Profilbild von GrueneRonja

GrueneRonja

Lesejury Star
offline

GrueneRonja ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit GrueneRonja über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sehr spannend und nervenaufreibend

Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe
0

„>>Wenn einer aufs Klo muss, begleiten ihn die anderen. Ganz einfach.>Für mich dann bitte keinen Tee mehr

„>>Wenn einer aufs Klo muss, begleiten ihn die anderen. Ganz einfach.<<
>>Für mich dann bitte keinen Tee mehr<<, sagte ich.“ (S.307)

Vor ca. 50 Jahren sind die ersten Geister, oder auch Besucher genannt, in London erschienen. Seitdem hat sich sehr viel geändert. Viele Häuser sind durch Eisen geschützt, Schutzamulette hängen in den Fenstern und überall in der Stadt findet man Geisterlichter und Lavendel. Und Agenturen, die sich um das Auffinden der Besucher, deren Quellen und deren Beseitigung kümmern. Da vor allem Kinder sehr sensibel auf Besucher reagieren, halten diese Nachtwachen, oder arbeiten in den Agenturen.
Lockwood&Co. ist eine dieser Agenturen, und Lockwood, Lucy und George gehören dieser Agentur an. Sie sind ein gutes Team, meistens zumindest. Doch ein Missgeschick bei einem Fall zwingt die drei dazu, einen mehr als fragwürdigen Fall anzunehmen, um alle Schulden loszuwerden. Sie ahnen nicht, dass dieser Fall es mehr in sich hat, als es auf den ersten Blick erscheint.

Dieses Buch ist das erste von Jonathan Stroud, das ich gelesen habe und ich frage mich, warum es so lange auf meinem SuB lag, völlig unverständlich. Die Geschichte ist mega spannend, aus Lucys Sicht erzählt, und bringt nicht nur die Hintergrundinformationen zu den Besuchern, sondern auch, wie Lucy an Lockwood&Co. gekommen ist. Die drei Jugendlichen sind sehr unterschiedlich, und arbeiten vielleicht gerade deswegen so gut zusammen. Das London, von Besuchern heimgesucht, ist ebenso spannend, wie das Haus, in dem die drei Wohnen. Der Fall um die seufzende Wendeltreppe ist nervenaufreibend, gruselig und spannend, und jeder, der dieses Buch auf seinem SuB hat, muss es sofort lesen. Ich werde die anderen Teile auf jeden Fall ganz oben auf meine Wunschliste stellen, denn die Bücher sind einfach nur fantastisch. Und nichts für schwache Nerven.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das Buch hat mich nicht überzeugt

Coherent
0

Was nach einem rasanten Science Fiction Thriller klingt, ist irgendwie… lahm. Das Thema rund um Sophies Gabe ist mehr als spannend, doch die Umsetzung ist sehr schleichend. Das Buch ist in drei Teile geteilt. ...

Was nach einem rasanten Science Fiction Thriller klingt, ist irgendwie… lahm. Das Thema rund um Sophies Gabe ist mehr als spannend, doch die Umsetzung ist sehr schleichend. Das Buch ist in drei Teile geteilt. Im ersten lernen wir Sophie kennen, die mit dem Tod ihrer Eltern zu kämpfen hat. Da kommt ihr der Schüleraustausch nicht wirklich gelegen, doch da es ein Wunsch ihrer Mutter war, macht sie ihn doch. Es verschlägt sie ausgerechnet nach Frankreich, obwohl sie nicht mal französisch kann. Doch in Avignon angekommen lernt sie das Leben dort wieder zu genießen, nicht zuletzt durch Jean, dem eisblau-äugigen Franzosen. Durch seine Hilfe lernt sie ihre Gabe auch besser kennen.
Im zweiten Teil begleiten wir Sophie zwei Jahre später. Sie hat an der Uni einige Kurse belegt, die ihre Gabe unterstützen. Da sie sich auch im ihre Tante kümmern muss, nutzt Sophie ihre Gabe um an Geld zu kommen. Dadurch zieht sie die Aufmerksamkeit einer geheimen Behörde auf sich. Man könnte meinen, dass es endlich rasant weitergeht, doch selbst die Flucht durch das Land ist weniger rasant.
Mir fehlt an diesem Buch das fesselnde, die Geschwindigkeit der Ereignisse. Ich habe eher das Gefühl, dass ich mich im Urlaub befinde, wo alles etwas gemütlicher ist. Dadurch ist das Buch mehr als anstrengend für mich. Ich habe keine Lust zu lesen, weil ich gefühlt nicht voran komme, gleichzeitig möchte ich aber auch wissen, woher Sophie ihre Gabe hat, und was mit Jean ist.
Was ich sehr witzig an dem Buch finde, ist die Herkunft von Sophie. Sie lebt in Green River, Wyoming. Da in der Nähe war ich zum Schüleraustausch, und ich war auch direkt in Green River zu Besuch. Die Autorin beschreibt Wyoming als einer der wärmsten Staaten in der USA, und mal ganz ehrlich… meinen wir dasselbe Wyoming? Denn ich kann mich noch sehr gut an den vielen Schnee erinnern, und nicht an die sommerlichen 27°C. Aber nun gut, das hat natürlich nichts mit dem Buch an sich zu tun und ist auch nicht wirklich wichtig.
Zum Abschluss möchte ich nur sagen, dass mir persönlich das Buch nicht gefallen hat. In der Story steckt so viel Potenzial, es ist von der Idee her wirklich mega spannend, und obwohl der Schreibstil sehr flüssig ist, ist die Erzählweise eher langsam.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wer Erasmus Emmerich nicht kennt, verpasst was

Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
0

„Einen edlen Mann im ordentlich zerknitterten Anzug kann nichts entstellen, war nicht umsonst eine Devise des erfolgreichen Ehrenmannes.“ (S.57)

Bevor ich mit meiner Rezension loslege, möchte ich eine ...

„Einen edlen Mann im ordentlich zerknitterten Anzug kann nichts entstellen, war nicht umsonst eine Devise des erfolgreichen Ehrenmannes.“ (S.57)

Bevor ich mit meiner Rezension loslege, möchte ich eine Minute diesem grandiosen Cover widmen. Es ist sehr dunkel gehalten, und trotzdem total bunt. Ich habe mich auf den ersten Blick in dieses Cover verliebt, die vielen Einzelheiten, die beiden Figuren, übrigens Erasmus Emmerich persönlich und seine zauberhafte Qualmfee Marie, hach, einfach fantastisch schwärm

Bevor wir zum eigentlich Fall der Maskerade der Madame Mallarmé kommen, erzählt uns Archibald Leach die anderen Fälle von Erasmus Emmerich. Der erste Fall, Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf, ist 2014 in der Anthologie Steampunk Akte Deutschland erschienen. Der zweite Fall, Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat, ist 2015 in der Anthologie Die dunkelbunten Farben des Steampunk erschienen (die auf meiner WuLi steht). Selbst wenn man eine oder beide Geschichten schon kennt, sollte man sie nochmal lesen, um die Geschehnisse Revue passieren zu lassen und damit man Einzelheiten weiß, z.B. wo Zinbi herkommt, und wer Villard eigentlich ist. Aber zu viel möchte natürlich nicht verraten.

Als eines schönen Morgens Fridolin in Emmerichs Schlafwohnwunderwerkelstube mit der neusten Zeitung erscheint, ahnen Marie und Emmerich noch nicht, in welch brisanten Fall sie da hinein gezogen werden. Nicht nur steht die Jungfernfahrt der Wobbly Dick an, eine Ex-Insassin der Nervenheilanstalt ist entkommen, und es gibt sieben tote Trolle, nein! Die letzte Trolleichte schwitzt auf einen preußischen Deckel. Das geht ja gar nicht. Erasmus Emmerich, seine Partnerin Marie und Fridolin machen sich mit Putzlappen und Kessel auf den Weg, diese Sauerei wegzumachen, und stolpern von einem Hinweis in den nächste. Und das ganze wird vom Universum beobachtet. Es ist fantastisch.
Man kann dieses Lesevergnügen gar nicht richtig beschreiben, man muss es einfach selber erleben. Die Gedankengänge von dem Erfinder, oder wenn er in den Ermittlermodus wechselt, die Wortschöpfungen der Autorin, die gesamte Welt ist einfach faszinierend. Und die Einwürfe des Universums sind einfach herrlich. Ganz nebenbei ist der Fall auch noch sehr spannend. Also alles in allem gibt es nur noch eins zu sagen: Lesen!!!

Vielen Dank an den Art Skript Phantastik Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich werde es immer wieder lesen, ganz viel drücken und streicheln, und jedem empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannend!

Maddie - Der Widerstand geht weiter
0

Achtung! Spoiler zu Band 1!

„Vielleicht reicht es schon, wenn wir jeden Tag zehn Minuten lang üben, uns zu mögen. Vielleicht sollten wir uns weniger vor der Meinung anderer fürchten, und erst einmal dafür ...

Achtung! Spoiler zu Band 1!

„Vielleicht reicht es schon, wenn wir jeden Tag zehn Minuten lang üben, uns zu mögen. Vielleicht sollten wir uns weniger vor der Meinung anderer fürchten, und erst einmal dafür sorgen, dass wir uns selbst akzeptieren können, wie wir sind.“ (S.203)

Maddie ist nach LA zu ihrem Bruder Joe gezogen, damit sie ihren Abschluss an der Digital School machen kann, anstatt in ein Umerziehungscenter ein gewiesen zu werden. Seit 4 Wochen lebt sie jetzt in dieser Metropole, und hat nicht ein Wort von Justin gehört. Natürlich taucht er wie immer im richtigen Moment auf, wenn Maddie wieder in Schwierigkeiten steckt. Wird er sie diesmal retten können?

Dieses Buch schließt nahtlos an den ersten Band an und ist ebenso spannend. Maddie ist eine beeindruckende Person, und diese Geschichte lässt sie mehr wachsen, mehr zu sich selbst finden, und endlich eine Entscheidung fällen. Mir tut es gerade richtig weh, dass ich den letzten Teil nicht hier habe. Ich bin mir sicher, der lohnt sich ebenso wie die ersten beiden. Der Schreibstil ist flüssig und vor allem fesselnd, es kommt keine Langeweile auf. Maddie und Justin stehen auf Geschwindigkeit, das merkt man an dem Buch, denn man liest es mit atemberaubender Geschwindigkeit durch. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Dieses Buch fesselt bis zum Schluss

Die Rebellion der Maddie Freeman
0

„In der digitalen Welt kann ich sein, wer ich will.“ (S.11)

In einer Welt, in der alles digitalisiert ist, haben die Menschen verlernt, was Leben bedeutet. Die Bäume und der Rasen sind künstlich. Freunde ...

„In der digitalen Welt kann ich sein, wer ich will.“ (S.11)

In einer Welt, in der alles digitalisiert ist, haben die Menschen verlernt, was Leben bedeutet. Die Bäume und der Rasen sind künstlich. Freunde und Schule sind nur online, denn alles läuft im Netz ab. Es ist gefährlich, das Haus zu verlassen, denn Menschen sind gefährlich. Und doch gibt es einige Rebellen, die für die Abschaltung der Digital School sind, für ein Leben offline, für Tanzen zu echter Musik, Treffen in echten Cafes, echten Kuchen und echten Kaffee. Und Maddie, 17, Tochter des „Erfinders“ der Digital School, wird durch eine Zufallsbekanntschaft mitten in dieses Offline-Leben hineingezogen, und merkt plötzlich, wie schön das Leben eigentlich sein kann.

Als ich anfing dieses Buch zu lesen musste ich spontan an den Film Surrogates denken, wo alle Menschen zu Hause sitzen und sich nur noch durch Roboter auf die Straße trauen. Ähnlich ist es in der Zukunft, in der Maddie lebt, denn dort findet alles online statt. Man muss nicht mal mehr das Haus verlassen, sogar das Essen ist so vereinfacht, dass man nicht mal mehr kochen muss. Alles geht um Sicherheit und Zeit sparen, und Maddie hat es besonders schwer, als Tochter ihres Vaters.
Dieses Buch ist der Wahnsinn. So „abhängig“ wie die Menschen heutzutage von ihren Smartphones und dem Computer sind, scheint diese Zukunft auch gar nicht so abwegig. Es gibt immer mehr Gewalt in der Welt, immer mehr Tote, teilweise auch durch friendly Fire, es dauert also nicht mehr lange bis wir uns in unsere Häuser schließen und „online leben“.
Der Schreibstil ist fantastisch, sehr flüssig und mitreißend. Die Geschichte wird aus Maddies Sicht erzählt, und zwischendurch schreibt sie ihre Gedanken und Erlebnisse in ein echtes Tagebuch.

Alles in allem ist dieses Buch grandios, und etwas fürs Herz ist auch dabei. Maddie ist ein beeindruckendes Mädchen, naja und über Justin muss ich gar nichts sagen, er ist einfach der Traumtyp in diesem Buch ;) Hier also eine ganz klare Leseempfehlung.