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Veröffentlicht am 22.11.2023

Dramatisch

Stunde um Stunde
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Eine völlig überforderte Polizei steht einer Geiselnahme gegenüber, die verstörender nicht sein kann. Ein Ehepaar hat den Leiter eines Labors als Geisel genommen und dazu die Proben, die dort analysiert ...

Eine völlig überforderte Polizei steht einer Geiselnahme gegenüber, die verstörender nicht sein kann. Ein Ehepaar hat den Leiter eines Labors als Geisel genommen und dazu die Proben, die dort analysiert werden, um Verbrecher zu überführen. Manche dieser Probe sind einzigartig. Wenn dies zerstört werden, wird das Verbrechen, um das es geht, ungesühnt bleiben. Genau das aber hat das Ehepaar vor: zunächst alle zwei Stunden soll eine solche einzigartige Probe zerstört werden, wenn man nicht das seit zwei Jahren vermisste Kind dieses Ehepaar findet. Man unterstellt der Polizei, nichts beim Verschwinden des Kindes getan zu haben, um es zu finden. Man hat den Fall als Unfall, bei dem das Kind ertrunken sei, abgelegt. Im Verlaufe diese Geiseldramas kommt es zu Verletzten und Getöteten, bei denen die Einsatzkräfte vor Ort der Polizeichefin kräftig in den Rücken fallen. Dazu machen sich der enttarnte Undercover-Agent Hoss und die noch vor Dienstantritt geschasste Polizistin Lynette auf die Suche nach dem Kind. Es entwickeln sich dramatische Ereignisse und ein ebensolches Ende. Man liest fast getrieben durch. Durch die schnellen Wechsel der Schauplätze und der Perspektiven der Protagonisten wird die Spannung sehr hoch gehalten und der Lesefluss ziemlich beschleunigt. Hat Pageturner-Qualität.

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Veröffentlicht am 19.11.2023

Anschaulich, spannend, kurzweilig

Bruchhauser Blut
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Gelungener Titel, gilt auch für das Cover. Die Geschichte rund um die Familie Eisermann ist gut konstruiert und spannend vermittelt. Die Protagonisten auf Seiten der Ermittler wirken recht sympathisch, ...

Gelungener Titel, gilt auch für das Cover. Die Geschichte rund um die Familie Eisermann ist gut konstruiert und spannend vermittelt. Die Protagonisten auf Seiten der Ermittler wirken recht sympathisch, wenn auch etwas eigenwillig. Die Verwandten der Opfer machen teilweise einen verbiesterten Eindruck. Es bleibt etwas in der Luft hängen, warum die Ereignisse gerade jetzt stattfinden. Insgesamt ist dies aber eine kurzweilige Lektüre, die man nicht so einfach aus der Hand legt und ungern unterbricht. Schön auch die sehr anschauliche Darstellung der Landschaft und Umgebung.

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Veröffentlicht am 15.11.2023

Emotional

Räuberleiter
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Eine sehr emotional aufgebaute Geschichte um die dramatische Suche nach einem Kleinkind, das sich quasi selbst als vermisst gemeldet hat. Sehr viele Personen in dieser Suche sind selbst - um es vorsichtig ...

Eine sehr emotional aufgebaute Geschichte um die dramatische Suche nach einem Kleinkind, das sich quasi selbst als vermisst gemeldet hat. Sehr viele Personen in dieser Suche sind selbst - um es vorsichtig auszudrücken - sehr mitgenommene, quasi beschädigte Menschen. Die Zeit läuft und die Suche zu Hochtouren auf. Mehrere Fahndungsfehler und Unterlassungen führen dazu, das man mehr oder minder ins Nichts läuft, bis endlich eine kleine Spur auftaucht und auch die Mutter sich aus ihren Erinnerungslücken befreien kann. Kein Krimi. Eine Sozialstudie mehr, in der aufgezeigt wird, wie in extremen Situationen sich eher gleichgültige Mitmenschen zu einer Einheit zusammenschweißen lassen, um eben diesen kleinen Jungen zu finden. Eher beiläufig ein kleiner Gangster, Looser eigentlich, der sich zu Höherem berufen fühlt, und ein ernstzunehmender Gangster, der aber auch nur eine Nebenrolle hin zum dramatischen Höhepunkt erhält. Insgesamt flüssig, lesefreundlich und spannend erzählt. Abzüge gibt es wegen der nicht glaubwürdigen schweren Ermittlungsfehler, der zu sehr im Vordergrund stehenden immerwährenden Schuldgefühle fast aller, die aber mit diesem Fall nichts zu tun haben und der übergroßen Emotionalität.

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Heftig

Eisige Stille. Ein Mara-Billinsky-Thriller
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Mara Billinsky ist bekannt für ihre Sturheit, Kompromisslosigkeit, Verbissenheit. Das steigert sich in diesem Buch allerdings dramatisch. Zurück aus dem erfolglosen Einsatz eines internationalen Ermittlerteams ...

Mara Billinsky ist bekannt für ihre Sturheit, Kompromisslosigkeit, Verbissenheit. Das steigert sich in diesem Buch allerdings dramatisch. Zurück aus dem erfolglosen Einsatz eines internationalen Ermittlerteams wird sie mit einem scheinbaren Vermisstenfall konfrontiert und von einem Kollegen auf verstörende Videos aufmerksam gemacht, die im Darknet aufgetaucht sind und sich zunehmend häufen. Neben diesen Dingen treibt sie die Sorge um Rafael um, einen jungen Mann, den sie zusammen mit einem Sozialarbeiter versucht hatte auf den rechten Weg zurück zu führen, der aber offenbar abgetaucht ist. Als wäre das nicht genug, muss sie sich auch noch mit ihren diffusen Gefühlen, einem Kollegen aus dem internationalen Ermittlerteam gegenüber auseinandersetzen. Und immer wieder blitzt die Suche nach dem international gesuchten Polaris durch, der Fall, bei dem sie so versagt hatten. Eine extrem hektische Zeit beginnt, in der so manche Zusammenhänge aufgedeckt werden, in der es aber auch zahlreiche Opfer zu beklagen gibt. Die Vorgehensweise von Mara und ihren Kollegen ist teils sehr heftig und oft grenzwertig. Am Schluss bleibt wieder vieles offen. Fast getrieben erzählt, so wie Mara auch extrem getrieben wirkt. Als Leser hetzt man selbst ziemlich getrieben durch diese Geschichte. Die Spannung wird hoch gehalten, die Beziehung zu den Protagonisten aber auf eine harte Probe gestellt. Und manches Verhalten will man auch nicht tolerieren. Manche „Entschuldigung“ auch nicht gelten lassen. Ein Buch, das durchaus polarisiert.


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Veröffentlicht am 01.11.2023

Hin- und hergerissen

Im Angesicht des Zorns
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In dichter Folge werden mehrere Personen auf geradezu bestialische Weise zu Tode gebracht. Lucien und der neue Kommissaranwärter stehen vor einem Rätsel angesichts der überaus grausamen Mordmethoden, die ...

In dichter Folge werden mehrere Personen auf geradezu bestialische Weise zu Tode gebracht. Lucien und der neue Kommissaranwärter stehen vor einem Rätsel angesichts der überaus grausamen Mordmethoden, die ebenso bizarr wie ausgeklügelt anmuten. Bald werden sie auf Dante Alighieris Inferno aufmerksam gemacht, entdecken die gemeinsame Beziehung der Mordopfer, zu einem lang zurückliegenden Skandal um ein Medikament mit erheblichen Nebenwirkungen und der Täter meldet sich beim Kommissar. Es folgen sehr verwirrende Handlungen auf Seiten der Täter, der Ermittler, der Politik. Am Ende hat keiner gewonnen. Als Leser ist man hin- und hergerissen. Die Geschichte ist einerseits gut und spannend erzählt. Die Taten aber übermäßig grausam. Das Ende bleibt undurchsichtig.

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