Universum beobachtet. Es ist fantastisch.
Man kann dieses Lesevergnügen gar nicht richtig beschreiben, man muss es einfach selber erleben. Die Gedankengänge von dem Erfinder, oder wenn er in den Ermittlermodus wechselt, die Wortschöpfungen der Autorin, die gesamte Welt ist einfach faszinierend. Und die Einwürfe des Universums sind einfach herrlich. Ganz nebenbei ist der Fall auch noch sehr spannend. Also alles in allem gibt es nur noch eins zu sagen: Lesen!!!

Vielen Dank an den Art Skript Phantastik Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich werde es immer wieder lesen, ganz viel drücken und streicheln, und jedem empfehlen.