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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2025

Wie bei Peter Pan

Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche
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Zu Beginn des Romans wirkt Artemis´ Leben ziemlich trist aus. Ihre beste Freundin ist weggezogen und ihre schulischen Leistungen lassen immer mehr zu wünschen übrig. Wenig verlockend hört sich dann auch ...

Zu Beginn des Romans wirkt Artemis´ Leben ziemlich trist aus. Ihre beste Freundin ist weggezogen und ihre schulischen Leistungen lassen immer mehr zu wünschen übrig. Wenig verlockend hört sich dann auch das Feriencamp an indem sie ihren vernachlässigten Lernstoff noch einmal auffrischen soll.

Doch es kommt ganz anders als erwartet. Während eines kurzen Ausflugs in den Wald findet sie eine Strickleiter. Ihre Neugier ist geweckt und so steigt sie immer weiter bis in die Wolken. Am Ende der Leiter findet sie schließlich ein Schiff, das über den Wolken fliegt. Soweit ist die Geschichte wirklich sehr fantastisch. An Bord befindet sich eine bunte Crew aus Kindern. Diese Konstellation hat mich etwas an Peter Pan erinnert. Ihr Captain ist eine abenteuerlustige Frau. Zusammen kämpfen sie gegen das "Böse". Sehr schnell ist Artemis in die Gemeinschaft integriert und bringt sich mit eigenen Ideen zur Verteidigung ihres Schiffes ein.

Nachdem Artemis an der Crew angekommen ist und alle Geheimnisse gelüftet zu sein scheinen, fand ich den Roman etwas langatmig. Hier hätte ich nach dem fantasievollen Anfang etwas mehr Spannung erwartet.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen und es passt auch gut zum Inhalt.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Ein Bär als Bruder

Pearly Everlasting
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Als Pearly geboren wird, nimmt ihre Familie noch ein verwaistes Bärenjunges auf. Gemeinsam werden die beiden erwachsen und Pearly sieht den Bären Bruno als ihren Bruder. Die ganze Familie liebt ihn über ...

Als Pearly geboren wird, nimmt ihre Familie noch ein verwaistes Bärenjunges auf. Gemeinsam werden die beiden erwachsen und Pearly sieht den Bären Bruno als ihren Bruder. Die ganze Familie liebt ihn über alles.

Die Geschichte spiel in einem Holzfällerlager Anfang bis Mitte des vorigen Jahrhunderts. Doch nicht jeder ist dem tierischen Familienmitglied in der Holzfällergemeinschaft wohlgesinnt. Und auch die menschlichen Mitglieder bleiben nicht von Schicksalsschälgen verschont.

Und so wird der Zusammenhalt der beiden ungleichen Geschwister bald auf die Probe gestellt und eine Reise durch die wilde Natur und die Bevölkerung Kanadas beginnt.

Besonders gefallen hat mir an diesem Roman die Verbundenheit der Familie mit dem Bären, aber auch die Offenheit vieler Fremder mit dem vermeintlich wilden Tier. Man hat das Gefühl, dass hier das Gute noch über das Böse und die Habgier und Egoismus des Menschen siegt. Trotz der rauen Lebensumstände haben sich die meisten Menschen ihre Gutherzigkeit bewahrt. Zusammenhalt, Freundschaft, gegenseitige Unterstützung sowie Toleranz werden wie selbstverständlich gelegt, Eigenschaften man vielleicht nicht auf den ersten Blick in dieser Gesellschaft erwartet hätte und die unserer eigenen anscheinend immer mehr abhanden kommen. Auch das Zusammenleben mit der Natur spiel in dem Roman eine große Bedeutung.

Insgesamt empfand ich das Werk als einen Lichtblick der Gutherzigkeit die auch in schwierigen Zeiten den Menschen innewohnen kann

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Familiengeheimnis

Der Gott des Waldes
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Als Barbara Van Laar das Sommercamp betritt ist sie bereits eine Berühmtheit. Nicht nur, dass ihrer unermesslich reiche Familie Besitzer des Camps ist, auch ist ihr Bruder Bear vor vielen Jahren genau ...

Als Barbara Van Laar das Sommercamp betritt ist sie bereits eine Berühmtheit. Nicht nur, dass ihrer unermesslich reiche Familie Besitzer des Camps ist, auch ist ihr Bruder Bear vor vielen Jahren genau an diesem Ort spurlos verschwunden und nie wieder aufgetaucht.

Barbara ist von Anfang an anders, sowohl was das Aussehen als auch das Verhalten betrifft. Nachts verschwindet sie immer, doch niemand weiß wohin. Und schließlich kehr sie von ihrem nächtlichen Ausflug nicht mehr zurück.

Eine großangelegte Suche beginnt. Dabei spiel auch das Verschwinden ihres Bruders immer wieder eine Rolle. Wir erhalten nach und nach Einsichten in das Leben der Familie Van Laar, aber auch in das der Campleiterin und ihres Vaters sowie in das der Ermittler. Schließlich setzt sich das Bild immer mehr zusammen und eröffnet einen ganz neuen Blickwinkel.

Spannend bleibt es bis zum Schluss. Eine unerwartete Wendung sorgt für ein Ende dass man lange nicht voraussehen konnte.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Zerbrochene Beziehung

Der Duft des Wals
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Das Hörbuch der "Duft des Wals" handelt von einer Familie (Mutter, Vater, Tochter) die im Süden einen Cluburlaub machen. Der Vater hofft so die eingeschlafene Beziehung zu seine Frau wieder auffrischen ...

Das Hörbuch der "Duft des Wals" handelt von einer Familie (Mutter, Vater, Tochter) die im Süden einen Cluburlaub machen. Der Vater hofft so die eingeschlafene Beziehung zu seine Frau wieder auffrischen zu können.

Schnell entpuppt sich das vermeintliche Paradies als stinkende Hölle. Ein verendeter Wal wurde an den Strand gespült und obwohl er genauso schnell wie er gekommen ist auch wieder verschwand, schweb sein "Duft" den gesamten Urlaub über dem Hotelbereich. Hinzu kommt, dass sich die eigentliche Versöhnung immer mehr zu einer Entzweiung des Ehepaares führt und Differenzen der beiden immer offensichtlicher werden. Auch die Schwierigkeiten zwischen der Tochter und den Eltern werden thematisiert, genauso wie die Sicht des Hotelpersonal und der Flugbegleiterin auf die Touristen. Dabei schwingt auch einiges an Sarkasmus und Humor mit.

Ich habe die Funktion des Wals in der Handlung als Sinnbild der Verkümmerung der Beziehung des Ehepaares verstanden. Auch wenn das verwesende Tier verschwunden ist, hängt der Geruch noch in der Luft, genauso wie auch die zerbrochene Beziehung durch die Reise in das vermeintliche Paradies nicht wieder geheilt werden kann.

Gesprochen wird das Hörbuch von sechs verschiedenen Personen. Neben der Mutter, dem Vater und der Tochter kommen auch eine Flugbegleiterin sowie zwei Hotelangestellten zur Sprache. Alle haben die Geschichte gut erzählt. Jedoch fand ich die Stimme der Mutter sehr gewöhnungsbedürftig. Irgendwie konnte ich mir unter dieser Stimme nicht die Person vorstellen, die sie darstellen sollte.

Gut gefallen hat mir das Cover, das auf kreative Weise den Wal darstellt. Erst während einer Passage gegen Ende der Handlung habe ich bemerkt wie gut dieses Titelbild zum Inhalt des Buches passt.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Schwere Kost

Ginsterburg
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Im Mittelpunkt des Romans stehen Lothar und seine Mutter Merle. Im weiteren Umfeld der beiden werden die Erlebnisse des zweiten Weltkrieges von den ersten Anfängen bis zum Ende 1945 aus der Sicht vieler ...

Im Mittelpunkt des Romans stehen Lothar und seine Mutter Merle. Im weiteren Umfeld der beiden werden die Erlebnisse des zweiten Weltkrieges von den ersten Anfängen bis zum Ende 1945 aus der Sicht vieler weiterer fiktiver Personen berichtet.

Vor allem die Vielzahl der der Personen und Handlungen hat mir Schwierigkeiten beim Verfolgen der Ereignisse bereitet. Man muss sich wirklich sehr konzentrieren um hier den Überblick zu behalten. Es handelt sich hier auf keinen Fall um ein Buch, das man zwischendurch lesen kann. Einzelne Darstellungen waren äußerst eindrücklich, wie z. B. die Verschmierte Fassade von Merles Haus, obwohl sie noch nicht einmal Jüdin war. Der Autor versteht es geschickt mit Sprache umzugehen und die Ereignisse aus der Sicht der Menschen aus der damaligen Zeit zu vermitteln, doch konnte mich das Buch aufgrund seiner Unübersichtlichkeit leider nicht überzeugen.

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